29. Oktober 2019

Die BI Wasserstadt hatte eingeladen, um den aktuellen Stand der Möglichkeiten für eine Stadtbahnverbindung in die Wasserstadt herauszufinden.

Regionsdezernent Ulf-Birger Franz war erschienen und schilderte die aus seiner Sicht einzige realistische Möglichkeit eine Stadtbahn zur Wasserstadt zu führen. Dabei spielt die Wirtschaftlichkeit eine entscheidende Rolle.

Regionsdezernent Ulf-Birger Franz schildert wie die Stadtbahnlinie zur Wasserstadt geführt werden kann. Mit einem im Video nicht ganz leicht zu erkennenden Laserpointer verdeutlicht er seine Worte.

Die Lösung

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Die Stadtbahnlinie 10 (grün) wird über die Wunstorfer Straße bis zur Wasserstadt geführt. Von dort aus geht es über die Kanalbrücke weiter nach Ahlem Süd über Schleusengrund/Heisterbergallee. Die bisherige Strecke (graue Linie) von der Wunstorfer Str. über Harenberger Str. bis zur Brunnenstr. würde entfallen. Die rote Linie zeigt die Strecke der Busverbindung 700 zwischen Limmer und Ahlem Nord.

Die BI Wasserstadt hatte eingeladen und etwa dreissig Interressierte waren erschienen

Die Anwesenden beteiligten sich engagiert an der Diskussion und machten einen gut informierten Eindruck. Es wurde die Idee vorgetragen die Eisenbahn und den S-Bahnverkehr mit Straßenbahn und Bus zu vernetzten, so wie das im Osten von Hannover seit langem der Fall ist. Durch die Veranstaltung führte Uwe Staade von der BI Wasserstadt Limmer.

Klaus Öllerer
29.10.2019


Kommentare

  1. Ich darf daran erinnern, dass in dem Planfeststellungsbeschluss zum „Projekt 10/17“ felsenfest vom Planungskreis mehrfach beschworen wurde, dass eine Taktverdichtung von 10 auf 7½ Minuten nicht vorgesehen sei und erst somit eine Genehmigungsfähigkeit und Stadtverträglichkeit der Linien 10 und 17 in der City ermöglicht hat. Außerdem sind Taktverdichtungen und auch eine angedachte Verlängerung in die Südstadt (die der gescheiterte SPD-Kandidat Hansmann von Daniel Gardemin von den Grünen aus 2011 wiedergekäut hat) mit Taktverdichtungen nicht möglich – die Mini-Hochbahnsteige in der Innenstadtstellen dann aufgrund des Fahrgastaufkommens ein Sicherheitsrisiko dar. Die Üstra hat mehrfach davor gewarnt. Leider wird damit die Linie 10 aufgrund von Zwei-Wagen-Zügen und des de facto „zementierten“ 10-Minuten-Taktes aus dem Planfeststellungsverfahren weiterhin eine nette Schönwetter-Straßenbahn bleiben, die zur Verkehrswende aus Kapazitätsgründen kaum beitragen kann.

  2. Wenn die Wasserstadt durch eine Linie 12 durch Abzweig hinter der Haltestelle Brunnenstraße auf den ehemaligen Conti-Parkplatz führt, ist zunächst eine sehr grobe Taktzeit von alle 15 oder gar 30 Minuten angedacht. Hier wäre darauf hinzuwirken, dass die Taktzeit spätestens mit selbst fahrenden Bahnen deutlich erhöht wird. Besser wäre eine Linie 12, die über die komplette Wunstorfer Straße und Landstraße bis Ahlem Nord oder noch weiter fährt. Mit einem großen Park and Ride Parkplatz für die Pendler aus dem Umland. Der Durchgangsverkehr müsste von der Wunstorfer Straße genommen werden. In der Verkehrsberechnung geht man schließlich von bis zu 8.000 Autofahrten täglich allein durch die Wasserstadtbewohner*innen aus (so weit ich mich erinnere). Vom Radverkehr haben wir noch gar nicht gesprochen. Wir brauchen dringend Verkehrskonzepte mit qualifizierter Bürgerbeteiligung und mehreren Varianten!

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