30. April 2020

Gegenüber der Kochstr. , bei Rossmann, hängt folgender Aushang.

Hartmut Hardekopf 1961-2020

Mehr ist derzeit nicht bekannt.

30.04.2020


Kommentare

  1. Hardy war ein guter Mensch, hatte aber in den letzten wenigen Jahren eine nicht so gute Zeit. Ganz so bitter und verbittert, wie es der vorherige Kommentierende beschrieben hat, war es aus meiner Sicht allerdings auch wieder nicht. Weder was Hardy noch sein Stadtteil betrifft. Sein gutes altes Rad hat er zuletzt wieder benutzt wie früher und es steht noch jetzt bei uns im Haus herum und scheint auf ihn zu warten.

    Ich vermisse Hardy, mit all seinen Schattierungen, die jede und jeder Mensch hat.

    Im Innenhof hat jemand unter seinem geliebten Goldregen ein Erinnerungsbeet angelegt. Dort, wo Hardy jahrelang mit viel Liebe und Herzblut einst den Innenhof und seine Gärten angelegt und gepflegt hatte.

  2. Zum Flaschensammeln war Hardy immer stilvoll mit seinem uralten, wunderschönen Damenrad-Oldtimer unterwegs. Vor ein paar Monaten aber fuhr er mit einem gebrauchten Baumarktrad umher, was ich als entwürdigend empfand, und er bestimmt auch.

    Hardy war ein Einzelgänger im unbarmherzigen, moralisch verkommenen und gar kriminellen Prekariat Lindens, dabei war er innerlich eigentlich offen wie ein Schwamm für Vertrauen und Beziehungen. Der Letzte aber, der über ihn zu mir stolz sprach „mein Freund Hardy“, den hätte man im Nachhinein lieber gleich zum Feind gehabt.

    „Vertrauen verschenkt
    Das macht man doch nicht
    Weiß doch jedes Kind
    Kennst du nicht die Geschichten?
    Wieder gedacht, es sei anders
    Wieder was gelernt“

    — Mach’s gut, Hardy. Hast genug gelitten; das nächste Leben wird besser.

    (Wahrscheinlich weiß er das inzwischen schon, aber ich habe da zur Himmelspforte Connections (einfach, weil mich Jesus anscheinend mag), und im Zweifel würde ich Hardy selbst reinlassen. Also kein Problem.)

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