24. Mai 2021

Pressemeldung

Wasserstadt Limmer: Mehr Mieter*innenschutz! Flächen beim nächsten Bauabschnitt an nichtkommerzielle Organisationen vergeben!

Die gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft Woge Nordstadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wohnungen aufzukaufen, um Mieter*innen vor unverhältnismäßigen Preissteigerungen zu schützen. So liegt bei der Woge die Durchschnittskaltmiete bei 5.20 Euro pro Quadratmeter, während der Preis bei der Angebotsmiete schon bei 8,46 Euro liegt. In 14 Fällen ist das bisher zwar erst einmal gelungen, aber die Methode nimmt Fahrt auf.

Neben der Woge Nordstadt verwalten noch die Selbsthilfe Linden sowie die Johann-Jobst-Wagenersche-Stiftung bis zu 660 Wohnungen nach diesem Prinzip. Langfristig würden die Organisationen über Erbpachtverträge die Immobilien übernehmen und so bezahlbaren Wohnraum langfristig erhalten. Gemeinsam fordern die Stiftungen, das neue Bundesbaurecht anzuwenden. Das sogenannte Baulandmobilisierungsgesetz schützt Mieter*innen vor unnötiger Umwandlung von Wohnungen in teure Eigentumswohnungen. Die Kommunen können dadurch von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch machen, wenn Mehrfamilienhäuser verkauft werden sollen. Dieses Prinzip bietet sich jetzt auch beim nächsten Bauabschnitt der Wasserstadt Limmer an, dort zugunsten von mehr bezahlbarem Wohnraum angewendet zu werden.

„Wir fordern bei der Fertigstellung des nächsten Bauabschnitts bei der Wasserstadt Limmer, Wohnraumflächen an nicht kommerzielle Organisationen zu übergeben, um auch dort mehr bezahlbaren Wohnraum mit bis zu 40% unter der Angebotsmiete anbieten zu können. Diese Stadt benötigt den gemeinwohlorientierten Wohnungssektor, um der sinkenden Anzahl von Belegrechtwohnungen entgegenzutreten. Gerade bei der Wasserstadt ist der bisher ins Auge gefasste Anteil bezahlbarer Wohnungen mit zwischen 12 und 20% deutlich zu gering“, so der baupolitische Sprecher und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE).

DIE LINKE
>> linksfraktion-hannover.de

24.05.2021

Kommentare

  1. Es müsste einfacher sein, sich eine Wohnung zur Eigennutzung zu kaufen. Wenn ich weiß, ich wohne die nächsten 20 oder mehr Jahre in der Wohnung, sollte es die Möglichkeit geben, diese durch eine kleine monatliche Rate (in Höhe einer normalen Miete) zu kaufen. Wenn man dann mal arbeitslos wird oder auf andere Sozialleistungen angewiesen sein sollte, sollten diese Raten als angemessen anerkannt werden. Das somit erworbene Eigentum kann dann nach dem Tod wieder an andere mit wenig oder keinem eigenen Einkommen vermietet werden. Der Mietkauf sollte vereinfacht möglich sein.

    Die Mietobergrenzen sollten auch etwas angehoben werden. Wohnungen für 411 Euro INKLUSIVE Nebenkosten (Einzelperson )sind rar und wenn man mit Menschen konkurriert die ein besseres Einkommen nachweisen können, sind die Chancen noch geringer. Auch beim Wohngeld sollten endlich wieder die Heizkosten wie bei ALG 2 und Grundsicherung mit berücksichtigt werden und nicht nur 15 Euro für die CO 2-Abgabe. Auch ein Freibetrag bei der Grundsicherung auf Renten ohne Grundrentenanspruch würde vielen Rentnern helfen.

  2. Gute Idee!
    Dass sich Wenige dick und fett machen am Wohnungselend vieler Anderer ist einfach ne Dreistigkeit ohnegleichen.
    Ich weiß, das ist Kapitalismus…aber außer den Reichen sagt ja auch niemand mit schöner Regelmäßigkeit, das sei das gerechteste Wirtschaftssystem..!

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