11. Juni 2019

>>h1 – Fernsehen aus Hannover

Einführungstext
Auf Lindens Flaniermeile könnte es ab 2021 ungemütlich werden: Auf der Limmerstraße in Hannover sollen dann drei neue Hochbahnsteige für die Stadtbahnen der Linie 10 entstehen. Das Flanieren könnte dann zum Slalom werden – auch beim Limmerstraßenfest. Auf mehrjährige Baustellen und enge Wege neben den neuen Betonbarrieren freuen sich längst nicht alle Lindener*innen. Zwei von ihnen haben eine Petition gestartet.

Redaktion: Björn Schönfeld, Kamera: Paul Aeils, Schnitt: Pia Klein

11.06.2019


Kommentare

  1. Wenn „Flaniermeile“ wichtiger sein soll als die vielen Menschen, die im Stadtteil wohnen, hat die bescheuerte, sinnentleerte „Spaß“kultur endgültig gewonnen.
    Ein Tipp für die hippen, coolen, saufenden FlaniererInnen: Auch wenn ihr´s nicht glaubt, ihr werdet auch mal älter 😉

  2. Wann fingen die Diskussionen zum Thema nochmal an?
    Und warum kommen die Proteste erst jetzt, wo alles beschlossene Sache ist?
    Ob über- oder unterirdisch ist mir Wurscht – nur bitte bald !!!
    Hochbahnsteige haben den Vorteil, dass man sich nicht (wie es bei U-Bahn-Stationen häufig vorkommt) mit kaputten Fahrstühlen rumärgern muss.
    Für Menschen mit Gehbehinderung ist die jetzige Situation herausfordernd bis unmöglich. (Siehe auch Kommentar von Dave).
    Damit diese irgendwann mal vernünftig von A nach B fahren können, sollten die Veränderungen so schnell wie möglich in Angriff genommen werden.
    Flanieren finde ich da zweitrangig.
    Vielleicht mal an diejenigen denken, die nicht mehr so einfach flanieren können und nur schwer in den Bus und gar nicht in die Bahn kommen.

    1. >>Vielleicht mal an diejenigen denken, die nicht mehr so einfach flanieren können und nur schwer in den Bus und gar nicht in die Bahn kommen.

      Die Grünen fordern bekanntlich für die alternde Gesellschaft neue Radschnellwege. Wäre damit geholfen?

  3. Wieso eigentlich alle paar Meter Hochbahnsteige… Auf der Wunstorfer Straße gibt es schon einen Hochbahnsteig, dann schon wieder auf der Limmerstraße… ??? Da habe ich auch die Kosten im Auge.. und sowieso.. Warum muss ein Hochbahnsteig ausgerechnet auf die Flaniermeile..

    1. Weil die Seniorenwohnungen in der Mitte der Limmerstraße liegen, auch diesen darf man den Zugang Nahverkehr nicht verwehren. Sie können sich ja mal 20kg Gewicht über die Schultern hängen und dann mit einem Rollator in die Bahn zu kommen. So fühlen sich nämlich alte Leute wenn sie in eine Bahn auf der Limmerstraße müssen.
      Und in 10-15 Jahren wird es bei der Üstra keine Bahnen mit Stufen mehr geben. Entweder es gibt auf der Straße dann Hochbahnsteige oder es kommt dann keiner mehr in oder aus der Bahn und sie fährt ohne halt durch! Und der schon heute überfüllte 700er Bus wird das alle nicht bewältigen können.
      Soviel zu der schönen Flaniermeile auf der Bahn, Bus und mehr fahren darf…
      Und eine Niederflurstraßenbahn würde es auch nicht besser machen denn entweder brauchen diese auch einen 20-30cm hohen Bahnsteig oder eben eine Klapprampe die den Halt der Bahnen deutlich verlängert.

      1. Sie haben die wichtigsten Fakten sehr gut zusammengefasst, Dave!
        Das Hauptproblem scheint mir aber nach wie vor, dass die Hochbahnsteige vor allem als eine Gefahr oder gar als gefährlicher Eingriff empfunden werden, obwohl sie tatsächlich eine Riesenchance für alle darstellen. Besonders dann, wenn die Bewohner Linden-Nords jetzt die Gelegenheit beim Schopf fassen und die Verlängerung der Fußgängerzone in der Limmerstraße bis zum Freizeitheim einfordern! Selbst wenn durch die Hochbahnsteige Flächen für Außenbewirtschaftung und Gechäftsauslagen verloren gehen sollten. Dort würde deutlich mehr Fläche zurückgewonnen werden können! Und dass auf der Limmerstraße Geschäfte umgezogen sind, das hat es schon immer gegeben. Hier könnte auch die Stadt etwas zuschießen, auch das hat es in der Vergangenheit schon gegeben.

        1. Für die Verlängerung der der Fußgängerzone (wenn man das mit Stadtbahn, Bus und Radverkehr so nennen kann). Müsste man den Durchgangsverkehr entsprechend umleiten, denn sonnst suchen sich die Leute andere Wege durch die Nebenstraßen. Da nicht alle Verkehrsteilnehmer den WestSchnellWeges zwischen Limmer- und Fössestraße nutzen können, sollte man westlich des WSW eine Ersatzstraße anlegen, vom Platz her sollte das bis hin zur Fösse reichen, allerdings ginge dann da der Geh- und Radweg in seiner heutigen Form verloren.

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