21. März 2019

Heute, 21.03.2019, tagte der Ausschuss für Angelegenheiten des Geschäftsbereiches des Oberbürgermeisters gemeinsam mit Ausschuss für Arbeitsmarkt- Wirtschafts- und Liegenschaftsangelegenheiten, Stadtbezirksrat Linden-Limmer.

Anwesend war der neue Investor für das Ihme-Zentrum Lars Windhorst. Nach einer Einführungsrede von OB Schostok kam Investor Windhorst zu Wort und gab einen Überblick über seine Absichten. In folgendem Video sind beide Einführungsreden zu sehen.

Ab 10:27 kommt Herr Windhorst zu Wort.


Bitte um Verständnis für Bild- und Tonschwächen.

Öl/21.03.2019


Kommentare

  1. Das Video kann ich mir erst morgen ansehen, aber ich war selbst bei der Sitzung. Meine Kerneindrücke:

    Windhorst sparte auch auf Nachfrage die Themen eigene Firmenstruktur, Ablösevertrag des Voreigentümers (diese Strohmann-Themen hatte er selbst aufgebracht) sowie Zukunftspläne (darum geht es allen Akteuren) aus. Das betonte er gleich von sich aus und unaufgeregt mehrmals ausdrücklich. Das wurde allgemein akzeptiert.

    Sowohl OB Schostok als auch Windhorst betonten besonders die Optik, und insbesondere die der Fassade, auch das Image würde sich verbessern. Das hat Prio 1. Desweiteren ist Windhorsts Firma Civitas der Stadt gegenüber vertraglich verpflichtet, die 70.000 m² Gewerbeflächen vermietfähig herzurichten. Da ist noch ein Haken bei, weil im Vertrag nur 9.000 m² festgelegt sind, aber Windhorst will diese Aufgabe ohnehin noch übernehmen. Hier wird er später ein Druckmittel für Verhandlungen haben. Und dann zieht die Stadtverwaltung aus dem einen Tower raus, aber ich glaube, das Danach ist noch gar nicht vertraglich abgefasst, geschweigedenn vereinbart.

    Tja, und auf die Frage, was dann kommt – erneuter Verkauf oder nachhaltige Bewirtschaftung? – gab Windhorst begründungslos die Antwort, dazu keine Auskunft geben zu können. Das bedeutet nur eins:

    Ja, er kann, und er wird verkaufen!

    1. _“Und dann zieht die Stadtverwaltung aus dem einen Tower raus, aber ich glaube, das Danach ist noch gar nicht vertraglich abgefasst, geschweigedenn vereinbart.“

      Öhm, doch, sehen Sie hier:

      Text aus dem Mietvertrag:
      „2. Das Bürogebäude am Ihmeplatz 5 wird in der Zeit vom 01.10.2021 bis zum
      30.09.2022 umfassend saniert:
      · Die schadhaften Fenster werden instandgesetzt oder gemäß
      Einzelbauteilnachweis nach der aktuellen EnEV ausgetauscht.
      · Der sommerliche Wärmeschutz wird über außenliegende motorbetriebene
      Raffstoreanlagen hergestellt. Die Anlage wird über Windwächter
      elektronisch, raumweise gesteuert.
      · Es erfolgt die Installation einer akustisch wirksamen abgehängten
      GK-Lochdecke oder Mineralfaserdecke mit sichtbarem Schienensystem in
      den Besprechungsräumen auf den Etagen und in der 0-Ebene.
      · In der 0-Ebene, sowie in allen anderen Ebenen werden alle Wände und
      Decken in den Büros, Besprechungsräume, Flure (ausgenommen Systemrasterdecken), Teeküchen, Sanitär- und Putzräume sowie
      Treppenhäuser und alle weiteren Nebenräume mit Dispersionsfarbe in
      hellem Farbton gestrichen. Die Türen und Fenster die nicht ersetzt werden,
      erhalten ebenfalls einen neuen Anstrich.
      · In den Büro- und Besprechungsräumen, Fluren, Teeküchen und
      Nebenräumen der Büroetagen werden die vorhandenen
      Linoleumbodenbeläge überprüft und instandgesetzt. Sollte dies nicht
      möglich sein, werden diese ersetzt.
      · Alle 44 WC-Einheiten von der E-Ebene bis zur 11. OG-Ebene werden
      komplett saniert.
      · Es wird auf jeder Etage ein barrierefreies WC erstellt.
      · Es erfolgt eine Erneuerung der Flurbeleuchtung durch LED-Leuchten. Die
      Beleuchtungssteuerung erfolgt über Präsenzmelder.
      · Eine Brandmeldeanlage und eine elektroakustische Alarmierung werden
      nach Anforderungen aus dem Brandschutzkonzept erstellt.

      3. Das Mietverhältnis über das Bürogebäude am Ihmeplatz 5 beginnt am
      01.10.2022 und dauert 20 Jahre. Nach Ablauf von zehn Jahren kann der
      Mietvertrag von der Vermieterin einseitig mit einer Kündigungsfrist von 24
      Monaten gekündigt werden. Nach Ablauf der Festlaufzeit von 20 Jahren
      verlängert sich das Mietverhältnis um jeweils weitere 24 Monate mit einer
      beidseitigen Kündigungsfrist von 12 Monaten. Nach Ende der Mietzeit ist das
      Objekt besenrein zurückzugeben, noch ausstehende Schönheitsreparaturen
      und Instandsetzungsmaßnahmen sind vor der Rückgabe von der LHH
      auszuführen.“

      Hat ein bischen gedauert, diese Passagen aus den mir vorliegenden Unterlagen rauszukopieren.
      Ist aber, wie gesagt, für JEDERMANN auch im Internet einsehbar;-)

      1. – „Ist aber, wie gesagt, für JEDERMANN auch im Internet einsehbar;-)“

        Das zitierte Dokument, mein lieber Scholli, ist vom 3.4.2018 und es geht damals um einen anderen windigen Vertragspartner:

        https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/0767-2018

        – Hui! Wenn mich meine analytischen Fähigkeiten nicht im Stich lassen, liegt die Tatsache vor, dass Stadtrat und Stadtverwaltung schon vor April 2018 darüber informiert waren, dass der IZ-Investor Intown abspringen würde. Allerdings sind mir dazu keine Medienberichte oder öffentlichen Debatten bekannt. Für die Öffentlichkeit kommt die jetzige Entwicklung überraschend.

        1. -„Das zitierte Dokument, mein lieber Scholli, ist vom 3.4.2018 und es geht damals um einen anderen windigen Vertragspartner“

          Das ist die aktuelle Vereinbarung zwischen Intown und der Stadt; in der geregelt ist, wie es am Ihmeplatz 5 weitergeht!

          Die Vereinbarung, mit dem Umbauplan, dem genehmigten Bauantrag und der pünktlich begonnenen Umsetzung.
          Die Vereinbarung, von der Lars Windhorst öffentlich vor dem Rat gesagt hat, dass er sie zu mindestens 100% erfüllen wird.

          Nur der Interesse halber….haben Sie zu Ihren analytischen Fähigkeiten auch Belege dafür, dass die Stadt schon vor April 2018 wusste, dass Intown abspringen wird?

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