7. März 2020

Bei der nächsten Bezirksratssitzung am 11.03.2020 wird folgender Antrag gestellt.

Antrag

Tischtennisplatten für ältere Jugendliche und Erwachsene anbieten

Der Bezirksrat beschließt:

Die Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover sorgt dafür, dass in allen vier Stadtteilen des Stadtbezirkes, an mindestens einem Standort, jeweils mindestens zwei öffentliche Tischtennisplatten stehen, die auch von Menschen über 18 Jahren bespielt werden dürfen.

Ob dafür weitere Platten aufgestellt werden oder bestehende Standorte durch Zuschnittsänderungen der Spielplätze von derzeitigen Einschränken befreit werden, obliegt der Verwaltung im Einzelfall.

Des Weiteren kommt die Verwaltung dem wiederholt geäußerten Wunsch der Nutzer*innen und des Bezirksrates nach und stellt am namenlosen Platz zwischen Velvet und Pfarrlandstraße eine vierte Tischtennisplatte auf.

Begründung:

In der letzten Sitzung des Bezirksrates gab die Verwaltung einen Überblick zur Tischtennisplattensituation in Linden-Limmer (Drs. 15-0141/2020 F1 N1). Dabei waren vor allem zwei Ergebnisse auffällig. Zum einen stehen von den insgesamt 47 Platten nur drei in Limmer, zum anderen sind im ganzen Stadtbezirk lediglich fünf Platten auch zur Benutzung von Menschen über 18 Jahren frei gegeben. Dabei kommt die Verwaltung in der gleichen Drs. selbst zu dem Schluss, dass „die bisher gemachten Beobachtungen auf dem Grünplatz Velvetstraße/Pfarrlandplatz oder dem Stadtteilpark Linden-Süd […] die Annahme [bestärken], dass ein offenes Spielangebot durch Tischtennisplatten eine deutliche Attraktivitätssteigerung für Erwachsene nach sich ziehen kann.“

Im August 2017 hatte der Bezirksrat auf grünen Antrag hin einstimmig beschlossen, weitere Tischtennisplatten im Stadtbezirk aufzustellen (Drs. 15-1975/2015). Davon war auch der Platz zwischen Velvet- und Pfarrlandstraße umfasst. Die Verwaltung lehnte das Ansinnen, u.a. wegen fachliche Unzuständigkeit mit Verweis auf den FB Tiefbau, ab.

Ein Jahr später, im Juni 2018 beschloss der Bezirksrat ohne Gegenstimmen die Verlegung des Kickertisches zugunsten einer vierten Tischtennisplatte. Obwohl der Platz an sich viel Raum bietet, verweigerte die Verwaltung die Aufstellung einer weiteren Platte auch nun, mit der Begründung, dass „keine ausreichend große befestigte Fläche mehr zur Verfügung“ stehe. Stattdessen erfolgte der Hinweis, dass „die nächsten Tischtennisplatten, auf die man ausweichen kann, […] sich ganz in der Nähe auf dem Spielplatz

Stärkestraße“ befinden würden. Dort befinden sich in der Tat durch eine Hecke getrennt zwei Tischtennisplatten, die aufgrund ihrer Lage nicht selten von Erwachsenen genutzt werden. Im April 2018 berichtete der Stadtanzeiger (HAZ/NP) unter dem Titel „Polizei verhängt Verwarngeld gegen Tischtennisspieler“, über die Situation rund um die FAUST-Wiese. Anlass war, dass die Polizei mit Verweis auf die Spielplatzordnung Verwarngelder i.H.v. 30€ von erwachsenen Tischtennisspielern verlangt hatte.

Anlage 1 zeigt beispielhaft die Situation an der Rampenstraße, an der die Tischtennisplatten offiziell ebenfalls auf einem Spielplatz (mit genau einem weiteren Spielgerät(!) stehen.

Anlage 2, Stärkestr.

Anlage 2 zeigt den derzeitigen Spielplatzbereich an der Stärkestraße laut B-Plan, der nicht nur die Tischtennisplatten sondern auch weiter Teile der Grünfläche umfasst.

(Steffen Mallast)
Fraktionsvorsitzender der Grünen

Titelbild: Anlage 1, Tischtennisplatten Rampenstraße

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