21. Juni 2021

Pressemeldung

Wasserstadt Limmer: Kein 13-stöckiges Hochhaus an Spitze des Neubaugebietes! Papenburg kann sich nicht gegen Ratsbeschluss wenden!

Der ausführende Bauunternehmer Günter Papenburg möchte anscheinend ein 13-stöckiges Hochhaus an der Spitze der Halbinsel der Wasserstadt Limmer errichten und beruft sich dabei auf den Inhalt eines neuen Eckrundenpapieres. Daraus resultierend sollen auch mehr Wohnungen entstehen. Vorab hatte sich der Stadtbezirksrat Linden-Limmer in einem interfraktionellen Antrag sowie der Rat der Landeshauptstadt Hannover bereits im Jahr 2017 jeweils per Mehrheitsbeschluss gegen die Errichtung von Hochhäusern und für eine Obergrenze von 1.600 bis 1800 Wohnungen ausgesprochen. Als Grundlage eines internationalen Planungswettbewerbs steht nun in einem Eckrundenpapier, dass dagegen bis zu 1.950 neue Wohnungen entstehen sollen. Außerdem ist von Hochhausbauten plural die Rede, welche bis zu 41 Meter hoch sein dürften.

„Es gelten die Mehrheitsbeschlüsse des Stadtbezirksrates Linden-Limmer und des Rates der Landeshauptstadt Hannover, welche vorsehen, keine Hochhausbebauung auf dem Gelände der Wasserstadt Limmer zuzulassen. Dabei muss es auch bleiben. Der bauliche Charakter muss sich der Umgebung der Natur an der Landspitze der Wasserstadt und der Art der Anrainerbauten in dem Viertel anpassen“, so der Lindener Baupolitiker und Fraktionsvorsitzende Dirk Machentanz (DIE LINKE).

Die Linke
Fraktion im Rat der Landeshauptstadt Hannover

21.06.2021

Kommentare

  1. In Verdichtungsgebieten elitäre Dorfsiedlungen ala Gilde Carré zu bauen, zeugt IMHO von einer neoliberalen Ignoranz sondergleichen. Hauptsache uns unser Eigenheim. Basta. Was interessieren das ‚Proletariat‘.
    Dass die Linke mittlerweile genau in dieses Horn bläst, ist schon traurig…. aber selbstgerecht!
    Hohe Wohnhäuser scheinen schlecht für das neoliberale Augenlicht. Siehe auch Argumentation gegen verdichtete Wohnbebauung Gartenallee/Lindener Volksbank.

  2. Gegen Wohnungsmangel muss man auch Hochhäuser in Betracht ziehen! Aber scheinbar will man nur für Wenige das „Paradies“ erschaffen, während andere weiterhin auf der Straße leben und schlafen müssen.
    Es ist aber ein Unterschied, ob man einzelne Hochhäuser oder ganze Hochhauskomplexe baut. Die richtige Mischung aus allem ist der richtige Weg. Am Rande des Grundstücks wird der Charakter Limmers durch einzelne Hochhäuser jedenfalls nicht weiter negativ beeinflusst, das haben die Lego-Bauten in unmittelbarer Nähe schon getan!

    1. Ich bin auch für mehr Wohnungen.
      Es müssen ja nicht gleich ganze Hochhausklotzsiedlungen entstehen – das wäre ´was ganz Anderes.

      1. Es müssen auch nicht zwingend 13 Etagen sein, stattdessen könnte man auch einfach mehr Häuser 6-8 Etagen bauen, die dann einzeln zwischen den anderen Häusern stehen und nicht als Wohnblock. Aber wahrscheinlich fürchten viele ein 2. Ihme Zentrum oder Orte wie Mühlenberg oder Roderbruch. Nur wenn Baugrundstücke rar sind und die Zahl der Einwohner steigt, kann man nicht mehr nur Einfamilienhäuser bauen und damit anderen möglichen Bewohnern den Platz wegnehmen. Auf der Fläche eines Einfamilienhauses wäre nach oben hin noch Platz für weitere Familien oder Paare/Singles.

        Der Bedarf der Wohnungslosen/- suchenden muss erst gedeckt werden, bevor „Luxus-Wohnraum“ entsteht!

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