26. Mai 2021

Titelbild: Schwedische Kinder beim Schulsport [1f]
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von Klaus Öllerer

Deutschland

Die schlechten Meldungen werden mehr. Die Lockdowns machen Kinder krank. Das isolierte Leben ohne Präsenzunterricht, Kitas, Sport, Freundeskreise, etc. führt immer mehr zu einer Welle von schlimmen Krankheitsbildern. Einsamkeit, Depressionen, Essstörungen, Selbstmordgedanken nehmen zu. In den Medien wird zunehmend darüber berichtet [1].

Inzwischen ist sogar von Triage die Rede. D.h., dass selektiert werden muß, wer gerade in der „Psycho-Klinik“ behandelt wird. Der Andrang ist teilweise zu groß [1e].

Ganz anders in Schweden

Es gibt keine Lockdowns. Für die bis zu 16-Jährigen war und ist der Präsenzunterricht nach wie vor das Normale. Ganz oder weitgehend maskenfrei. Demzufolge gibt es auch keine Meldungen über Wellen von psychischen Erkrankungen bei Kindern. Den offiziellen Entscheidern in Schweden war das Wohl der Kinder anscheinend immer wichtig genug, um kindgemäße Entscheidungen zu treffen. Der Weltspiegel im ARD-Fernsehen berichtet darüber (hier weiter unten).

Die Fakten

Einwand: Aber hat Schweden nicht viel mehr Infektionen und Tote zu beklagen?

Antwort: Nein. Schweden testet lediglich viel mehr und hat deswegen auch mehr offizielle Fälle (Inzidenz). Wird das berücksichtigt, so laufen seit der Herbstwelle die Zahlen bei den Fällen und Toten weitgehend parallel zu Deutschland – bis heute. Der deutsche Maskenzwang und die Lockdowns haben offensichtlich keinen nennenswerten positiven Einfluß – und schaden nur.

Die Anzahl der Verstorbenen in Schweden ist weitgehend ähnlich wie in Deutschland
Das ist in folgendem Diagramm gut zu erkennen.

Der Anteil der positiven Fälle an den Tests in Schweden ist ebenfalls weitgehend ähnlich wie Deutschland

Schweden im Weltspiegel, ARD

Zitat: „Auch in der dritten Welle gibt es keinen Lockdown, kaum Verbote. Schulen, Restaurants und Fitnessstudios bleiben geöffnet. Es gibt zwar Versammlungsbeschränkungen und Alkoholverbote, stattdessen: Appelle an die Vernunft der Menschen. Das Tragen eines Mundschutzes wird empfohlen, aber nicht vorgeschrieben. Genutzt werden die Masken längst nicht von allen. ARD-Korrespondent Christian Blenker begleitet eine schwedische Familie in ihrem Corona-Alltag, spricht mit der deutschen Leiterin einer Notaufnahme über die Lage in den Krankenhäusern und trifft auf den Staatsepidemiologen Anders Tegnell, der den Kurs des Landes maßgeblich mitbestimmt hat.“ Zitatende

Bitte beim Anschauen beachten:

Deutschland und Schweden hatten bis zur Herbstwelle 2020 ein halbes Jahr Zeit ihre unterschiedlichen Wege bei Corona zu optimieren.

Bei Schweden ist heraus gekommen, dass die Risikogruppen seitdem besser geschützt werden. Vorherige Fehler wurden korrigiert, was der oberste Coronabeauftragte Tegnell auch einräumte.

Bei Deutschland ist herausgekommen, dass der radikale Weg des No-Covid verstärkt eingeschlagen wurde durch zusätzliche und verschärfte Lockdowns bis heute.

Die jeweiligen Todeszahlen seit Beginn der Herbstwelle zeigen, dass der Schwedische Weg ein ähnliches Ergebnis hat – jedoch ohne Lockdowns und ohne die riesigen Kollateralschäden wie in Deutschland.

Zu beachten ist auch, dass Schweden die niedrigste Anzahl der Intensivbetten in Europa hat und trotzdem mehr oder weniger gut damit durchgekommen ist.

In dem ARD-Kommentar werden hin und wieder für Schweden nachteilige, jedoch unzutreffende Einordnungen getroffen.

04.05.2021

Inhalt

00:00 Anfang
01:16 Alltag einer schwedischen Familie
05:45 Gesundheitspolitik in Schweden
08:36 Schulunterricht in Schweden
01:06 Foto-Shooting
11:54 Situation im Krankenhaus
13:44 Corona im Altersheim
15:53 Familie mit Großeltern
18:12 Hostel
20:15 Besuch eines Fitnessstudios und einer Kneipe
22:48 Kliniksituation mit deutscher Ärztin
24:26 Raus aufs Land
28:22 Ende

Persönlicher Kommentar
Der letzte Aufenthalt in Schweden im April diesen Jahres wirkte wie eine Befreiung. Kein Maskenzwang, alle Geschäfte und Restaurants waren auf.
Es vertiefte sich der persönliche Eindruck selbst aus einem autoritär-dogmatischen Land zu kommen – an das man sich schon viel zu sehr gewöhnt hat. Deutschland – was ist aus Dir geworden?
Klaus Öllerer

Quellen

[1] Deutschland: Lockdown – Krankheitsbilder bei Kindern

[1a] >> Neue Statistiken der Region Hannover belegen: So leiden Kinder in der Corona-Pandemie – HAZ.de v. 18.04.2021 (Abonnenten)

[1b] >> Mehr Ängste, Antriebs-, Lernstörungen: Kinderpsychotherapeut aus Hannover schlägt Alarm – HAZ.de v. 18.05.2021 (Abonnenten)

[1c] >> Folgen der Corona-Pandemie: Gebt den Kindern eine Chance! – nordbayern.de v. 18.05.2021
Sie sind die Verlierer der Pandemie: Kinder und Jugendliche. Ihre Bedürfnisse wurden allen Warnrufen zum Trotz weitgehend ignoriert. Mit schlimmen Folgen, die sich in Form psychischer Erkrankungen jetzt bemerkbar machen. Eine Katastrophe mit Ansage, kommentiert NN-Chefredakteur Michael Husarek.

[1d]>> FÜNF KATASTROPHALE FEHLER – So krank hat die Corona-Politik unsere Kinder gemacht – Bild.de v. 19.05.2021
In Kinderpsychiatrien tritt jetzt das ein, was eigentlich für die Intensivstationen in Kliniken immer vorhergesagt wurde (und dort nicht eintraf): die Überlastung!
Die Wartelisten sind lang, die Praxen der Kindertherapeuten überfüllt. Die Corona-Politik hat die jungen Leute krank gemacht: Einsamkeit, Depressionen, Essstörungen, Selbstmordgedanken!
Doch das Drama, das sich abspielt, lässt die Bundesregierung kalt. Eiskalt. Kinder sind ihr offenbar völlig egal! Anders kann ich mir als Mutter eines Grundschulkindes (7 Jahre) das Versagen nicht erklären. …

[1e] >> „Triage in der Jugend-Psychiatrie“ – Bilde.de v. 19.05.2021
Triage! Das Angstwort der Corona-Pandemie bekommt gerade eine neue Dimension. Und zwar eine, die richtig Sorgen macht: Mediziner sind bei unseren Kindern gezwungen zu entscheiden, wer in einer Psycho-Klinik überhaupt behandelt wird.
„Es gibt psychiatrische Erkrankungen in einem Ausmaß, wie wir es noch nie erlebt haben“, sagt Dr. Jakob Maske (50), Sprecher der Kinder- und Jugendärzte vom Landesverband Berlin der „RP“.

[1f] >> Schwedens Sonderweg in der Pandemie | Weltspiegel – 04.05.2021

[2] Schweden

[2a] >> SARS-CoV-2: An schwedischen Schulen erkrankten vor allem die Lehrer – aerzteblatt.de v. 15.02.2021
… Svaleryd verteidigt die Entscheidung der schwedischen Regierung. Die Schließung der Schulen wäre eine kostspielige Maßnahme mit potenziell langfristigen nachteiligen Auswirkungen für die Schüler gewesen, findet sie. Unter den Schülern hat es wenige Erkrankungen gegeben. …

[2b] >> Corona: Schweden erfolgreicher als Deutschland – die Fakten – halloLindenLimmer.de v. 29.04.2021

Nachbemerkung
halloLindenLimmer.de ist nicht meinungsgebunden und läßt andere Meinungen frei zu Wort kommen.
Alle Meldungen zu Corona: >> hallolindenlimmer.de/?s=corona

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
24.05.2021/…/26.05.2021; 18:10

Kommentare

  1. Bitte Schweden mit Finnland und Norwegen vergleichen. Beide Länder eignen sich als Vergleich wesetlich besser. Deutschland und Schweden ist wie Apfel und Birnen.

    1. Es war meiner Erinnerung nach das „offizielle“ Deutschland was anfänglich den Vergleich zu Schweden zog. Es wurde gesagt, dass der liberalere schwedischen Weg gescheitert sei angesichts hoher positiv getesteter Fälle und Toten.
      Da ist auch etwas Wahres dran. In den ersten Monaten wurden in Schweden die Riskogruppen vor allem in Alten- und Pflegeheimen unzureichend geschützt.
      Wir selbst haben gute Beziehungen nach Schweden und konnten das für die ersten Monate bis Anfang Sommer 2020 auch bestätigen.
      Dann korrigierte Schweden seinen Kurs und seitdem liegen die positiv getesteten Toten auf dem gleichen Niveau wie in Deutschland (siehe Diagramm im Artikel). Die höheren Fallzahlen ergeben sich im wesentlichen aus höheren Testzahlen.
      Schwedens liberaler MitCovid-Kurs ohne Lockdowns und Maskenzwang ist erfolgreicher als der deutsche „NoCovid“-Weg.

      Eine anderes Thema sind die Vorgänge in Finnland und Norwegen. Da scheint unter einigen Gesichtspunkten einiges anders zu sein. So gibt es bspw. seit vielen Jahren so gut wie keine Übersterblichkeit bei Grippewellen, etc.. Im Gegensatz zu Schweden und fast allen anderen europäischen Ländern.

      Und wie testen die? Man braucht den CT-Wert vom PCR-test nur etwas nach unten zu schieben (deutlich unter 30), um viel weniger Corona-Fälle und auch Tote zu erhalten. Die meisten sind sowieso symptomfrei. Drosten ging bei der PCR-Einführung von einem CT-Wert von 45 aus. So gut wie niemand dessen positiver Test erst bei 45 kommt ist infektiös.

    2. Stimme Hr. Öllerer zu, unsere tolle Politik hat mit diesen Vergleichen begonnen.

      Frage: wer hat mindestens drei Monate Verzug mit dem Impfstoff zu verantworten?
      Antwort: Fr. Merkel, die größte Kanzlerein aller Zeiten und ihre EU Kollegin Frau vdL.

      Hier sollte man drüber sprechen und nicht über die teilweise unsägliche, sinnfreie und nicht immer demokratische Poltik unserer Regierungen, die ohne Transparenz und wissenschaftlicher Diskussion willkürliche Maßnahmen festlegen (Schule versus Inzidenz 165 (sic!!), wo kommt der Wert denn her?

    3. Bitte mal heute die sog. „Inzidenzen“ vergleichen, Stand 13. Juli 2021.

      Von allen skandinavischen Ländern ist Schweden momentan „Nummer Eins“. So völlig schlecht kann es also nicht gewesen sein, was man in Schweden gemacht hat.

      Haben Hr. Lauterbach, Fr. Brinkmann, Fr. Prisemann oder Hr. Wieler dazu auch schon etwas gesagt?

    4. Das verstehe ich nicht. Was meinen sie? Sie scheinen sich ja mit Schweden, Finnland und Norwegen und Deutschland gut auszukennen … sprechen oder leben evtl. Auch die Sprache oder leben in einem nordischen Land.
      Ich weiss nur und JEDER sollte das wissen, dass S. Seit über einem Jahr erheblich % weniger Tote als Deutschland hat und das bei weit ungünstigeren Bedingungen und lt. D. Mehr infizierten…

  2. Canossa liegt in Schweden

    Die Bilanz des schwedischen Wegs „ohne apokalyptisches Lebensgefühl, Hamsterkäufe und Klopapiermangel“ (vgl. Andre Anwar, RND zur Bilanz des schwedischen Sonderwegs) ist nach der 1. Welle in der Tat bemerkenswert.
    Sie kommt wohl auch für den Wissenschaftler Prof. Karl Lauterbach etwas überraschend, der die seinerzeit noch schwachen schwedischen Zahlen am 04.12.2020 auf Twitter recht hochmütig kommentierte:

    „Schweden zeigt, wie verheerend falsche wissenschaftliche Beratung in der Coronapolitik sein kann. Tegnell lag fast immer falsch. Und das sehr selbstbewusst. Erstaunlich, dass er noch im Amt ist. Einen ehrenvollen Rücktritt hätte ihm niemand vorgeworfen…“

    Etwa zum Zeitpunkt dieser überheblichen Aussage „frühmorgens“ am 04.12. hatte Schweden bereits 7.007 Todesfälle zu verkraften, Deutschland 18.097. Trotz 8facher Einwohnerzahl ein lediglich 2,5fach höherer Wert, also durchaus angemessen für einen Vergleich – dürfte sich Karl Lauterbach wohl gedacht haben. Im Gegensatz zur schwedischen Krankenschwester („Im Frühling hatten wir überhaupt keine Ahnung … und in den Räumen, in denen wir jetzt arbeiten, gibt es Fenster…“) macht Prof. Karl Lauterbach nicht etwa die anfängliche Wucht der Pandemie in Schweden oder fehlende Strukturen, sondern einzig und allein die verheerende Strategie (Tegnell) für die Entwicklung verantwortlich.

    Also werfen wir mal einen Blick auf die weitere Entwicklung bis zum 04.06.2021.

    In Schweden erhöhten sich die Sterbefälle in den folgenden 183 Tagen um weitere 7.516 auf insgesamt 14.523. In Deutschland um 71.055 auf 89.152, d.h. um das 9,5fache des schwedischen Wertes.
    Unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahlen (Deutschland 83,2 vs. Schweden 10,3 Mio.) hätten die im Betrachtungszeitraum nur leicht modifizierten schwedischen Maßnahmen auf Deutschland übertragen eine um mehr als zehntausend geringere Todesopferzahl zur Folge gehabt (7.516/10,3*83,2) – 71.055 = -10.343).

    Prof. Karl Lauterbach liegt also mal wieder richtig: Schweden zeigt, wie verheerend falsche wissenschaftliche Beratung in der Coronapolitik sein kann.

    1. Hr. Lauterbach soll in den Keller gehen und sein Gefolge mitnehmen!

      Seine Prognosen und wohlfeilen Warnungen sind häufig grober Unfung (das Asthma Mittel als Game Changer oder Mai Inzidenzen jenseits von 1.000). Da hat er genauso falsch gelegen wie Prof. Nagel aus Berlin (eigentlich ein Verkehrsmodellierer (sic!!!) oder unsere feine Virologin Melanie Brinkmann aus Braunschweig).

  3. Ich denke, es macht einen großen Unterschied, ob ich Städte mit durchschnittlich 100 000 Einwohnern oder ob ich Städte mit der 3fachen ( oder bis zu 7fachen) Einwohnerzahl schützen muss.

    Menschen die in Großstädten in Hochhäuser leben sind auch mehr gefährdet als Menschen in Dörfern die in Einfamilienhäuser leben.

    Würden in Schweden auf der gleichen Fläche genauso viele Einwohner leben wie bei uns, dann könnten wir Schweden auch als Beispiel nehmen. So gibt es allerdings viele Unterschiede. Ich würde auch behaupten, dass die gesundheitliche Versorgung in Schweden eine andere ist. Ich kenne die Zahlen der Intensivbetten nicht und weiß auch nicht, wie viel Personal sich um wie viele Patienten kümmert. Bei uns ist das eigentlich das Hauptproblem. Mit einer besseren Intensivbettenversorgung wäre uns ein „Lockdown“ sicherlich erspart geblieben.

    Hier sollte endlich gehandelt werden, stattdessen wird immer mehr eingespart.

      1. Der schwedische Weg hat allerdings 400 Tote mehr pro 100 000 Einwohner gefordert..

        Man kann darüber streiten, ob es das Wert war..

        Die Schweden haben im Gegensatz zu uns auf vieles freiwillig Rücksicht genommen, das hätte vielleicht auch bei uns viel bewirkt..

        1. Heute Früh hat RND / HAZ einen neuen Artikel zu Schweden veröffentlicht:

          Zitat: „Doch schon seit Mitte August 2020 liegt Schwedens wöchentlich hinzukommende Totenanzahl (pro eine Million Einwohner) laut „Our World in Data“ zumeist gleichauf mit der deutschen Rate. Seit Anfang Februar sterben demnach in Schweden pro Woche sogar weniger Menschen (aktuell 1,2 je eine Million Einwohner) als in Deutschland (1,9).“Zitatende

          Eine Bilanz des schwedischen Sonderwegs in der Corona-Pandemie
          https://www.rnd.de/politik/corona-schwedens-sonderweg-in-der-pandemie-eine-bilanz-P5OUJ6FLFZFCFBARECIA5UAVUA.html

          1. Der Beitrag vom Redaktionsnetzwerk Deutschland ist wirklich sehr gut. Leider eine Ausnahme in der Berichterstattung über Corona in Deutschland. Dafür werden wir aber sonst von morgens bis abends von Experten wie Talkshowkönig Karl Lauterbach & Co. mit Krisen- und Panikstimmung dauerberieselt.

          2. Beeindruckender Bericht.

            Das sollte zumindest in der Diskussion von Panik Karl, dem Tierarzt und Hr. Spahn gewürdigt werden.

          3. Ich möchte den schwedischen Weg auf keinen Fall schlecht reden, doch durch den lockeren Umgang haben sich natürlich auch viel mehr Menschen mittlerweile (symptomlos) angesteckt und sind für eine Weile geschützt. Gleichzeitig wurde auch geimpft. Da in Schweden nicht so viele Menschen leben wie bei uns, liegt es doch auf der Hand, dass die Todeszahlen irgendwann nicht mehr steigen. Doch es bleibt abzuwarten was passiert, wenn die „Wirkung“ durch die Erkrankung nachlässt und auch die Geimpften eine Auffrischung brauchen. Aber da die Schweden scheinbar einsichtiger sind und freiwillig Abstand zu möglichen Risikopatienten halten und sich mehr im Freien treffen und aufhalten, werden sie auch das besser überstehen als wir.

          4. Danke für den Hinweis. Spannend. Hab auch einen Kommentar mit Links zu den Artikeln gesetzt.

    1. Hallo, also ich versuche nur dort was zu sagen, wo ich was davon verstehe oder mich auskenne, wenn das so mehr machen würden …. würde nicht so viel Falsches berichtet oder diskutiert werden …
      Bevölkerungsdichte … also dort, wo im Prinzip keiner wohnt … ist nicht relevant … aber allein in der sogn. Grossstadt (Storstan) Stockholm wohnen über 2 Millionen Menschen. (Über 20% der Schweden) und die Bevölkerungsdichte in Stadt Stockholm liegt bei über 5000 E/km2 … also ich kenne weder einen engen Besiedlungsraum in D mit 20 % Einwohnern noch eine Bevölkerungsdichte mit 5000 …. die vielen bunten Holzhäuser sind heute zum Grossteil Ferienhäuser …
      Man muss nur schauen … Verhältnis (%) 08/2020 🇸🇪/🇩🇪 war 5 (!!!!) Heute 🇸🇪/🇩🇪 unter 1,3 !!@

  4. Mein Stockholm-Trip vor 2 Wochen war ein Trip in das pralle Leben, keine Masken, geöffnete Cafes und Restaurants, volle Läden und Kaufhäuser, das alte Normal gibt es noch, mit nur geringen Einschränkungen. Und trotzdem sinken auch in Schweden die Infektionszahlen, dem Frühling und der höher stehenden Sonne sei Dank. Genau wie letztes Jahr ist das Virus immer noch saisonal. Und die Schweden tragen kurze Röcke und Hosen bei Temperaturen, wo wir Deutschen die Winterjacke noch anbehalten. Aber so steigt der Vitamin D Spiegel.

    Was fällt noch auf:
    -Es gibt so gut wie keine Raucher, nämlich nur 5% der Bevölkerung, mit dem Ziel ab 2025 rauchfrei zu sein. Bei uns 23% und die große Zigarettenreklame habe ich erst gestern an der Bushaltestelle der Schulkinder gesehen. Noch zu erwähnen die von Tabakkonzernen gesponsorten Parteitage in Deutschland.
    -Bei der Einreise nach Schweden wurde wirklich jeder kontrolliert, bei meinem Flug sogar doppelt. Ohne negativen Test für Nicht-Schweden keine Einreise. Bei Rückkehr nach Deutschland wollte niemand ein Testergebnis sehen!

    1. Tja, haben „die Schweden“ wohl längst nicht soviele Fehler gemacht wie Panik Karl, Fr. Priesemann und Co. sowie der ÖR uns immer einreden will…

      unsere Modellierer können sich ja mal „verrechnen“, Inzidenz > 1.000 im Mai 2021 wurde vorhergesagt. Macht nix, das fixen wir mit der Bundesnotbremse

      Einfach unerträglich unsere deutsche Politik

        1. @Markus: Vielen Dank für den link.

          Zitat: „Wie bei Horoskopen passen sie damit zu jedem Verlauf. Und dort, wo konkrete Zahlen vorhergesagt wurden, sind diese sehr häufig nicht eingetreten.“

          Das mit den Horoskopen ist ein super Vergleich!

  5. Gibt es eigentlich Informationen, in welchem Ausmass schwedische Politiker korrupt sind?

    Zur Erinnerung, eine Auswahl:

    Hr. Spahn (CDU) trifft sich zur Spendensammlung (9.999 Euro pro Teilnehmer), danach infiziert

    CDU und CSU Abgeordnete bereichner sich in perfider Weise an Maskendeals

    Fr. Baerbock und Chem Özdemir (Grüne) (zum zweiten Mal dieser gute Herr) „vergessen ihre Nebeneinkünfte beim Bundestag über Jahre hinweg anzumelden.

    Hr. Lauterbach (SPD) ebenso
    Insbesondere die Moralisten von der SPD und den Grünen sei gesagt: Wasser predigen aber selber Wein saufen!

    Zusammen für alle oben genannten. Widerlich!

  6. Deswegen werde ich nicht nach Schweden ausreisen oder auswandern:

    – Sexualmoral: Prostitution ist verboten und wird, glaube ich, den Freiern angelastet. Sexueller Missbrauch oder Vergewaltigung als Straftatbestand ist seit einigen Jahren schnell bei der Hand; da muss frau nur später behaupten, der Verkehr sei mit Kondom verabredet gewesen. Der wohl falsch angeschuldigte Julian Assange (aktuelles, bestätigtes Folter-Opfer durch Staatsterrorismus übrigens; ein echter Sumpf da) lässt grüßen.

    – Alkohol-Prohibition: Hohe Steuern und gesellschaftlich verpönt. Nun gut, bei den langen und dunklen Wintern …

    – Bargeld-Abschaffung: Soweit ich weiß, sind nur noch digitale Zahlungen möglich, die alle rückverfolgbar sind. Wäre mal interessant, wie die Schweden ihr Gras kaufen.

    Nun lässt sich mit diesen Einschränkungen vielleicht trotzdem gut leben, aber komisch sindse schon. Paternalistisch, totalitär, obwohl die Schweden ja sonst so tolerant und aufgeschlossen wirken. Eigentlich finde ich überhaupt keine Nation mehr, in die ich wirklich gerne auswandern würde; die ganze Welt ist komisch geworden.

    Ansonsten kämen in Betracht: Paraguay, Florida, Texas usw., Russland, Kroatien, Thailand … überall dort hat der normale Otto null Corona-Probleme (trotz nicht selten höheren Inzidenzzahlen als in D.), und es gibt kaum Einschränkungen. – Auf eine solch große Migration müsste man sich aber groß vorbereiten, wenn sie glücken soll, und das wird mein Leben leider nicht mehr hergeben.

    Ach, und Migrationsprobleme haben die Schweden bei sich auch entdeckt. Da hatten sie sich erst verschätzt.

    … Ich schick’s mal ab.

    1. Bei Russland muss ich meinen Beitrag korrigieren. Die waren lange sehr freizügig, führen jetzt aber ebenfalls die indirekte Impfpflicht ein. Zum Beispiel müssen dort demnächst Unternehmen schließen, bei denen nicht 60% der Mitarbeiter geimpft sind. Mit Freiwilligkeit hat das dann ja nichts mehr zu tun.

  7. Wunder gibt es immer wieder! Hoffen wir, daß auch beim deutschen Michel der Groschen noch fällt, bevor es zu spät ist: https://www.youtube.com/watch?v=jyB10QSPRRs

    „Andere Sichtweisen sind willkommen.“
    Ja, aber die vielen Toten in Schweden! So einfach ist das eben nicht:
    https://www.spectator.co.uk/article/sweden-covid-and-lockdown-a-look-at-the-data

    Und trotz auch in Schweden gemachter Fehler zu Beginn der Corona-Krise hat es im langjährigen Durchschnitt keine Übersterblichkeit in Schweden gegeben!
    https://www.indexmundi.com/g/g.aspx?c=sw&v=26&l=de

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