26. Dezember 2019

Bitte auch die „Persönlichen Anmerkungen“ weiter unten lesen.
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von Klaus Öllerer

An der Wunstorfer Str. – am Eingang von Limmer – steht eine Infowerbung für die Gedenkstätte Ahlem. Diese befindet sich am Ort der ehemaligen jüdischen Gartenbauschule. Damit wird an die Verfolgung und Ermordung von Juden in der Nazizeit erinnert. Inzwischen ist die Judenverfolgung wieder hochaktuell wie Geschehnisse landauf und landab zeigen.

Die Gedenkstätte Ahlem wirbt um Unterstützung. Bilder zeigen Leben und Schicksal damaliger Juden.

Jüdische Gartenbauschule: „Diese Berufszweige waren jüdischen Bürgern lange Zeit verwehrt.“
Jüdische Gartenbauschule: „Auch Ziegen und andere Kleintiere wurden zur Ausbildung in Ahlem gehalten.“
„Deportation jüdischer Bürger in das Ghetto und KZ Riga am 15. Dezember 1941“
„Überlebende des KZ Bergen-Belsen gründeten einen Kibbuz, um sich zur Auswanderung vorzubereiten.“

Gedenkstätte Ahlem
Heisterbergallee 10
30453 Hannover

Mehr zur >> Gedenkstätte Ahlem

Persönliche Anmerkung
Es gab mal eine Zeit, da waren die Informationen zur Judenverfolgung und -vernichtung eine Sache von Gestern. Das Gedenken an Millionen umgebrachter Juden – Nachbarn, Kollegen, Freunde, Wettbewerber – erschien als eine Sache der Nazizeit, eine Zeit, die mit der Gegenwart nicht mehr allzuviel zu tun hat. Dachte man.

Inzwischen kann es niemand mehr bestreiten: Der Hass auf Juden ist in Deutschland wieder im Aufschwung. Der Antisemitismus war nie wirklich verschwunden – auch nicht in den öffentlich rechtlichen Medien. Gut in Erinnerung ist mir noch wie häufig Korrespondentenberichte aus dem Nahen Osten einseitig und übertrieben israelkritisch berichteten.

Zu dem ursprungsdeutschen ist inzwischen ein offensiver migrantischstämmiger Antisemitismus hinzugekommen. Der importierte scheint den einheimischen Judenhass zu überbieten und anzuspornen. Wie kann das sein?

Schon lange habe ich einen eigenartigen Gedanken zur real existierenden Einwanderung. Diese hat eine sehr große Anzahl von Judenfeinden ins Land gebracht. Das ist unbestreitbar.
Warum haben erklärte Judenfreunde und überzeugte „Gutmenschen“ diese Einwanderung von Antisemiten betrieben?

Ein Erklärungsversuch.
Kann es sein, das „Gutmenschen“ ihr „inneres Böses“ „outgesourct“ haben? An eingewanderte Judenhasser?

Das mag sich schizophren und psychologistisch anhören. Aber ich finde keine andere Erklärung für diese Art der offenen Grenzen. Darüber sollte man mal diskutieren.

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
25.12.2019/27.12.2019; 11:26


Kommentare

    1. Ja, Manfred, der Begriff „Gutmensch“ wird – inzwischen – vor allem in einer politischen Richtung verwendet, aber nicht nur.
      Er trifft zu und es scheint kein besseres Wort für das Verhalten und Selbstverständnis einer bestimmten politischen Szene zu geben. Darunter leiden wir inzwischen mehr oder weniger alle.
      Ich fasse es einfach nicht wie man Kultur-„Nazis“ und Religions-„Nazis“ in großer Zahl ins Land lassen kann. Und das gegen die Festlegungen im Grundgesetz und dem Geist der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung.

      Kannst Du mir diese Fragen beantworten?

      1. Was ich unter Kultur-„Nazis“ und Religions-„Nazis“ verstehe:

        Kultur-„Nazis“/Religions-„Nazis“:

        * Striktes autoritäres Staats- und Kultur-/Religionssystem
        * Mann steht über der Frau
        * strikter Antisemitismus/Judenhass
        * Gewaltlegitimierung im negativen Sinne

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