14. Oktober 2020

Ein Grüner Hügel verschönt bisher den Beginn der Fußgängerzone

von Klaus Öllerer

Mittendrin wirkt es wie ein kleiner Urwald. Das ist der „Grüne Hügel“ direkt am Anfang der Fußgängerzone Limmerstraße.

Oben auf dem Hügel mit kleinem Pfad

In Sichtweite gelegen sind das Ihme-Zentrum und das Heizkraftwerk „Die Drei Warmen Brüder“. Vermutlich aus Marketinggründen soll die angestrebte Bebauung „Die Drei Coolen Schwestern“ heißen.

Im Folgenden ein Video mit heutigen Eindrücken:

Eine Bebauung wirft Fragen auf.

Linden-Nord gehört zu den am dichtest bebauten Stadtteilen überhaupt. Warum soll es ausgerechnet hier noch dichter bebaut werden?

Die bisherigen Einwohner haben u.a. Platzprobleme für ihre Fahrzeuge: Fahrräder und Autos. Warum soll deren Mobilität weiter erschwert werden?

Die hiesigen Einkommen der Bewohner sind eher im unteren Bereich angesiedelt. Warum sollen in einem solchen Stadtteil die Grünflächen verringert werden?

Die Planungen

Das Grundstück des Grünen Hügels gehört der Stadt und ist als öffentliche Verkehrsfläche ausgewiesen. Für eine Bebauung müßte das Baurecht noch geändert werden.

Sieger eines Architektenwettbewerbes wurde folgender Entwurf:

Entwurf: „Die Drei Coolen Schwestern“

Drei zusammenstehende Hochhäuser sind entworfen worden, wobei das mittlere Gebäude mit neun Geschossen dargestellt ist. Es hat vermutlich das Potential für weitere Geschosse. Das hohe Ihme-Zentrum steht nicht weit entfernt und wirkt dadurch vermutlich optisch eher „verniedlichend“.

Hochhäuser anstelle des Grünen Hügels

Der Beginn einer Bebauung ist für 2021 vorgesehen.

Woher stammt der Grüne Hügel?

Als Teil einer Zuwegung über eine Brücke wurde der Grüne Hügel erschaffen.

Blick aus dem Ihme-Zentrum 2008

Als die Brücke 2008 abgebaut wurde, blieb der Grüne Hügel stehen [1].

In einer aufwendigen Aktion wurde 2008 die Brücke zum Ihme-Zentrum abgebaut [1]. Der Grüne Hügel (rechts) blieb stehen.

Quellen:

[1] Abbau der Brücke zum Ihme-Zentrum
>> halloLindenLimmer.de

Weitere Infos:

Darstellung der „Drei Coolen Schwestern“ auf S. 52 (15 MB):

>> HAZ.de (Abonnenten)


Nachbemerkung: halloLindenLimmer.de ist nicht meinungsgebunden und läßt andere Meinungen frei zu Wort kommen.

Klaus Öllerer
13.10.2020/14.10.2020; 13:34


Kommentare

  1. Wem gehört eigentlich der Grund und Boden? Dem Staat, der Kommune, den Bürgern? Und an wen soll er verkauft werden? An Privat?
    Dann wäre Tafelsilber verkauft und die demokratische Verfügungsgewalt über diesen Flecken verwirkt.
    Hoffentlich nicht, oder?

    1. -„ Wem gehört eigentlich der Grund und Boden? “
      -„ Das Grundstück des Grünen Hügels gehört der Stadt und ist als öffentliche Verkehrsfläche ausgewiesen. Für eine Bebauung müßte das Baurecht noch geändert werden.“
      (Hihi, ein Zitat mit einem anderen beantwortet…hach Internet kann manchmal so einfach sein…)

      -„ Und an wen soll er verkauft werden? An Privat?“
      Vermutlich, oder haben Sie schonmal gehört, dass eine Stadt ihre Grundflächen an eine andere verkauft?!? 😉

      -„ Dann wäre Tafelsilber verkauft und die demokratische Verfügungsgewalt über diesen Flecken verwirkt.
      Traurig und ein bischen realistisch zugleich, diesen Haufen verwilderten Dreck als Tafelsilber zu bezeichnen.

      Trotzdem wird sich die sozialistisch-linksgrüne-Piraterie darauf stürzen; spätestens, wenn eingesehen wird, dass die Hochbahnsteige nicht zu verhindern sind.

  2. Bisher wird der „Grüne Hügel“ vor allem von Leuten frequentiert, die es nicht bis auf die öffentliche Toilette ein paar Meter weiter auf dem Küchengartenplatz schaffen oder ihren Müll nicht bis zu den Containern dahinter tragen wollen. Wenn in einem Stadtteil wie Linden bis zu 80 neue Wohnungen entstehen, kann man das nur begrüßen, wenn man sich die steigenden Mieten anschaut.

    1. Der Mietpreisspiegel sinkt aber nicht, sondern steigt, wenn neue höherpreisige Wohnungen in den Markt kommen.

      Und die städtische Verdichtung in Linden ist ausgereizt. Neue Wohnungen bitte in die Außenbezirke, und lasst uns die verbliebenen Grünflächen! Bitte absolut keine weiteren Grünflächen hier mehr dichtmachen, versiegeln oder sonstwas!

      1. Es wäre zu begrüßen, dass die Stadt die neuen Wohnungen fördert, sodass diese günstig vermietet werden können. Am besten wäre natürlich Wohnraum komplett in öffentlicher Hand – klar.

        Dieser Mini-Grünfläche jetzt hinterher zu weinen, finde ich allerdings etwas krokodilstränig. Es ist ja nicht so, dass dieser Flecken zur Erholung genutzt werden könnte oder die Fläche bspw für Gärtner-Projekte genutzt werden kann.

        Und im Artikel wird auf fehlende Parkmöglichkeiten verwiesen. Wenn das die Alternative zum Wohnungsbau ist, würde ich da deutlich lieber die 80 Wohnungen sehen.

  3. Wenn schon an der Stelle was gebaut werden sollte, hätte man sich für eine begrünte Fassade und Dächer entscheiden sollen, statt noch mehr Beton zu bebauen, der sich im Sommer in ein Backofen verwandelt. Hoffe immer noch auf die Einsicht der Stadt, das da gar nix gebaut wird, aber der wird wohl der Mammon wieder siegen.

  4. Außerdem kostet die Pflege einer Grünanlage Geld, in falle von Gebäuden an der Stelle spart die Stadt Geld und bekommt sogar noch Einahmen durch Steuern.
    Schade das es scheinbar keinen schöneren Entwürf für ein/die Gebäude gab. Besonders finde ich die nun nicht, da war z.B. der Entwurf für ein Studentwohnheim interessanter.

  5. Eine Erwärmung durch fehlende Grünflächen scheint es auch nur in der Fössestr. zu geben, umliegende Straßen dagegen dürfen dicht bebaut werden.

  6. Linden ist soo cool, da muss zwingend noch Platz für neue Bewohner her. Kann doch nicht sein, dass nur die Leute dort wohnen können, die aktuell dort wohnen. Wo kommen wir denn da hin. Außerdem muss doch eine zusätzliche Bahnlinie zur Wasserstadt begründet werden. Dies geht am besten damit, wenn man die Nutzerzahlen schon an anderer Stelle erhöht.. Wenn die Bahnen zu voll sind und nicht durch einen 3. Wagen verlängert werden können, da die Hochbahnsteige in der Stadt zu kurz für 3-Wagen-Bahnen (bzw. 2 bei den alten grünen Bahnen) sind, ist eine neue Linie doch
    wunderbar begründet. Vielleicht wird das Hochhaus aber auch mit einer Seilbahn verbunden…

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