15. Juli 2020

Seit vielen Jahren fallen sie auf. Immer im Juni werden zwischen den Gehplatten Löcher im Sand sichtbar. Dort krabbeln wespenähnliche Insekten in ihren Gänge und schwirren in der Gegend herum. Dabei ist es egal, ob es sich um einen stark frequentierten Fußweg oder um eine ruhige Wiese mit Sanduntergrund wie beim Heizkraftwerk handelt.

Bisher war nicht bekannt um welche Art es sich dabei handelt. Doch nun wurde es herausgefunden.

Es ist der Bienenwolf. Er ernährt sich selbst vom Nektar verschiedener Pflanzen. Doch für seine Larven sind die Hauptnahrung – Honigbienen. Dabei sind es die Weibchen, die die Jagd betreiben.

Im Video wird gezeigt wie Bienenwölfe die Eingangslöcher pflegen. Dabei liegt bereits ein mutmaßliches Bienenopfer regungslos neben dem Eingangsloch. Als die Aufnahme entstand war noch nichts über die Ernährung bekannt und dass es sich um eine Opferbiene handeln könnte.

Überfallene Bienen haben keine Chance. Die Jagdtechnik gegen die Honigbiene ist erstaunlich effektiv. Und so beschreibt es Wikipedia:

Wie bei allen Grabwespen erfolgt die Erbeutung ausschließlich durch die Weibchen. Das Opfer wird beim Blütenbesuch überwältigt, nachdem es zunächst optisch ausgemacht und dann durch Rütteln in der Luft im Abstand von wenigen Zentimetern geruchlich geprüft wurde. Durch die Schnelligkeit des unerwarteten Angriffs ist in aller Regel keine Gegenwehr möglich. Das mit den Beinen ergriffene Opfer wird sofort durch einen Stich zwischen die Vorderhüfte gelähmt. Daraufhin presst der Bienenwolf mit seiner Hinterleibspitze den Hinterleib der Beute zusammen. Durch diesen Druck auf den Honigmagen der Biene tritt an ihrem Mund ein Nektartropfen aus, den der Bienenwolf aufleckt. Die Beute wird anschließend in Rückenlage gedreht und im Flug zum Nest transportiert, das sich in sandigem Boden befindet. Während des Fluges wird die Biene mit allen Beinen umklammert. Ein typisches Verhalten beim Anpeilen der Nestöffnung ist der verharrende Schwirrflug und das Hin- und Herpendeln in der Luft für einige Sekunden, bevor sich der Bienenwolf mit seiner Beute in den meist offenen Nesteingang regelrecht hineinstürzt.

Anmerkung: Der rasante Angriff des Bienenwolfes erfolgt nur auf ein Objekt mit Bienenduft, z. B. im Experiment auch auf ein mit Bienenduft beschmiertes Holzklötzchen ähnlicher Größe.

Anders als die Larven ernähren sich erwachsene Bienenwölfe vom Nektar aus den Blüten verschiedener Pflanzen. Wie oben beschrieben, dienen dem jagenden Weibchen auch erbeutete Honigbienen als Nektarlieferanten.

>> Wikipedia.de

Linden-Nord: Bienenwolf in der Viktoriastr.

öl/15.07.2020


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.