14. September 2020

Für die nächste Bezirksratssitzung (16.09.2020) wird folgender Antrag von Bezirksratsmitglied Daniel Gardemin (Grüne) eingebracht.

Antrag

Der Bezirksrat möge beschließen:

Durchführung einer Anhörung zur Bewertung des Küchengafcenplatzes vor dem Hintergrund bevorstehender baulicher und verkehrlicher Entwicklungen unter dem Titel:

„Küchengarten, ein zentraler Stadtplatz entwickelt sich“

Es sollen eingeladen werden:

1. Gerd Runge (Sprecher AG Architektur und Städtebau der Zukunftswerkstatt Ihmezentrum e.V.)
2. Andreas Middendorf (assoziierter Partner Generalplaner Ihmezentrum RKW-Architekten)
3. Swantje Michaelsen (ADFC Hannover)
4. Heinz Masur (PGT Umwelt und Verkehr GmbH)

Begründung

Der Küchengarten ist ein historisch gewachsener zentraler Stadtplatz. Die Veränderungen der letzten Jahrzehnte und die bevorstehenden erheblichen baulichen und verkehrlichen EntwickJungen führen zu der. Frage, ob der Platz nicht umfassend neu konzipiert werden müsste.
Es entsteht ein neues Wohn- und Geschäftszentrum zwischen Küchengarten und Limmerstraße auf dem Gelände des sogenannten Grünen Hügels. Im Ihmezentrum wird der Eingang der geplanten Shopping-Mall zum Küchengarten hin entstehen. Die Stadtbahn- und die Bushaltestellen am Küchengarten sowie die Buslinienführung werden im Zuge der Errichtung von Hochbahnsteigen neu geplant. Die Verkehrswende wird Einfluss auf die Verkehrsströme am Küchengarten haben.

Bereits heute ist der Kreuzungsbereich Küchengarten nicht nur für Fußgehende und Radfahrende mit erheblichen Wartezeiten und langen Wegen verbunden, auch der ÖPNV und der motorisierte Individualverkehr werden in der Querungssituation durch die baulichen Vorbedingungen behindert. Damit einher geht ein erheblicher Verkehrsflächenverbrauch mitten in einem flächenarmen Stadtbezirk, Diese Flächen könnten für Stadtgrün, Wohnungen und Erholung umgenutzt werden.

Die Zukunftswerkstatt Ihmezentrum hat, wie andere Akteure auch, strukturelle Vorüberlegungen zur Neuordnung des Küchengartenplatzes des KreuzungSbereiches vorgelegt. So schreibt die Initiativgruppe: „Insgesamt sind 23 Fahrspuren im Küchengartenbereich zu versorgen. Das führt zu elf Ampeltakten, wodurch z. B. Busfahrgäste gleich zweimal warten müssen, wenn sie am Küchengarten von der Ringlinie in die Stadtbahn umsteigen wollen. Die Radfahrenden müssen sich auf dem riesigen unübersichtlichen Verkehrsraum weitgehend selbst zurechtfinden Alle Verkehrsteilnehmenden leiden also gleichermaßen unter der ‚Verknotung‘ des Verkehrs.“

Für die Anhörung ist es ratsam, wenn sowohl die Zukunftswerkstatt Ihmezentrum wie auch die Planungsabteilung des Ihmezentrums, der ADFC sowie umweltorientierte Expertise einbezogen wird.

Dr. Daniel Gardemin
(Bündnis90/Die Grünen)

14.09.2020

Kommentare

  1. „Fußgehende und Radfahrende“ – wenn ich solche Wortschöpfungen lese, dreht sich mir alles um. Darüberhinaus hat man Hundebesitzende und Joggende vergessen.

  2. — „Es entsteht ein neues Wohn- und Geschäftszentrum zwischen Küchengarten und Limmerstraße auf dem Gelände des sogenannten Grünen Hügels.“

    Wenn ich das richtig verstehe, bereiten die Grünen da gerade vor, auch noch eine der letzten verbliebenen Grünflächen des Stadtteils zuzubauen.

    Den Küchengarten kann man gerne angenehmer gestalten, aber wagt es nicht, weiter die wenigen verbliebenen Grünanlagen zuzubauen!

    Gerade die Grünen sollten das Thema Mikroklima kennen, und Parkbänke im Grünen fördern die Lebensqualität.

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