28. Januar 2020

Da stand es nun. Ein E-Auto der Polizei parkte beim Van-Alten-Garten in Linden-Mitte. Was gleich auffiel: Es hatte keine Blaulichtlampe auf dem Dach. Des Rätsels Lösung: Dieses Auto ist nicht für den Streifendienst vorgesehen. Dem Vernehmen nach wird es nur für verwaltungsähnliche Zwecke eingesetzt. Die Reichweite beträgt ca. 150 Km mit einer E-Ladung. Das Nachladen dauert lange, in der Regel geschieht dieses über Nacht.

e-GOLF

Warum wurde dieses E-Auto eigentlich angeschafft, wenn es im Einsatz anscheinend keinerlei Vorteile bietet? Der Innenminister Boris Pistorius sagt Einiges dazu in folgendem Video.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Es gibt keine polizeilichen Gründe für die Anschaffung von reinen E-Autos oder Teil-E-Autos (Hybride). Diese bieten keine Vorteile und stellen für den reibungslosen Betrieb eher eine Last dar. Es geht um die Förderung der E-Mobilität – auch, wenn es viel, ja sehr viel kostet.

Hinweis: Der Strommix mit dem reine E-Autos geladen werden besteht zu 50% aus Braun-, Steinkohle und Erdgas. Hybride fahren überwiegend fossil mit Benzin/Diesel aus Erdöl.
Die handelsüblichen Benziner und Diesel fahren ebenfalls nahezu ausschließlich mit Erdölprodukten. Vorteile bei E-Autos und Hybriden sind nicht zu erkennen. Die Bayern haben inzwischen eine negative Bilanz festgestellt.

Lesetipp:
BAYERN ZIEHT BILANZ
Warum E-Autos als Streifenwagen floppen >> Welt.de

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
28.01.2020


Kommentare

  1. Ethanol wäre ein sinnvoller Benzin Ersatz.
    Nicht als e10 sondern e100.
    Verbrennt nahezu Schadstoff frei.
    Nur das die Herstellung ziemlich simpel ist dürfte dem Staat schwer im Magen liegen.

  2. Da hat Marlon schon recht und darum ist es auch nur eine Brückentechnologie. Da man sie Schneller verwirklichen konnte als die Brennstoffzelle. Wobei auch dabei bislang die Gewinnung des Wasserstoffes ein Problem war.
    Der Grund warum man die E-Autos setzt ist um jetzt die Luft in der Stadt zu verbessern und das schaffen reine E-Fahrzeuge, eben da wo man nicht auf Fahrzeuge verzichten kann.

    1. Ich sehe kein Luftproblem in unseren Städten. Das war früher ganz anders und auch noch in den 70ern, wo im Winter alles voller schmieriger Peke war.

      Aus meiner Sicht haben wir heute die beste Luft in unserern Städten seit über tausend Jahren. Das kann ich gerne näher begründen.

      Die ganze Aufregung wegen Stickoxiden, etc. war rein künstlich mit so etwas wie Fakestudien angeheizt. Auch das kann ich gerne näher begründen.

      Je mehr ich mich als Ingenieur mit jahrzehntelange Erfahrung in der Entwicklung mit einigen Themen der modernen Wissenschaft beschäftige, um so entsetzter bin ich, was da so läuft – und welchen Einfluß die Politik dabei hat.

      1. > Je mehr ich mich als Ingenieur …..

        Dann sollten die Mathematik der 8. Klasse, physikalische Einheiten, der Unterschied zwischen gefühlt und nachgezählt, nachvollziehbare Diagrammbeschriftungen kein Problem sein.

      2. Es mag ja durchaus sein das als noch jeder seine Wohnung oder Haus mit dem Ofen heizte die Ablagerungen vom Ruß größer waren, aber genau das ist ja das tückische, die Partikel sind heute deutlich Feiner und grade da liegt das Risiko. Das ist eben wie mit Asbest, dem würde sich heute auch keiner mehr aussetzen oder gar noch irgendwo einbauen.
        Was ist den daran so schlimm wenn die Menschheit es wirklich schaffen würde auf fossile Brennstoffe zu verzichten? Eigentlich ja nichts, aber wenn man nicht darauf hin arbeiten wird es diese Welt wohl so wie sie ist oder gar wie sie mal war, doch nicht mehr so lange geben wie es möglich wäre!

        1. Solange die bisherige Technik durch bessere, wettbewerbsfähige Technik ersetzt würde, wäre kaum etwas einzuwenden.

          Was jedoch gerade geschieht ist den Fortschritt ersatzlos abzuschaffen. Die Abschaffung des Kohlestroms – ohne leistungsfähigen Ersatz – kommt einem Rückschritt in Zeiten vor dem Wohlstand gleich.

          Alles was ich bisher über den Kohleausstieg gelesen habe hatte eines gemeinsam: Es gibt keinen Stromersatz!. Das muß man sich mal durch den Kopf gehen lassen. Auch in einer Erklärung der Bundesregierung soll die Kohle durch „Erneuerbare“ (Wind, Sonne, Bio) ersetzt werden.
          Das geht überhaupt nicht. Dazu fehlt jede notwendige Erfindung.

          https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/kohleausstiegsgesetz-1716678

          In welcher Welt leben die eigentlich?

          1. Das geht schon, auch wenn das Risiko besteht das es Zeiten geben kann in denen weder die Sonne ausreichend scheint noch das der Wind weht.
            In dem Fall kann man Strom nur aus anderen Regionen beziehen oder man braucht eine Möglichkeit der Zwischenspeicherung. Eine davon ist ein Speicherwasserkraftwerk https://de.wikipedia.org/wiki/Speicherkraftwerk_(Wasser) , in der Regel sind das wohl normale Stauseen. Künstliche, in die das Wasser erst gepumpt werden muss sind mir nicht bekannt. Möglich wäre es auch anders herum. das man eine Bergwerk nutzt und da drin ein Becken anlegt das man füllen kann wenn man Strom braucht.
            Oder aber man Produziert mit dem Strom Wasserstoff. Dieser hat den Vorteil das man ihn auch Transportieren kann. Hamburg plant zB. eine Anlage die überschüssige Offshore Windenergie dafür nutzen soll.
            Damit könnte man dann sowohl Autos und andere Fahr-/Flugzeuge antreiben oder auch im HKW Linden wieder zu Strom umwandeln, denn man könnte es da auch direkt verbrennen wie jedes brennbare Gas!

          2. Was technich geht, muß nicht auch automatisch wirtschaftlich gehen.

            Soviele Flächen für Stauseen gibt es nicht wie notwendig wäre um Flauten von Wind und Sonne zu überbrücken. Sonstige Speichermöglichkeiten wie Wasserstofferzeugung sind nicht bezahlbar.
            Deutschland würde sich aus der Welt des Fortschritts und Wohlstandes in so etwas wie die mittelalterliche Armut verabschieden und zum Spielball anderer Mächte werden.
            Vorher gäbe es Bürgerkrieg gegen die Ökodiktatur. So würde es wohl laufen.

          3. Leider kann ich auf die letzte Antwort nicht mehr Antworten (etwas begrenst der Kommentarbereich!) Von daher antworte ich hier:
            La, die Fläche für Speicherseeen ist wirklich begrenzt, aber es gibt sie genauso wie normale Wasserkraftwerke.
            „Sonstige Speichermöglichkeiten wie Wasserstofferzeugung sind nicht bezahlbar.“
            Ja sind sie das, wo haben sie das her? Umsonst ist bislang übrigens keine Energieform um sie Wirtschaftlich zu nutzen muss man überall erst mal investieren.
            „Deutschland würde sich aus der Welt des Fortschritts und Wohlstandes in so etwas wie die mittelalterliche Armut verabschieden und zum Spielball anderer Mächte werden.“
            Warum das denn? Das machen wir doch eher durch das Gas aus Russland und das Erdöl aus anderen Ländern.
            In eine neue Technologie zu investieren ist also kein Fortschritt?
            Ja was machen wir denn dann wenn die fossilen Energieträger aufgebraucht sind? Kurz davor wird es ohne Alternativen wohl eher ihr Szenario geben!

          4. Die Fossilien wie Öl, Kohle, Gas reichen noch für zweihundert bis tausend Jahre lt. einem Papier der Bundesanstalt für Geologie und Rohstoffe (BGR) hier in Hannover. Es gibt immer wieder positive Überraschungen dabei wie der Frackingboom bspw.. Um ein ausgehen der Fossilien brauchen wir uns auf absehbare Zeit keine wirklichen Sorgen zu machen.

            Ich selbst vermute,dass etwas 2060-70 neue Technologien wettbewerbsfähig werden. Vielleicht auf Solarer oder/und Kernenergiebasis.

            Wenn Erneuerbare Energien wettbewerbsfähig wären, dann würden sie sich auch von alleine durchsetzen.
            Bloß: Wer kann die vielen hunderttausende von Windmühlen ertragen (heute: 30.000), die notwendig wären plus nicht existierende Speicher, die keiner bezahlen kann/will.

  3. Nicht Elektro- Hybridautos sind die Lösund sondern der Verzicht auf Autos im Allgemeinen.
    Wenn man alle Verbrenner nun durch Eletroautos austauschen würde ist der Planet endgütlig verloren!

    1. Weit Voraus, kein Wunder bei einer Fläche 77.910 km² und einer Einwohnerzahl von ca. 5,5Millionen Menschen
      Deutschland hat im Vergleich dazu eine Fläche 357.582 km² (das 4,59fache) und Einwohner von ca. 83Millionen Menschen (das 15fache). Bei uns leben also deutlich mehr Menschen auf selben Fläche wie in Schottland. Darum wird es in Schottland wohl auch einfacher sein genug Windkraftanlagen aufzustellen an denen sich kein Mensch stören wird.

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