3. November 2021

Auf der nächsten Bezirksratssitzung (10.11.2021) werden folgende Anträge von Bezirksratsmitglied Thomas Ganskow (Piraten) eingebracht.

Anträge

Erfolgsmodell U-Bahn-Bau realisieren – Teil 1

Der Bezirksrat möge beschließen:

1. Die Verwaltung stellt alle verfügbaren Planunterlagen zum U-Bahn-Bau der A-West (heutige Linie 9) im Bereich des Stadtbezirkes Linden-Limmer für den Bereich des noch nicht abschließend beschlossenen oberirdischen Streckenverlaufs mit Hochbahnsteigen auf geeignete Weise kurzfristig dauerhaft barrierefrei zur Verfügung.

2. Insbesondere soll dabei auf die im Archiv des ehemaligen U-Bahn-Bauamtes lagernden, weitgehend fortgeschrittenen Planungen Bezug genommen werden. Ergänzt werden die Planungen der LHH durch eine entsprechende Machbarkeitsstudie aus 2003, deren Ergebnisse die Verwaltung ebenfalls vorlegen möge.

3. Geprüft werden soll zusätzlich, ob eine mittelfristige Realisierung mit auf Bundesebene zur
Verfügung stehenden Mitteln aus der GVFG-Novelle möglich ist.

Begründung:
Die Vorteile einer unterirdischen Linienführung sind bekannt. Lärmschutz, Witterungsschutz, Beschleunigung, Vergrößerung der oberirdischen Verkehrsfläche sind nur einige.

Mit den Mitteln aus der Novelle des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) wäre die finanzielle Traglast der Region Hannover überschaubar. Gerade, wenn in den Zeiten des billigen Geldes mittels projektbezogenen Geldern eine Abzahlung über 20 Jahre möglich ist. Der Bund hat mit der Novelle neue Anreize zum Ausbau des ÖPNV geschaffen: 2021 betragen die GVFG-Fördermittel 1 Milliarde Euro jährlich, ab 2025 werden die Mittel auf 2 Milliarden Euro jährlich aufgestockt. Der Fördersatz des Bundes wird von 60 auf 75 Prozent erhöht.

Thomas Ganskow
Einzelvertreter im Bezirksrat Linden-Limmer

Erfolgsmodell U-Bahn-Bau realisieren – Teil 2

Der Bezirksrat möge beschließen:

1. Die Verwaltung stellt alle verfügbaren Planunterlagen zum U-Bahn-Bau der D-West
(heutige Linie 10) im Bereich des Stadtbezirkes Linden-Limmer für den Bereich des noch
nicht abschließend beschlossenen oberirdischen Streckenverlaufs mit Hochbahnsteigen auf
geeignete Weise kurzfristig dauerhaft barrierefrei zur Verfügung.

2. Insbesondere soll dabei auf die im Archiv des ehemaligen U-Bahn-Bauamtes lagernden,
weitgehend fortgeschrittenen Planungen Bezug genommen werden.

3. Geprüft werden soll zusätzlich, ob eine mittelfristige Realisierung mit auf Bundesebene
zur Verfügung stehenden Mitteln aus der GVFG-Novelle möglich ist.

Begründung:
Die Vorteile einer unterirdischen Linienführung sind bekannt. Lärmschutz, Witterungsschutz, Beschleunigung, Vergrößerung der oberirdischen Verkehrsfläche sind nur einige.

Mit den Mitteln aus der Novelle des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (GVFG) wäre die finanzielle Traglast der Region Hannover überschaubar. Gerade, wenn in den Zeiten des billigen Geldes mittels projektbezogenen Geldern eine Abzahlung über 20 Jahre möglich ist. Der Bund hat mit der Novelle neue Anreize zum Ausbau des ÖPNV geschaffen: 2021 betragen die GVFGFördermittel 1 Milliarde Euro jährlich, ab 2025 werden die Mittel auf 2 Milliarden Euro jährlich aufgestockt. Der Fördersatz des Bundes wird von 60 auf 75 Prozent erhöht.

Thomas Ganskow
Einzelvertreter im Bezirksrat Linden-Limmer

Siehe auch von 2019:
DIE INITIATIVE
NEUES VON PRO D-TUNNEL
Pressemitteilung: Region lehnt Limmerstraße-Tunnel voreilig ab
>> pro-d-tunnel.de/news-details/190201-pressemitteilung-tunnel.htm

Video: „T-Tunnel durch die Limmerstraße“
von PRO-D-TUNNEL

youtu.be/RLFFb0KzAsk – 2014

03.11.2021

Kommentare

  1. Mal angenommen, die Limmerstraße wird um einen U-Bahn-Tunnel bereichert, dann wäre sie für diese Zeit komplett für Busse, Bahnen und Fahrräder gesperrt. Abgesehen vom Lärm, Dreck und den Fahrzeugen und Maschinen der Bauarbeiter, wäre es endlich mal eine richtige Fußgängerzone! Ich fände es sogar gut, wenn der 700er nach der Fertigstellung nicht mehr durch die Limmerstraße, sondern über den Lindener Hafen seine Strecke fortsetzen würde. Damit ergäbe sich auch eine zusätzliche Anbindung für die Mitarbeiter von Wabco u. a. Firmen in dem Bereich und natürlich den Anwohnern dort.

  2. Es gibt eine Machbarkeitsstudie der Transtecbau aus 2003, die den A-West-Tunnel von Waterloo über Schwarzer Bär bis zum Westschnellweg zum Inhalt hatte. Man muss sich fragen, warum Ergebnisse davon seit fast 20 Jahren in der Regionsschublade vergammeln und von den Inhalten nichts bekannt ist. Schon die Machbarkeitsstudie zum D-Tunnel vom Goetheplatz bis zum Hauptbahnhof als 1. Stufe war mit einer Visualisierung der Transtecbau unterlegt und verschwand während der heftigen Debatte auch hier im „Giftschrank” der Politik. Tja, Leute, es ist halt Linden. Die beiden Anträge werden wahrscheinlich binnen wenigen Minuten besonders von den Grünen atomisiert werden. Wie käme man auch darauf, nach 30 Jahren Tunnelblockade auf einmal ans Tunnel-Bauen zu denken… Aber halt — hatte nicht Daniel Gardemin unlängst einen Tunnel für den Westschnellweg gefordert? Was’n da los? Göttliche Eingebung? Gar Umkehr? Einsicht?
    Also: Fakt ist, dass es etlich ältere als auch jüngere Varianten-Planungen zu den Stadtbahntunnel A-West und D-West gibt. Das U-Bahn-Bauamt hat sich alle sorgfältig archiviert. Die haben etliche Varianten geplant und gezeichnet, das ist Fakt. Es wird Zeit, dass man diese Pläne mal wieder vorholt und das Erfolgsmodell endlich weiterführt. Hannover wäre ja auch schön blöd, durch Untätigkeit die 1 Milliarde EUR jährlich (ab 2025 2 Mrd.) aus der GVFG-Novelle den anderen Städten zu überlassen. Diese bauen nämlich ihre Netze aus und hängen nicht politischen, unverständlichen Blockadehaltungen von anno dunnemals hinterher (die es 2021 wirklich endlich mal ebenso besonders in Linden zu hinterfragen gilt). Reflexartiges Ablehnen hilft nämlich keiner Verkehrswende. Wie hieß es bei der Wahl 2021? „Mutig für morgen” — na, dann seid mal mutig und stimmt den Anträgen zu. Es wird ja deswegen nicht stantepede ein neuer Tunnel beschlossen und gebaut.

  3. Lustig, wie im Video nur Fußgänger dargestellt sind. Bereits heute ist die Limmerstraße offiziell eine Fußgängerzone (zusätzlich zum ÖPNV), und Autos dürfen nur in Ausnahmefällen dort langfahren, und Fahrradfahrer werden auch nur geduldet. Aber wenn ich in der Mitte der Limmerstraße entlangspaziere, werde ich angehupt und von Radfahrern angeschrien. Das würde sich auch mit unterirdischer Linienführung nichts ändern. Die Lindener sind eben zu unterwürfig.

    1. Heute ist das ein Kuddelmuddel dort. Wenn die Bahn unter der Erde wäre, würde der Bus entfallen (die unterirdische Strecke hätte mehr Kapazität). Damit könnte man die Limmerstraße an allen Seiten mit Pollern absperren. Es wären höchstens Radfahrer unterwegs. Der Platz würde wieder den Fußgängern gehören!

    2. Glaube mir, Frank Norbert … wenn Du einmal mit dem Fahrrad in die Schienen geraten bist und es Dich zerlegt hat, würdest Du Dich auch über die Fußgänger aufregen, denen der normale Fußweg noch nicht ausreicht und die am besten noch händchenhaltend paarweise die Straße für sich reklamieren, weil sie das Recht auf Fußgängerzone haben. Dazu noch die Busse und Bahnen im Nacken und immer mehr Autofahrer, die das Fahrverbot mehr als grobe Richtlinie interpretieren, und in ein paar Jahren noch Hochbahnsteige, die man als Radfahrer wahrscheinlich mit einem Jetpack überfliegen soll … Linden-Nord ist für Fahrradfahrer der absolute Horror und jeden Tag aufs Neue lebensgefährlich.

      1. Ich laufe immer in der Mitte der Limmerstraße und mache nur Platz wenn eine Bahn oder ein Bus kommt. Der Gehweg wird durch Außenbestuhlung oder Ware/Räder zugestellt, also weiche ich auf die „Fahrbahn“ aus.

      2. Ja, ich kenne die Furcht vieler Radfahrer vor den Schienen, nehme darauf aber keine Rücksicht. Wer Schienen mit dem Rad nicht problemlos überqueren kann, sollte das Rad stehen lassen und Bus fahren.
        Und noch einmal: es gibt auf der Limmerstraße keinen Fußweg und keine Straße – es ist ein Fußgängerzone.

          1. Unfähig, Bahnschienen zu überqueren, aber in Gewaltfantasien schwelgen. Ich lach mich scheckig.

      3. Es gibt auf der Limmerstraße keine Radwege! Rein theoretisch dürfen Radfahrer überall von Hauswand bis Hauswand fahren und das sogar in den Bereich wo es die Fahrbahnen für Autos gibt.
        Auch wenn ich Radfahrer bin muss ich Frank zustimmen, wer mit den Gleisen nicht klar kommt sollte nicht in der Straße lang fahren, denn die beiden Parallelstraßen sind bestens für Radfahrende geeignet.
        Wer es dennoch nicht lassen kann der muss den Gehenden überall ihr Vorrecht lassen!

        1. Leute, was mich nervt, ist nicht die Frage, was wer darf, sondern ob es unbedingt nötig ist. Dieses „Ich kenne meine Rechte“ ist so Südstadt. Mir gehen selber die Velozeraptoren auf den Zeiger, die alles wegklingeln, aber muss man Radfahrer, die eben auch auf der Limmer fahren dürfen, in Gefahr bringen, nur weil man aus Prinzip King Louis von der Limmerstraße spielen muss? Ich fahre inzwischen fünfzig Jahre täglich mit dem Rad und habe immer noch mächtigen Respekt vor den Straßenbahnschienen und habe nun schon einige Unfälle auf der Limmer beobachtet. Meine Frau hat sich neulich heftige Prellungen und Blutergüsse zugezogen, als es sie geschmissen hat – zeitgleich hat es eine andere Radfahrerin zweihundert Meter vor ihr zerlegt. Alle zu doof zum Radfahrern – aber gut, wenn man nicht zu doof ist, um auf andere auch mal Rücksicht zu nehmen, weil man ja das Recht auf seiner Seite hat.

          Was die Parallelstraßen betrifft: Fahr dort mal während des Berufsverkehrs lang, wenn die Autofahrer nur Augen für den heißbegehrten Parkplatz haben … da kannst Du besser gleich schieben. Was hier in Linden-Nord halt fehlt, sind Fahrradwege.

          Und Frank Norbert: Das Erkennen und den Umgang mit Ironie üben wir noch mal …

        2. Nachtrag: Als ich eben vom Einkaufen zurückgekehrt bin, habe ich vor der Sparkasse eine Ambulanz gesehen, die eine in die Schienen geratene Radfahrerin liegend abtransportiert hat. Bevor Ihr hier gleich losschreit, wie doof die sein muss, wünsche ich Ihr auf diesem Wege erstmal gute Besserung und hoffe, dass sie ihr zukünftiges Leben nicht im Rollstuhl fristen muss.

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