9. Mai 2017

Toepffer kritisiert Pläne der Linken und Grünen in Linden einen Gedenkort für Halim Dener zu schaffen.

Hannover. Dirk Toepffer, Hannovers CDU-Chef, rügt die derzeitigen Bemühungen der linken und grünen Fraktionen im Stadtbezirksrat Linden-Limmer, den Platz an der Pfarrstraße in Linden- Nord nach Halim Dener zu benennen. Der 16-jährige Halim Dener war in der Nacht zum 1. Juli 1994 von zufällig vorbeikommenden Polizisten aufgegriffen worden, als er Plakate für eine verbotene kurdische Partei am Steintor anbrachte. Er widersetzte sich seiner Festnahme. Im Handgemenge löste sich ein Schuss aus der Dienstwaffe eines Polizeibeamten und verletzte den Jugendlichen tödlich.

„Der unglückliche Tod des jungen Mannes ist zu bedauern. Für die Schaffung eines Gedenkorts mangelt es aber an ausreichend würdigen Umständen. Der 16-Jährige Halim Dener war Mitläufer einer PKK-nahen Gruppierung, die unzweifelhaft als terroristische Organisation einzustufen ist. Als demokratischer Rechtsstaat sollten wir gewaltsame Konflikte aus anderen Ländern weder unterstützen, noch den tragischen Tod eines Jugendlichen als Widerstandskämpfer verherrlichen. Gerade angesichts der derzeitigen Situation in der Türkei könnte dies ein falsches Signal senden.“

Der Idee, den Platz in Linden-Nord zu benennen, steht die CDU grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Ihr Vorschlag ist es, den Platz dem Ehepaar Margarethe und Max Rüdenberg zu widmen. Bevor die Maßnahmen der Nationalsozialisten ihn zur Aufgabe zwangen, war Max Rüdenberg in Linden-Limmer sowohl politisch, als auch sozial vielfältig engagiert. 1942 wurden er und seine Frau in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, in dem sie kurze Zeit später starben. Mit der Benennung als „Ehepaar-Rüdenberg-Platz“ würde man dem Leben der Rüdenbergs gedenken und an die Gräueltaten der Nationalsozialisten im zweiten Weltkrieg erinnern.

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