24. Mai 2021

Auf der letzten Bezirksratssitzung (19.05.2021) wurde folgende Anfrage von Bezirksratsmitglied Matthias Voß (SPD) eingebracht.

Anfrage

Neubau der Dornröschenbrücke

Durch den geplanten Neubau der Dornröschenbrücke wird eine zentrale Verbindung für den Rad- und Fußverkehr zwischen Linden und der Nordstadt sowie Herrenhausen für ca. 18 Monate komplett gesperrt sein (Frühjahr 2022 bis Herbst 2023). Ein ersatzloser, kompletter Wegfall dieser Brücke als Verkehrsverbindung über einen so langen Zeitraum ist nicht hinnehmbar.

Wir fragen daher die Verwaltung:
1. Wie lange kann die Brücke in ihrer jetzigen Form im Hinblick auf ihre Tragfähigkeit noch uneingeschränkt bei gleichbleibender Frequentierung voraussichtlich noch genutzt werden?
2. Können für den Ersatzneubau oder eventuelle Erweiterungen (zusätzliche Brückenbreite für den Radverkehr) der Brücke Gelder vom Land Niedersachsen oder der EU beantragt werden?
3. Wie viele Radfahrer*innen und Fußgänger*innen nutzen die Brücke täglich und hat sich diese Nutzung seit Beginn der Pandemie signifikant geändert?

Matthias Voß
Fraktionsvorsitzender SPD

Antwort der Verwaltung

1. Am Bauwerk wurden Risse und Betonschäden festgestellt. Eine Nachrechnung der Brücke stellte erhebliche statische Defizite am Tragwerk fest. Die Tragfähigkeit der Brücke ist eingeschränkt und lässt sich durch eine Sanierung nicht wiederherstellen. Unter der Einhaltung eng getakteter Prüfungen der Brücke ist nach Abstimmung mit dem Prüfingenieur eine Offenhaltung der Brücke bis Ende 2024 vertretbar. Bedingung dafür ist ein regelmäßiges Monitoring der geschädigten Bereiche. Dies wird von der Verwaltung regelmäßig durchgeführt. Sollten bei dieser Überwachung relevante Verschlechterungen auftreten, kann eine sofortige Sperrung der Brücke erforderlich werden.

2. Fördermöglichkeiten werden derzeit von der Verwaltung geprüft.

3. Der Verwaltung liegt eine Radverkehrszählung aus dem Jahr 2017 vor. Hier wurden ca.: 5700 Radfahrende am Tag gezählt. Zählungen zu Fußgänger*innen wurden nicht erhoben.

Aktuelle Zahlen seit Beginn der Pandemie liegen für die Dornröschenbrücke nicht vor.

Landeshauptstadt Hannover
19.05.2021

Siehe auch:
>> Dornröschenbrücke: Was wird da gearbeitet? – v. 05.02.2020

24.05.2021

Kommentare

  1. Die Quintessenz der ganzen Sache ist im Prinzip, dass sich 200 oder mehr Leute auf die Brücke begeben müssen und dort herumhüpfen können, um zu beweisen, dass die Brücke dadurch nicht einstürzt und erstaunlicherweise doch nicht neu erbaut werden muss.

    Man könnte ja auch mal die einheimischen Enten befragen, ob ihnen mehr Betonteile auf den Kopf stoßen oder Brotkrümel. – Das war fies, weil die überlebenden Enten ja immer nur die gleiche Auskunft geben: Quak!

    1. Dann suchen sie sich doch 200 Leute und machen das mit dem Springen mal! Aber wehe es kommen dann doch klagen wenn an der Brücke dann Beton Abfällt.
      Wie schon mal gesagt: selbst ein Jogger bringt die Brücke inzwischen zum Schwingen und das darf bei einer Betonbrücke eben nicht sein!

  2. – „kann eine sofortige Sperrung der Brücke erforderlich werden“

    Weil sonst was passieren kann?? – Das glaubt ihr doch selbst nicht! – Und hoffentlich soll das keine Drohung sein! (Sonst wäret ihr als politische Volksvertretung für immer geliefert. Wenn das rauskäme, dass ihr so tickt.)

    Wo sind die Gutachten und Sachverständigen, und wer zeichnet dafür überhaupt verantwortlich? Ausschreibungen, Kostenpläne, wer verdient daran? – Ein bisschen Grundtransparenz kann man als Bürger ja wohl verlangen.

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