5. August 2020

Pressemitteilung

Eröffnung Kulturwiese

Die Open-Air-Bühne von Kulturzentrum Pavillon, Musikzentrum Hannover und Kulturzentrum Faust

Wir veranstalten wieder: Open Air und live zusammen mit dem Kulturzentrum Pavillon und dem Musikzentrum Hannover. Für sechs Wochen werden wir die “Kulturwiese” in Linden-Nord mit kulturellen Leben füllen und eine Bühne für die Soziokultur errichten. Jede*r kann kommen, wir bitten um Spenden für die Künstler*innen, aber der Eintritt ist frei. Die Bühne wird für Euch jeweils donnerstags, freitags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 16 bis 20 Uhr bespielt.

Siehe auch >> Facebook.com

Informationen zur Kulturwiese

Es ist leise geworden in und um die Kultur. Trotz Online-Formaten und vereinzelter Open Air-Bühnen und einiger Indoor-Veranstaltungen unter strengen Auflagen ist das Angebot sehr dünn. Das macht sich vor allem in einer Stadt wie Hannover bemerkbar, die sonst von kulturell vielfältigen Angeboten sprudelt, den Titel UNESCO City of Music trägt und sich um die Auszeichnung als Kulturhauptstadt Europas 2025 bewirbt.

Resignation macht sich seit einiger Zeit breit, auch, weil die anfangs große Aufmerksamkeit für die katastrophale Lage der Kulturbranche nachzulassen scheint. Nach Tweets wie Jan Böhmermanns “Auch Kultur ist systemrelevant” bekundeten viele ihre Solidarität, medial und auch politisch wurde die Situation der Kulturschaffenden diskutiert, zahlreiche Petitionen gestartet. Doch die große Rückkehr in den Kulturalltag bleibt noch – und wird wohl auch noch lange – ausbleiben: Kultur, die auf Einnahmen angewiesen ist, kann kaum existieren. Kultur, die wenig Ressourcen für Planung, Konzepte und Risiken einsetzen kann, hat es ebenfalls schwer. Nähe geht nicht, Spontanität ist schwierig, Ausgelassenheit nahezu unmöglich.

Deswegen haben sich die drei großen soziokulturellen Einrichtungen Kulturzentrum Faust, Kulturzentrum Pavillon und MusikZentrum Hannover zusammengeschlossen: Gemeinsam nutzen wir den restlichen Sommer, um Open Air (Sozio)Kultur auf der Faust-Wiese in Linden-Nord zu veranstalten. An 21 Terminen gibt es Raum für 28 Veranstaltungsformate: Ab dem 6. August am frühen Abend jeweils donnerstags, freitags von 18 bis 20 Uhr und samstags von 16 bis 20 Uhr. Der Einlass beginnt jeweils 30 Minuten vorher.

Mit der Kulturwiese wollen wir eine Agora der niedrigschwelligen Kultur schaffen, so wie wir es auch oft im Alltag tun. Auf der Bühne ist Platz für Soziokultur, lokale Kultur und für Initiativen und Projekte aus den drei Häusern. Neben Musikformaten vom Jam bis zum Konzert, Theater und Poetry Slam wird diskutiert und ausgehandelt. Dazu laden wir auch gesellschaftspolitische, soziale und inklusive Organisationen ein.

Die Kulturwiese soll Kultur nicht nur erlebbar, sondern vor allem wieder sichtbar machen: “Wir sind noch da, wir machen weiter.” Die Kulturwiese ist eine Plattform für die Wertschätzung der Kunst! Ein Signal dafür ist die Bezahlung der Auftretenden: Das Motto für das Publikum lautet “Pay what you can” und dieser “Hut+” geht zu 100 Prozent an die Auftretenden oder an Zwecke, die diese bestimmen. So bleibt fürs Publikum ein niedrigschwelliges Angebot bestehen, gleichzeitig wird die Arbeit der Künstler*innen gewertschätzt.

Die Bühne mit einer Publikumsfläche für 100 Besucher*innen wird auf der “Faust-Wiese” in Linden-Nord geschaffen. Ein- und Auslass sind kontrolliert und alle Hygiene-Regeln werden eingehalten, das Hygienekonzept wurde von der Region Hannover zur Kenntnis genommen. Alle Besucher*innen sollen eine Mund-Nasen-Maske bei sich führen. Die Umsetzung ist kostengünstig möglich, da erhebliche Personalressourcen der drei Ausbildungsbetriebe eingesetzt werden können. Die Kulturwiese wird gefördert von der Landeshauptstadt Hannover sowie der Stiftung Hannoversche Volksbank.

Für die Verpflegung ist auch gesorgt: Getränke, Pizza und Kleinigkeiten gibt es im Biergarten Gretchen an der Kulturwiese.

Wir freuen uns auf Neugierige, Kulturhungrige, Flaneur*innen, Unterstützer*innen und Freund*innen. Kultur von und für alle!


Kommentare

  1. Was soll das für eine Kulturveranstaltung sein, bei der Leute Masken tragen müssen und sich keiner umarmen darf? Ich dachte, Ihr Lindener seid so furchtbar kritisch und freidenkerisch. Sobald die Todeszahlen durch Corona die alljährlichen der gewöhnlichen Grippe auch nur annähernd erreichen würden, wäre ich ja gern bereit, an der Hysterie teilzunehmen. Fällt niemandem von Euch obrigkeitshörigen Revoluzzern auf, daß z.B. im Jahre 2009 auch von der Schweinegrippe das schlimmste vorhergesagt wurde und so gut wie gar nichts eintrat? Und ist Euch bekannt, daß jeder als Corona-Toter in der offiziellen Statistik zählt, bei dem beim Abstrich ein paar Corona-Viren festgestellt wurden, der zufällig von einem LKW überfahren wird?

      1. Das mit dem LKW habe ich mir nicht ausgedacht. Aber Reinhard hört nichts von diesen Tatsachen im Staatsfernsehen, also kann es nicht wahr sein, gelle?

      2. Hier noch ein paar Fakten: die Sache mit dem LKW wurde in einer Pressekonferenz vom Chef des Robert-Koch-Instituts zugegeben (wenn auch erst nach mehrmaligem Nachfragen einer Journalistin). Dazu paßt auch beispielsweise der erste offizielle „Corona-Tote“ Schleswig-Holsteins: er hatte einen riesigen Krebstumor im Endstadium.
        Damit die gleichgeschalteten Medien nun nicht der Lüge bezichtigt werden können, heißt es immer „an oder mit Corona gestorben“. Natürlich wissen sie, daß Otto Normalverbraucher diesen feinen aber gewaltigen Unterschied nicht bemerkt – ich fürchte, Reinhard ist das auch noch nicht aufgefallen…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.