9. Januar 2020

Seit einigen Jahren werden zunehmend die Bäume am Leine- und Ihmeufer von Bibern angeknabbert. Es werden immer mehr und immer mehr. Aus Sicherheitsgründen müssen einzelne Bäume „nachbearbeitet“ werden wie ein Beispiel an der Dornröschenbrücke in Linden-Nord zeigt.

Die beiden stark angenagten Stämme wurden von schweren Ästen befreit. Dadurch wird zukünftiges Umfallen unwahrscheinlicher.

Auch oben wurden die Stämme abgesägt, damit sie möglichst stabil stehen bleiben.

Von der Dornröschenbrücke aus gesehen

Wie geht es weiter, wenn die Biberaktivitäten weiterhin unbegrenzt zunehmen?

Was meinen die Leser?

Siehe auch >> hallolindenlimmer.de/?s=biber

öl/09.01.2020


Kommentare

  1. Mal abgesehen von den oben erwähnten Versteckmöglichkeiten für Drogendealer und ihre Kunden kann ich keinen vernünftigen Grund sehen, warum man plötzlich die natürlich gewachsene Ufervegetation an Ihme und Leine vor Bibern und Spechten schützen müsste. Was wollt ihr da? Wildurinieren?
    Von den meisten unbemerkt tragen am Stichkanal zwischen der Schleuse am Stockhardweg und der Fösseeinmündung alle Bäume, die auf der Speisekarte der Biber stehen seit 2017 eine Drahtmanchette.
    Man hat die Situation also schon etwas länger im Blick. Unverständlich für mich ist nur, dass man den Baumschnitt mit der für die Nager so wichtigen Rinde (an dünneren Ästen) sofort entsorgt hat.
    Offenbar stört sich der „besorgte“ Bürger eher an ungeordnet herumliegenden Ästen, als am Vorhanden-, oder Nichtvorhandensein der Biber.

  2. Da gibt es eine Möglichkeit: Wenn man die Bäume vor Biberverbiss schützen möchte, kann man Naturkautschuk unten an den Stamm streichen und auf den noch flüssigen Kautschuk Sand aufstreuen – das soll ganz gut helfen.
    Tja, der Biber sorgt für wilde Dynamik und macht was er will. Mancher wird wütend ob so viel Wildwuchs und Anarchie. Ich finde es super dass der Biber hier ist – vor einigen Jahren noch völlig utopisch. Und aufstauen wird er den Fluss auch nicht können.
    Übrigens: Vor einigen Jahren hat die Stadt einen kompletten Kahlschlag am Ufer beim Faustgelände gemacht. Die Parks und Grünflächen werden in den letzten Jahren massiv augedünnt und Bäume entnommen ohne Ende und ohne erkennbaren Zweck. Das Stadtbild ist teilweise bereits ordentlich hässlicher geworden.
    Da scheint offenbar auch nicht groß zu stören.

    1. Zustimmung, guter Beitrag!

      „Und aufstauen wird er den Fluss auch nicht können.“
      Genau, denn das haben ja schon unsere Vorfahren in Herrenhausen getan und damit die träge, fließende breite Wasserstraße geschaffen, die mal die natürliche Leine und Kinderstube vom Lachs, Meerforelle und sogar Flußkrebs war.

  3. Ist doch Super
    Vll fressen sie die Bäume an wo die ganzen Dealer ihren scheiss verstecken und mit ganz viel glück kriegt einer von den dann den Baum ab.
    Also lieber die Dealer umsiedeln anstatt den Bieber

  4. Ich finde es immernoch absolut fantastisch, dass die Biber zurück sind und sich sogar an den sehr belebten Ufern in Linden mit den vielen Menschen und Hunden wohl fühlen. Die Flussaue mit den typischen Gehölzbeständen aus Erle und Weide vertragen den Biber gut, die Gehölze sind in den Überschwemmungsgebieten auf häugige Störungen/Verletzungen eingestellt und treiben schnell wieder aus. Das führt zu Strukturreichtum, von dem dann auch andere Tiere und pflanzen profitieren. Und die pflanzenfressenden Biber vergreifen sich in der Regel auch nur im Winterhalbjahr an den Bäumen, von Frühling bis Herbst bevorzugen sie frisches Grün.
    Was bessereres als der Biber kann Leine und Ihme garnicht passieren.

      1. Da müsstest du mal in mittelalterlichen Kochbüchern in den Klosterbibliotheken suchen. Bei den Mönchen war der Biber besonders in der Fastenzeit beliebt, da man da ja nur Fisch essen durfte.
        Das der Biber ein Fisch war, stand ausser Frage, da er ja nun mal im Wasser lebte.

  5. Ich schlage eine offene zukunftsorientierte Kommunikation mit den Biebern vor.
    Es müsste Kompromisse gemacht und Knabberalternativen erörtert werden.
    Es gibt schließlich kein Gesetz was das beißen in Bäume verbietet.

  6. Die Biber müssen weg. Sorry, aber so viel mehr wert als 20 Bäume ist ein Biber vielleicht gar nicht, auch, wenn er darüber nicht nachdenken kann und will.

    Wir Lindener ersuchen daher um freie Biberplätze in Tierheimen, zoologischen Anlagen und großzügigen Badezimmern. Schließlich brauchen wir die Biber ja noch wegen der Tierfreundlichkeit.

    Ich selbst würde ja Hausschuhe aus den wertvollen Fellen machen, aber rechtlich wäre das Wilderei.

    1. Tierheime sind nicht für Wildtiere gedacht! Zoologische Anlagen wären sicher einer Alternative, aber da werden lieber putzige Waschbären präsentiert obwohl wir die hier auch bald in der Umgebung sehen werden.
      Ich schlage vor die Biber in dem Bereich der Ihme und teilen der Leine einzufangen und an geeigneteren stellen anzusiedeln.

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