6. März 2020

Inzwischen ist das Thema Coronavirus in Hannover und bei einigen Lindener Aktivitäten angekommen. Ein Fall von Infektion ist im Klinikum Lehrte untergebracht. Es ist der Fünfte Fall in der Region Hannover, also noch recht wenig. Über 600 Fälle sind es derzeit in ganz Deutschland.

Die Hannover Messe wird von April auf Mitte Juli 2020 verschoben. Da wird gehofft, dass die Epidemie dann möglichst vorbei ist.

In Linden wurde die erste Veranstaltung wegen dem Coronavirus abgesagt. Elias Deis, christlicher Friedensaktivist aus Bethlehem, wollte Mitte März über die Friedensarbeit in Bethlehem berichten. Die Veranstaltung sollte im café allerlei stattfinden.

Teilweise wurde bereits von geleerten Regalen in Supermärkten in Linden berichtet. Klopapier, Mehl und Zucker fehlten.

Im Freizeitheim Linden und anderswo hängen Hinweiszettel zum Umgang mit Ansteckungen und deren Verhinderungen.

Aushang im Freizeitheim Linden

Wie ist der heutige Stand der Erkenntnis zum Coronavirus?

Es spricht einiges dafür, dass Corona- und Grippeepidemien in etwa vergleichbar sind. Einigermaßen fitte Personen erholen sich wieder nach etwa zwei Wochen. Todesfälle betreffen vor allem geschwächte Personen.

Seuchenexperte Alexander Kekulé allerdings warnt, eine Erkrankung infolge von Corona verlaufe häufiger schwerer oder tödlicher als die Grippe.

Bei Grippewellen gibt es nicht wenige Tote. Achtzigtausend wurden seit dem Herbst letzten jahres infiziert und ca. hundertdreissig Personen starben daran. Das sind etwa 0,2 Prozent.

Wie hoch die Sterberate beim Coronavirus ist läßt sich derzeit nicht genau sagen. Die Schätzungen reichen von 0,3 bis ca. 2 Prozent der Infizierten, die sterben.

Über die Gefährlichkeit des Coronavirus gibt es unterschiedliche Ansichten. Während Seuchenexperte Alexander Kekulé die Gefährlichkeit eher hoch einschätzt [1] kommt Virologe Hendrik Streeck von der Uniklinik Bonn zu etwas anderen Schlüssen . Demnach wäre das Risiko einer schweren Erkrankung eher gering [2].

Das Robert Koch Institut führt regelmäßige Pressekonferenzen zum Stand der Epidemie durch:

03.03.2020

Vielleicht stellt der richtige Umgang mit dieser Epidemie das eigentliche Risiko dar. Ein Zuviel an Aktionen kann drastische gesellschaftliche Folgen haben. Arbeitsplätze gehen verloren, gesellschaftliche Kontakte werden vielleicht dauerhaft gescheut.
Ein zuwenig an Aktionen könnte Wirtschaft und Gesellschaft ebenfalls schädigen. Man weiß es – noch – nicht.

Und hier gibt es Hygiene-Tipps:
Hände waschen: Waschen Sie regelmäßig und gründlich Ihre Hände.
Abstand halten: Halten Sie mindestens einen Meter Abstand zu anderen Personen.
Richtig husten und niesen: Drehen Sie sich, wenn Sie husten oder niesen müssen, von anderen Menschen weg und nutzen Sie ein Taschentuch, das Sie danach sofort entsorgen können. Falls Sie kein Taschentuch griffbereit haben, halten Sie Ihre Armbeuge vor Mund und Nase, um andere zu schützen. Waschen sich nach dem Husten, Niesen oder Naseputzen möglichst Ihre Hände.
Mehr lesen >> niedersachsen.de/Coronavirus

Quellen
[1] CORONAVIRUS – „Wie schlimm es für Deutschland wird, entscheidet sich jetzt“, Seuchenexperte Alexander Kekulé
>> Welt.de (Abonnenten)
[2] Coronavirus: Sind die Sorgen doch unbegründet?
>> wdr.de

Weitergehende Informationen

Niedersächsisches Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
>> niedersachsen.de/Coronavirus

Robert Koch Institut
>> rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

Veranstaltungen, die in Hannover ausfallen
>> HAZ (Abonnenten)

Siehe auch
>> hallolindenlimmer.de/?s=corona

öl/06.03.2020/07.03.2020/08:37


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.