1. September 2021

Pressemeldung

Verkehrskonzept Wasserstadt Limmer: Es ist bemerkenswert, wie schlecht die Planungen zur Erschließung der Wasserstadt sind

Die Wasserstadt wird künftig von etwa 3.500 Bewohnerinnen und Bewohnern bewohnt. Gleichzeitig ist weder von Seiten der Stadt noch von Seiten der Region Hannover ein umwelt- und stadtteilgerechtes Verkehrskonzept in Sicht. Mit der Folge, dass zukünftig 7.500 Autos durch Limmer prognostiziert werden. „Was passiert, wenn Stadtentwicklung nicht von Anfang an ganzheitlich geplant wird, zeigt sich hier eindrücklich. Erst wurde die Bebauung für ca. 3.500 neue Bewohnerinnen und Bewohner auf den Weg gebracht, jetzt erst soll das Verkehrskonzept für den 1. Bauabschnitt entwickelt werden“, so Christine Karasch.

Die Kandidatin für das Amt der Regionspräsidentin führt weiter aus: „Sowohl aus verkehrspolitischer Sicht als auch aus umweltpolitischer Sicht ist diese Herangehensweise ein Desaster. Es ist offensichtlich, dass es große Kommunikationsprobleme zwischen der Stadt Hannover und der Region Hannover zu diesem Thema gegeben hat. Dieser Vorgang zeigt beispielhaft wie wichtig es ist, dass die handelnden Personen von Region und Stadt vertrauensvoll und auf Augenhöhe miteinander sprechen und belastbare Lösungen finden“.

Der Plan der Region Hannover zusätzliche Busse einzusetzen, wird das Problem auf der Wunstorfer Straße nicht lösen, sondern verschlimmern. Es fehlt bis heute ein Konzept zur Entlastung der Wunstorfer Straße. Darüber hinaus sind die Radwegeverbindungen Richtung Stadt überlastet und nicht alltagstauglich.

„Es ist bemerkenswert, wie schlecht die Planungen zur Erschließung der Wasserstadt sind. Es fehlt das ganzheitliche Konzept, dass alle Mobilitätsarten einbindet. Stadt und Region betonen täglich wie wichtig ihnen die Verkehrswende ist, doch die Realität sieht so aus, dass eins der wichtigsten Bauprojekte der letzten 30 Jahre nicht angemessen erschlossen wird. Um es klar zu sagen, es ist wichtig, dass die Preise für den ÖPNV in der Region günstiger werden, jedoch wichtiger ist es, dass die Infrastruktur der Region Hannover mutig ausgebaut wird“, so Karasch

Was sollte die Region Hannover jetzt tun? Die Stadtbahnanbindung, die auch perspektivisch Ahlem mit verbindet, ist mit einer Machbarkeitsuntersuchung und dem Wirtschaftlichkeitsfaktor 0,75 auf den Weg zu bringen, gleichzeitig sind die Trassen freizuhalten. Die Shuttlelösung zum Stadtbahnanschluss Brunnenstraße ist zu untersuchen. Die Radwegeverbindung am Kanal muss zeitnah alltagstauglich werden. Gleichzeitig muss ein attraktives Rad- und Fußwegenetz, das vorhandene Lücken und Barrieren beseitigt und insgesamt einen allwettertauglichen, auf Zuwachs angelegten und sicheren Ausbaustandard mit kurzen Verbindungen in alle Richtungen bietet, geplant und gebaut werden.

„Alle Akteure müssen die Schritte in einem gemeinsamen Beteiligungsverfahren erarbeiten. Das ist, wie ich als Regionspräsidentin Verwaltung will: Ein echtes Miteinander, mit einer Regionsverwaltung, die aktiv mit an Lösungen arbeitet“, so Christine Karasch abschließend.

CDU-Regionsverband Hannover

01.09.2021

Kommentare

  1. Es ist ein Skandal, dass die vergleichbar geringe Summe für eine Verbreiterung und Asphaltierung des Geh- und Radweges entlang des Stichkanals bisher immer als zu hoch bezeichnet wurde.
    Wie dämlich ist das denn?!
    Macht man den Damm nen Meter breiter, Asphalt drauf und ein paar Lampen, und schon ist ein leistungsfähiger Zubringer zur Wasserstadt fertig.

  2. Wie sieht eigentlich das Verkehrskonzept für Kronsrode aus? Die Linie 6 ist jetzt schon anfällig und fällt ständig aus, bzw. verspätet sich wegen technischer Störungen/Ausfälle. Ist dort noch eine zusätzliche Bahnstrecke geplant?

    Das Limmer Volksbad in unmittelbarer Nähe der Wasserstadt wird trotz der „schlechten“ Bus- und Bahnanbindung gut besucht. Die Menschen sind also durchaus in der Lage mehr als 500 m zu Fuß zu gehen. Außerdem kann man den Weg zum Bus oder der Bahn auch mit dem Rad (welches ja an Beliebtheit zugenommen hat) bewältigen, wenn einem der Fußweg zu weit sein sollte. Ich jedenfalls sehe keinen Bedarf eines zusätzlichen Hochbahnsteigs für 1-2 Haltestellen mehr, die gut durch einen Bus abgedeckt werden können. Eine Machbarkeitsstudie verschlingt nur unnötig Geld!
    Auch muss bedacht werden, dass die neu entstehenden Geschäfte per LKW beliefert werden, die auch die Wunstorfer Straße entlang fahren müssen, genauso wie Paketzusteller und der eine oder andere Lieferdienst. Die Wunstorfer Straße könnte zwar verkehrsberuhigt werden, aber die Menge der Autos und LKWs lässt sich dadurch nicht reduzieren. Man kann auch nicht den Verkehr zu Lasten anderer Bewohner (Zimmermannstraße/Fössestraße, Lindener Hafen) umleiten, nur um selber in Ruhe leben zu können!

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