18. Oktober 2021

Öffentlichkeitsmeldung

Außerordentliche BI Di 19.10.2021, 19:30 Uhr bei der SG Limmer

DEMO: Samstag 27.11.2021, 14 Uhr (Bitte anmelden: https://www.wasserstadt-limmer.org/aktuelles)

BÜRGERBETEILIGUNG: Freitag 03.12.2021, 18 Uhr

Liebe Wasserstadt – Interessierte,

die Gespräche, die wir in den letzten zwei Wochen mit Investoren, Verwaltung und Politik geführt haben, lassen leider keine Zweifel mehr zu. Verwaltung und Investoren haben die Planungsteams beauftragt mit Entwürfen, die schon in der Grundvariante weit über 2000 Wohneinheiten hinausgehen und mit sogenannten „Prüfaufträgen“ eine Verdichtung auf bis zu 2800 Wohneinheiten hinzufügen!! Es geht wieder in Richtung einer hochverdichteten Trabantenstadt.

Weder die ungelösten Verkehrs- und Freiraumprobleme noch der gültige Ratsbeschluss (1600 – 1800 Wohneinheiten) halten sie davon ab. Dass die Versprechen an die Bevölkerung aus dem ersten Beteiligungsverfahren und auch die Beschlüsse des Bezirksrates ignoriert werden, stört dort niemanden.

Und die Ratspolitik, die uns noch vor wenigen Wochen im Kommunalwahlkampf die Einhaltung des Ratsbeschlusses zugesagt hatte, wackelt bedenklich.

Das werden wir nicht kommentarlos hinnehmen.

Am Dienstag in der nächsten BI werden wir ausführlich von den Gesprächen berichten und gemeinsam überlegen, wie wir weiter vorgehen. Schon jetzt ist aber klar, dass wir am 27.11.2021 eine Demo hier im Stadtteil veranstalten werden (Start wahrscheinlich am Margarethe- und Max-Rüdenberg-Platz, genaueres folgt). Wir wollen unseren Unmut ausdrücken und viele mobilisieren, zur Zwischenpräsentation der drei Planungsteams am 03.12.2021 in die Albert-Schweitzer-Schule (Liepmannstraße) zu kommen. Denn die Erfahrungen aus dem ersten Beteiligungsverfahren zeigen: Auch wenn echte Beteiligung oft nicht gewollt ist, können wir diesen Prozess nutzen, um unsere Stimme zu erheben und deutlich zu machen, was WIR brauchen und wie WIR uns die weitere Entwicklung von Limmer vorstellen – als Expert*innen des Alltags. Und damit können wir durchaus Einfluss gewinnen. (Ihr wisst: Wer kämpft kann verlieren – wer nicht kämpft hat schon verloren 😊.)

Wenn ihr aktiv werden wollt und uns dabei unterstützen, meldet euch. Es gibt zum Beispiel Flyer für die Demo in Limmer zu verteilen oder kreative Bereicherungen der Demo zu organisieren (Musik, Theater, walking acts…). Und wenn ihr dieses Anliegen unterstützt, verbreitet die Daten bitte schon jetzt bei Freund*innen, Familie, Bekannten….  Viele Grüße und bleibt gesund!

BI Wasserstadt Limmer

Viele Grüße und bleibt gesund!

Thomas

BI Wasserstadt Limmer
c/o Uwe Staade
>> info@wasserstadt-limmer.org
>> wasserstadt-Limmer.org

18.10.2021


Kommentare

  1. Durch Limmer führen nun mal nicht so viele Straßen, eine wichtige davon ist eben die B 441. Wer dort wohnt bzw. hingezogen ist, weiß worauf er sich eingelassen hat. Als Argument gegen weiteren (dringend benötigten) Wohnraum den „eventuellen“ Anstieg von mehr Autoverkehr vorzuschieben finde ich unsozial.
    Wäre der Anteil der Sozialwohnungen höher, wäre auch die Wahrscheinlichkeit von mehr Autonutzern geringer. Es sind meist die Menschen mit höheren Einkommen, die sich ein Auto oder sogar ein zweites neben dem (Lasten-) Rad vor das Haus stellen. Wenn man sich Gedanken um den zunehmenden Autoverkehr macht, dann muss man bei den zukünftigen Bewohnern aussortieren. Dann dürfen nur Leute ohne Führerschein in die Wasserstadt ziehen, um zu verhindern, dass sie in den umliegenden Straßen parken, weil es auf dem Gelände nicht geduldet wird.

  2. Ich kapere das Ganze nicht so recht. Als der Investor eine gepflegte Reihenhaussiedlung bauen wollte, kam der Ruf, da müßten aber auch Häuser für sozial Schwache mit rein. Das tut er jetzt, und wieder ist man unzufrieden.

    1. Zitat: „…können wir diesen Prozess nutzen, um unsere Stimme zu erheben und deutlich zu machen, was WIR brauchen und wie WIR uns die weitere Entwicklung von Limmer vorstellen – als Expert*innen des Alltags.“
      Bezeichnend hierbei ist das groß- und fettgeschriebene WIR.
      Es geht also nur und ausschließlich darum, was die Mitglieder der BI wollen. Die Interessen des Rests der Menschheit haben gefälligst außen vor zu bleiben. Wichtig ist, dass die Interessen und Wunschvorstellungen einzelner Individuen gewahrt bleiben. Das Wohnraum (vor allem bezahlbarer) dringend benötigt wird, ist völlig egal.
      Na ja, sollen sie Sitzungen und Demos abhalten, dann sind sie wenigstens beschäftigt. Auch wenn sie nicht merken, dass es keinen interessiert. 😉

      1. Ja, wahrscheinlich sind die meisten Mitglieder der BI Lehrer und Beamtenanwärter und wollen ein zweites Linden-Mitte. Da stören Hochhäuser natürlich.

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