1. April 2021

Ausgangssperre
Die Allgemeinverfügung der Region sieht für den Zeitraum von Donnerstag, 1. April, 6 Uhr, bis Montag, 12. April, 5 Uhr, jeweils eine Ausgangssperre für den Zeitraum von 22 bis 5 Uhr vor. Für Ausnahmen ist ein triftiger Grund notwendig. Dazu gehören zum Beispiel notwendige medizinische, psychosoziale oder veterinärmedizinische Behandlungen, die Wahrnehmung einer beruflichen Tätigkeit und der Besuch naher Angehöriger, wenn diese von Behinderung betroffen oder pflegebedürftig sind.

Muss man zu Ostern überall im Freien Masken tragen?
Nein, eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum wird es in der Region Hannover vorerst nicht geben. Allerdings weitet die Region Hannover die Maskenpflicht am Nord- und Ostufer des Maschsees und an der Uferpromenade am Steinhuder Meer zeitlich aus. Künftig müssen dort von 9 bis 21 Uhr Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, bislang galt die Maskenpflicht nur von 10 bis 19 Uhr.

Darf man nicht woanders übernachten?
Doch. Die Ausgangssperre bezieht sich auf den privaten Wohnraum, es muss aber nicht der eigene sein. Mit der Ausgangssperre ist kein Übernachtungsverbot außer Haus verbunden, solange der Aufenthalt in der anderen Unterkunft nicht gegen die Kontaktbestimmungen verstößt.

Komme ich trotz Ausgangssperre nach der Arbeit noch mit Bus und Bahn nach Hause?
Ja. Der Regelfahrplan gilt weiterhin bei Üstra und Regiobus. An den Osterfeiertagen – Karfreitag, Ostersonntag und Ostermontag – gilt der Sonntagsfahrplan.  Am Samstag, 3. April 2021, fahren die Busse und Stadtbahnen nach dem Samstagsfahrplan. Wie bisher entfällt weiterhin der Nachtsternverkehr des Wochenends, das heißt die letzten Stadtbahnen ab Station Kröpcke fahren um 0:45 Uhr

Wie ist das mit Masken im Auto?
Bei mehreren Insassen in einem Fahrzeug, die nicht zu einem Haushalt gehören, müssen alle außer dem Fahrer bzw. der Fahrerin einen Mund-Nasen-Schutz tragen. 

Wieviele Menschen dürfen sich über Ostern treffen?
In der Region Hannover liegt die Inzidenz über 100, so dass die bekannte 1-plus-1-Regelung greift, das heißt: ein Haushalt darf eine weitere Person treffen. Kinder bis sechs Jahren werden dabei nicht mitgerechnet.

Was ist mit Treffen im Freien und den Osterfeuern?
Die Kontaktbeschränkungen gelten im Freien wie in der eigenen Wohnung. Darüber hinaus sind wegen der hohen Infektionszahlen in der Zeit von Gründonnerstag bis einschließlich Ostermontag (2. bis 5. April 2021) jegliche Ansammlungen von Personen in der Öffentlichkeit untersagt, auch wenn die Personen das Abstandsgebot einhalten. Damit entfallen in diesem Jahr auch sämtliche Osterfeuer. Auch Picknicke und Spaziergänge in Gruppen sind nicht erlaubt.

Quelle:
>> hannover.de

01.04.2021

Vorherige Meldung:

Pressegespräch mit Reg.-Präsident Jagau zur Ausgangsperre ab 01.04.2021

Die Pressekonferenz ist vorbei und die Aufzeichnung kann angeschaut werden. Sie fand am 31.03.2021 statt.

https://youtu.be/Fca2W5bVZrI?t=288

Allgemeinverfügung legt Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr fest
Corona: Nächtliches Ausgangsverbot gilt bis einschließlich 12. April, 5 Uhr

Region Hannover. Die niedersächsische Corona-Verordnung sieht vor, dass Landkreise und kreisfreie Städte, deren Inzidenz über 100 liegt, weitergehende Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen zu treffen haben; ab einer Inzidenz von 150 ist das Instrument der Ausgangssperre vorgesehen. Auf dieser Grundlage wird die Region Hannover für einen befristeten Zeitraum eine nächtliche Ausgangssperre verfügen. Hintergrund sind eine anhaltend hohe 7-Tages-Inzidenz in der Region Hannover und die Erwartung, dass die Meldezahlen über die Osterfeiertage kein zuverlässiges Bild liefern werden. Die entsprechende Allgemeinverfügung soll noch am heutigen Tag veröffentlicht werden.

Die Allgemeinverfügung sieht für den Zeitraum von Donnerstag, 1. April, 6 Uhr, bis Montag, 12. April, 5 Uhr, jeweils eine Ausgangssperre für den Zeitraum von 22 bis 5 Uhr vor. Für Ausnahmen ist ein triftiger Grund notwendig. Dazu gehören zum Beispiel notwendige medizinische, psychosoziale oder veterinärmedizinische Behandlungen, die Wahrnehmung einer beruflichen Tätigkeit und der Besuch naher Angehöriger, wenn diese von Behinderung betroffen oder pflegebedürftig sind. Mit der Ausgangssperre ist kein Übernachtungsverbot außer Haus verbunden, solange der Aufenthalt in der anderen Unterkunft nicht gegen die Kontaktbestimmungen verstößt.

„Der Entscheidung ist eine sehr intensive Güterabwägung vorangegangen“, betont Regionspräsident Hauke Jagau. „Der Schritt fällt mir wegen des deutlichen Einschnitts in die persönliche Freiheit der Menschen wirklich schwer.“ Die Erfahrung in und nach den Weihnachtstagen habe indes gezeigt, dass die Statistik über die Feiertage wegen der geringeren Zahl der Testungen unzuverlässig sei, so dass die Region weitere Regelungen zum jetzigen Zeitpunkt nicht an einen wenig aussagfähigen Inzidenzwert knüpfen wolle.

„Wir beobachten eine Verschiebung der Infektionen hin zu den jüngeren und mobilen Altersgruppen“, sagt Jagau. „Von einer Ausgangssperre erwarten wir, dass abendliche Treffen, insbesondere jüngerer Leute, eingeschränkt werden.“ Aufgrund der großstädtischen Strukturen in der Region Hannover habe sich die Region jedoch entschieden, den Beginn der Ausgangssperre nicht wie vom Land vorgesehen auf 21 Uhr, sondern auf 22 Uhr zu setzen. „Viele Supermärkte haben bis 22 Uhr geöffnet. Und wer bis 20 Uhr arbeitet, sollte wenigstens noch die Chance haben, etwas spazieren gehen zu können“, sagt Jagau. Er erwarte, dass die Polizei bei den Kontrollen mit Augenmaß vorgehe und die Plausibilität der Erklärungen prüfe, wenn Menschen nach 22 Uhr draußen angetroffen werden. Einen Passierschein werde die Region Hannover nicht ausstellen, betont Jagau.

Eine allgemeine Maskenpflicht im öffentlichen Raum wird es in der Region Hannover vorerst nicht geben. Die Regionsverwaltung hatte geprüft, ob dies ein probates Mittel sein könnte, um die Infektionszahlen zu drosseln und gegebenenfalls auf eine Ausgangssperre verzichten zu können. Das Ziel war zudem, eine größere Klarheit zu schaffen. „Vor dem Hintergrund der Rechtsprechung der vergangenen Monate sehen wir wenig Chancen, dass ein solche Regelung hält. Alles andere wäre Flickwerk und würde keine Klarheit bringen“, sagt Jagau. Allerdings werde die Region Hannover die Maskenpflicht am Nord- und Ostufer des Maschsees und an der Uferpromenade am Steinhuder Meer zeitlich ausweiten. Künftig müssen dort von 9 bis 21 Uhr Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, bislang galt die Maskenpflicht nur von 10 bis 19 Uhr. „Mit der Zeitumstellung und dem schöneren Wetter halten sich die Menschen länger draußen auf. Das müssen wir berücksichtigen“, sagt Jagau.

Die Allgemeinverfügung wird zudem klarstellen, dass bei mehreren Insassen in einem Fahrzeug, die nicht zu einem Haushalt gehören, alle außer dem Fahrer bzw. der Fahrerin einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen. „Die Nachverfolgung von Covid19-Infektionen hat gezeigt, dass das Auto einer der Ansteckungsorte ist“, berichtet der Regionspräsident. „Hier brauchen wir eine stärkere Sensibilität und ein Bewusstsein für Gefahrensituationen.“ Darüber hinaus wird die Region das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes im Treppenhaus von Mehrfamilienhäusern mit mehr als fünf Wohnungen verfügen.

Region Hannover

31.03.2021/01.04.2021; 06:58

Kommentare

  1. Der NETTO hat ja morgen bis 22 Uhr auf und der REWE bis 23 Uhr oder so. – Wie kommen denn die Mitarbeiter da nach Hause, wenn sie das nicht mehr dürfen?

    Ist das denn überhaupt schon alles ausgereift?

    1. Das ist eine gute Frage, ich weiß nur, wie die das bei Edeka machen. Da stehen Plakate, die daraufhin weisen, das der Laden schon um 21 Uhr schließen tut. Damit dürften alle Beschäftigte genug Zeit haben, um nach Hause zu kommen.

  2. Ach so, noch ’ne Frage: Das gilt jetzt ab morgen, richtig?

    Und dann noch: Von 9-6 Uhr (??), 9-9 (Zitat Jagau im Video, vermutlich eine verwirrte Falschaussage), 10-5 Uhr, oder wie jetzt?

    Und dann fragt man sich ja auch, ob die sie noch alle an der Latte haben, wozu das gut sein soll, und warum der Regierungspräsident so fett und selbstherrlich daherkommt? Das mag man für Feudalismus halten, aber doch nicht für Normalität!

    1. Regionspräsident. Und nicht mehr nur Feudalismus (von dem Jagau sich die Plautze angeeignet hat), sondern auch blanker Faschismus. – Meinem Gefühl nach trötet Jagau noch groß, obwohl er von Tuten und Blasen keine Ahnung hat. Der labert tatsächlich über Dinge und verkauft Sachen, die er noch nicht mal sieht oder versteht.

      Hier z. B. gibt er zu, den Chart optisch nicht gesehen zu haben, über den er gerade zuvor noch referiert hatte (kleines Videokonferenz-Problem). Dampfplauderer, Demagoge, Schädling. Die Moderatorin weist ihn sachlich zurecht; er fährt seine Agenda unbeirrt fort:

      https://www.youtube.com/watch?v=Fca2W5bVZrI&t=798s

      Und so ein Typ ist einer, der über meine Freiheiten bestimmt, ob ich nachts raus darf oder nicht. Der soll erst mal Intellekt entwickeln und 20 kg abnehmen, bevor der mir was erzählt, die (tschuldigung) Sau!

      (Tschuldigung wegen des Kraftausdrucks, aber Freiheitsberaubung ist echt noch unter aller Sau!)

      1. Meinem Dafürhalten nach sollten die Kraftausdrücke durch Sternchen oder Platzhalter ersetzt werden, damit wir auch alle rechtlich auf der sicheren Seite bleiben. Da wird’s ja dann später sowieso noch eng werden, nä?

        Ich bitte um Entschuldigung für den zusätzlichen Moderationsbedarf.

  3. Wunderbar! Dann sind die Aso-Bratzen mit ihren Krachboxen wenigstens nachts mal weg. Schon heute wurde es bald nach 22 Uhr viel ruhiger, und morgen wird es bestimmt noch ruhiger als ruhig!

    Ich überlege, meinen Aktivitätsschwerpunkt auf die Nacht zu verlegen. Wenn ich draußen gefasst werde, behaupte ich, ich würde Schwimmvögel zählen und ich sei auf dem Weg dahin. Deswegen habe ich auch immer ein Notizbuch dabei mit einer gewissen Anzahl an Schwimmvögeln darin.

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