2. Januar 2020

Pressemeldung

Hohes Einsatzaufkommen in der Silvesternacht fordert Feuerwehr und Rettungsdienst

In der zurückliegenden Silvesternacht waren die Einsatzkräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes stark gefordert. Zwischen 18:00 Uhr und 06:00 Uhr rückten die hannoverschen Brandschützer zu insgesamt 112 Brandeinsätzen aus. Der Rettungsdienst in der Landeshauptstadt wurde zu 196 Notfalleinsätzen gerufen.

Insgesamt lag das Einsatzaufkommen insbesondere bei den Brandeinsätzen bedeutend höher als im Vorjahr. Auch bei den Einsätzen im Rettungsdienst waren mehr Einsätze als im Vorjahr zu verzeichnen. Infolge der schlechten Sichtverhältnisse durch starke Nebelbildung kam es auf Hannovers Schnellwegen zu schweren Verkehrsunfällen, bei denen mehrere verletzte Personen zu

verzeichnen waren. Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich durch zusätzliches Personal in der Regionsleitstelle und eine erhöhte Anzahl von fest besetzten Einsatzfahrzeugen gut auf das erhöhte Einsatzaufkommen in der Silvesternacht vorbereitet.

Bei den Brandeinsätzen mussten die Einsatzkräfte überwiegend brennende Müllbehälter und Papiercontainer löschen, die vermutlich durch Feuerwerkskörper entzündet worden waren. Mehrere Brände auf Balkonen sowie brennende Gartenlauben oder Schuppen waren ebenfalls zu verzeichnen. Zudem lösten automatische Brandmeldeanlagen in nahezu 20 Objekten Alarm aus. Hier war größtenteils Brandrauch von abgebranntem Feuerwerk in die Gebäude eingedrungen und von den Rauchmeldern detektiert worden.

Der Rettungsdienst musste in den rund 200 Notfalleinsätzen der Silvesternacht zumeist bei Alkoholvergiftungen und Verletzungen nach Stürzen oder Auseinandersetzungen von Personen qualifizierte Hilfe leisten. Leider waren auch wieder einige Verletzungen nach dem unsachgemäßen Gebrauch von Feuerwerkskörpern zu versorgen.

Durch die schlechten Sichtverhältnisse infolge starker Nebelbildung kam es auf Hannovers Schnellwegen zu schweren Verkehrsunfällen. Die teilweise schwer verletzten Personen transportierten Rettungswagen nach Verkehrsunfällen auf dem Südschnellweg in Anderten sowie auf dem Messeschnellweg Höhe Weidetor in Hannoversche Notfallkrankenhäuser.

Feuerwehr und Rettungsdienst hatten sich, wie auch in den vergangenen Jahren, durch zusätzliches Personal in der Regionsleitstelle und eine erhöhte Anzahl von fest besetzten Einsatzfahrzeugen gut auf das erhöhte Einsatzaufkommen in der Silvesternacht vorbereitet. An elf Standorten der Freiwilligen Feuerwehr besetzten rund 140 ehrenamtliche Einsatzkräfte zwischen 18:00 Uhr am Silvesterabend und 06:00 Uhr am

Neujahrsmorgen ihre Löschfahrzeuge. Die Berufsfeuerwehr stellte zusammen mit den Hilfsorganisationen mit insgesamt 28 Rettungsmitteln, darunter fünf Notarzteinsatzfahrzeuge, die Notfallrettung sicher. Insgesamt waren 325 Einsatzkräfte für die Feuerwehr und im Rettungsdienst in der Landeshauptstadt im Einsatz.

Die Regionsleitstelle disponierte in der Silvesternacht von 18:00 bis 06:00 Uhr insgesamt weit mehr als 500 Einsätze in der gesamten Region Hannover. Außerhalb der Landeshauptstadt mussten die Feuerwehren in der Region zu 64 Brandeinsätzen ausrücken. Durch zusätzliches Personal konnten alle Notrufe über den Feuerwehrruf 112 zeitgerecht abgefragt und die notwendigen Einsatzmittel schnell alarmiert werden.

Besondere Einsätze der Silvesternacht:

31.12.2019, 16:00 Uhr, U-Bahn-Station Kröpcke

Person zwischen Bahn und Bahnsteigkante eingeklemmt. Auf dem Bahnsteig der Linie 4 in Fahrtrichtung Garbsen wurde der Regionsleitstelle eine zwischen dem Bahnsteig und dem Stadtbahnwagen eingeklemmte Person gemeldet. Der alarmierte Löschzug der Feuer- und Rettungswache 1 konnte durch den Einsatz eines Hebekissens den eingeklemmten 50-Jährigen befreien und an den Rettungsdienst übergeben. Nach der

Erstversorgung durch einen Notarzt erfolgte der Transport in ein Notfallkrankenhaus.

31.12.2019, 21:10 Uhr, Hainholz Fenskestraße.

Feuer auf Balkon. Der Regionsleitstelle wurde ein Feuer auf einem Balkon im ersten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses gemeldet. Über eine Steckleiter löschten die alarmierten Brandschützer der Feuer- und Rettungswache 1 sowie der Ortsfeuerwehr Vinnhorst unter Einsatz eines Löschrohres das Feuer auf dem Balkon.

01.01.2020, 00:10 Uhr, Laubenbrand, Badenstedt.

Mehrere Anrufer meldeten der Regionsleitstelle einen Laubenbrand in der Badenstedter Straße. Die alarmierten Brandschützer der Feuer- und Rettungswache 4 sowie der Ortsfeuerwehr Badenstedt löschten die in Vollbrand stehende Laube mit mehreren Strahlrohren. Personen waren nicht betroffen, eine Gasflache konnten die Einsatzkräfte sichern. Nach rund einer Stunde konnte Feuer aus gemeldet werden.

01.01.2020, 00:30 Uhr, Ihmeplatz , Feuer im siebten Obergeschoß, Alarmstufe zwei.

In der Regionsleitstelle gingen mehrere Notrufe zu einem Wohnungsbrand im siebten Obergeschoss des Wohnhochhauses am Ihmeplatz ein. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte bestätigten die Lagemeldung und erhöhten die Alarmstufe. Zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr sowie Einheiten der freiwilligen Feuerwehr wurden entsendet. Nach Inbetriebnahme der Steigleitung konnten die vorgehenden Atemschutztrupps das Feuer in der Brandwohnung löschen. Drei Atemschutztrupps gingen mit Strahlrohren zur Brandbekämpfung vor. Personen befanden sich zum Zeitpunkt des Brandes nicht in der Wohnung. Nachdem unter Einsatz von Druckbelüftungsgeräten der Brandrauch aus dem Gebäude entfernt und anliegende Wohnung kontrolliert wurden, konnten der Einsatzleiter nach rund zwei Stunden die Einsatzstelle übergeben. Die Polizei hat die Ermittlungen der Brandursache aufgenommen.

01.01.2020, 01:50 Uhr, Südschnellweg Anderten

In der Regionsleitstelle gingen mehrere Notrufe zu einem Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten PKW und verletzten Personen auf dem Südschnellweg zwischen den Anschlussstellen Anderten und Brabeckstraße ein. Bei extrem schlechten Sichtverhältnissen kam es zu einem Verkehrsunfall mit fünf beteiligten PKW. Die Personen waren glücklicherweise nicht in den Fahrzeugen eingeklemmt und konnten ohne den Einsatz von hydraulischen Rettungsgerät an den Rettungsdienst übergeben werden. Nach medizinischer Erstversorgung erfolgte der Transport von insgesamt vier verletzten Personen mit Rettungswagen in Hannoversche Krankenhäuser. Dieser Einsatz war für Feuerwehr und Rettungsdienst nach rund dreieinhalb Stunden beendet.

01.01.2020, 02:14 Uhr, Messeschnellweg Höhe Weidetor

In der Regionsleitstelle gingen mehrere Notrufe zu einem Verkehrsunfall mit mehreren beteiligten PKW und verletzten Personen auf dem Messeschnellweg in Groß Buchholz ein. Bei extrem schlechten Sichtverhältnissen kam es zu einem Verkehrsunfall mit sechs beteiligten PKW und einem Rettungswagen aus Celle. Die Personen waren glücklicherweise nicht in den Fahrzeugen eingeklemmt und konnten ohne den Einsatz von hydraulischen Rettungsgerät an den Rettungsdienst übergeben werden. Nach medizinischer Erstversorgung erfolgte der Transport von insgesamt acht verletzten Personen mit Rettungswagen in Hannoversche Krankenhäuser. Dieser Einsatz war für Feuerwehr und Rettungsdienst nach rund drei Stunden beendet.

31.12.2019, 18:00 Uhr Niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil besucht die neue Feuer- und Rettungswache 3 in Kirchrode

Im Rahmen eines Kurzbesuches in der neuen Feuer- und Rettungswache in der Lange-Feld-Straße dankte der Niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil den hannoverschen Brandschützern für Ihren Einsatz in der einsatzreichsten Nacht des Jahres. „Herzlichen Dank an alle Feuerwehrleute in Niedersachen, die heute Nacht arbeiten. Ganz egal, ob sie hauptamtlich oder ehrenamtlich unterwegs sind. Und derselbe

Dank gilt allen anderen in den Krankenhäusern, in den Heimen, in den Rettungleitstellen oder wo auch immer sie den Jahreswechsel auf dem Arbeitsplatz zubringen müssen“ betonte Weil im Rahmen des Kurzbesuches.

Feuerwehr Hannover

Titelbild: Dieter Rohrberg, Leiter der Feuerwehr (links) und Personalratsvorsitzender Mario Kraatz begrüßen zusammen mit den diensthabenden Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswache Ministerpräsident Stephan Weil. Michael Hintz, Pressesprecher Feuerwehr Hannover, Quelle: Feuerwehr Hannover

02.01.2020


Kommentare

  1. Ohne diese Drecksknallerei wäre das Nebelaufkommen in der Silvesternacht nicht so schlimm geworden und einige Leute wären auf den Schnellwegen nicht verunglückt.

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