13. Januar 2021

Webinar mit Julia Willie Hamburg (MdL), Daniel Gardemin (Grüne Hannover), Prof. Dr. Wolfgang Schneider (Uni Hildesheim) und Luna Jurado (Kulturzentrum Faust)

Di, 19.01.21
Webinar
Rubrik: Gesellschaft
Einlass / Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei / bitte anmelden!

Die Corona-Krise wirkt häufig wie ein Brennglas. Unser Umgang mit der Krise beziehungsweise die Strategien, die wir anwenden, um die Härten der “Krise” abzumildern, zeigen uns deutlich Gerechtigkeitslücken auf. Insbesondere die Kulturszene, freischaffende Künstler*innen, leiden unter den Einschränkungen und werden trotz ihrer großen gesellschaftlichen Bedeutung nicht ausreichend bedacht.

Wir wollen darüber diskutieren, ob die staatlichen Förder-Instrumente angesichts des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels der vergangenen Jahre noch angemessen und zukunftsfähig sind. Es ist nicht mehr die Arbeit, die uns allein glücklich macht. Für ein erfülltes Leben gewinnt das kulturelle Angebot mehr und mehr an Bedeutung. Muss sich die geänderte Bedeutung von Kunst und Kultur in der Gesellschaft nicht auch stärker in unserem politischen Handeln, in unserer Förderpolitik niederschlagen? Wie kann Kulturpolitik der Systemrelevanz der Kultur Rechnung tragen? Eine lebendige Kulturszene ist unabdingbare Voraussetzung für eine funktionierende Demokratie.

  • Julia Willie Hamburg, MdL Bündnis 90/Grüne (Moderation)
  • Dr. Daniel Gardemin, Kulturpolitischer Sprecher, Grüne Stadtratsfraktion Hannover
  • Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Kulturwissenschaftler, Universität Hildesheim
  • Luna Jurado, stellvertretende Geschäftsführerin, Kulturzentrum Faust, Hannover-Linden

Interssierte können sich zu diesem Webinar anmelden und Fragen stellen.

Eine Veranstaltung von Bündnis 90/Grüne, Stadtverband Hannover.

Quelle: Kulturzentrum Faust

Kommentare

  1. Konzerte und Töpferkurse sind in keiner Weise systemrelevant, warum auch?. Da sind es viel eher Bordelle, denn deren Tätigkeit senkt die Vergewaltigungsquote.

  2. Was ist denn „systemrelevante Kultur“?! – Lohnschreiberei usw. gegen Fördermittel?

    – Ebenso, wie es Querdenken gibt, gibt es auch Kulturschaffende, die sich der Corona-Plandemie behaupten und an etwas noch Größerem als Corona und der NWO (Neue Weltordnung) arbeiten, nämlich am Zusammenhalt untereinander. Über „Systemrelevanz“ lachen die sich gerade mal kaputt, aber garantiert nicht mehr. – Ich glaube, nur diese Art von besonders hochwertiger, verbundener, klarer Nischenkunst wird die heutige Zeit überleben können.

    Für die Mainstream-Künstler, die fahrlässig und noch schuldhaft in ihren eigenen Untergang reintreiben, ohne gegen die himmelschreienden Ursachen zu protestieren …

    Na ja, so schlimm ist ja das JobCenter auch nicht, und bald bekommt ihr schon mehr Knete, mit dem digitalen Grundeinkommen. Dann guckt euch der Staat auf die Finger, ob ihr von seinen Almosen Ölfarbe kauft oder Schnaps (oder Dope). Die kleinen Sozialhilfeempfänger bekommen zuletzt einen auf die Finger („Brot und Spiele“), aber den Mittelstand kaufen die Konzerne auf.

    Ich selbst habe die Ehre, von großartigen Künstlern ihnen gleichgestellt zu werden, obwohl ich viel weniger kann. Teilweise werden in Sessions bemerkenswerte Sounds und Atmosphären mal so nebenbei hingelegt, und es gibt Dinge, die sehr gut und rund passen.

    Leider geht das nicht Corona-konform, weil man sich ja doch oft zu dritt oder zu viert treffen muss, trotz aller Technik, aber wegen des Feelings. Wohl dem, der eine freundliche, diskrete und tolerante Nachbarschaft hat und keine Blockwarte und Denunzianten. Bei mir im Haus z. B. ginge das nicht.

    – Doch letztlich zeigt alle Erfahrung: Musik erfreut und ist ansteckend! (Wohl deswegen sollte man sich nicht mehr dabei erwischen lassen!)

  3. Wenn die freischaffenden Künstler so frei sind, dass sie Jahre oder Jahrzehnte nicht in die Sozialkassen eingezahlt haben, dann sollten sie meiner Meinung nach auch nicht aus diesen Gelder bekommen.

    Wenn’s grad mit der Kohle nen bischen knapp ist, wie wärs denn mal mit Pakete oder Essen ausliefern oder in Krankenhäusern bzw Altenheimen helfen?!? Zu profan?!?

    Dieses Künstler-Mimimi kann ich langsam nicht mehr hören.

    Krankenschwestern, Pflegern und Ärzten geht auch so langsam der Poppes auf Grundeis; aber die tun wenigstens aktiv etwas, um den Laden am Laufen zu halten und schwadronieren nicht das halbe Internet voll, wie schlecht es ihnen geht.

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