16. Februar 2020

Zwei E-Autos hat die Wohnungsgenossenschaft Gartenheim in ihrem Bestand – auch für Fahrten zu hiesigen Häusern.
Anfangs überwogen die angenehmen Fahrgefühle. Was dann geschah berichtet der Geschäftsführer Dr. Haese auf deren Internetseite:

Die Wohnungsgenossenschaft hat vor ca. 3 Jahren zwei Elektroautos der Marke VW eUp angeschafft, die seitdem im täglichen Gebrauch sind. … Es ist ein Genuss, mit diesem Elektromodell in der Stadt zu fahren, wobei elektroautotypischer Komfort, wie lautloses Gleiten und hohe Agilität in besonderem Maße hervorzuheben sind. … Im ersten Jahr erschleicht einen die praktische Erfahrung, dass Elektroautos im Winter bei niedrigen Temperaturen eine wesentlich geringere Reichweite haben. Nach dem zweiten Jahr bemerkt man, dass selbst bei sommerlichen Temperaturverhältnissen die Kapazität der Batterie irgendwie gelitten haben muss. Im dritten Jahr steht fest, der Reichweitenverlust ist ein dauerhaftes Problem, die tägliche Streckenplanung muss gedanklich angepasst werden. …

Der Reichweitenverlust hat seine Ursache in einem Kapazitätsverlust der eingebauten Akkus um 36-38% nach drei Jahren. Das ist so, als wenn bei einem Benziner der Tank nach drei Jahren um ein Drittel kleiner geworden wäre.

Und weiter:

Auffallend ist, dass nach einer relativ „übersichtlichen“ Betriebsdauer ein deutlich verschlissener Akku im Verhältnis zu seiner Restkapazität eine überproportional viel zu große Strommenge für eine Vollladung benötigt. Das bedeutet, man fährt mit einer Vollladung immer weniger Strecke, bzw. man muss für die gleiche Strecke eine zunehmend größere Energiemenge laden und logischerweise auch häufiger eine Ladestation aufsuchen. Das Problem ist, wir reden hier nicht über Nachkommastellen, sondern wir haben es je nach Rechen- und Betrachtungsweise mit schwindenden Energiemengen im Bereich von 30 – 40% zu tun. Man mag sich mühelos vorstellen, dass nach 5 Jahren Batterienutzung der Energieschwund auch bei 50% und mehr liegen mag. …

Hinzu kommt also noch, dass die Ladeleistung erhalten bleibt, die abgegebene Leistung jedoch um 30-40% gesunken ist. Das ist so, als wenn bei einem Benziner 30-40% des getankten Benzins einfach verschwinden würde.

Einer von Zwei E-Autos VW eUp

Weiterlesen >> gartenheim.de

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
16.02.2020

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