16. März 2020

Seit heute (16.03.2020) sind fast alle Veranstaltungen im Stadtbezirk abgesagt. Die Gastronomie zählt viel weniger Gäste als zuvor. Einige Restaurants haben vorsichtshalber für Wochen geschlossen. Das Kulturzentrum Faust und das Veranstaltungszentrum Chez Hèinz bleiben wochenlang zu. Das Freizeitheim Linden bleibt länger geschlossen und das Rathaus am Lindener Markt lässt nur Leute mit Terminvereinbarung rein. Ein Wachdienst sorgt dafür. Diskotheken, Kinos, Clubs, Fitnessstudios, Saunen und Schwimmbäder dürfen nicht mehr benutzt werden.

Einnahmen brechen weg. Die Bezahlung der laufenden Kosten und der Gehälter von Mitarbeitern sind gefährdet. Unsicherheit und Existenzangst entwickeln sich.

Die getroffenen Maßnahmen gegen die Verbreitung des Coronavirus reduzieren das wirtschaftliche Leben im Stadtbezirk. Kosten bleiben bestehen und Einnahmen bleiben aus.

Kulturzentrum Faust – Spenden für Sebstständige
Bis zum 01. Mai ist der gesamte Veranstaltungebetrieb komplett eingestellt. Intern werden möglichst viele Arbeitsplätze ins Homeoffice verlegt. Vor allem Freiberuflern und Künstlern fehlen die notwendigen Einnahmen. Daher wird zu Spenden aufgerufen: >> mehr
Die Wirtschaftlichkeit des Betriebes ist bei entsprechend langer Unterbrechung in Frage gestellt.

Béi Chéz Heinz
Die Schließung dauert vorläufig bis 10.04.2020. Eine Verlängerung ist nicht ausgeschlossen. Diese Auszeit fällt gerade in einen Zeitraum höheren Umsatzes für den Betrieb für den weiteren Verlauf des Jahres. Sollte die Auszeit länger dauern so steigen die existenzgefährdenden Risiken deutlich, wie zu erfahren war. Mitarbeiter gehen in die Kurzarbeit.
Siehe auch >> beichezheinz.de

Kulturpalast Linden
Alle Veranstaltungen sind bis zum 09.04.2020 abgesagt. Es wird auf Unterstützung gehofft, um den Betrieb sicher weiterführen zu können.
Siehe >> Facebook

Gastronomie
Auf den ersten Blick sieht auf der Limmerstraße vieles normal aus. Kunden stehen am Döner Schlange und sitzen draußen an Tischen. Bei näheren Gesprächen zeigt sich dann die ganze Wirklichkeit. Die Anzahl der Kunden hätte sich bspw. halbiert und diese blieben nur kurz anwesend. Wenn das länger dauern würde, dann gäbe es Probleme mit Zahlungen der Mieten und anderer Unkosten, so ist zu vernehmen.

Einige Betriebe haben für einige Wochen gleich ganz geschlossen.

Gaststätte Net Viet in der Nedderfeldstr. ist bis auf weiteres geschlossen. Francesca & Fratelli in der Limmerstraße hat für 14 Tage zu.
Der Zugang zum Lindener Rathaus wird durch einen Wachdienst kontrolliert. Eingang für Gäste gibt es nur bei vorheriger Terminvereinbarung.

Fazit
Über die zukünftige Existenz der Betriebe dürfte die Größe des weiteren wirtschaftlichen Ausfalls entscheidend sein. Werden noch weitere Wochen oder sogar Monate keine oder zu geringe Einnahmen erzielt wird es dramatisch.

Sihe auch >> Debatte: Corona kontrovers – Dr. Wodarg – Videos

öl/16.03.2020; 23:31


Kommentare

  1. Wohne auch auf dem Kiez und ehrlich gesagt ist mir das völlig schnuppe, ob diese Kunst/Gastro/Kiosk Szene den Geist aufgibt.Normalerweise wird von diesen Leuten auch keine Rücksicht genommen,Hauptsache die Einnahmen sind stimmig.Sorry,aber kein Mitleid meinerseits.

  2. Faust bis ersten Mai zu: Es ist nicht also nicht alles schlecht in Coronazeiten, sagt hiermit ein von den BesucherInnen genervter Anwohner 🙂

    1. Bin gespannt, ob das wirklich so kommen wird.
      Wenn ich heute auf die Wiese vor der Glocksee schaue, ist noch nicht bei allen angekommen, dass soziale Kontakte eingeschränkt werden sollen….

  3. Die Probleme, die jetzt auftreten, haben meiner Meinung auch viel damit zu tun, wenn ein ganzer Stadtteil nur auf Kunst, Kultur, love, peace and harmony 😉 ausgerichtet wird bzw. zu wenig in die Ansiedlung und Förderung von Industrie und Gewerbe getan wird. …

    1. Das geht nicht nur Linden und den von dir genannten so, alle Einzelhändler, „die nicht für den täglichen Bedarf erforderlich sind“, haben von heute auf morgen kein Einkommen mehr, wären die Unkosten weiter laufen.
      Was mich stört ist das man noch nirgends Nachlesen kann wer da nun genau zu gehört.
      Ministerpräsident Weil hat selber Empfohlen, dass die Leute nun das Rad nutzen sollen um eine Ansteckung zu vermeiden. Sind Fahrräder nun Sachen die für den Täglichen Bedarf erforderlich sind? Wenn ja dürften Fahrradgeschäfte offen haben. Oder zumindest deren Werkstätten. Aber vermutlich wird das Ordnungsamt das ganz anders sehen. Aber Super- und Baumärkte die auch Fahrräder und Teile im Sortiment haben dürfen diese weiter verkaufen? Selbiges gilt übrigens auch für Bekleidung.
      Wer sagt uns jetzt bitte was gerade nicht stimmt?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.