10. April 2020

von Klaus Öllerer

Es ist weiterhin eine echte Überraschung, die in den aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes (06.05.2020) stecken. Die Trefferquote der festgestellten Infektionen nimmt stark ab.

Die ausgeführten Tests zeigen ein langfristig wirkendes absinken der Corona-Infektionen [1]. Tendenz weiterhin sinkend.

Trefferquote der Tests in Prozent v. 28.02. bis 04.05.2020. Quelle: [1]

Eine abflachende Tendenz gab es bereits vor dem Wirksamwerden der Kontaktsperren ab 20. März ist im Spiegel zu lesen. [2].

Dieses bereits frühzeitige Abflachen der Infektionskurve liefert Argumente für die Erklärungen von Kritikern aus der Wissenschaft. Danach hat die weltweite Corona-Pandemie auch in Deutschland ihre Höhepunkte überschritten. Es würde alles mehr oder weniger seinen natürlichen Gang der Herdenimmunität gehen [3]. Worauf es ankäme wäre die Risikogruppen zu schützen, was nur unzureichend geschähe.

Vor allem der Shutdown, das Zerstören der Wirtschaft, erzeuge inzwischen mehr Schaden als der Virus selbst.

Diese aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Institutes werden nur einmal in der Woche veröffentlicht, aber nicht groß erwähnt. Dessen bisherige Zahlenpolitik wird immer kritisiert.
Der Statistikexperte Gerd Antes äußert sich im Spiegel drastisch: „Die Zahlen sind vollkommen unzuverlässig“ [4].

Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Folgen der Infizierung wesentlich geringer sind, als bisher befürchtet. So wurde kürzlich von Prof. Streeck und seinem Team bei Heinsberg eine hohe Immunität von 14%, bei einer Todesrate on 0,37 % festgestellt. Das liegt im Rahmen einer üblichen Grippewelle und unter derjenigen von 2017/18 mit 25.100 Toten Deutschlandweit.

Fragen

* Warum spricht KIanzlerin Merkel von Verdopplungszeiten, die größer als 10 Tage sein müßten, um den Shutdown zu lockern?

Bei der Verdopplung handelt es sich um die Anzahl der festgestellten Infektionen. Und – jetzt kommt’s – diese sind hauptsächlich abhängig von der Anzahl der durchgeführten Tests. Wenn also die doppelte Anzahl von Tests durchgeführt wird, dann werden auch die festgestellten Infektionen ungefähr doppelt so viele sein.
Entscheidend sind jedoch die Trefferquoten, die erst neuerdings in den schriftlichen Berichten auftauchen und am Sinken sind. So ist es im vorstehenden Diagramm zu erkennen.
Hier handelt es sich um einen grundlegenden und unverständlichen Fehler des Robert-Koch-Institutes, den man durchaus als laienhaft bezeichnen kann. Eine Änderung wurde erst vorgenommen nachdem eine Art alternatives Medium intensiv nachgehakt hatte [8].

* Wie gefährlich ist das Coronavirus wirklich?

Eine offizielle Einschätzung ist bei Quarks.de zu lesen [6]. Danach sind Infektionen für „ein Großteil der Erkrankten (mehr als 80 Prozent) lediglich milde Erkältungssymptome – oder gar keine. 14 Prozent müssen ins Krankenhaus. Bei ihnen verläuft die Krankheit schwer, unter zehn Prozent haben einen kritischen und besonders lebensgefährlichen Verlauf. Die besondere Risikogruppe sind ältere Patienten und Menschen mit Vorerkrankungen. … Virologe Christian Drosten geht am Ende von einer realistischen Letalität zwischen 0,3 und 0,7 Prozent aus.“ [6]

Auf der anderen Seite gibt es die wissenschaftlichen Kritiker, die Corona für lediglich ähnlich gefährlich ansehen wie eine starke Grippeepidemie (Influenza). Dazu gehören bspw. Prof. Hockertz, Dr. Wodarg, Prof. Bhakdi, Prof. Möllring u.a. [7].

* Warum berichten die Medien garnicht oder so negativ über die wissenschaftlichen Kritiker?

Diese Frage müßten eigentlich die Medien beantworten. Richtig ist, dass wissenschaftliche Kritiker – wenn überhaupt – in den Medien fast nur negativ zur Wort kommen. Es werden Äußerungen von Ihnen zitiert und dann nimmt ein „offizieller“ Wissenschaftler dazu Stellung. Die betroffenen kritischen Wissenschaftler erhalten – bisher – keine Möglichkeiten zur Erwiderung.
Wissenschaftlicher Diskurs und demokratische Debattenkultur gehen anders.

Markus Lanz vom 9. April 2020

Prof. Klaus Püschel: „Am Ende diesen Jahres wird diese Krankheit, statistisch im Hinblick auf die Gesamtzahl der Toten, überhaupt keine Rolle spielen. Es sterben dieses Jahr in Deutschland nicht mehr als in den Jahren zuvor.

Zu Gast: Virologe Prof. Hendrik Streeck, Wissenschaftsjournalist Dirk Steffens, Pathologe Prof. Klaus Püschel, Unternehmer Martin Kind und Journalistin Annette Hilsenbeck

Vorläufiges Fazit
Derzeit sieht es fast so aus, dass die Corona-Pandemie bis Mitte/Ende Mai im Wesentlichen abgeklungen sein wird. Damit würde dieser Ablauf einer normalen, wenn auch starken, Grippeepidemie ähneln. Angesichts eines Shutdowns mit gravierenden wirtschaftlichen Folgen dürfte sich zukünftig noch einiges an heftigen gesellschaftlichen Konflikten ereignen.

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Quellen

[1] Täglicher Lagebericht des RKI zur Coronavirus-Krankheit-2019 (COVID-19), 06.05.2020 AKTUALISIERTER STAND FÜR DEUTSCHLAND
>> rki.de

[2] Spiegel: An der Grenze zur Nachweisbarkeit
„Abflachung, obwohl Maßnahmen noch nicht griffen
Für Peterhammer ergibt sich daraus ein schlüssiges Bild: Ihm war aufgefallen, dass sich die exponentielle Ausbreitung des Virus nach dem 20. März deutlich verlangsamt hatte. „Ab dem 20. März stagniert die Zahl der in Deutschland neu gemeldeten Infektionen beinahe und schwankt bis zum 30. März zwischen circa 3000 und 7000″, schreibt er in seiner noch nicht veröffentlichten Studie, die dem SPIEGEL vorliegt.“
>> spiegel.de

[3] —

[4] Spiegel
„Die Zahlen sind vollkommen unzuverlässig“
>> spiegel.de

[5] FAZ
Heinsberg-Studie vorgestellt:
Lockerung von Einschränkungen wegen Corona möglich
>> faz.net

[6] Quarks
Wie gefährlich ist das Coronavirus?
>> quarks.de

[7] Debatte: Corona kontrovers – Hockertz, Wodarg, Bhakdi, Streeck, Möllring, Drosten – Videos
>> mehr

[8] multipolar
Coronavirus: Irreführung bei den Fallzahlen nun belegt
>> multipolar-magazin.de

Klaus Öllerer
10.04.2020 … 12.05.2020; 17:12



Kommentare

  1. Wie kommt man eigentlich darauf, daß dieser Virus besonders gefährlich sein soll, und es verhältnismäßig sei Grundrechte zu beschränken und Wirtschaft und Gesellschaft lahmzulegen? Ein nüchterner Blick in die heutige Statistik des RKI zeigt, daß das Durchschnittsalter der Toten bei 82 liegt und 80% älter als 70 waren. Obduktionen z.B. von Gerichtsmediziner Püschel und Pathologe Friemann haben zudem ergeben, daß fast alle mehrere schwere Vorerkrankungen hatten, auch die Jüngeren. Daß ein gesunder Mensch erkrankt und stirbt ist eher die Ausnahme. Viren gibt es schon länger als den Menschen. Dieser hat ein Imunsystem, welches durch jährlich immer wieder neue Viren getestet, trainiert und damit gestärkt wird. Seit tausenden Jahren infizieren sich die Menschen durch Viren und es bildet sich nach wenigen Wochen eine Herdenimmunität aus, die dann auch die Älteren und Schwächeren schützt, die nur kurze Zeit isoliert werden müßten. Verzögert man hingegen die Ausbreitung künstlich, bleibt die Infektionsgefahr für die Gefährdeten über einen längeren Zeitraum bestehen. Und warum verschweigen uns RKI, Medien und Politik die Grippetoten der vergangenen Jahren ( 25000 in 2018!) zum Vergleich? Die Schweinegrippe vor 10 Jahren mit lediglich 250 Toten hat sich auch als Fehlalarm herausgestellt. Die WHO hat gestern den Coronavirus als 10mal tödlicher als die Schweinegrippe eingeschätzt. Demnach wären in Deutschland ca. 2500 Coronaopfer zu erwarten, also nur ein Zehntel der Grippetoten von vor 2 Jahren, worüber sich keiner aufgeregt hat! Klar, alles nur Statistik, aber es sind Fakten, die leicht nachprüfbar sind.

  2. Hallo Herr Öllerer,
    von dem Zusammenhang zwischen Stichprobe und Grundgesamtheit und der daraus folgenden Repräsentativität verstehen sie nicht viel, oder? Wie viele Semester Statistik haben Sie auf dem Buckel? Aktuell gibt es jedenfalls keine repräsentative Studien zur Corona-Infektion. Die Heinsberg Studie ist jedenfalls so voller methodischer Fehler, dass es schon schreit. Nicht falsch verstehen, die Studie ist gut und richtig um weitere Ergebnisse zu sammeln, aber sicher nicht, um daraus irgendwelche Schlüsse zu ziehen, wie es Storymashine jetzt verkaufen will.

    Sie als Publizist sollten sich Ihrer Verantwortung bewusst sein. Aktuell weiß man einfach zu wenig über das Virus und seine Verbreitung, als dass man aufgrund irgendwelcher halbgaren Vermutungen, Hoffnungen oder akademischen Zwischenergebnissen Menschenleben aufs Spiel setzen sollte. Tragen Sie bitte nicht durch Unwissenheit getarnt als Pseudo-Investigativjournalismus dazu bei.

    Vielen Dank.

    1. Das, was Sie schreiben ist mir schon bewußt. Jahrzehntelang habe ich als Entwicklungsingenieur in der Elektronik gearbeitet und mußte öfters gute Lösungen finden und dabei oftmals Kompromisse eingehen.

      Und dieser von mir verfasste Artikel stellt einen Kompromiss dar. Er ist geschrieben worden, um die unsäglichen Falschmeldungen des RKI zur Coronaverbreitung richtig zu rücken. Mit Begründung dieser Falschmeldungen wird gerade unser Wohlstand – und damit vermutlich auch Ihrer – durch einen fanatischen Shutdown zu Grunde gerichtet. Und dazu ist er auch so geschrieben, dass er leicht zu verstehen ist. Alle Diffrenzierungen konnten dazu dieses mal noch nicht berücksichtigt werden.

      Sagen Sie doch mal, was sie von den noch immer als zentral verbreiteten Fakezahlen des RKI halten, wo nur die absoluten Testergebnisse im Vordergrund stehen? Und das diese geradezu gedrängt werden mußten die Trefferquote zu veröffentlichen?
      Bin gespannt.

      1. Um dezidiert darauf einzugehen fehlt mir aktuell die Zeit. Ich versuche es also kurz zu fassen. Zuerst ganz kurz aber: Die Zahlen des RKI sind nicht Fake. Es sind die von amtlichen Stellen übermittelten Fälle. Ich verstehe, dass Sie die Interpretation kritisieren, aber nicht, weshalb Sie unterstellen, die Zahlen wären gefakt. Damit machen sie sich direkt unglaubwürdig.
        Aber zu ihrer Frage:
        Es gibt aktuell keine verlässlichen Zahlen zur Durchseuchung. Für regelmäßige, repräsentativ angelegte Tests (die aufgrund der regional unterschiedlichen Verbreitung und intensivmedizinischen Kapazitäten nur in Form geschicherter Stichproben Sinn machen würden) fehlt es aktuell sowohl an Tests als auch an Personal und Zeit.
        Es bleiben also nur zwei Optionen: Entweder, man geht auf Nummer sicher und fährt voll runter. Nicht nur, weil das Virus selbst gefährlich ist, sondern auch, weil die unerkannte und potentiell massenhafte Verbreitung das System insgesamt überlastet und dann auch harmlose andere Erkrankungen nicht angemessen behandelt werden können. Dass das kein Gedankenexperiment ist, zeigen sowohl die Erfahrungen in Südeuropa als auch fundierte Modellrechnungen und Simulationen für Deutschland.
        Alternativ kann man aufgrund der unklaren Datenlage hoffen, dass alles nicht so wild wird und so riskieren, dass es bei regionalen Überlastungen des Systems zu vielen Toten kommt.

        Für die erstere Version, die Sie kritisieren, sprechen die Erfahrungen in Italien, Spanien, den USA und Großbritannien. Die zweite Variante wäre ein enormes Glücksspiel. So gut wie alle Regierungen der Welt, egal ob Autokraten, Demokraten, Populisten oder Monarchen haben sich in Anbetracht der Erfahrungen anderer und der Meinung etablierter Experten für den Shutdown entschieden und damit enorme volkswirtschaftliche Schäden in Kauf genommen. Eine globale Psychose? Welches Ziel abseits von Verschwörungstheorien sollte damit verfolgt werden?
        Ich halte das in Anbetracht der Informationslage für richtig. Natürlich gibt es gerade in der Wissenschaft immer Raum für Diskurs und das ist auch gut so. Aktuell darf aber die fehlenden Gewissheit nicht dazu führen, dass man Menschenleben opfert, weil es möglichweise auch anders sein könnte, als Experten weltweit (und beobachtbare Auswirkungen der Erkrankungen) für wahrscheinlich halten.

        1. Und um das nochmal klar zu stellen, kam gerade nicht rüber: Die Angabe der relativen Zahlen wäre genauso sinnvoll oder sinnlos wie die absoluten, wenn es keine repräsentative Stichproben gibt. Man muss einfach damit arbeiten, was man hat, so wenig zufriedenstellend das auch ist. Auch die relativen Zahlen (Trefferquoten) lassen keine besseren Aussagen zu, wenn die Tests (statistisch gesehen) willkürlich gezogen werden.

          1. Die relativen Zahlen (Trefferquoten) halte ich für wesentlich aussagekräftiger als die absoluten Zahlen. Das erkennt man schon beim Vergleich mit Wahlumfragen. Das Absinken der Prozentzahlen ist eine Aussage, die mit hoher Wahrscheinlichkeit im Trend auch die übrige Bevölkerung repräsentiert.

            Die offene Frage ist die nach dem verwendeten Panel. Und da ergab sich bisher, dass es vor allem Menschen mit Risikohintergrund aufgrund von Reisetätigkeiten und Symptomen sind – also eher der von Infizierung mehr oder weniger betroffene Teil der Bevölkerung. Was das RKI bisher völlig unverständlicherweise versäumt hat, ist repräsentative Tests zu starten wie sie jetzt auch in München geplant sind.

            Die Methode vom RKI wird öffebtlich immer mehr kritisiert. Hier bspw. ganz aktuell vom bekannten Journalisten Fleischhauer:
            https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-infiziertenrate-und-sterbequote-zahlen-der-regierung-geben-anlass-zu-vielen-fragen_id_11872231.html

          2. Der Vergleich mit Wahlumfragen ist hier völlig fehl am Platze, da es sich dabei um repräsentative Erhebungen handelt. Solche waren bislang für die Tests einfach nicht möglich, da es keine Umfragen sind, sondern eben komplexe medizinische Tests, die nicht in ausreichender Zahl vorhanden sind. Das sieht man ja jetzt auch bei der Studie in Heinsberg, bei der die Autoren bislang selbst noch nicht gesagt haben, welches Testverfahren verwendet wurde. Viele Tests sind nämlich nicht eindeutig, da sie auch auf andere Corona-Viren reagieren.

            Zum Verständnis, warum relative Zahlen ohne repräsentative Stichproben kaum aussagekräftig sind: Anfangs wurden nur Menschen getestet, die Symptome hatten und aus Risiko-Gebieten kamen oder Kontakt zu nachweislich Infizieren hatten. In dieser Phase war die “Trefferquote“ vergleichsweise hoch, weil es eben sehr wahrscheinlich ist, hierbei Infizierte zu treffen.
            Mittlerweile ist die Test-Kapazität erhöht worden. Die zusätzlichen Tests werden nun auch dafür verwendet, regelmäßig medizinisches und Pflege-Personal sowie andere besonders systemrelevante Personen zu testen. Da bei diesen eine Infektion besonders gravierend wäre, sind die Tests hier wichtig. Aus dem gleichen Grund sind diese Personen aber auch besonders gut mit Schutz-Materialien ausgestattet, beherzigen die Hygiene-Empfehlungen überdurchschnittlich usw. Darum würden relative Zahlen die tatsächlich Infizierten mittlerweile höchstwahrscheinlich dramatisch unterschätzen.

            Vergleicht man jetzt die Prozentwerte aus Phase eins (Überschätzung) mit den aktuellen (Untetschätzung) könnte man zu dem Schluss kommen, die Infektionen nehmen ab. Das wäre aber sehr gefährlich und unzulässig.

            Daher bleiben erst mal nur die absoluten Zahlen, bis es genügend ausgereifte Tests für flächendeckende repräsentative Erhebungen gibt. Dass es die noch nicht gibt, ist nicht schuld des RKI, sondern ein weltweites Problem, das unter anderem damit zusammenhängt, dass das Virus erst seit vier Monaten existiert…

          3. Und zum dritten: Ich habe nun auch den Artikel von Fleischhauer gelesen. Übrigens, dass er bekannt ist, bedeutet noch nichts, viele Bild-Reporter sind auch bekannt 😉

            Grundsätzlich hat er recht, die Zahlen sagen nicht so viel aus, wie es repräsentative Zahlen könnten, aber die gibt es eben noch nicht. Dazu hab ich ja schon was geschrieben.

            Zum journalistischen des Artikels: Die Schlüsse die er nahelegt, sind keineswegs tragbar. Die Vergleiche aus Dänemark und Island ziehen hier nicht, da die Länder über ganz andere Strukturen verfügen. Im ländlichen Island breitet sich so ein Virus einfach ganz anders aus als z.B. im Ruhrgebiet oder in Berlin. Das gleiche gilt für Dänemark.
            Außerdem geht es wie auch schon gesagt nicht in erster Linie darum, wie hoch die sterblichkeit ist, sondern darum, regional dafür zu sorgen, dass Krankenhäuser aufgrund einer plötzlichen Vielzahl von Infektionen nicht über ihre Kapazitätsgrenzen kommen.

            Die Bilder aus Italien oder New York sind ja real. Und dort ist es das gleiche Virus wie in Island und hier. Darum geht es, diese Fälle zu verhindern.

            Und bei allen investigativen Bemühungen helfen da auch die Geschichten von einem Mitarbeiter von einem Bruder von einem Kollegen nicht weiter…
            Focus halt!

          4. Sorry, ich würde ja gerne jetzt auch ausführlicher diskutieren. Schaffe es zeitlich nicht, bin am rödeln.

            Dafür eben mal auf die Schnelle hier zwei Links zum Nachdenken:

            Arme, Senioren und psychisch Kranke
            Berufsbetreuer: „Für meine Corona-‚Risikogruppen‘ entsteht mehr Schaden als Schutz.“
            https://www.regensburg-digital.de/berufsbetreuer-fuer-meine-corona-risikogruppen-ensteht-mehr-schaden-als-schutz/

            Corona-Lockdown wirkungslos? – Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Dr. Knut Wittkowski
            https://youtu.be/GRiO8myyyDc

    2. Aktuell weiß man einfach zu wenig über das Virus und seine Verbreitung, als dass man aufgrund irgendwelcher halbgaren Vermutungen, Hoffnungen oder akademischen Zwischenergebnissen Menschenleben aufs Spiel setzen sollte, in dem man die gesamte Gesellschaft in den Shutdown schickt, ohne die Folgen dessen zu berücksichtigen. Tragen Sie bitte nicht durch Überheblichkeit getarnt als Pseudo-Intellektualität dazu bei.

  3. Die Überschrift sollte besser formuliert werden weil nicht die Anzahl der Infektionen sinkt sondern die Rate der Neuinfektion pro Zeiteinheit.

    > Die Trefferquote der festgestellten Infektionen nimmt ab.

    Das ist so unscharf formuliert das man fast alles daraus lesen kann, weil der Leser kaum die gesamten impliziten Annahmen des Autors zur Verfügung hat.
    Was soll eine „Trefferquote“ in diesem Kontext bedeuten?

    1. Ein Prozentanteil ist repräsentativ für einen bestimmten Teil der Bevölkerung der gemessen wurde. Während die absolute Zahl völlig abhängig von der Anzahl der Tests ist und wie eine Manipulation funktioniert – so, als wenn man bei Wahlumfragen mit absoluten Stimmenzahlen operieren würde. Das wäre ziemlich irre.

      Jedenfalls steht ein abnehmender Prozentanteil auch für einen abnehmenden absoluten Anteil.

  4. Immer wieder amüsant, wie hier völlig selektiv Ergebnisse und Behauptungen präsentiert werden, die bei differenzierter Überprüfung keine zwei Sekunden Bestand haben.

    „Eine abflachende Tendenz gab es bereits vor dem Wirksamwerden der Kontaktsperren ab 20. März [2, Spiegel].“
    Nein. Das ist der Wochenende-Effekt, so auch z.B. eine Woche vorher zu beobachten. An den Wochenenden werden weniger Fälle gemeldet, weil a) weniger Ärzte verfügbar sind und b) nicht alle Gesundheitsämter Zahlen reporten.

    „Danach hat die weltweite Corona-Pandemie auch in Deutschland ihre Höhepunkte überschritten. Es würde alles mehr oder weniger seinen natürlichen Gang der Herdenimmunität gehen.“
    Wenn (!) dem so sein sollte, dann hauptsächlich wegen (!) der Maßnahmen, die zur Zeit gelten. Es wäre nun das Allerdümmste, genau diese Maßnahmen Hals über Kopf wieder zu beenden. Dann kommt nämlich die zweite Welle.

    „Es gibt gute Gründe anzunehmen, dass die Folgen der Infizierung wesentlich geringer sind, als bisher befürchtet. So wurde kürzlich von Prof. Streeck und seinem Team bei Heinsberg eine hohe Immunität von 14%, bei einer Todesrate on 0,37 % festgestellt.“
    Streecks Studie wird von vielen Seiten kritisiert, exemplarisch siehe https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2020-04/heinsberg-studie-coronavirus-hendrik-streeck-storymachine-kai-diekmann oder https://www.sueddeutsche.de/wissen/heinsberg-studie-herdenimmunitaet-kritik-1.4873480?

    „Richtig ist, dass wissenschaftliche Kritiker – wenn überhaupt – in den Medien fast nur negativ zur Wort kommen. Es werden Äußerungen von Ihnen zitiert und dann nimmt ein „offizieller“ Wissenschaftler dazu Stellung.“
    Und einen Absatz später dann ein Video von Streeck bei Lanz. Wie passt das zur Behauptung, dass kritische Stimmen nicht zu Wort kämen? Bei Lanz konnte Streeck frei reden. Später hat er sogar mit Laschet eine Pressekonferenz gegeben, die viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Das alles passt nicht zur Behauptung, die Medien würden „garnicht oder so negativ über die wissenschaftlichen Kritiker“ berichten. Momentan wird, ganz im Gegenteil, von einigen Seiten jeder „kritische Wissenschaftler“ gepusht, der für schnelle Aufhebung der Maßnahmen plädiert, egal wie valide seine Daten auch sein mögen – aus politischen Motiven.

    1. Zitat: „Eine abflachende Tendenz gab es bereits vor dem Wirksamwerden der Kontaktsperren ab 20. März [2, Spiegel].“
      Nein. Das ist der Wochenende-Effekt, so auch z.B. eine Woche vorher zu beobachten. An den Wochenenden werden weniger Fälle gemeldet, weil a) weniger Ärzte verfügbar sind und b) nicht alle Gesundheitsämter Zahlen reporten.“ Zitatende

      Antwort: Sie können sich gerne mit dem Spiegel und Peterhammer auseinandersetzen:
      Zitat: „[2] Spiegel: An der Grenze zur Nachweisbarkeit
      „Abflachung, obwohl Maßnahmen noch nicht griffen
      Für Peterhammer ergibt sich daraus ein schlüssiges Bild: Ihm war aufgefallen, dass sich die exponentielle Ausbreitung des Virus nach dem 20. März deutlich verlangsamt hatte. „Ab dem 20. März stagniert die Zahl der in Deutschland neu gemeldeten Infektionen beinahe und schwankt bis zum 30. März zwischen circa 3000 und 7000″, schreibt er in seiner noch nicht veröffentlichten Studie, die dem SPIEGEL vorliegt.“ Zitatende
      https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/coronavirus-wie-viele-infektionen-koennen-pro-tag-maximal-nachgewiesen-werden-a-6597b3a6-189e-4b47-bb0b-8e751e823202
      ——————-

      Zitat: „„Danach hat die weltweite Corona-Pandemie auch in Deutschland ihre Höhepunkte überschritten. Es würde alles mehr oder weniger seinen natürlichen Gang der Herdenimmunität gehen.“
      Wenn (!) dem so sein sollte, dann hauptsächlich wegen (!) der Maßnahmen, die zur Zeit gelten. Es wäre nun das Allerdümmste, genau diese Maßnahmen Hals über Kopf wieder zu beenden. Dann kommt nämlich die zweite Welle.“ Zitatende

      Antwort: „[3] Prof. Knut Wittkowski
      »Die Epidemie ist im wesentlichen vorbei«
      „Knut M. Wittkowski war über 20 Jahre Professor für Epidemiologie und Biostatistik und Forschungsdesign an der Rockefeller University in New York. Er ist ein ausgewiesener Experte für das Modelling von Epidemien. Eine erste Festlegung traf er in den 1980er Jahren, als er die Gefahr einer HIV-Epidemie in der heterosexuellen Bevölkerung verneinte – und Recht behielt.“
      >> vitalstoff.blog (Interview in Englisch mit – dem Eindruck nach – spontan übersetztem deutschen Text unter dem Video)“
      Sie können sich gerne mit Prof. Wittkowski auseinandersetzen:
      https://vitalstoff.blog/2020/04/09/die-epidemie-ist-vorbei/
      ———————-
      Zitat: „„Richtig ist, dass wissenschaftliche Kritiker – wenn überhaupt – in den Medien fast nur negativ zur Wort kommen. Es werden Äußerungen von Ihnen zitiert und dann nimmt ein „offizieller“ Wissenschaftler dazu Stellung.“
      Und einen Absatz später dann ein Video von Streeck bei Lanz. Wie passt das zur Behauptung, dass kritische Stimmen nicht zu Wort kämen? Bei Lanz konnte Streeck frei reden. Später hat er sogar mit Laschet eine Pressekonferenz gegeben, die viel Aufmerksamkeit bekommen hat. Das alles passt nicht zur Behauptung, die Medien würden „garnicht oder so negativ über die wissenschaftlichen Kritiker“ berichten. Momentan wird, ganz im Gegenteil, von einigen Seiten jeder „kritische Wissenschaftler“ gepusht, der für schnelle Aufhebung der Maßnahmen plädiert, egal wie valide seine Daten auch sein mögen – aus politischen Motiven.“Zitatende

      Antwort: Streeck ist hier nicht gemeint, sondern bspw. Hockertz, Wodarg, Bhakdi, Möllring, u.a.
      Lieber „Blogwart“, Sie können sicher sagen in welchen „offiziellen“ Medien diese Kritiker fair behandelt werden.
      ——————-

      So weit erst einmal

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.