7. Januar 2020

Von Klaus Öllerer

Vorbemerkung
Inzwischen gibt es einige E-Ladestationen in Linden und Limmer. Als die Interessanteste erscheint mir die am Lindener Markt. Ich stelle mir jetzt vor dort in einer Etagenwohnung zu wohnen und ein E-Auto zu fahren. Einen eigenen Parkplatz habe ich nicht. Es wird also wechselnd geparkt, da wo gerade etwas frei ist. So geht es auch den meisten Lindenern, die ein Auto haben.

Das Gedankexperiment startet
Das E-Auto steht mir jetzt zur Verfügung. Ich habe es mit vollem Akku beim Händler leihweise abgeholt und stelle es in Wohnungsnähe hin. Am nächsten Tag fahre ich abends in ein Dorf in die Region, um alte Bekannte zu besuchen. Hin- und Rückfahrt ergeben ca. 100 Km. Als ich im Dunklen zurückkomme wird die Fahrtreserve mit 250 Kilometer angegeben.
Soll ich laden? Die Ladestation am Lindener Markt ist gerade frei. Und vielleicht brauche ich das E-Auto morgen für eine längere Strecke. Also hinfahren und laden starten. Das geht reibungslos. Über eine Stunde werden gebraucht, um auf Volladung zu kommen. Ich bin müde und gehe ganz schnell ins Bett.

Ich werde wieder wach. Das Handy hat geklingelt. Der Akku ist aufgeladen wird gemeldet. Oh. Und jetzt? Ich kann das Auto doch nicht stehen lassen. Vielleicht muß jetzt Jemand anderes noch laden. Was mache ich bloß? Ich bin müde. Ich ziehe mich an und gehe raus zum Auto. Kabel rausgezogen und Parkplatz suchen. Was ich finde ist nur ein Notparkplatz. Alles ist voll. Es ist Nachts. Hoffentlich kommt kein Knöllchen.

Träume
Etwas nölig lege ich mich wieder ins Bett. Immerhin ist der Akku voll. Gähnen und wieder einschlafen. Meine innere Logik ist jedoch hellwach. Alpträume plagen mich. Geht das jetzt jedes Mal so? Was wäre, wenn eine Mutter wieder runter müßte, um ihr aufgeladenes E-Auto wegzufahren? Läßt sie das Baby oben oder nimmt sie es mit?

Ich erinnere mich an Zeitungsartikel von Erfahrungen mit E-Autos. Das Laden unterwegs kann Stunden dauern. Was macht man dann? Vor der Ladestation steht schon eine Warteschlange von Autos. Das hatte es kürzlich wirklich gegeben. Es waren Teslas, die lange, lange warteten bis sie dran waren. Viele, viele Stunden kamen zusammen. Man kann doch nicht ständig Kaffee trinken und sogar rauchen, wenn einem die „Zeit aufs Dach fällt“.

Ich träume von Waldbränden, Überschwemmungen und Hurrikanen. Wie kriege ich zur Flucht den Akku ganz schnell voll? Dann muß man ja auch Stunden warten. Und wenn dann kein Strom da ist? Alpträume über Alpträume.

Ich wache auf. Schweißgebadet. „Ich will meinen alten Benziner wieder haben“, durchzuckt es mich. Nee, das E-Auto bringe ich wieder zurück.

Fazit
Der Händler hat Verständnis. Er gesteht mir, dass er gerade mal ein einziges E-Auto in den letzten zwölf Monaten verkauft hat. Anfänglich war er begeistert. Doch die Leute wollen solche E-Autos nicht, so lautet sein Fazit.

Es gibt auch etwas andere Erfahrungen. E-Auto-Besitzer, die direkt auf ihrem Grundstück laden können, haben es etwas leichter. Unterwegs auf längeren Strecken allerdings bleibt das Nachladen immer schwer und – lästig. Das „Nachladen“, äh tanken, mit Benzin und Diesel ist ja so viel bequemer und richtig schnell.

Was meinen die Leser?

Siehe auch >> mehr
Focus: >> E-Mobilität im Praxistest
Nach dieser Fahrt im Elektroauto behalte ich erstmal meinen Diesel

Titelfoto: Ladesäule am Lindener Markt, Foto von hansko

Andere Sichtweisen sind willkommen.

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Ladesäule Lindener Markt

Klaus Öllerer
07.01.2020; 22:35
Debatte



Kommentare

  1. So lange selbst Kleinwagen nicht unter 20000 Euro zu haben sind, bleiben E-Autos unattraktiv. Einen gebrauchten VW Polo, 1 bis 2 Jahre, bekommt man für die Hälfte.

  2. Es ist auch hier komplex. Es gibt viele Aspekte. Viel geholfen wäre, wenn wir das ganze auch geostrategisch sehen könnten. Letztlich ist die Ressource Erdöl endlich und man kann viel damit tun. Verbrennen ist eine Möglichkeit. Vielleicht werden spätere Generationen dankbar sein, wenn wir nicht soviel davon verbrannt haben.

    Man muss aber auch ganz klar sagen, dass wir einen globalen CO2-Zertifikatehandel brauchen, in den insbesondere die USA, China und Indien mit einsteigen und zwar mit Verpflichtungen, die weit über Paris hinausgehen. Denn das Pariser Abkommen ist ja nur eine unverbindliche Selbstverpflichtung, ohne Konsequenzen, falls man sich nicht daran hält. Nur so wird ein Schuh draus, weniger CO2 zu emittieren. Wenn wir diesen Handel nicht bekommen, fahren die Öltanker einfach weiter und das Öl wird zu günstigen Preisen in anderen Ländern verbrannt und emittiert dann dort das CO2. Nichts gewonnen, im Gegenteil.

    Deutchland macht ca. 2% des CO2, an diesem Fakt kommen nicht mal Quasching, Rahmstorf & Co. vorbei. Deren Argument lautet dann: „…die Welt schaut auf Deutschland, wir müssen anfangen, u.a. mit E-Autos…“

    Da habe ich so meine Zweifel. China stellt innerhalb von 4 Jahren den größten Flughafen der Welt hin, ist in Sachen E-Mobilität weit überlegen, selbst in Afrika habe ich besseren Mobilfunkempfang als in Deutschland und Hochtechnologie wird auch von anderen Ländern entwickelt. Wer weiß, wie sehr die Amerikaner alles lieben, was einen Motor hat, weiß auch, dass es dort noch lange dauern wird, bis ein Umdenken stattfindet. Das meistverkaufte Fahrzeug in den USA ist kein Tesla, sondern der Ford F-150. Ein SUV-Pickup mit 5 Litern Hubraum und 400 PS. Also welche Nation interessiert sich dafür, ob wir nicht mehr in unsere Diesel einsteigen?

    Noch ein Indiz für den ungestillten Fossilbrennstoff-Hunger der Weltgemeinschaft: Grönland ist noch nicht ganz abgetaut, da will Trump schon ein Stückchen Land dort kaufen und klopft dafür bei den Dänen an. Ebenso stehen mehrere andere Nationen bereit und scharren mit den Hufen. Warum? 13% des noch nicht entdeckten Erdöls und 30% der noch nicht entdeckten Ergasvorkommen werden dort vermutet. Sie werden gefördert und verbrannt werden.

    Klingt das nach umdenken und einer weltweiten Verkehrswende?

    Aber zurück zum E-Auto. Ich finde, wer Lust darauf hat, soll es machen. Viele freuen sich über die moderne Technik, das leise dahincruisen. Das würde mir auch gefallen. Und wer seine Reisen gut plant, kommt auch mit einem Tesla in Europa überall hin. Dafür muss man allerdings auch knappe 60k hinlegen. Mit einem eGolf sieht das reisen schon wieder anders aus, zumal nicht das gut ausgebaute Supercharger-Netz von Tesla zur Verfügung steht.

    Funfakt am Rande. Die Realreichweite eines Tesla bei 130 km/h auf der Autobahn sinkt auf ca. 350 km. Hat ein Teslabesitzer getestet, findet man bei Youtube. Kann mans sich auch selbst ausrechnen. Bei 130 km/h zieht der Tesla 19 KWh. Wenn ich dann noch etwas Reserve im Akku lassen will, habe ich etwas unter 300 km zur Verfüung. Das ist ok, klingt dann aber auch schon anders, als die ausgelobten 550 km. Über 130 sollte man unter diesen Gesichtspunkten auch mit einem Tesla nicht fahren. Wird auf deutschen Autobahnen eh schwierig.

    Was ich sehr schade finde, ist die politische Festlegung auf EINE Antriebsart. Berlin hat sich gerade E-Busse geleistet, von denen die besseren fast 1 Million € kosten – pro Stück. Und die stehen oft in der Werkstatt. Weil es Probleme damit gibt. Bei Bedarf bitte die entsprechenden Artikel dazu googeln. Ich habe einen echten E-Auto Enthusiasten im Freundeskreis, selbst der räumt ein, dass diese Busse nicht gut funktionieren.

    Stattdessen gibt es seit Jahren die Biomethangas-Busse, die nahezu CO2-neutral fahren. Die Technik funktioniert sehr gut. Nun werden die Förderprogramme für diese Antriebsart eingestellt, weil politisch nicht mehr gewollt. Auch hier gibt es Videos, mit Fragen ans Verkehrsministerium, warum die Technik nicht weiter im Blick gehalten wird. Die Antwort ist nicht viel mehr als ein Schulterzucken, die Argumente hanebüchen.

    Ein friedliches Miteinander verschiedener, der Situation angepasster Antriebskonzepte halte ich für das beste.

  3. Wir wohnen auf dem platten Land und, abgesehen davon, dass ich pro Tag 60 km einfache Fahrt pendeln muss, und am Zielort keine Lademöglichkeit habe, hätte ich auch ein Problem mit dem Laden zu Hause. Zwar haben wir eine Garage, doch die ist gut 20 m entfernt vom Haus. Die Garage hat nur einen 230V-Stromanschluss, einen uralten, mit zweiadrigem Kabel. Da kann ich kein E-Dings laden. Ich müsste also erst einmal vom Haus quer durch den Garten ein neues (Erd-)Kabel legen lassen, mitsamt Anschluss am Sicherungskasten, Verlegung und Installation einer Wallbox in der Garage etc.. Die Kosten? Dafür kann ich meinen Verbrenner noch einige Jahre fahren. Ein Einzelfall sind wir mit diesem Problem hier bei uns in der Ortschaft übrigens auch nicht.

    1. Wenn das für dich so passt, dann solltest du doch einfach dein aktuelles Fahrzeug weiterfahren. 🙂

      Warum ein gutes Auto weggeben, was ja „schon produziert ist“ und noch gut fährt? Das ist aus meiner Sicht auch ökologisch nicht sinnvoll. Es wird nicht schnipp machen und alle Autos über Nacht elektrisch. Es gibt Szenarien da passt es und Szenarien, da passt es nicht.

      20 Meter Erdarbeiten und Hauszuführung muss man schon gut planen.

      Zur Einordnung bei Interesse: 120 km Tagesentfernung schafft selbst ein eGolf locker. Das entspricht ca. 19 kWh Strombedarf (also ca. 5,70EUR bei 30ct pro kWh). Ladedauer Schuko 8h, Wallbox (11kW) 1,7h, Schnellladen unterwegs (leider „nur“ 40 kW CCS beim eGolf) ca. 30 Minuten.

      Aber richtig ist natürlich auch, eine der Varianten braucht man auf jeden Fall.

  4. Speziell zum Thema Laden des Elektroautos gibt es die drei Komponenten: Laden zu Hause, Laden unterwegs und Laden am Arbeitsplatz. Ähnlich wie im Artikel dargestellt bin ich der Überzeugung, dass mindestens eine dieser Varianten zuverlässig und planbar zur Verfügung stehen muss, damit es für den individuellen Bedarf komfortabel nutzbar ist.

    Ich bin großer Fan der von enercity aufgestellten Ladesäulen als Teil einer Co-Entwicklung von eAutos und Lademöglichkeiten, die sich gegenseitig unterstützt und verstärkt. Ich nutze diese selber aber nur zum „Top-Up“, d.h. bedarfsmäßiger Aufladung wenn ich eh im Stadtgebiet unterwegs bin.

    Wir sind aktuell immer noch in den Anfangstagen der Elektromobilität in der Fläche. Auch die Fahrer von Verbrennern mussten anfangs etwas mehr Aufwand in Kauf nehmen als heutzutage:

    „Also besorgten sich die drei mutigen Automobilisten in der Apotheke in Wiesloch ein Reinigungsmittel, das damals als Kraftstoff diente, das Ligroin. So wurde die Apotheke in Wiesloch, die auch heute noch von außen besichtigt werden kann, zur ersten Tankstelle der Welt.“
    http://www.bertha-benz.de/index.php?sub=2&col=b&inhalt=pers_erstetankst

    Und mittlerweile? Die Gesellschaft hat ein weltweites System aufgebaut, bei der eine endliche Ressourcen (Erdöl) in den entferntesten und politisch wenig stabilen Regionen der Welt unter stetig höher werdenden energetischem und ökologischem Aufwand aus der Erde geholt wird. Dann wird es raffiniert, transportiert und verbrannt. Diese Dimensionen, Verfügbarkeit aber auch damit verbundenen Kosten haben bestimmt nicht alle Beobachter zu Zeiten von Martha Benz vorausgesehen 😉

    Die Ladenetze für die Elektromobilität haben noch eine Entwicklung vor sich, nur dieses Mal mit der Möglichkeit der Schaffung einer dezentralen und demokratischen Ausgestaltung. Wir können regional erzeugte regenerative Energie nutzen und die Wertschöpfung der Ladeinfrstruktur in der Region erbringen. Die „Stadtwerke“ enercity sind dafür der beste Beleg. Keine Abhängigkeiten von Shell, Aral und Total? Wie cool ist das denn!

    Ich bin voll bei dir: Für denjenigen, der noch keine zuverlässige Ladestruktur zur Verfügung haben, die Stops unterwegs einplanen können oder am Arbeitsplatz laden können, wird es noch etwas dauern, ein passendes Szenario zu finden. Und das ist ok! Die Lösung ist nicht die Konvertierung aller Autos über Nacht auf einen elektrischen Antrieb. Nutzer in der Peripherie und Region können hier einfacher und schneller loslegen.

    Und sonst? Halten wir es einfach mit Kaiser Wilhelm. Optionen gibt es immer 🙂

    „Ich glaube an das Pferd. Das Automobil ist eine vorübergehende Erscheinung.“
    -Kaiser Wilhelm II. (zugeschrieben)

    Transparenz: Ich fahre seit Anfang 2019 reinelektrisch, dienstlich auch auf der Langstrecke bis nach Berlin, München oder in die Niederlande. Auch die privaten Szenarien einer vierköpfigen Familie, inklusive Urlaubsfahrt an die Küste, decken wir problemlos ab. Ich lade zu Hause in der Garage und auch unterwegs.

    1. Warum sollte ich mir eine Alternative antun, die umständlich und teuer ist? Viel Zeit und Konzentration muß ich aufbringen. Es kommt mir wie ein Rückschritt in vormoderne Zeiten vor. Die Pferde früher benötigten auch viel Zeit und Konzentration.

      Als Hobby finde ich das ja ok.

      1. Ich persönlich vertrete die Ansicht, niemanden gegen seine persönlichen Überzeugungen „bekehren“ zu wollen. Gerne lege ich meine Beweggründe als Diskussionsbeitrag dar. Ich bin der Überzeugung, dass die Bedeutung der Elektromobilität strategisch nicht zu unterschätzen ist. Damit meine ich einen Zeithorizont über 10+ Jahre und dann eben auch in die Generation der Kinder und Enkel hinein.

        Fossile Energieträger sind endlich. Die Erzeugung fossiler Kraftstoffe wird stets teuerer im ökonomischen wie auch ökologischen Sinne.

        Als Volkswirtschaft sind wir in hohem Maße angewiesen auf Erdölförderländer in politisch heiklen Regionen mit daraus resultierenden Abhängigkeiten.
        Erneuerbare Energie und Mobilität hat das Potenzial, Wertschöpfung und Innovation im Land bzw. in Europa zu regionalisieren und zu dezentralisieren. Damit können jene ökonomischen, ökologischen und politischen Abhängigkeiten reduziert werden.

        Individuell gesehen und je nach Fahrprofil ist die Elektromobilität teils schon heute günstiger (über den Lebenszyklus gesehen) als ein Verbrenner. Und das in einer noch frühen Phase der Adoption! Dieser „Break-Even“ wird in den nächsten Jahren für immer mehr Anforderungen immer günstiger werden bzw. zeitlich nach vorne rücken.

        Weitere Massenmodelle stehen vor der Tür (VW ID.3) und günstigere Varianten sind in der Entwicklung (z.B. auch von VW ID.1/ID.2) mit Zielpreisen unter 20.000 EUR. Die Entwicklung der Traktionsbatterien schreitet rasant voran und weitere Technologiesprünge in den nächsten Jahren sind nicht unwahrscheinlich.

        Daher: Wenn es für das aktuelle Profil (noch) nicht passt, dann ist das auf dem aktuellen Stand eine faire Entscheidung. Strategisch und gesellschaftlich ist der Aufbau und Ausbau nachhaltiger bzw. regenerativer Energie- und Mobilitätskonzepte aus meiner Sicht der richtige Weg. Viele positive Effekten können entstehen, individuell wie auch für die Gesellschaft als Ganzes.

      1. Da wir hier in einem forenähnlichen Kontext unterwegs sind, sind ja evt. mehrere Adressaten an dem Inhalt interessiert.

        Ich sehe mich da als Lobbyist mindestens mal der folgenden Generationen und tue mein Bestes, sauber zu argumentieren und das Gespräch zu suchen und mich mit jedweden Argumenten auf der „Sachebene“ auseinander zu setzen.

        Daher vielen Dank für den Hinweis!

        Als langjähriger Lindner (und jetzt Ahlemmer) ist es mir nicht zuletzt auch wichtig, hier auf einer Plattform, die den Namen des Stadtteils trägt, ein bischen zum Diskurs beizutragen 🙂

        1. Ich begrüße Deine sachliche Art zu argumentieren, Dennis. Das sage ich nicht nur als „Lobbyist“ der Demokratie hier im Stadtbezirk, sondern auch als Admin und verantwortlicher für halloLindenLimmer.de.

          Charles Koch fällt hier leider immer wieder auf, weil er, wenn es argumentativ eng für ihn wird, nicht mehr antwortet und/oder schnell unsachlich wird, um das mal etwas milde auszudrücken.

          Was EIKE angeht hier mein Antwort:
          EIKE heißt Europäisches Institut für Klima & Energie. Gegen EIKE werden öffentlich schwerwiegende und nachweislich falsche Behauptungen aufgestellt. Doch wer ist EIKE und was habe ich damit zu tun?

          EIKE ist ein gemeinnütziger Verein, der jährlich durch das Finanzamt überprüft wird, was bisher immer positiv ausging.
          EIKE finanziert sich durch Spenden. Im Jahre 2018 gab es ca. 7.000 Spender mit Summen zwischen fünf € (!) und einigen tausend €. Eine Fossile Industrie war nicht dabei. Das ist schade. Deren Geld würden wir nämlich gerne annehmen – solange unsere Unabhängigkeit gewahrt bleibt.
          Im Gegensatz dazu erhält Greenpeace (Jahresbudget irgendetwas mit 200.000.000 $) Spenden u.a. von der Ölindustrie und anderen fossilen Firmen. Dabei dürfte denen ebenfalls wichtig sein, das ihre Unabhängigkeit gewahrt bleibt.

          Ich selbst – und fast alle, die ich kenne – haben mit der fossilen Industrie nichts zu tun. Wir sind im klassischen Sinne wie Bürgerinitiativen der alten Umweltschutzbewegung und entsprechend wie eine Grasswurzel-Bewegung – für fast alle offen.

          Seit 2001 beschäftigt mich das Thema Klima und das hauptsächlich von der wissenschaftlichen Seite her. 2007 wurde EIKE hier in Hannover gegründet. Ich bin Gründungsmitglied.
          Die AfD hat sich erst viel später gegründet und übernahm als bisher einzige Partei unsere skeptische Sichtweise vom Klima. Damit punktet sie wie ihre Wahlergebnisse zeigen. Und zum ersten Mal sind unsere Sichtweisen im Bundestag auch offiziell vertreten.
          Wir dürften mit unseren Sichtweisen die AfD stark beeinflussen, was allerdings umgekehrt überhaupt nicht gilt.
          Das bisher keine der anderen Parteien darin gefolgt ist – sondern nur einzelne Mitglieder anderer Parteien – kriegen diese teilweise auch in Wahlen zu spüren. Es gibt allerdings in anderen Parteien eine Reihe von klimakritisch denkenden Mitgliedern und auch Funktionsträger, wie wir immer wieder feststellen können.

          Bei uns in der KlimaKontroverse.de hier in Linden sind bspw. Mitglieder und auch Vertreter verschiedener Parteien aktiv. Wir treten öffentlich auf (Strassenfeste, Autofreier Sonntag, etc.) und treffen uns monatlich ebenfalls öffentlich. Dabei beschäftigen wir uns hauptsächlich mit wissenschaftlichen Klimathemen wie man auf unserer Internetseite feststellen kann.

          Ich sehe heute viele Ähnlichkeiten mit der alten 68er-Bewegung. Damals gehörte ich dazu und die Gegenseite versuchte anfänglich einen „Kampf gegen Links zu führen“ mit viel Hetze (Springerpresse, bspw.). Wir wissen wie es ausging.

          Meine Lebenserfahrung sagt, dass der Diskurs die Quelle der Erkenntnis ist – und nicht das Wohlgefühl in einer Gesinnungsblase. Ich empfehle die Flyer auf unserer Homepage zu lesen. Für Fragen und Einwände bin ich immer offen. Das Know How bis in viele Details habe ich. http://www.KlimaKontroverse.de

          So weit erst einmal.

  5. Wenn man draußen wohnt und auf dem Grundstück laden kann, mag es gehen. Dann aber auch bitte ein kleines, möglichst leichtes E-Auto zum Pendeln in die Stadt, und bitte mit Ökostrom laden!
    Ach so, klein und leicht ist auch bei E-Autos ein Problem…
    Am besten ist, man zieht dahin, wo Leben und Arbeiten stattfinden, dann kann man mit dem Fahrrad pendeln und die ganze Debatte löst sich in Luft auf.
    Für seltene Autofahrten nach weiter weg in der Freizeit kann man dann ja ganz locker eines mieten.

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