5. August 2021

Kundenmeldung

Haus & Grund: Position zur Kommunalwahl

Anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahlen setzt Haus & Grund Niedersachsen e. V. auf eine dringend notwendige Partnerschaft zwischen Kommune und privaten Eigentümern bei der örtlichen Wohnraumversorgung. Der Vereinsvorsitzende Dr. Hans Reinold Horst erklärt dazu. Wir brauchen einander gegenseitig. Ohne den jeweils anderen Partner geht es nicht, wenn wir bezahlbaren Wohnraum vom Eigenheim bis hin zum öffentlich geförderten Wohnungsbau schaffen und erhalten wollen. Die Kommune benötigt unsere Investitionen, unser Engagement als Bauende. Wir benötigen eine zielgerichtete Wohnraum- und Eigentumsförderung, schnellere Baugenehmigungsverfahren, vermehrt ausgewiesenes Bauland zu bezahlbaren Preisen, und vor allem eine aufkommensneutrale Grundsteuer auch in Zukunft ohne „Teuerungsrate“. Der Hebesatz als „kommunale Stellschraube“ muss runter, um Teuerungen bei der modernisierten Bemessungsgrundlage nach der Grundsteuerreform auszugleichen!

In den letzten Wochen sind die Preise von immer knapperem Baumaterial „durch die Decke geschossen“. Unabdingbar sind deshalb auch kommunale Förderprogramme.

Wir benötigen dringend gut erreichbare Wohn- und Handelszentren, keine autofreien Innenstädte. Ein solches Experiment ist in der Landeshauptstadt Hannover gerade krachend gescheitert. Das war vorauszusehen. Wer kauft schon ein, wenn er seinen Einkauf nicht abtransportieren kann? Gezielte Bebauungspläne, städtebauliche Verträge und ein gemeinsam partnerschaftliches Vorangehen bei der Quartiersentwicklung sind geboten, keine politischen Ideologien. Gerade hier muss eine Gemeinde wesentlich mehr Verantwortung übernehmen, betont Dr. Horst.

Notwendig und marktgerecht sind ebenso der Ausbau eines Glasfasernetzes und die Ermöglichung von E- Mobilität durch eine entsprechende Ertüchtigung der Stromversorgung, so Haus & Grund Niedersachsen e. V. weiter.

Die Politik verweist auf jeder Ebene darauf, die Anzahl preisgebundener Wohnungen gehe stetig zurück – ohne Ersatz. Dies führe zu angespannten Wohnungsmärkten. Sie reagiert darauf mit immer stärkeren ordnungsrechtlichen Eingriffen. Nicht mehr Gesetze, nicht mehr Regeln und nicht noch mehr Bürokratie sind die Lösung des Problems, sondern Investitionen aufgrund geschaffener Investitionsanreize. Nur dann kann es gelingen, die Mammutaufgabe gemeinsam und partnerschaftlich zu stemmen – bezahlbaren, barrierefreien, und energieeffizienten Wohnraum zu errichten und zu erhalten; gleichzeitig Wohnraum, der den unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Generationen genügen kann. Dazu gehört auch das klare kommunale Bekenntnis zum Eigenheim, so Haus & Grund Niedersachsen e. V. abschließend.

Hintergrund:

Am 12. September 2021 finden in Niedersachsen Kommunalwahlen statt. Im Falle unklarer Ergebnisse ist das Datum für Stichwahlen gemeinsam mit der Bundestagswahl auf den 26. September 2021 gelegt. Haus & Grund möchte dazu seine Position deutlich machen; dies nicht nur für seine Mitglieder, sondern vor allem im allgemeinen Interesse einer guten Wohnraumversorgung.

Nähere Informationen erhalten Mitglieder bei ihrem örtlichen Haus & Grund Verein. ———————————————————————————————

Der Landesverband Haus & Grund Niedersachsen ist Teil der bundesweiten Eigentümerschutz-Gemeinschaft mit insgesamt ca. 900.000 Mitgliedern. Bundesweit ist Haus & Grund der mit Abstand größte Vertreter der privaten Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer in Deutschland. Den Bundesverband mit Sitz in Berlin tragen 22 Landesverbände und über 900 Ortsvereine. In Niedersachsen vertritt Haus & Grund auf Landesebene die Interessen von ca. 60.000 Mitgliedern.

Landesverband Haus & Grund Niedersachsen e.V. Schützenstr. 24, 30853 Langenhagen T 0511-97329738, F 0511-97329732 >> info@haus-und-grund-nds.de, >> www.haus-und-grund-nds.de/

15.06.2021

Kommentare

  1. Günstiges Bauen wäre möglich, wenn Wohnungen/Häuser nicht als Anlageobjekte gesehen werden würden. Mit niedrigen Mieten (Einnahmen) kann man keine Interessenten gewinnen.

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