30. Oktober 2021

Für Außenstehende kann das Ihme-Zentrum schon mal wie eine geheimnisumwitterte Baustelle wirken. Was ist da eigentlich los und schaffen die ihre Vorgaben der Sanierung überhaupt?

Jetzt fand die erste öffentliche Führung statt. Jeder konnte sich anmelden. Die Höchstzahl von zwanzig Personen nahmen teil.

Im Folgenden einige Eindrücke ohne auf die komplizierten Zusammenhänge von Verträgen und Vorgaben allzusehr einzugehen.

Bis Mitte 2023 müssen die wesentlichen Maßnahmen zur Revitalisierung abgeschlossen sein. Auf diese Vertragseinhaltung legt die Stadt großen Wert.

Beinahe alle Maßnahmen müssen zwischen den unterschiedlichen Eigentümern koordiniert und abgesprochen werden. Das sind die PIZ von Windhorst, die Wohneigentümer und einzelne Gewerbeigentümer. Dem Vernehmen nach funktioniert die teilweise intensive Abstimmung kooperativ und ohne Rechtsanwälte.

Jeder Teilnehmer bekam einen Helm für den Rundgang.

Und dann ging’s los.

Auf in das Obergeschoss.
Da wo früher mal Geschäft an Geschäft stand sind jetzt Büros, Ärzte und Dienstleister wie bspw. Therapieeinrichtungen geplant.

Geschäftsfüher Carsten Grauel (Gesellschaft Projekt IZ Hannover
(PIZ)) führte durch das Ihme-Zentrum

Schadstoff- und Betonsanierung
Bevor etwas umgebaut werden kann muß eine Schadstoff- und Betonsanierung stattfinden. Das geschieht gerade und ist sehr aufwendig.

Viele Betonpfeiler müssen überprüft werden, ob die inneren Metallgerüste nicht gerostet sind. Dazu wird der Beton stellenweise entfernt. Weiter muss asbesthaltige Spachtelmasse gefunden und entfernt werden. Etwa zwei Dutzend Mitarbeiter sind daran ständig beteiligt. Erst anschließend können die Umbauten erfolgen.

Die roten Markierungen zeigen an wo etwas untersucht und ggfs. saniert werden muss.

Frühere Anlieferungszone
Der aufwendigste Umbau liegt im Erdgeschoss an der Spinnereistraße. Der höher gelegte Fußboden – siehe Foto – behindert eine zukünftige Vermietung. Daher muß dieser dort entfernt und durch einen ebenerdigen Boden ersetzt werden. Darunter befindet sich ein Parkraum.
Das wurde als die aufwendigste Maßnahme zur Revitalisierung bezeichnet. Ein Supermarkt hat Interesse.

Ursprünglich war hier mal die offizielle Anlieferungszone. Der hohe Fußboden ermöglichte ein einfacheres be- und entladen der LKWs.

„F. Sokoll, An- und Verkauf“ – gehört weiterhin dem ursprünglichen Besitzer. Dieser möchte nach Fertigstellung der Umbaumaßnahmen wieder eröffnen.

Torsten Jaskulski* schildert die Wiedereröffnungsperspektive für diesen Eigentümerladen.
* Verwalter im Ihme-Zentrum

Blick auf die Ida-Arenhold-Brücke.
Ein Teil der sichtbaren Betondecke im Fordergrund soll abgerissen werden, um der darunter liegenden Durchwegung mehr Licht zu geben. Da steht auch der Bücherschrank, der dort weiterhin stehen bleiben soll.
Was aus dem eckigen Vorbau rechts wird ist unklar. Evtl. ein Raum mit Verglasung aus dem man dann schön herausschauen kann. Vielleicht ein Cafè?

Dächer
Zur Zeit werden durch die Eigentümergemeinschaft die Dächer saniert. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Das Gerüst dient der Dachsanierung.

Nach der Führung gaben die Teilnehmer die Helme spontan an „zufällig“ anwesende Trenngitter ab. 🙂

Die nächste Führung ist im November geplant.
Über diesen Link kann rechtzeitig gebucht werden: >> ihme-zentrum.info

Siehe auch:
>> Revitalisierung Ihme-Zentrum: Monatliche öffentliche Führungen ab 28.10.2021
>> Ihme-Zentrum Hannover | HAZ-Artikel vom 1. Juli 2021 – 05.07.2021

Klaus Öllerer
28.10.2021

Kommentare

  1. „Blick auf die Ida-Arenhold-Brücke“ ich glaube da wurden die lecker-schmecker-Hähnnchen im Huma gemacht, aber auf der anderen Seite war der Kaufhof mit seiner Küchen-Kamera wo später „die größten Plattensammlung“ von irgendwo war^^

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.