8. November 2019

Pressemeldung

CDU fordert neue Stadtbahnlinie

 Im heutigen Stadtentwicklungs- und Bauausschuss steht ein Antrag der CDU-Ratsfraktion auf der Tagesordnung, welcher die Prüfung einer neuen Stadtbahnlinie zwischen MHH-Neubau und der Wasserstadt Limmer fordert (DS 2683/2019).

„Derzeit gibt es keine Pläne, den Neubau der Medizinischen Hochschule an das Stadtbahnnetz anzuschließen“, stellt Felix Semper, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Ratsfraktion, ernüchtert fest. „Dabei sollte doch selbstverständlich sein, dass herausgehobene Standorte, wie die MHH, als bedeutendes Krankenhaus und eines der größten Arbeitgeber der Stadt, bestmöglich mit dem ÖPNV erreichbar sind. Ähnlich sieht es bei der Wasserstadt Limmer aus. Auch hier ist bisherigen Plänen zufolge kein Stadtbahnanschluss angedacht. Hier droht ein Stadtteil vom ÖPNV abgehängt zu werden, noch bevor er überhaupt entsteht! Der Verkehrsdezernent der Region Hannover sollte in Sonntagsreden nicht immer nur die Verkehrswende predigen, sondern stattdessen hierfür auch die notwendigen Voraussetzungen schaffen!“

„Ein attraktiver ÖPNV in Hannover liegt im Interesse aller Hannoveraner, auch um Emissionen spürbar zu senken. Dabei ist klar: Die Stadtbahn muss ganzheitlich betrachtet werden. Aufgrund der Lage der Wasserstadt und der Lage der MHH bietet die Einrichtung einer Direktverbindung zwischen zwei attraktiven Standorten am Stadtrand über die Innenstadt ein enormes Entwicklungspotenzial. Selbstverständlich soll die neue Linie nicht aus dem Nichts entstehen, sondern an das bestehende Stadtbahnnetz angebunden werden“, so Semper. „Für die neue Linienführung haben wir einen konkreten Vorschlag. An der MHH könnte etwa eine Verbindung zwischen Stadtfelddamm und Podbielskistraße über die Hermann-Bahlsen-Allee geschaffen werden. Damit werde auch der nördliche Teil der Karl-Wiechert-Allee, einem der größten Versicherungsstandorte Deutschlands mit zahlreichen Mitarbeitern, an die Stadtbahn angeschlossen.“

Semper abschließend: „Die CDU-Ratsfraktion fordert eine neue Stadtbahnlinie zwischen MHH-Neubau und der Wasserstadt Limmer. Die Stadtverwaltung wird aufgefordert, das städtebauliche Entwicklungspotenzial und zusätzliche Einwohner- und Arbeitsplatzzahlen entlang des Streckenvorschlags zu berechnen. Die für den ÖPNV zuständige Region muss die Wirtschaftlichkeit und Finanzierbarkeit einer neuen Stadtbahnlinie untersuchen und zeitnah zu einem Ergebnis kommen. Dabei darf die Frage der Stadtbahnanbindung nicht beliebig in die Zukunft hinausgezögert werden. Wenn eine Anbindung zeitgleich zu den Baumaßnahmen in der Wasserstadt und an der neuen MHH erfolgt, werden Kosten gespart und Baulärm reduziert. Je länger gewartet wird, desto teurer und umständlicher wird es.“

CDU-Ratsfraktion

08.11.2019


Kommentare

  1. Es geht ja nicht nur um die MHH als klinischen Standort der „Supramaximalversorgung“ sondern auch um eines der bedeutsamsten Wissenschaftsstandorte, also dem MHH Campus und dem Medical Park, Norddeutschlands als zentralen ÖPNV-Haltepunkt zu entwicklen. Da man letzteren nunmehr auch als Innovationsstandort begreifen möchte, Medizin, Natur- und Lebenswissenschaften mit technischen Entwicklungen des allenfalls sogenannten Innovationszentrums vermengt, gilt es eben auch beim ÖPNV innovativ gleichzuziehen. Nicht ob das nur mit den hässlichen Straßenbahnen Hannovers oder den röhrenden, herkömmlichen Bussen geschehen sollte oder vielleicht doch viel besser mit innovativen MOIA’s bzw weiteren Konzepten dieser Art geschieht, sollte Gegenstand der Prüfung sein. Hannover, werde endlich erwachsen und sei innovativ und benenne nicht nur profane Pseudozentren so.

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