5. September 2021

Klaus Öllerer
eine kritische Betrachtung

Hundert Fahrradfahrer fuhren über die Deisterstraße in die Innenstadt von Hannover um gegen den Autoverkehr und damit vor allem gegen CO2-Emissionen zu demonstrieren.

Ein Elektro-Lautsprecherwagen – geladen mit Strommix aus dem Netz (75% Fossil + Atom + Regenerativ) [2] – fuhr voran [1].
Frage: Warum denn keine Fahrrad-Rikscha mit vier bis sechs Fahrern nach indischem Vorbild? Dabei würde jede zusätzliche CO2-Emittierung vermieden.

Senioren und Menschen mit Behinderungen waren unter den Teilnehmern nicht zu sehen. Durchgeführt wurde diese Demo allem Anschein nach von körperlich sehr fitten Menschen im besten Alter – einer Fahrradelite eben.

Es wurde faktisch dagegen demonstriert, dass jeder Mensch die Option zum Autofahren hat, wie es derzeit (noch) der Fall ist. Unter einer Autosperre würden besonders stark die Wenigverdiener und Behinderten leiden. Wohlstandsvernichtung für breite Bevölkerungskreise wäre die Folge.
Autofahren und Fliegen gäbe es dann nur noch für eine Elite.

Bekanntermaßen sind etliche prominente Klimaaktivisten schon immer Vielverbraucher gewesen (Fliegen, großes Wohnhaus, etc.).

„Fahrrad For Future“:

Demoaufruf:
>> NIEDERSACHSEN STREIK 03.09. – Fridays For Future

Siehe auch:
>> Hannover: „Fridays for Future“ fordert die Verkehrswende ndr.de (03.09.2021)

Quellen

[1] >> ewaldbedachungen.de/elektro-mobilitaet

[2] Strommix in Hannover
Über 75% der Stromerzeugung in Hannover stammen aus der Verbrennung (Kohle, Gas, Müll, etc.)
>> Energie- und CO2-Bilanz 2015 für die Region Hannover

Nachbemerkung
Ich bitte um Verständnis für meinen etwas ironischen Ton. Ich finde, das Widersprüche dazu da sind auch benannt zu werden.

halloLindenLimmer.de ist nicht meinungsgebunden und läßt andere Meinungen frei zu Wort kommen.
Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
arbeitet mit bei KlimaKontroverse.de
04.09.2021/22:28

Kommentare

  1. Die Senioren und die Behinderten müssen ja auch nicht unbedingt in unserem schönen Linden-Mitte wohnen. Irgendwie stören sie uns Lehrer mit Beamtenstatus auch beim Radfahren durch unseren Stadtteil. Könnte man sie nicht alle am Stadtrand in ein Hochhaus umsiedeln? Vielleicht direkt neben den Stellplätzen unserer Wohnmobile?

  2. Nein Klaus, das ist Quatsch und hat nie jemand behauptet. Aber weniger Smog in den Städten ist definitiv ein Anfang. Da kannst du jetzt wieder Absolutismen auspacken von denen niemand gesprochen hat, Aussagen verdrehen, Klima-Aktivisten als „Eliten“ oder „Radikale“ verunglimpfen oder relativierend Co2 Einspar Alternativen aufführen. Es ist 5 nach 12 und jeder Anfang ist besser als sich bei jedem halbwegs vernünftigen Unterfangen beleidigt auf den Boden zu werfen und rumzustänkern, sobald euer Status-Quo nur ansatzweise ins wanken gerät . Was anderes tust du nicht. Von wegen Meinungen akzeptieren. Ich hoffe einfach inständig dass du keine Enkel hast.

    1. Schreib doch einfach einen Artikel im Sinne einer seriösen Debattenkultur und der wird dann hier veröffentlicht. Mein Motto: Der Diskurs ist die Quelle der Erkenntnis.

      Warum habt Ihr so ein großes Problem mit kritischen Argumenten umzugehen?
      Wer nicht diskutiert hat etwas zu verbergen – so meine Lebenserfahrung. Und das passiert in der Geschichte immer wieder. So auch jetzt mit Euch.

      Euer Gerede von „5 nach 12“ ist absoluter Blödsinn und ähnelt dem früheren Sektengerede von „Am 30. Mai ist der Weltuntergang …“
      Da ist übrigens früher ein bekanntes Lied daraus geworden.

      Wie wird man Euch eines Tages besingen?

  3. Ich finde es gut, dass diese Menschen mit gutem Beispiel voran gehen, von denen sicher jeder mit dem Fahrrad 42 km täglich zur Arbeit fährt. Und wieder zurück.

  4. Wieder typisch Öllerer,

    über eine Fahrraddemo „kritisch“ berichten….

    Dieser Artikel existiert nur um Beweggeünde für diese Demo zu defamieren und Stimmzng zu machen. Dieser Artikel hat keine Aussage außer dass er damit eingeleitet wird das ja EIN Fahrzeug mit Verbrennungsmotor vorausgefahren ist. Ein Fahrzeug ist ein gefundenes Fressen für Herrn Öllerer um es direkt dazu zu verwenden es als Gegenargument gegen die „Fahrrad-Elite“ anzuführen. Dieser Mann und seine plumpe Stimmungsmache gegen alles Gemeinnützige ist wirklich unerträglich und ein Armutszeugnis für Linden/Limmer.

    1. Für viele Menschen ist das Auto einfach Fortbewegungsmittel Nummer 1. Auf der einen Seite wird kritisiert, das Auto würde meist 23 Stunden am Tag nur „Parken“, aber wenn dann das Auto nur vom Fahrer bewegt wird, gibt es auch Kritik.
      Wie sieht es mit der Nutzung eines Rades aus? Wenn man sich die Stellplätze vor dem Bahnhof anguckt, dann stehen die Räder gefühlt monatelang nur angeschossen dort.
      Es mag viele Menschen geben, die auf ein Auto verzichten könnten, doch bevor man es ihnen „wegnimmt“, sollten entsprechend gleichwertige Alternativen ausgebaut werden und DAFÜR sollte demonstriert werden. FÜR einen besseren Nahverkehr und nicht GEGEN Autofahrer! Die Radfahrer wollen auch immer mehr Komfort (sonst würde es mittlerweile nicht so eine Nachfrage nach Pedelecs und E-Bikes geben) um im Alltag nicht vor Problemen zu stehen. Wenn sich jetzt jeder ein Lastenrad kaufen würde, hätten wir das nächste Problem. Auch das wird hauptsächlich von nur 1 Person gefahren, nimmt aber Platz mehr Platz als zum Beispiel ein Roller ein. Es muss auf der Straße aber Platz für ALLE Verkehrsteilnehmer geben. Jede/r sollte das Recht haben, selbst zu bestimmen welches Verkehrsmittel das Richtige ist. Es gibt gute Gründe mit dem Auto auch kurze Strecken zu fahren (wer schlecht zu Fuß ist und auf dem Rad unsicher, wählt auch für die Fahrt zum Bäcker das Auto), aber wenn es stattdessen eine Alternative gibt (der Bäcker bietet zum Beispiel die Lieferung per Rad an), kann man mehr erreichen als nur durch Behinderung und Kritik.

  5. Die Zahl der Teilnehmer spricht auch nicht gerade für ein großes Interesse am Radverkehr. Keine 25 % der Bürger fahren regelmäßig mit dem Rad, dagegen fahren fast 40 % mit dem Auto…
    Mit Autofahrern lässt sich zudem auch „Geld verdienen“ (trotz Ausgaben an anderer Stelle), mit Radfahrern nicht in dem Ausmaß. Wenn Parkgebühren wegfallen und die Einnahmen der KFZ-Steuer usw. müssen die Gelder an anderer Stelle ausgeglichen werden. Dann könnte es auch Erhöhungen bei der Grundsteuer, Gewerbesteuer oder ähnliches geben.

    1. Das ist ja der der Sinn einer Demo – dass auf das Problem aufmerksam gemacht wird und der Anteil an Radfahrenden am Verkehrsmix erhöht wird. Und das mit dem „Verdienen am Auto“ ist Blödsinn. Die Kosten, die der Autoverkehr im öffentlichen Haushalt verursacht, sind höher als die Einnahmen durch Parkgebühren, Kfz-Steuern und Mineralölsteuer. Weniger Autos bedeutet mehr Geld für andere Projekte.

      1. Selbst wenn weniger Autos genutzt werden, müssen die Fahrspuren für die verbleibenden Autos trotzdem bleiben. Auch die Busse (und andere Fahrdienste) , LKWs, Lieferdienste, Kranken-/Rettungswagen und ähnliches müssen schließlich irgendwo fahren. Als es früher weniger Autos gab, gab es nicht automatisch weniger Straßen für Autofahrer. Das Hauptproblem sind parkende Autos, weil diese Platz für Radfahrer oder breitere Gehwege „weg nehmen“. Gäbe es mehr unterirdische Parkmöglichkeiten und mehr Stadtteil-Parkhäuser, wäre mehr Platz für andere Verkehrsteilnehmer und der Konflikt wäre geringer. Der CO2-Ausstoß von Autos ist kein so großes Problem, wie der Ausstoß in anderen Bereichen.
        Es müssen also erst Alternativen her ( Mehr Parkhäuser/Tiefgaragen um Platz am Straßenrand für sichere Radwege zu schaffen) damit die Menschen vom Auto aufs Rad oder die Öffis umsteigen. Letztere müssen so ausgebaut sein, dass man schneller und/oder günstiger mit den Öffis als mit dem Auto von A nach B kommt ( Verbindungen die nur alle halbe Stunde und nur zwischen 6-20 Uhr /Mo-Fr verkehren sind keine Alternative zum Auto). Dazu müssten auch Streiks verboten werden, damit die Fahrgäste nicht wieder abspringen.

  6. Es gibt auch noch andere Bereiche in denen CO2 eingespart werden kann. Weniger Strom zu verbrauchen, wenn er nicht klimaneutral produziert wurde oder auch der Austausch von klimaschädlichen Gastherme / Kohleöfen / Nachtspeicheröfen (hier wären dann die Eigentümer gefragt). Ein Austausch von alten Haushaltsgeräten gegen energieeffizientere Geräte wäre auch eine Möglichkeit, die auch gerne mit Fördergeldern bezuschusst werden könnte, für Menschen, die sich keine neuen Geräte leisten können. Auch bei der Beleuchtung gibt es viel Einsparmöglichkeiten, sowohl bei den Straßenlaternen als auch bei der Beleuchtung von Geschäften usw. Statt ständig im Internet zu bestellen und dadurch den CO2-
    Ausstoß in die Höhe zu treiben (Waren die verschifft oder per Flugzeug verschickt werden sind keine Seltenheit) kann man auch im Geschäft vor Ort einkaufen und aktiv etwas gegen das Geschäftesterben beisteuern. Das Auto ist EIN Problem, aber nicht das HAUPTPROBLEM! Wenn man keine gleichwertige Alternative schafft (mehr Öffis oder andere preiswerte Fahrdienste ) kann man die Menschen nur schwer zum Verzicht bewegen.

  7. Der Lautsprechfahrzeug ist ein reines E-Auto! Das hat der Dachdecker und Solaranlageanbauer aus Ricklingen schon Jahre lang in der Benutzung und das schon so lange das es da noch kein E am Nummernschild gab das die fahrzeuge kenzeichnet!

  8. Fahrradfahrern ist scheinbar die einzige Alternative zu weniger Umweltbelastung. Wie wäre es mit Einschränkungen bei dem Gebrauch und unnötigen Neuanschaffungen von Smartphone, PC usw. Der Verzicht auf „Kaffee to Go“ und Elektroroller?

    1. Da fällt mir noch mehr ein: Keine Klassenreisen mit dem Flugzeug, im Winter auch mal n Pulli anziehen, statt die Hütte auf 24 Grad zu heizen usw usf brächten in der Summe ne ganze Menge.

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