10. Mai 2020

Vorbemerkung
halloLindenLimmer.de ist nicht meinungsgebunden und läßt andere Meinungen frei zu Wort kommen.
Alle Meldungen zu Corona: >> hallolindenlimmer.de/?s=corona
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Ganz Neu: Bild berichtet mit Foto und Namen – Der Rebell ist Oberregierungsrat Stephan Kohn (57, SPD), der sich 2018 zum Parteivorsitz der SPD beworben hatte. [6]
Ein Video von Bild.de gibt es weiter unten.

Neu: Jetzt mit Interview Dr. med. Frank, der den Rebellen unterstützt hat. Im untenstehenden Interview stellt er einige Zusammenhänge dar.

Rebell im Ministerium (BMI) hält Lockdown für viel schlimmer als Corona

Jetzt ist es da. Das Papier eines Rebellen aus dem Bundesinnenministerium ist jetzt öffentlich hier zugänglich [1]. Über dieses Papier hatten zuerst alternative Medien berichtet [2], jetzt gefolgt von der übrigen Medienwelt wie Spiegel und andere. Es ist wie ein Paukenschlag und wird die öffentliche Diskussion vielleicht stark beeinflussen.

Das Papier (Interne Analyse KM 4) beschäftigt sich kritisch mit dem Lockdown. Sind die Maßnahmen gegen das Coronavirus gerechtfertigt? Ist das Virus schlimmer als der Lockdown? Oder ist der Lockdown das eigentliche Unglück?

Der Autor kommt auf über 180 Seiten mit umfangreichen Quellen zu ziemlich eindeutigen Schlüssen:
* Die Coronakrise erweist sich wohl als Fehlalarm.
* Der Staat hat sich dabei wohl auch als einer der größten fake-news-Produzenten erwiesen.
* Die Folgen des Lockdowns seien dramatisch – mit hohen Todeszahlen und wirtschaftlichen Einbrüchen und daher viel schlimmer als die Folgen von Corona.

Der Autor ist nicht irgendjemand. Sein Name wurde inzwischen öffentlich bekannt. Es ist Oberregierungsrat Stephan Kohn (57, SPD), der sich 2018 zum Parteivorsitz der SPD beworben hatte [6]. Er soll stellvertetender Leiter des Referates Krisen-Management 4 (KM 4) im Bundesinnenministeriums gewesen sein. Inzwischen ist er von allen Ämtern enthoben worden.

Er hatte nach eigenen Angaben versucht im Ministerium mit seinem Papier eine Diskussion in Gang zu bringen. Das gelang nicht. Das wurde abgeblockt und der Minister wurde auch nicht informiert.

Angesichts der dramatischen Auswirkungen des Lockdowns sah er nur die Möglichkeit durch eine große Verbreitung innerhalb seines und anderer Ministerien etwas in Gang zu bringen, um Schlimmeres als bisher zu vermeiden. Dadurch gelang das Papier indirekt in die Öffentlichkeit.

Zwei Beispiele von Vielen aus dem Papier

* Stanford-Medizinprofessor John Ioannidis erklärt in einem neuen einstündigen Interview [3] mehrere neue Studien zu Covid19. Die Letalität von Covid19 liegt laut Professor Ioannidis „im Bereich der saisonalen Grippe“. Für Personen unter 65 Jahren sei das Sterberisiko selbst in den weltweiten „Hotspots“ vergleichbar mit der täglichen Autofahrt zur Arbeit, für gesunde Personen unter 65 Jahren sei das Sterberisiko „völlig vernachläßigbar“. Lediglich in New York liege das Sterberisiko für Personen unter 65 Jahren im Bereich eines professionellen LKW-Fahrers.

* Hilfsorganisationen warnen, dass „ungleich mehr Menschen“ an den wirtschaftlichen Folgen der Maßnahmen sterben werden [4] als an Covid-19 selbst. Prognosen gehen inzwischen von 35 bis 65 Millionen Menschen aus, die durch die globale Rezession in absolute Armut abrutschen werden. Und vielen von ihnen drohe der Hungertod.

Dem Eindruck nach wird in dem Papier [1] auf beinahe alle Fragen zu Corona ausgiebig mit Quellen eingegangen.

Unterstützung durch beteiligte Wissenschaftler

Inzwischen haben die am Papier beteiligten Wissenschaftler einen offenen Brief an den Bundesinnenminister [5] geschrieben indem sie sich über die Presseerklärung des Ministeriums mehr als nur wundern.

Dr. med. Frank hat den Rebellen unterstützt. In folgendem Interview stellt er die Zusammenhänge dar.

Quelle: youtu.be/YYCbXBQwhtE

Es ist nun zu wünschen, dass – endlich – eine faire und ausgiebige Diskussion zu den Coronamaßnahmen in der Gesellschaft in Gang kommt. Dabei sollten – ja, müssen – alle Sichtweisen beteiligt werden – auch und gerade in den „offiziellen“ Medien!

Medien

Hier Sichtweisen von Zeit.de und Spiegel.de zum Rebellen:

Warum ein Beamter in der Corona-Krise den Aufstand wagt
Ein Regierungsrat im Innenministerium hält Corona für einen Fehlalarm und die Pandemiebekämpfung für fatal. Seine Thesen verschickt er deutschlandweit. Das hat Folgen.
Mehr lesen: >> zeit.de

Umstrittenes Papier
Mitarbeiter im Bundesinnenministerium kritisiert Corona-Maßnahmen
Ein Referent des Bundesinnenministeriums verfasst ein Papier zur Coronakrise, in dem von einem „Fehlalarm“ die Rede ist und das Virus verharmlost wird. Nun wurde er von seinen Dienstpflichten entbunden.
Mehr lesen: >> spiegel.de

Im Folgenden Video eine differenzierende Sichtweise von Tichys Einblick:

Quelle: >> tichyseinblick.de

Und auch Bild.de zeigt ein Video zum Thema

Quellen

[2] Alternative Medien
Tichys Einblick: >> 1, >> 2, >> 3, >> 4, >> 5, >> 6, >> 7, >> 8
Achse des Guten: >> 1, >> 2, >> 3, >> 4, >> 5

[3] Interview Prof. John Ioannidis
>> youtu.be
Zur Person: Ioannidis ist einer der meistzitierten Wissenschaftler weltweit >> Wikipedia.de

[4] Die Rezession beschert der Welt die noch viel größere Katastrophe
>> welt.de

[5] Das Corona-Papier: Wissenschaftler korrigieren Seehofer
Die an der Erstellung des Corona-Papiers beteiligten Ärzte und Wissenschaftler nahmen die Pressemitteilung des Bundesministeriums des Innern (BMI) vom 10. Mai verwundert zur Kenntnis. Dort schlägt man offenbar bewusst ihre Expertise aus. Jetzt fordern Sie das BMI auf die dort angeblich getätigten Risiko-Abwägungen transparent vorzulegen. Achgut.com dokumentiert Ihr Schreiben und im Anhang die auf Basis ihrer beratenden Tätigkeit von dem BMI-Mitarbeiter erstellte Analyse.
>> achgut.com

[6] SEEHOFER-MITARBEITER WARNTE VOR CORONA-SCHÄDEN
Landet das Alarm-Papier jetzt auf dem Müll?
Das umstrittene Papier eines Referenten des von Horst Seehofer (70, CSU) geführten Bundesinnenministeriums (BMI) beschäftigt die Hauptstadt. Der brisante Inhalt: Oberregierungsrat Stephan Kohn (57, SPD) warnte darin vor „gesundheitlichen Kollateralschäden“ der staatlichen „Maßnahmen und Beschränkungen in der Coronakrise 2020“, er bezog sich dabei auch auf Wissenschaftler.
Die Kernpunkte seiner Thesen:
► „Zwischen unter 5000 bis zu 125 000 Patienten, die aufgrund von verschobenen Operationen versterben werden/schon verstarben.“

>> Bild.de (Abonnenten)

Titelfoto: Anschreiben des Rebellen aus dem Bundesinnenministeriums

Andere Sichtweisen sind willkommen

Klaus Öllerer

11.05.2020/… /15.05.2020; 07:09


Kommentare

  1. Jetzt habe ich das Dokument zumindest teilweise gelesen. Ganz klar, der Herr Stephan Kohn hat Schwierigkeiten mit Statistiken. Einen ersten Punkt: Stephan Kohn vergleicht die Zahlen vom 30 Jahre-Hoch der Übersterblichkeit der Saison 2017/2018 (Z-Wert war teilweise über 5!) mit den Zahlen, Anfang des Jahres 2020 in Deutschland. In Deutschland sind durch die Corona-Hygiene-Maßnahmen viele klassische Grippe-Infektionswellen zum erliegen gekommen. Das verringert die Sterblichkeit. Und sie da, man sieht das auch auf https://www.euromomo.eu/graphs-and-maps/. Und man sieht da auch, dass Länder wie Schweiz (Die Schweiz hat vergleichbaren Gesundheitssystem wie Deutschland, sogar deutlich teuer), da erheblich Probleme haben. Insgesamt haben wir zur Zeit sogar eine geringer Sterblichkeit, also ein negativen z-Wert. Wieso jetzt Stephan Kohn eine höhere Sterblichkeit postuliert, keine Ahnung. Die Gesamtsterblichkeit ist in Deutschland verringert.

    Wenn irgendwelche meinen, dass sie unbedingt die Freiheit ohne Maske brauchen (ach, da fällt mir gerade ein: diese Woche gibt es ein Foto, wie der der Ken Jebsen, einer der glorreichen Corona-Leugner-Ikonen und Holocost-Leugner, nach einer Rede auf einer Demo eine Maske aufsetzt, bevor er ins Auto steigt :-)), dann sollen sich sich bitte infizieren lassen und in Quarantäne gehen. Danach müssen sie sich nicht impfen lassen, und müssen keine Angst mehr haben.

    1. Bitte lesen Sie diese Analyse der Statistiken des RKI:
      Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen

      https://www.heise.de/tp/features/Von-der-fehlenden-wissenschaftlichen-Begruendung-der-Corona-Massnahmen-4709563.html?seite=all

      Weiterer Tipp:
      Auch das lege ich Ihnen ans Herz zu lesen:
      1 von 500.000: Führende Epidemiologen berechneten das Sterberisiko durch COVID-19
      https://www.heise.de/tp/features/1-von-500-000-Fuehrende-Epidemiologen-berechneten-das-Sterberisiko-durch-COVID-19-4709923.html

  2. Na ja, der deutlich geringer Schadstoffausstoß, die geringere Verkehrsdichte durch das Corona-Virus verringern nicht nur dramatisch die Anzahl der Toten und Schwerverletzten , sondern machen das Leben auch wieder Lebenswert: Z.B. man kann wieder Wiesen riechen.
    So richtig verstanden habt Ihr Neu-Rechthaber e noch nicht so ganz verstanden. Es sind nicht die „Corona-Maßnahmen“, die diese Hygiene-Maßnahmen verursacht, sondern die Covid-19 Pandemie. Und wenn man über die Grenzen guckt, auch als Deutscher darf man das, und fällt einem vielleicht auf, dass alle Statten, die nicht solche strengen Hygiene-Regeln haben, jetzt am wirtschaftlichen Abgrund stehen z.B. England, USA, … und erst mit dem Aufstellen dieser Regeln wieder zurück in eine Normalität kommen.
    Hingegen alles Länder wie Island, viele Länder in Ost-Europa, sogar Afrikanischen Staaten, die umgehend den Lock-Down angeordnet haben, recht glimpflich davon kommen. Bei den Afrikanischen Statten wundert mich das sehr, denn dort ist Korruption etabliert, Rassenhass und Ausbeutung organisiert, auch von uns westlichen Ländern, trotzdem scheinen die Lockdown-Regeln zu greifen.
    Und sorry, der wirtschaftliche Schaden: Aktienkonzerne zahlen weiterhin Dividende, Karstatt war schon vorher ein angeschlagenes Unternehmen. Handwerker trifft das Corona-Virus überhaupt nicht, allenfalls, dass die Lieferketten nicht so funktionieren.
    Bleibt Gaststätten, Hotels, Touristik. Ja, da gibt es Probleme. Aber auch Hilfen.
    Aber solange ihr Laschek, Altmeier, Glöckner wählt, braucht Ihr Euch nicht zu verwundern, dass sich die Politik nicht für „kleine“ Leute so interessiert.

    1. Einige Länder in Afrika und Asien haben recht frische Erfahrungen mit Seuchen, daher ist kein Wunder das das da besser funktioniert als im Westen.

  3. Globale diktatur. Mittelstand soll vernichtet werden. Lobbyisten wollen herrschen über alles und jeden. Impfpflicht wahrscheinlich Bevölkerungsreduktion. Digitale Welt. Plastikgeld. Billige sklaven für die Konzerne. Kinder werden dumm erzogen und manipuliert.

    1. Woher kommt eigentlich diese exhibitionistische Lust sich mit so einem Gestammel als Opfer primitiver Propaganda zu präsentieren?

  4. Wunderbarer Rand über Covidioten: https://www.heise.de/tp/features/Covidioten-Die-Pandemie-der-Infantilitaet-4721153.html

    Kostprobe:

    Auch der YouTube-Star Prof. Sucharit Bhakti zieht die Zuhörer mit seiner sanften Stimme in den Bann. Er meint zu Corona: „Gesunde Menschen erkranken daran nicht ernsthaft.“ Nicht die einzige Merkwürdigkeit des emeritierten Mediziners. Vor kurzem wurde ein Rechtsmediziner gehypt, der bei Autopsien keine Corona-Ursache feststellen konnte, lediglich viele Embolien. Nachdem nun bekannt wird, dass diese oft von COVID-19 verursacht werden, ist er stiller geworden.

    Die Krönung der medizinischen Erkenntnis liefert aber mal wieder Prof. Bhakti: Die Embolien seien entstanden, „weil die Leute zu Hause herumsaßen“.

    ==========================================

    Aber vielen scheint der Gedanke völlig fremd zu sein, dass es globale Ereignisse gibt, die niemand einfach verbieten kann. Man fragt sich, wie manche auf andere Gefahren reagieren würden. Ein Asteroid ist im Anflug? Verschwörung der NASA! Evakuierung vor einem Supervulkan? Widerstand gegen die Umsiedlung! Umwelt-, Arten- und Klimaschutz? Alles Fake! Gefahr eines Blackouts durch Sonneneruptionen? Hat es immer schon gegeben! Die gefährlichen unbekannten Unbekannten, von denen Nassim Taleb spricht? Fehlanzeige, wir wissen nichts. Hauptsache Widerstand, denn irgendwie, irgendwo, muss ja die Politik schuld sein.

    Mir drängt sich hier die Assoziation zu einem Dreijährigen auf, der sich trotzig auf den Boden wirft und seine Eltern beschimpft, weil es am Geburtstag regnet. Die reale Welt besteht aber nicht nur aus Sonnenschein, erst recht nicht im 21. Jahrhundert.

    1. — „Auch der YouTube-Star Prof. Sucharit Bhakti zieht die Zuhörer mit seiner sanften Stimme in den Bann. Er meint zu Corona: ‚Gesunde Menschen erkranken daran nicht ernsthaft.‘ Nicht die einzige Merkwürdigkeit des emeritierten Mediziners.“

      Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand. Da eine „Merkwürdigkeit“ zu unterstellen, ist sachlich falsch und moralisch ungerecht und diffamierend. — So nicht!

      1. Gesunde Menschen sind nicht krank.
        Wie hoch ist der Anteil an vorerkrankten Menschen z.b. in Deutschland? Bei welcher Dunkelziffer?
        Gegen Grippe kann man (mit saisonal unterschiedlichen Trefferquoten) Vorerkrankte impfen.
        Und selbst vergleichbare Lethalitäten ergeben je nach Immunisierungsquote unterschiedliche Todeszahlen.

        Alles Dinge ein Arzt eigentlich wissen sollte und in diesen Kontext auch mit kommunizieren sollte wenn man sich selbst einen Anspruch einer gewissen Seriosität hat. Oder ist ist besser nur die halbe Geschichte zu erzählen?

        1. Also, ich fand Prof. Bhakti eigentlich intelligent und bodenständig (auch zeigt er einen warmen, authentischen Charakter), und gerade deswegen habe ich mich mit ihm nicht weiter befasst, weil ich mir das alles wohl schon grob denken kann mit meinem Rest-Menschenverstand.

          Es bringt jetzt sowieso nichts mehr, singuläre Experten zu pushen oder zu bashen, wenn die Lageaufklärung immer deutlicher zeigt: Corona war (hierzulande doch) nicht so schlimm und ebbt auch schon wieder ab. Fortgesetzt neue Zahlentricksereien von Regierungsseite sollen das Gegenteil beweisen, werden aber immer schnell widerlegt bzw. „ergänzt“ und müssen dann neu. Dazu noch unnützes und unangenehmes Experten-Bashing, obwohl die wahrscheinlich alle aus ihrer Sicht richtig liegen. Da muss man doch mal auf das große Ganze sehen.

  5. Was das Danach betrifft: Im Begriff „neue Normalität“ schwingt für mich eine Drohung mit, die Grundrechte dauerhaft eingeschränkt zu lassen (sich schon mal daran zu gewöhnen), und außerdem kommen mit halber Belegung die Wirtschaftsbetriebe, Gastro und Kultur, die Behörden, die Gesundheitsversorgung und die teils angespannten sozialen Kontakte nicht wieder richtig in Gang. Mehr noch, die Regierung fordert und beschließt in ständiger Praxis weitere Einschränkungen, wie z. B. Totalüberwachung durch Corana-App oder Bundestrojaner oder die forcierte Bargeldabschaffung.

    Ich hätte lieber eine Regierung, die die Grundrechte ihrer Bürger wie heilig (und verbissen) schützt und dafür auch jederzeit einstehen und ggf. den Hut nehmen würde. Da scheinen mir oft eher gegenteilige Ambitionen zu herrschen. Dem Herrn Spahn mit seiner Zwangs-Tracking-App würde ich persönlich an die Gurgel gehen, so sehr, wie er damit meine existenziellen Rechte und Bedürfnisse bedroht. Für solche schlimmen Auswüchse habe ich genau null Verständnis, und der Spahn gilt sogar irgendweswegen als „normal“ und nicht als geistesgestört.

    Und was jetzt die Epidemie (Pandemie) selbst betrifft, habe ich davon direkt nichts mitgekriegt. Auch im Bekanntenkreis gibt’s keine Corona-Fälle, dafür aber an jeder Ecke und überall Kollateralschäden.

    Es gibt ja keine Zahlen zur Dunkelziffer (bzw. den regional verteilten Zahlen), aber mein Bauchgefühl sagt, dass z. B. in Linden-Limmer 60% der Menschen bereits an Corona infiziert waren. Der Körper fängt sich ja ständig was ein an Viren und Bakterien, zeigt dann Abwehrreaktionen wie lokale oder verbreitete Entzündungen, was sich auch in Schlappheit ausdrückt, usw. Kennt man ja von Erkältung oder Grippe oder Magen-Darm oder Zahninfektionen.

    So was erlebt ein biologischer Körper täglich, und ist er fit und gesund, und ist sein Immunsystem stark, macht er sich nichts draus. Ein-, zweimal pro Woche Sauna oder Sport, aktiver Lebensstil, bewusste Ernährung — und dazu zu die neu gelernten und vernünftigen Hygieneregeln — mehr kann man nicht tun, sorry.

    Na ja, bei mir selbst ist die Gesundheitssituation etwas schlechter; realistisch betrachtet, bin ich suboptimal resilient (widerstandsfähig). Daher lehne ich mich hier nicht weit aus dem Fenster, und außerdem muss man die Alten schützen.

    Den Shutdown fand ich eigentlich in Ordnung und angebracht, schon zur Vorsicht (außerdem kam die Ruhe mir persönlich entgegen). Aber wenn die Hinweise stark und sogar eindeutig werden, dann sollen die „Lockerungen“ auch rasch und konsequent fortgesetzt werden. Als Bürger habe ich nämlich auch Rechtsansprüche, und ihr Politiker seid für mich da, und nicht umgekehrt, und da will ich auch die entsprechende Verantwortung sehen.

    Trotz meiner kritischen Position unterstütze ich übrigens das Verhalten der Landes- und der Stadtregierung. (Quasi alle Corona-Verordnungen sind ja nicht parlarmentarisch abgestimmt worden, sondern wurden sozusagen vom König als Dekret beschlossen. Was in einer Demokratie auch nicht allzu oft vorkommen sollte, wenn sie eine bleiben will.)

    Die jetzigen Maßnahmen, mündend in den derzeitigen 5-Stufen-Lockerungsplan, finde ich besonnen und angemessen. Nur sollten die nächsten Stufen wochenschnell erreicht werden. Ich glaube, das versuchen die Kommunalregierungen gerade auch.

    1. „……. mit seiner Zwangs-Tracking-App …….“
      „……. wie z. B. Totalüberwachung durch Corana-App oder Bundestrojaner oder die forcierte Bargeldabschaffung …….“

      Bitte nicht die Youtube/Rubikon/Pi-News/Tichy Endlospropagandaschleife mit der Realität verwechseln.

      „……. aber mein Bauchgefühl sagt, dass z. B. in Linden-Limmer 60% der Menschen bereits an Corona infiziert waren ……. “

      Das Bauchgefühl von dem Typen gegenüber sagt mir das die Erde flach ist. Und nun?

      1. Wer sich für die Geldpolitik der Schattenregierungen interessiert, auch hinsichtlich der Corona-Pandemie, der findet beim geschätzten Norbert Häring solide recherchierte Artikel:

        https://norberthaering.de/ueber-diesen-blog/

        Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich.

        — Na ja, und 60% „gefühlter Durchseuchungsgrad“ ist sicherlich zu hoch, aber ein Viertel der Bevölkerung mit unerkannten, geringfügigen Corona-Infektionen, das wäre doch nicht ganz unwahrscheinlich.
        Es ist ein Unterschied, ob man stundenlang mit einem Infizierten dicht in einem Raum ist, oder nur eine Mini-Virenladung beim Vorbeigehen im Supermarkt abbekommt. Die kleinen Infektionen stecken die meisten gesunden Körper ja ziemlich symptomlos weg.

        1. „…… Wer sich für die Geldpolitik der Schattenregierungen interessiert ……“

          Schattenregierungen, sind das die die von den außerirdischen Echsen kontrolliert werden?

          1. Hatte mir schon gedacht, dass der Begriff anstößig wirkt und wollte ihn eigentlich vermeiden, aber er ist halt kurz und trifft den Punkt. — Viel Spaß bei der weiteren Recherche!

  6. Ich denke, gerade weil so drastische Maßnahmen getroffen wurden, hält sich die Verbreitung in Grenzen und es entsteht das Gefühl, jede Grippe sei schlimmer. Nehmen wir doch die anderen Länder als Beispiel, die durch die vielen Infizierten letztendlich gezwungen waren, gegenzusteuern! Die Krankheit verläuft bei jedem anders, wenn zeitgleich mehrere Mitarbeiter der Symptome wegen nicht mehr zur Arbeit gehen können und weitere Mitarbeiter nach und nach anstecken, die dann ebenfalls der Arbeit fernbleiben, hat man im Endeffekt das gleiche Ergebnis wie jetzt. Nur, dass die finanziellen Einbußen nicht durch staatliche Hilfen aufgefangen worden wären.

  7. Ja, was haben wir hier? Eine Studie? Nein, da das Papier wissenschaftlichen Standards nicht stand hält.
    Ein Meinungspapier eines relativ kleinen Beamten (ORR A14), mehr nicht.
    Kernsatz aus dem verlinkten Zeit-Artikel: „Stephan K.s Referat im Innenministerium ist nicht in die Bekämpfung der Corona-Krise eingebunden, K. selbst nicht Teil des Krisenstabs.“

    Und hier auch ein Zitat an dem Prof. John Ioannidis beteiligt ist:

    “ Wir sollten einräumen, dass wir uns auf das Sterblichkeitsrisiko konzentrierten und nicht auf Krankenhausaufnahmen. Empirische Daten zeigen, dass COVID-19 das Potenzial hat, bestimmte Krankenhäuser zu überfordern. Das gilt insbesondere dort, wo die Krankenhäuser bereits unter normalen Umständen am Maximum ihrer Kapazität operieren und wo sie Populationen mit hohem Risiko und in Städten mit hoher Bevölkerungsdichte und größeren Zusammenkünften in Massenveranstaltungen versorgen. Darum ist die Vorbereitung der Krankenhäuser essenziell, unabhängig davon, ob das Todesrisiko in der Allgemeinbevölkerung sehr niedrig ist.
    Ioannidis, Axfors & Contopoulos-Ioannidis, 2020, S. 13; dt. Übers. d. A. „

    1. Eine Überlastung der Krankenhäuser geschieht auch bei schweren Grippeepidemien wie bspw. bei der Hongkonggripee 1968 oder auch 2017/18.
      In Italien kamen Besonderheiten hinzu wie ein sauschlechtes Krankenhaussystem und die Weigerung des übrigen Italiens Kranke aus bspw. Bergamo aufzunehmen. Die Krankenhäuser in Rom sollen bspw. leer gewesen sein. Dafür hat Deutschland Patienten aufgenommen.
      Ähnlichers wird auch aus New York berichtet, dass in der weiteren Umgebung keine Kranken aus New York aufgenommen wurden.
      Der Rebell hat die Aussagen in seinem Papier mit vielen Quellen versehen, die jeder nachprüfen kann.
      Demgegenüber kann das RKI nicht mehr als seriös bezeichnet werden wie dort mit Zahlen operiert wird.
      Bspw. werden Infizierte angegeben, ohne das die Anzahl der Tests mit berücksichtigt werden.
      Dabei sind die täglich gemeldeten infizierten nahezu proportional zu den Anzahl der Tests.
      Das hat der Rebell, als auch ich in einem Artikel thematisiert:
      https://hallolindenlimmer.de/corona-immer-weniger-infektionen-und-einige-fragen-video-lanz/

    2. Zitat: „Ein Meinungspapier eines relativ kleinen Beamten (ORR A14), mehr nicht.“ Zitatende

      Einfache Antwort: Die Argumente und die Quellen sind entscheidend.
      Die Umweltbewegung hat das Jahrzehntelang mit Erfolg vorgemacht, das es nicht auf Titel und Positionen ankommt – sondern auf Argumente!

      1. Unter „Quellen“ sehe ich Tichys und Achgut.com, das nennen Sie hoffentlich nicht seriöse Quellen.
        Der verlinkte Welt Artikel ist mehr als einen Monat alt; seitdem ist viel passiert …

        1. In dem Papier des Rebellen und auch den Artikeln von Achgut wird auf wissenschaftliche Quellen und Wissenschaftler Bezug genommen.

          Hier nur ein Beispiel, was ich gerade zur Hand habe:

          The New England Journal of Medicine
          Covid-19 — Navigating the Uncharted
          This suggests that the overall clinical consequences of Covid-19 may ultimately be more akin to those of a severe seasonal influenza (which has a case fatality rate of approximately 0.1%) or a pandemic influenza (similar to those in 1957 and 1968) rather than a disease similar to SARS or MERS, which have had case fatality rates of 9 to 10% and 36%, respectively.
          Google Übersetzung:
          Dies deutet darauf hin, dass die klinischen Gesamtfolgen von Covid-19 letztendlich eher denen einer schweren saisonalen Influenza (mit einer Todesrate von etwa 0,1%) oder einer pandemischen Influenza (ähnlich wie in den Jahren 1957 und 1968) ähnlicher sind als eine Krankheit ähnlich wie SARS oder MERS, bei der die Sterblichkeitsrate bei 9 bis 10% bzw. 36% lag.
          https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMe2002387

    3. Hast Du die Deutungshoheit, was wissenschaftlichen Standards stand hält?

      Das paper ist auch nicht für eine wissenschaftliche Veröffentlichung gedacht. Der von Dir sogenannte „kleine“ Beamte (ist so eine suggestive Wortkombination eigentlich wissenschaftlicher Standard?) hat das paper auch nicht für die Öffentlichkeit erstellt. Es sollte letztlich zu Seehofer gehen, wurde aber vorher ungelesen! abgeblockt.
      Ist das ein Vorgehen, das der Wähler von seiner Regierung möchte? Bei so einem Schaden, der angerichtet wurde und vielleicht noch angerichtet wird?

      Die Gefahr, die von Corona ausgeht, muss ständig neu bewertet und hinterfragt werden. Die Frage: Haben wir uns geirrt, muss ständig gestellt werden.

      Es funktioniert nicht alles abzuschmettern, indem jemand zitiert, weil bei jeder medizinisch prognostischen Aussage Vermutung eine wichtige Rolle spielt. Ein Argument der Form; xxx hat aber gesagt, dass … ist kein Argument. Daten und Fakten und logische Verknüpfungen, die reproduzierbar sind, wären Argumente, die wissenschaftlich akzeptabel sind. Dein Kommentar ist es aus meiner wissenschaftlichen Sicht nicht, denn in der Medizin gibt es kein Wissen wie in Mathematik, so dass ein einmal akzeptiertes Paper leider nicht als ewige Wahrheit angesehen werden könnte.

    4. Sie haben augenscheinlich weder das Papier gelesen, noch sich über die daran beteiligten Ärzte und Wissenschaftler informiert.

      Da Sie sich das Recht nehmen in dieser Art über den Verfasser und dessen Arbeit zu urteilen nehme ich an Sie sind Arzt, Wissenschaftler oder verfügen sonst in irgendeiner Form über Expertise ?

      Oder haben wir hier nur ein Meinungskommentar eines relativ kleinen Verfassers,
      der die Sichtweise der Leitmedien kopiert anstatt sich die Mühe zu machen selbst ordentlich zu recherchieren?

  8. Und wieso würden eigentlich keine wirtschaftlichen Schäden entstehen wenn man nichts tun würde, wollen mich die Tichys und Broders dieser Welt eigentlich für dumm verkaufen? Oder haben die nur Schiss um ihre Aktien?

    Und warum würden mehr Leute zum Arzt gehen wenn mehr Corona durch die Gegend fliegen würde? Wer denkt da (absichtlich?) zu kurz?

    1. Sie denken zu kurz, daher sollten Sie Ihren gewählten Namen nochmal überdenken.

      Es würden nicht keine, aber erheblich weniger Schäden entstehen da der Großteil der Risikogruppe nicht in der Wirtschaft tätig ist. Ein größerer wirtschafticher Schaden als der Aktuelle ist wohl kaum denkbar.

      Zu Ihrem nächsten Argument fehlen mir beinahe die Worte. Aber zu ihrer Frage: SIE denken zu kurz.
      Es besteht kein zusammenhang mit der Virusmenge in der Luft und der Angst der Patienten zum Arzt zu gehen. Kann es garnicht, da nie empirischen Daten über die Virusmenge in der Luft erhoben wurden. Allein die Panikmache der Regierung und die Anweisung, alle nicht notwendigen Behandlungen zu vermeiden, bewegt die Menschen dazu, nicht zum Arzt oder in ein Krankenhaus zu gehen. Es existieren bis heute keine Belege für die Notwendigkeit dieser Darstellung der Situation.

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