23. November 2020

von Klaus Öllerer

Francesco De Meo ist Vorsitzender der Helios-Kliniken und berichtet von einer Studie [1] mit erstaunlichen Fakten:
(SARI = schwere infektiöse Atemwegserkrankung)

Zitat:
Diese Studie führt für Deutschland zu drei wesentlichen Erkenntnissen:

  1. In 2020 gab es weniger an SARI-Erkrankte als in 2019.
  2. In 2020 waren weniger Erkrankte auf der Intensivstation und es wurden insgesamt auch weniger beatmet als in 2019.
  3. Die Anzahl der vermuteten Covid-Fälle war 3-Mal höher als die der nachgewiesenen Covid-Fälle. In anderen Worten: nur ein Viertel aller mit Verdacht auf Covid-Infektion Behandelten war erwiesenermaßen Covid-positiv.
  4. Bei einem Covid-bedingtem SARI verstarben 22,9 % der Patienten in den Kliniken, während bei SARI ohne Covid 12,4 % versterben.“ Zitatende

Weitere erstaunliche Zitate:
Covid-19 ist eine Krankheit bei Menschen, die durch Viren verursacht wird. Covid-20 nenne ich eine Krankheit der Gesellschaft, die durch den Umgang mit Covid-19 verursacht wird. Covid-20 ist allgegenwärtig. Die Menschen achten auf Infektionszahlen wie früher auf das Wetter. Und sie haben Angst.

Die Daten zur Häufigkeit müssen uns allerdings verblüffen, im Vergleich zum Vorjahr wie auch mit Blick darauf, dass drei Viertel der deutschen Covid-Fälle nicht sicher Covid hatten.

Fakt bleibt nach der Studie allerdings, dass Covid-19 in Deutschland weder zu mehr klinisch SARI-Erkrankten noch zu mehr Intensivaufnahmen oder Beatmungen geführt hat. Das deutsche Gesundheitssystem war insgesamt nicht mehr beansprucht als im vergangenen Jahren mit einer „normalen“ Grippewelle. Fakt bleibt auch, dass wir keine anderen Schutzmaßnahmen ergriffen haben als die anderen Nationen um uns herum, die aber wiederum im Vergleich ein Vielfaches an Covid-Erkrankten und Verstorbenen hatten.

Schwere infektiöse Atemwegserkrankungen (SARI) 2019 und 2020:
In 2020 waren weniger Erkrankte auf der Intensivstation und es wurden insgesamt auch weniger beatmet als in 2019.“ [1]

Mehr lesen: >> helios-health.com

[1] Studie: >> initiative-qualitaetsmedizin.de/covid-19-pandemie

——————-
Hinweis:
halloLindenLimmer.de ist nicht meinungsgebunden und läßt andere Meinungen frei zu Wort kommen.

Andere Sichtweisen sind willkommen
Alle Meldungen zu Corona: >> hallolindenlimmer.de/?s=corona
——————-

Titelbild, Quelle: by-sassi / pixelio.de

Klaus Öllerer
22.11.2020/23.11.2020; 07:32

Kommentare

  1. Ein gutes Immunsystem muß trainiert werden oder besser es bleiben und das fängt schon bei den Kindern an! All zuviel Sauberkeit schadet letztlich den Kindern und später sind die Erwachsenen wahrscheinlich oft krank, nehme ich mal an! Zudem gibt es Bakterien, die der Körper zum Überleben braucht, wie das mit den Viren in dieser Hinsicht aussieht, weiß ich nicht, aber vielleicht spielen sie auch eine Rolle für die Gesundheit, geh ich mal von aus. Außer das sie das Immunsystem auf Trab halten, was natürlich die gefährlichen Bakterien auch tun, doch es gibt halt auch Bakterien, wie gesagt, die der Körper quasi braucht! Kriegt das Immunsystem nichts zu tun, so wird es sich mit der Zeit gegen den eignen Körper richten, was man auch wohl unter Autoimmunkrankheit kennt!
    Also liebe Eltern lasst eure Kinder sich ruhig dreckig machen, umso besser wird das Immunsystem trainiert!
    Man könnte auch sagen, ein zuviel an Sauberkeit schadet euren Kindern! Am besten mal mit dem Kinderarzt darüber reden, wenn man mit dem Kleinen da ist, wegen was anderem.

  2. Frage an Herrn Öllerer oder in die Runde: Durch die Lockdowns ist der Austausch von Viren wahrscheinlich reduziert. Dies bedeutet das Immunsystem wird allgemein weniger beansprucht und somit trainiert. Gibt es schon Erkenntnisse über die negativen Folgen von geschwächten Immunsystemen bzgl. Covid19-Maßnahmen?

    1. Möglicherweise gibt es Erkenntnisse. Sollten diese aber darauf hinweisen, daß durch den Lockdown die Immunkraft sinkt, werden wir davon im Staatsfernsehen zweifellos nichts erfahren.

    2. Die 300+ belgischen Ärzte schreiben dazu in ihrem Offenen Brief:

      „Unser Immunsystem

      Seit Tausenden von Jahren ist der menschliche Körper täglich Feuchtigkeit und Tröpfchen ausgesetzt, die infektiöse Mikroorganismen (Viren, Bakterien und Pilze) enthalten.

      Das Eindringen dieser Mikroorganismen wird durch einen hochentwickelten Abwehrmechanismus – das Immunsystem – verhindert. Ein starkes Immunsystem ist auf eine normale tägliche Exposition gegenüber diesen mikrobiellen Einflüssen angewiesen. Übertriebene Hygienemaßnahmen wirken sich nachteilig auf unser Immunsystem aus. Nur Menschen mit einem schwachen oder fehlerhaften Immunsystem sollten durch umfassende Hygiene oder soziale Distanzierung geschützt werden.

      Die Grippe wird im Herbst (in Kombination mit Covid-19) wieder ausbrechen und eine mögliche Abnahme der natürlichen Widerstandsfähigkeit könnte zu weiteren Opfern führen.

      Unser Immunsystem besteht aus zwei Teilen: einem angeborenen, unspezifischen Immunsystem und einem adaptiven Immunsystem. …“

      – Der Offene Brief der „Docs“ ist lang, aber sehr praktisch geschrieben und bringt verständig alle Themen auf den Punkt. Der „Zweite Welle“ beginnt konsequenterweise gleich so: „Die gesamte Corona-Debatte steht oder fällt mit dem PCR-Test.“

      https://docs4opendebate.be/de/offener-brief/
      https://docs4opendebate.be/de/zweite-welle/

  3. Der zweitbeste Impfstoff gegen Corona ist frische Luft und Bewegung, und wir haben gerade ein paar gute Sonnentage, wo sich ordentlich was tanken lässt. Der beste Impfstoff sind übrigens gute soziale Beziehungen, auch wenn irgendweshalb das Gegenteil geglaubt werden soll.

    1. Die 300+ belgischen Ärzte können das viel besser formulieren:

      „Die meisten Menschen mit einem positiven PCR-Test haben keine Beschwerden. Ihr Immunsystem ist stark genug. Die Stärkung der natürlichen Immunität ist ein viel logischerer Ansatz. Prävention ist ein wichtiger, ungenügend hervorgehobener Pfeiler: gesunde, vollwertige Ernährung, Bewegung an der frischen Luft ohne Maske, Stressabbau und die Pflege emotionaler und sozialer Kontakte.

      Auswirkungen der sozialen Isolation auf die physische und psychische Gesundheit

      Soziale Isolation und wirtschaftlicher Schaden führten zu einer Zunahme von Depressionen, Angstzuständen, Selbstmorden, innerfamiliärer Gewalt und Kindesmissbrauch.

      Studien haben gezeigt, dass Menschen umso resistenter gegen Viren sind, je mehr soziale und emotionale Verpflichtungen sie haben. Es ist viel wahrscheinlicher, dass Isolation und Quarantäne fatale Folgen haben.“

      https://docs4opendebate.be/de/offener-brief/

  4. Warum berichten Sie hier eigentlich immer nur von den wenigen, exotischen Studien, die sie so interpretieren können, dass Corona wesentlich harmloser sei, als es ist und bringen nichts über die überwiegende Mehrzahl der Studien, die der Krankheit und ihren Folgen eine dramatische Gefahr belegen?
    Ist das Ihre Auffassung von Meinungsvielfalt, oder haben sie einfach Spaß daran, anti zu sein?

    1. Wir sind hier das einzige Medium weit und breit, dass Meinungsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes zuläßt. Bei hiesigen offiziellen Medien werden Sie bereits bei sachlichen, kritischen Sichtweisen gelöscht und gesperrt – ohne Begründung. Das geschieht ständig.

      Können Sie Ihre Ansichten auch konkret begründen?

      1. – „Wir sind hier das einzige Medium weit und breit, dass Meinungsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes zuläßt.“

        Ehrlich gesagt, das klingt schon fast mehr gequält und in die Enge getrieben als stolz und frei, wie es angemessen wäre angesichts der Leistungen.

        Wie lange meinen Sie denn, Herr Öllerer, wenn ich Sie hier mal direkt anspreche, wie lange das noch gut geht? Wann werden Sie gezwungen sein, freie Kommentare wie meine nicht mehr zu veröffentlichen und auch eigene kritische Artikel zu unterlassen?

        Meinem eigenen Gefühl nach kann so was nämlich schon in wenigen Jahren oder unerwartet, ganz plötzlich eintreten. Und außerdem müsste man dann aufdröseln (zumindest als Historiker später), woher der Druck dazu gekommen wäre.

        1. Zitat: „Ehrlich gesagt, das klingt schon fast mehr gequält und in die Enge getrieben als stolz und frei, wie es angemessen wäre angesichts der Leistungen.“ Zitatende
          Interessant. Muß ich drüber nachdenken. Gehe jetzt erst mal laufen. 😉

          Ich habe keine Ahnung was die nächste Zukunft bringt. 68er-Erfahrungen lassen sich schlecht übertragen.
          Hoffen wir das Beste mit einer Portion Glück !!!

      2. Ich sprach von Meinungsvielfalt, nicht von Meinungsfreiheit. Aber auch in Bezug auf Letzteres verstehe ich ihr Problem nicht. Wenn Ihre Meinungsfreiheit im Sinne des Grundgesetzes eingeschränkt wird, bedeutet das, dass Sie mit strafrechtlicher Verfolgung zu rechnen haben, wenn Sie Ihre Meinung frei äußern. Wo und wie findet das im Rahmen der „offiziellen Medien“ statt? Und was sind „offizielle Medien“ überhaupt?`

        Mir geht es um Folgendes: Im wissenschaftlichen Diskurs ist es üblich, sich auszutauschen, vermeintliche Unzulänglichkeiten zu kritisieren und Ergebnisse, die sich unterschiedlich interpretieren lassen, zu diskutieren. Entscheidend für den Fortschritt ist dabei der Austausch über unterschiedliche Vorgehen und Interpretationen.

        Sie können als Nicht-Wissenschaftler diesem Prozess nichts beisteuern, nehmen sich aber der wichtigen Aufgabe als Publizist an, die Öffentlichkeit darüber zu berichten. Allerdings finden sich auf dieser Seite ausschließlich Berichte über Studien, die Sie so interpretieren, dass sie die Gefahr von Corona negieren, dass die Schutzmaßnahmen unnütz sind und die deren sozial-psychischen Folgen überbewerten. Warum schreiben Sie zum Beispiel, es gäbe keine Evidenz für die Wirksamkeit von Masken, wenn es diverse Studien gibt, die das Gegenteil nahelegen? (jüngst hier wieder hier: https://msphere.asm.org/content/5/5/e00637-20/article-info oder hier: https://www.dlr.de/content/de/artikel/news/2020/04/20201026_aeromask.html ). Das wird Ihnen kaum entgangen sein, wenn Sie sich ernsthaft mit dem Thema auseinandersetzen – wollen Sie Ihre Leser in die Irre führen?

        Das ist, als würde man versuchen, sich in einer politischen Debatte eine Meinung zu bilden, aber immer nur die Beiträge einer Partei zu hören zu kriegen.

        Sie stellen mit ihrer einseitigen Berichterstattung entgegen dem allgemeinen wissenschaftlichen Konsens (wie auch bei Klima-Themen) damit auch kein Gegengewicht zu den – wie Sie es nennen „offiziellen“ Medien dar. Sie betreiben damit nur genau den Unfug, den Sie denen vorwerfen, die Sie da kritisieren. Das ist leider ein gutes Argument gegen Ihre Seite, denn es macht sie tendentiös und unglaubwürdig.

        Mich persönlich ärgern dabei zwei Dinge: Erstens, dass ich mich immer wieder davon triggern lasse und mich darüber ärgere, wie einseitig und wehement Sie versuchen, *dagegen* zu sein. (Ein Phänomen, dass man interessanter Weise immer wieder bei Menschen feststellt, die von der einen politischen Seite zur anderen schwingen; siehe ehemalige Flüchtlingsaktivistinnen, die plötzlich im Rahmen der AfD im Bundestag pöbeln). Zum anderen finde ich es schade, weil ich die Seite für die interessanten lokalen Nachrichten wirklich zu schätzen weiß. Dennoch werde ich in Zukunft wohl nicht mehr vorbeischauen und den Facebook-Haken entfernen, zum Glück gibts ja auch noch ausgeglichene Linden-Seiten.

        1. „Meinungsvielfalt“:
          Die Meinungsviefalt gibt es hier nicht nur in Kommentaren, sondern auch in Artikeln. Nur mal nach „Corona“ suchen.
          Wir haben u.a. eine Stellungnahme des Siloah veröffentlicht. Wenn wir Stellungnahmen bekommen, dann veröffentlichen wir diese auch – innerhalb der Regeln des Anstandes.
          Ich lade Sie dazu ein selbst einen eigenen Artikel bei uns zu veröffentlichen. Sind Sie dazu bereit?
          +++

          Zitat: „Sie können als Nicht-Wissenschaftler diesem Prozess nichts beisteuern, nehmen sich aber der wichtigen Aufgabe als Publizist an, die Öffentlichkeit darüber zu berichten.“ Zitatende
          Antwort:
          Als versierter Laie kann man auf einem anderen Fachgebiet sehr wohl die gegensetzlichen Positionen zur Kenntnis nehmen und bewerten und sich dadurch eine eigene zutreffende Meinung bilden. Auch wenn diverse Wissenschaftler etwas anderes sagen.
          Das ist in der Geschichte auch vielfach mit Erfolg passiert – bspw. bei der Kernenergie. In den 70ern war ich engagierter Teil der Bewegung.
          Beruflich war ich jahrzehntelang Enzwicklungsingenieur in der Elektronik, habe gelernt Wunsch und Wirklichkeit zusammenzubringen und mich über alle jeweiligen Positionen zu informieren. Dabei habe ich gelernt:
          Wer recht hat, der hat recht – egal ob Teufel oder Engel oder irgendetwas dazwischen.

          Heute ist es üblich nicht mit den vermeintlichen „Teufeln“ zu reden, sondern diese zu hassen, was dann dazu führt, das laufend falsche Entscheidungen getroffen werden, wie jetzt bei Corona.
          +++

          Masken
          Hier gibt es eine ausführliche Information von Prof. Kappstein, Krankenhaushygienikerin, auch diesbezüglich zum RKI:

          Infektiologie
          Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit
          https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1174-6591
          +++

          wissenschaftlicher Konsens
          Es gibt bei Corona keinen wissenschaftlichen Konsens. Der Eindruck wird nur öffentlich erweckt, weil die wissenschaftlichen Kritiker nicht in den offiziellen Medien zu Wort kommen und massiv ausgegrenzt werden, ja sogar ihren Job verlieren.
          Belege können massenshaft geliefert werden.

          Ich freue mich auf den weiteren Diskurs.

    2. Wenn es Ihnen nur um die Unausgewogenheit geht, schlage ich vor, folgenden Kommentar an HAZ, Neue Presse, Tagesschau usw. usw, zu verschicken:
      „Warum berichten Sie hier eigentlich immer nur von den wenigen, staatskonformen Studien, die sie so interpretieren können, dass Corona wesentlich gefährlicher sei, als es ist und bringen nichts über die Studien, die der Krankheit und ihren Folgen keine dramatische Gefahr belegen?
      Ist das Ihre Auffassung von Meinungsvielfalt, oder haben sie einfach Spaß daran, pro zu sein?“

  5. Welche Maßnahmen wurden 2019 getroffen, um eine Verbreitung der Grippe zu minimieren? Bis auf Impfungen wurden keine Maßnahmen getroffen.

    Im Umgang mit Covid-19 wurden dagegen empfindliche Maßnahmen, gerade in DEUTSCHLAND, getroffen UND TROTZDEM sind weltweit über 1,2 Millionen Menschen an/mit/durch Covid-19 gestorben. Auch Schweden schränkt seine Bürger mittlerweile ein, obwohl dort lange am Sonderweg festgehalten wurde,

    Was soll also dieser ständige Verharmlosungsversuch?

    Können Sie mit 100%iger Sicherheit sagen, dass die Zahl der Toten an/mit/durch Covid-19 auch ohne diese Maßnahmen so gering ausgefallen wäre und dass die schweren Verläufe auch entsprechend gering geblieben wären?

    Wie soll man Ihrer Meinung nach ALLE Menschen , deren Immunsystem geschwächt ist und denen ein schwerer Verlauf drohen könnte, schützen?
    Sollen diese sogenannten „Risikopatienten“ vom Rest der Bevölkerung abgeschottet werden? Das würde bedeuten, dass alle Raucher (ca. 17 Millionen Menschen), chronisch oder akut schwer Erkrankte, Menschen mit Über-/ Untergewicht und/oder erhöhtem/erniedrigtem Bluthochdruck und Senioren ( ca. 18 Millionen im Alter von 65+) vom Rest „abgeschottet“ werden müssten. Wie soll das funktionieren? Sieht man nicht anhand Schwedens Sonderweg, wie schwer es ist und dass die Zahl der Toten dennoch steigt?

    Ich trage auch ungern eine Maske und hätte gern die Unbeschwertheit von 2019 zurück, aber Covid-19 ist nun mal im Umlauf und hat vielen Menschen das Leben gekostet. Wenn durch so ein kleines Stück Stoff und Abstand zu anderen Menschen die Verbreitung verringert werden kann, ist das doch für alle Menschen ein Gewinn!

    Ist es nicht das Ziel aller Menschen, wieder unbeschwert leben zu können und sollte man dafür nicht bereit sein, sich eine Weile (wenn für manche auch gefühlt radikal) den Regeln entsprechend zu verhalten um die Ausbreitung zu minimieren. Ich finde, es ist ein kleines Opfer, sich an die Regeln zu halten, wenn im Gegensatz dazu Menschen mit ihrem Leben bezahlen müssen, weil andere eine Verschwörung dahinter vermuten und sich ihrer Grundrechte beraubt fühlen. Was ist mit dem Leben dieser Menschen? Sie hatten auch ein Recht auf körperliche Unversehrtheit!

    Und zur Grippe: Vielleicht sollten wir auch zum Schutz dagegen eine Maske tragen, um für die Zukunft weitere 20 000 Tote/Jahr zu vermeiden, statt immer nur Vergleiche zu Covid-19 zu ziehen!

    1. Zunächst einmal zur Einführung:
      Welche Risiken sind wir bereit einzugehen und hinzunehmen? Das ist relativ leicht zu beantworten. Wir haben bisher zehntausend Grippetote im Durchschnitt hingenommen. 2018/17 waren es 25.100 Grippetote. Die Wirkung der Impfung war nicht sehr groß. Da hat kein „Hahn nach gekräht“. Wir nehmen ebenfalls 5.000 Verkehrstote klaglos jährlich hin.

      Diese Risikogröße ist sozusagen der Maßstab für Maßnahmen gegen Corona. Zum Abschätzen von Nutzen und Schaden.
      Die offizielle Welt lehnt das anscheinend ab und will jede zusätzliche Infektion vermeiden, wie Drosten bspw..
      Das wird teuer und ist auch schon teuer geworden (Kollateraltote). Dazu später.

      Drosten und das BMI gingen und gehen von einem Killervirus aus mit 278.000 Toten (Drosten) und über eine Millionen Toten (BMI). Eine Immunität gäbe es angeblich nicht. Völlig absurd und falsch.

      Die deutsche Realität sieht inzwischen wie folgt aus:
      Es gibt so gut wie keine Übertoten. Es ist wesentlich harmloser als 2018/17.
      Schweden hatte im Frühjahr Übertote und jetzt keine. Sie haben inzwischen gelernt die Riskogruppen zu schützen was damals daneben gegangen war.

      Warum fehlen die Übertoten bei uns? Meine These:
      Corona hat die normale Grippe verdrängt und selbst zu weniger Toten und Beatmungskranken geführt. Positiv können die Abstandsregeln gewirkt haben. Auf keinen Fall haben die Lockdowns nennenswert gewirkt. Nachweislich. Möglicherweise hätten wir jetzt ohne Lockdowns eine Untersterblichkeit, da die Kollateraltoten noch hinzugekommen sind. Studien gehen von einer großen Zahl Kollateraltoter aus: ca. 50% oder so. Genau kann das derzeit keiner sagen.
      Es ist jedenfalls auffällig, das die im Artikel zitierte Studie weniger Lungenkranke dieses Jahr in den Krankenhäusern gezählt hat. Das könnte ein ganz wichtiger Hinweis sein, dass Corona nicht so böse ist wie immer behauptet wird.

      Warum sind die Übertoten sonst in Europa so zahlreich?
      Meine These: es sind soziale Gründe (Alte und Junge leben eng zusammen), schlechtes medizinisches System, viele, viele Kollateralschäden (besonders Italien).

      Schon im März schrieb ich einen Artikel dazu was die beste Methode zum Schutz sein könnte. Der ist nach wie vor hoch aktuell und stimmt in wichtigen Punkten mit den Ansichten von Fachleuten inhaltlich überein.
      2. Quarantäne (fast) nur für Risikopersonen
      https://hallolindenlimmer.de/debatte-corona-quarantane-fur-alle-oder-nur-riskopersonen-oder-niemand/

      Nach wie vor werden bei uns die Risikogruppen im Schutz vernachlässigt.

      Zum Abschluss noch mal das Risiko von Corona zusammengefasst:

      * 90% (89-90) überstehen eine Infektion relativ gut

      * Die Sterblichkeitsrate beträgt etwa 0,1 bis 0,3 % je nach Studie, vielleicht auch 0,4%. Die Grippewelle 2018/17 hatte eine geschätzte Todesrate von 0,125 bis 0,25 %. Also irgendwie im Corona-Bereich.

      * Corona ist ungefährlicher für Junge. Das Durchschnittstodesalter ist so hoch wie das Durchschnittssterbealte.

      Abschliessend:
      Der offizellen Welt (Politik, Regierungswissenschaftler, Medien, etc) muß man vorwerfen die Kollateralschäden geziehlt zu „verharmlosen“. Kollateralleugner könnte man sagen. Das Erwachen kommt so langsam und wird böse sein.

      Mein entscheidendes Argument über die Schädlichkeit der offiziellen Politik:

      Es herrscht faktisch ein Diskussionsverbot mit Andersdenkenden Fachleuten, etc.. Die Demokratie, so wie wir sie früher kannten ist im offiziellen zivilen Bereich nicht mehr vorhanden. Es herrscht ein sektenähnlich schmaler Meinungskorridor. Die Demokratie wird nur noch juristisch praktiziert, aber auch da gibt es zunehmend demokratische Lücken.

      So weit erst einmal meine Geanken dazu, die mir selbst mehr oder weniger fundiert erscheinen – jedenfalls wohl besser als die der offiziellen Welt sind.

      1. – „Die Demokratie wird nur noch juristisch praktiziert, aber auch da gibt es zunehmend demokratische Lücken.“

        Die Corona-Verordnungen und das Infektionsschutzgesetz ermöglichen Regierungshandeln ohne Beteiligung des Parlaments in fast sämtlichen Rechtsbereichen.

        1. „Rechtsbereiche“ sind so Fragen, ob „sie“ deine Wohnung kontrollieren dürfen, weil da vier Stimmen aus vermutlich unterschiedlichen Haushalten zu hören sind. So weit sind wir gerade schon, und es lassen sich da Verbesserungen und Verschlechterungen denken.

      2. .. ,, Zum Abschluss noch mal das Risiko von Corona zusammengefasst:

        * 90% (89-90) überstehen eine Infektion relativ gut

        * Die Sterblichkeitsrate beträgt etwa 0,1 bis 0,3 % je nach Studie, vielleicht auch 0,4%. Die Grippewelle 2018/17 hatte eine geschätzte Todesrate von 0,125 bis 0,25 %. Also irgendwie im Corona-Bereich. .. “

        Diese Zahlen sind doch so niedrig, weil wir die Kontakte so drastisch eingeschränkt haben. Wenn wir so weiter gemacht hätten wie bisher, wären sie vielleicht höher. Natürlich ist Corona für die Mehrheit vergleichbar mit der Grippe, doch haben wir viele Menschen, deren Immunsystem dem nicht gewachsen ist. Also, wie wollen wir diese Menschen schützen? Es lässt sich leider nicht voraussagen, wie die Infektion beim Einzelnen verläuft. Auch vermeintlich gesunde, kräftige Menschen sind durch/an/mit Covid-19 gestorben. Und ja, es ist auch dramatisch, dass jedes Jahr die Zahl der Grippe-Toten steigt. Nur was haben die Toten davon, wenn man sich ständig darüber streitet, welche Krankheit schlimmer ist und mehr Tote fordert.? Wenn man eine Möglichkeit hat, die Verbreitung beider Krankheiten zu minimieren, ist das doch auf jeden Fall ein Erfolg!
        Wenn bei der einen Krankheit eine Impfung erfolgreich ist und bei der anderen (noch wenig bekannten) die Kontaktbeschränkung entgegenwirkt bis es einen geeigneten Impfstoff gibt, dann sollten diese Möglichkeiten auch genutzt werden.

        Welche Alternativen haben wir denn sonst noch? In anderen Bereichen (Straßenverkehr) wird auch um Regelung gebeten, damit die Zahl der Toten sinkt. Obwohl auch hier jeder Einzelne eigentlich in der Lage sein sollte, den bisher geltenden Regeln nachzukommen, aber die Menschen setzen sich dennoch über darüber hinweg.

        Würden sich die Menschen freiwillig an die Einschränkungen halten, wäre auch bei uns die Maskenpflicht gar nicht erforderlich! Es sind nicht die Politiker, die die Insolvenzen und Einnahmeeinbußen zu vertreten haben, sondern die Menschen, die uneinsichtig sind und durch ihr Fehlverhalten die Verbreitung von Covid-19 unterstützen, statt einzudämmen.

        Wie viele positiv getestete Personen haben sich nicht an die Quarantäne gehalten und weitere Menschen angesteckt? Daran sind nicht die Politiker schuld.

        Und was die Masken angeht: Die Viren verbreiten sich mit Sicherheit nicht so leicht durch 2 Stoffe (meine eigene Maske und die meines Gegenübers) , wie durch gar keinen Stoff. Dafür muss man kein Virologe oder ähnliches sein. Und wenn man entsprechend bessere Masken trägt, wirken sie auch besser, vorausgesetzt man trägt sie auch richtig und nicht unter dem Kinn.

        Schauen wir mal, was uns das nächste Jahr bringt.

      3. ….. ,, Schon im März schrieb ich einen Artikel dazu was die beste Methode zum Schutz sein könnte. Der ist nach wie vor hoch aktuell und stimmt in wichtigen Punkten mit den Ansichten von Fachleuten inhaltlich überein.
        2. Quarantäne (fast) nur für Risikopersonen
        https://hallolindenlimmer.de/debatte-corona-quarantane-fur-alle-oder-nur-riskopersonen-oder-niemand/…… “

        Das wären mindestens 20 Millionen Menschen ( ca. 17 Millionen Raucher, ca. 18 Millionen Menschen ab 65 Jahre, Zugehörigkeit zur anderen Gruppe lässt sich nicht ableiten und wie viele davon chronisch krank sind auch nicht). Wer soll überprüfen, ob diese Menschen in Quarantäne bleiben? Und erinnert diese Vorgehensweise dann nicht an eine andere die ich hier jetzt nicht näher beschreiben möchte?

        Natürlich kann man damit argumentieren, dass dies das „kleinere“ Opfer wäre, aber sehen das die Betroffenen genauso? Welchen Schaden müssten diese Menschen akzeptieren? Wie lange soll dann deren Quarantäne andauern? Wochen, Monate, Jahre?

        Es scheint wie eine Lösung, aber ist sie es wirklich?

          1. Der Schutz der Risikogruppen ist kein politisches Problem. Jeder einzelne Bürger kann dazu beitragen, Risikopatienten zu schützen. Als alles losging, haben sich viele Menschen bereit erklärt für andere den Einkauf zu erledigen, damit fängt der Schutz schon an. Wir wollen uns ungern etwas vorschreiben lassen, aber kritisieren dann, dass die Politik nicht eingreift. Wir haben es doch selbst in der Hand. Wer keine Maske tragen möchte, soll eine Alternative bieten, wie er andere Personen vor einer Ansteckung schützen möchte, deren Immunsystem geschwächt ist. Die letzten Monate haben gezeigt, dass die Ansteckungsgefahr in geschlossenen Räumen höher ist, als an der frischen Luft. Also müssen wir für geschlossenen Räume Lösungen finden, die die Verbreitung minimieren oder diese meiden. Mich ärgert es auch, dass Restaurants, Kneipen und Cafés schließen müssen, weil durch private Feiern die Ansteckungszahlen angestiegen sind. Aber es sind die Bürger, die das Virus verharmlosen, sich trotzdem wie vor Corona verhalten und dadurch die Gastronomen in die Pleite treiben, nicht die Politiker, die versuchen eine Lösung für das Problem ( die drastische Kontaktbeschränkung, die privat recht gut umzusetzen wäre) durchzusetzen. Doch genau hier finden sich immer wieder Ausreißer, durch die dann die restliche Bevölkerung zu leiden hat. Warum ist es so scher, seine Kontakte zum Wohle aller für eine Weile einzuschränken? Stattdessen nimmt man in Kauf, dass Schüler unter erschwerten Bedingungen Unterricht haben, Erzieher im Kindergarten mit Masken arbeiten müss(t)en , Pflegepersonal zum sowieso schon stressigen Arbeitsalltag zusätzlich belastet werden usw. Ich verstehe das nicht. Selbst wenn man der Meinung ist, dass Covid-19 einer Grippe gleicht, möchte man doch nicht weiterhin eingeschränkt leben. Das schaffen wir aber nur, wenn es keine Neuinfektionen mehr gibt, denn erst dann gibt es wieder Lockerungen. Egal welcher Meinung wir sind, die Einschränkungen bleiben, so lange die Neuinfektionen steigen. Jede Demo dagegen birgt nur die Gefahr weiterer Infektionen, ergo längere Einschränkungen.

            Ich hoffe, es gibt bald einen wirksamen Impfstoff ohne Nebenwirkungen oder der Schnelltest hält, was er verspricht.

    2. Noch zu den Masken:

      Es keine Evidenz (Beweis), dass sie in der Bevölkerung positiv wirken. Im Gegenteil. Sie scheinen den Austausch von Krankheitskeimen zu fördern. So sind die Rhenoviren (Erkältungen) nach Maskeneinführung drastisch nach oben gegangen auf einen vieljährigen Höchststand.

      Die Schweden sind bisher gut gefahren ohne Masken. Es ist sehr angenehm dort.

      Hier gibt es eine umfassende Ausarbeitung auch mit den Argumenten des RKI:

      Prof. Dr. Ines Kappstein: „Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit“ Thieme Infektiologie Krankenhaushygiene-up2date
      https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/pdf/10.1055/a-1174-6591.pdf

      1. Schweden schreibt nun auch Kontaktbeschränkungen vor. Und auch vorher waren Einrichtungen geschlossen. Das einzige was dort anders läuft, ist die Tatsache, dass alles auf „freiwilliger“ Basis läuft und nicht sich keiner dran halten muss, sondern soll.

        1. Ja, das finde ich erstaunlich. Es wird gemutmaßt, dass politischer Druck dazu führt. Die Stimmung dort ändert sich gerade und viele kaufen Masken. Jedenfalls stehen sie mit der aktuellen Todesrate recht gut da (worldometers.info) und ist überhaupt kein Vergleich mit dem Frühjahr.

          Und – ganz wichtig – es gibt keine erkennbare Übersterblichkeit (Euromomo.eu) jetzt im Herbst. Man kann vereinfacht sagen, dass eine hohe Übersterblichkeit eigentlich das Mindeste Indiz für eine wirkliche Pandemie ist, die ihren Namen verdient.

          Mal schauen wie es weiter geht.

    3. Ob die Maßnahmen tatsächlich hilfreich sind, bezweifelt selbst Dr.Osten. Die Zahlen aus den verschiedenen Ländern zeigen Verläufe, die keine entsprechenden Knicke in den Kurven aufweisen, wie sie bei der Wirksamkeit von Maßnahmen eigentlich da sein müssten. Positive wissenschaftliche Erkenntnisse zur Wirksamkeit sind mir bislang unbekannt; auf der anderen Seite dagegen gibt’s viele Studien (Bsp. Masken) und Erkenntnisse.

      Und nein, man kann nicht „alle“ Risikopatienten „absolut“ schützen. Aber vor allem will das auch Keiner, weil die Ansteckung mit einem Grippevirus zum allgemeinen Lebensrisiko gehört, so wie es gefährlich ist, über die Straße zu gehen oder Zigaretten zu rauchen.
      Dieses Ziel verfolgt eigentlich kein einziger Akteur in Politik, Recht oder Wissenschaft.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.