2. Februar 2021

Pressemeldung

Fössebad-Neubau und Sanierung des Stadionbades erst 2029? Bäderinfrastruktur in Gefahr! „Lindener*innen steht Wahl des Freibades innerhalb der Stadt frei!“

Laut Sportdezernentin Konstanze Beckedorf muss das alte Fössebad bis 2029 betrieben werden, erst dann käme ein Neubau und auch die Sanierung des Stadionbades in Betracht. So die Antwort der Dezernentin auf eine Anfrage aus der Ratspolitik in der Ratsversammlung vom 28.01.2021. Ursprünglich sollte der Neubau des Fössebades circa 2024 fertiggestellt sein, der Baubeginn wurde jedoch verschoben, da der Haushalt der Landeshauptstadt allein in den Jahren 2020 und 2021 pandemiebedingt ein Minus von circa 450 Millionen Euro aufweist. Damit Hannover mindestens ein den Wettkampfmaßstäben genügendes 50 Meter Becken sein eigen nennen kann, darf die Sanierung des Stadionbades erst beginnen, wenn der Fössebad-Neubau realisiert worden ist.

Dazu der Lindener Baupolitiker und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE): „Erst vor wenigen Tagen wurde die Variante der Finanzierung des Fössebades durch Bundeszuschüsse und Spenden ins Spiel gebracht, davon ist nichts mehr zu hören. Stattdessen haben 2011 geborene Lindener*innen Im Alter von 18 Jahren noch nie ein Freibad gesehen, wenn dann erst der Neubau mit Außenbecken fertiggestellt werden sollte. Die FDP und Sportdezernentin Konstanze Beckedorf sind stattdessen der Meinung, dass Lindener*innen die Wahl der Freibäder im Stadtbereich freisteht oder diese auch zum Schwimmen nach Misburg fahren könnten. Mehr Polemik anstatt Sachpolitik ist kaum noch möglich.“

Gruppe DIE LINKE & PIRATEN
im Rat der Landeshauptstadt Hannover

02.02.2021

Kommentare

  1. Wegen Corona hat die nächsten Jahre doch sowieso alles zu, was der Gesundheit dienlich ist.

    Beim Fössebad könnte ich mir vorstellen, dass sich da auf die Dauer Neophyten – also Pflanzen-Immigranten wie Moose, Flechten, dann Gräser und Farne und Birken – ansiedeln würden. Dann könnte man sich finanziell auch das neu zu bauende Schauhaus im Berggarten sparen. Das ehemalige Freibad lässt man verwildern und zeigt es den erstaunten Neubürgern als antiken Naturgarten einer vergangenen Kultur.

  2. Wenn es um Senioren oder Kinder geht, ist das Geld eben knapper als für andere Projekte. Ich bezweifle, ob das Fössebad überhaupt noch eine Zukunft hat. Die Besucherzahlen dürften jährlich schwinden, da es mit den anderen Bädern in und um Hannover herum jetzt schon kaum noch mithalten kann. Außerdem steigen Jahr für Jahr die Kosten , somit auch die Baukosten.

    Aber ohne Neu-/Umbau bleiben uns auch Baumängel wie beim Misburger Bad erspart , ist doch schön.

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