9. Juni 2020

Am Ihme-Zentrum gehen die Arbeiten weiter. Das fällt beim Vorbeigehen immer mehr auf. Die eingesetzten Geräte werden derzeit auch immer größer, wie man gerade an einem „Monsterkran“ auf der Kraftwerkseite beobachten konnte.

Spektakuläres Investionsziel ist derzeit eine Durchwegung durch das Ihme-Zentrum für die es staatliche Mittel in Höhe von drei Millionen Euro geben wird. Die Fertigstellung soll im November 2021 erfolgen.

An der heutigen Vertragsunterzeichnung beteiligten sich die Landeshauptstadt Hannover (LHH), die Projekt IZ Hannover GmbH (PIZ) und die Wohnungs- und Teileigentümergesellschaft Ihme-Zentrum Hannover.

Die teilnehmenden Personen waren Oberbürgermeister Belit Onay, Stadtbaurat Uwe Bodemann, Investor Lars Windhorst (Tennor Holding B.V.), Stefan Kindler (Geschäftsführer PIZ) und Torsten Jaskulski (Cardea Immobilien GmbH).

V.l.n.r.: Stefan Kindler (Geschäftsführer PIZ), Investor Lars Windhorst (Tennor Holding B.V.), OB Belit Onay, Torsten Jaskulski (Cardea Immobilien GmbH), Stadtbaurat Uwe Bodemann

Nach der Unterzeichnung fanden einzelne Ansprachen statt, die einige interessante Zusammenhänge schilderten

So soll die Durchwegung werden …

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… und so sieht die Durchwegung gegenwärtig aus – ein Durchgang:

Februar 2020

Landeshauptstadt Hannover – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Ihme-Zentrum: Stadt, Investor und Eigentümergemeinschaft unterzeichnen Vertrag zum Bau einer Durchwegung

Eine erneuerte Durchwegung soll künftig das Ihme-Zentrum in Hannover öffnen und den Komplex deutlich aufwerten. Über den Bau und den Betrieb der Passage haben die Landeshauptstadt Hannover (LHH), die Projekt IZ Hannover GmbH (PIZ) und die Wohnungs- und Teileigentümergesellschaft Ihme-Zentrum an diesem Dienstag (9. Juni) einen Vertrag geschlossen.

Neben Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Uwe Bodemann nahmen der Investor Lars Windhorst, der Geschäftsführer der PIZ, Stefan Kindler, sowie Torsten Jaskulski, Geschäftsführer Cardea Immobilien GmbH, stellvertretend für die Wohnungs- und Teileigentümergemeinschaft Ihme-Zentrum Hannover, am Termin teil. Die PIZ verpflichtet sich, den Durchgang zu planen, zu bauen und zu unterhalten. Das Projekt soll bis Ende November 2021 fertiggestellt sein.

Die Durchwegung führt von der Gartenallee über die Blumenauer Straße zur Ida-Arenhold-Brücke. Sie ist dauerhaft für die Öffentlichkeit zugänglich und kann von Fußgänger*innen und Radfahrer*innen genutzt werden. Angemessen breit, gut ausgeleuchtet und hochwertig gestaltet soll die Passage für eine komfortable und angstfreie Nutzung der zukünftig begradigten Verbindung zwischen den Stadtquartieren Calenberger Neustadt und Linden-Mitte sorgen. Ziel ist es zudem, die Geschäftslagen im Ihme-Zentrum zu stärken. Auch sind Fördermittel eingeplant, um Konzepte für sozio-kulturelle Nutzungen in Räumen des Ihme-Zentrums zu entwickeln.

Um das Ihme-Zentrum zu beleben, hat sich die LHH erfolgreich für das Förderprogramm des Bundes „Nationale Projekte des Städtebaus“ beworben. Insgesamt stehen drei Millionen Euro als Fördermittel zur Verfügung, der Anteil der LHH beträgt eine Million Euro.

„Die Durchwegung ist ein wichtiger Baustein in der weiteren Entwicklung des Ihme-Zentrums und – im wahrsten Sinne des Wortes – ein Durchbruch, auf den die Bürger*innen lange gewartet haben. Ich freue mich sehr, dass wir uns mit den Eigentümern auf diesen Vertrag einigen konnten und spüre bei unseren Partnern eine große Bereitschaft, das Ihme-Zentrum nachhaltig zu revitalisieren“, erklärte Oberbürgermeister Belit Onay.

„Die Projekt IZ Hannover GmbH hat gerne die Anregung der Stadt für die neue Durchwegung aufgenommen und sieht darin einen Meilenstein für die Entwicklung des Ihme-Zentrums. Wir wollen auch den Fahrrad- und Fußgängerverkehr fördern. Wir freuen uns auf neue Verbindungen, nicht nur zwischen den Stadtteilen, sondern auch zu unseren Miteigentümern im Ihme-Zentrum“, sagte Stefan Kindler, Geschäftsführer der PIZ.

„Für die Eigentümer im Ihme-Zentrum stellt die neue Durchwegung einen weiteren Bestandteil der Revitalisierung des gewerblichen Bereichs dar“, erklärte Torsten Jaskulski, Geschäftsführer Cardea Immobilien GmbH. „Auch wird das Zentrum besser in den Stadtteil eingebunden. Es ist sehr erfreulich, dass die Eigentümer in die Planung aktiv eingebunden werden.“

Wie Investor Lars Windhorst hervorhob, werde das Ihme-Zentrum nicht nur unter kommerziellen Gesichtspunkten aufgewertet. „Das Projekt hat auch eine hohe städtebauliche Bedeutung für Hannover und ist wichtig für die Einwohnerinnen und Einwohner.“ Windhorst sagte, dass erste Fortschritte bei der Sanierung des Zentrums bald sichtbar werden.

Stadtbaurat Uwe Bodemann sprach von einem „bedeutsamen Tag für Hannover“. Der erneuerte Durchgang schaffe die Verbindung zwischen Innenstadt und Lindener Marktplatz. Das Ihme-Zentrum werde künftig keine Barriere mehr darstellen. „Es wird wieder ein Teil des Stadt-Ganzen sein.“ In den 1970er-Jahren entstand das Ihme-Zentrum mit einer Gesamtfläche von knapp 300.000 Quadratmetern als Wohn- und Geschäftskomplex. Ein gutes Drittel sind gewerbliche Flächen, darunter Büro-und Geschäftsräume. In den vergangenen Jahren wechselten mehrmals die Investoren.

öl/09.06.2020


Kommentare

    1. Welchen Teil meiner Ausführungen haben Sie denn nicht verstanden?!?

      Nochmals:
      Es ist ein Vertrag zwischen der Stadt Hannover und der WEG IZ geschlossen worden. Thema ist öffentlicher Weg auf privatem Grund. Ein Eigentümer sichert vertraglich zu, für alle Folgekosten aufzukommen. Punkt.

      Ich weiß ja, dass das mit „Steuergeldern ins Ihme-Zentrum“ ein super Wutbürger-Argument ist; aber es stimmt halt einfach nicht!

  1. Bevor man so viel Geld und Zeit in eine Durchwegung steckt, wäre es sinnvoller die Schäden an anderer Stelle zu beseitigen. Ich kann irgendwie keinen Mehrwert durch die Durchwegung erkennen. Wie viele Menschen nutzen diese Durchwegung zukünftig? Klar ist es für viele eine Zeit- und Wegersparnis, aber auf Kosten der Steuerzahler. Wer übernimmt die Folgekosten (Strom für die Beleuchtung ,Abfallentsorgung ,Instandhaltung usw.)? Soll doch erst mal die Ebene mit den Verkaufsflächen hergerichtet und vermietet werden, damit es auch wirklich voran geht und nicht nur wieder Gelder kassiert werden.

    1. -„Bevor man so viel Geld und Zeit in eine Durchwegung steckt, wäre es sinnvoller die Schäden an anderer Stelle zu beseitigen. Ich kann irgendwie keinen Mehrwert durch die Durchwegung erkennen.“

      Das sehe ich genauso.
      Bei der Entscheidung darüber habe ich damit aber eine Minderheitsmeinung vertreten. Die Mehrheit der Eigentümer im IZ, die Stadt Hannover sowie einige Stadt (-teil) Initiativen haben sich dafür eingesetzt, diese Fördergelder zu beantragen und das Projekt voranzutreiben.

      -„ Wer übernimmt die Folgekosten (Strom für die Beleuchtung ,Abfallentsorgung ,Instandhaltung usw.)? “
      Zu 100% der Teileigentümer „Projekt Ihme Zentrum“ (im Endeffekt also Lars Windhorst)

      1. Wenn er am Ende noch Teileigentümer ist…
        Würde mich nicht wundern, wenn der Durchgang am Ende der Stadt gehört, da er von allen genutzt werden kann und sich somit die Eigentumsverhältnisse ändern (könnten).

        1. Die Stadt wird nicht automatisch zum Eigentümer, weil sie ein Teil eines Privatgrundstückes öffentlich nutzen darf.
          Einfach mal „widmung strasse niedersachsen“ googeln.
          Wobei ich mir gar nicht sicher bin, dass hier rechtlich der Vorgang einer Widmung vorliegt; dann wäre nämlich die Stadt in der Pflicht zu Unterhalt etc., was ja nur Recht und billig wäre, da sie den Vorteil der Nutzung hat.
          Nun ist ein einfach ein Vertrag zwischen der Wohnungseigentümer-gemeinschaft IZ und der Stadt Hannover geschlossen worden und einer der Eigentümer hat gesagt „ich zahle alles“…kann man ja auch mal lobend erwähnen.

          Falls ein neuer Eigentümer an die Stelle des Lars Windhorst treten sollte, ist er an die Verträge gebunden. Er kann dann natürlich andere Vorschläge machen…
          Wie sinvoll das wäre, ein Projekt in frage zu stellen, auf das die meisten so geil sind als ob es die Rettung der Welt darstellt, steht auf einem anderen Blatt.

          VIELLEICHT ist es im Vorfeld ja so abgelaufen:
          Windhorst: Was kostet denn der Sch….Rott?!?
          Berater: Fast nix. Gibt Förderkohle von Stadt und Bund. Und dann halten die Hipster vielleicht auch mal nen bischen ihre Schn….ute.
          Windhorst: Ok, machen. Next.

          😉

    1. Wieviele Trillionen sollen die Steuerzahlenden denn in den nächsten Jahrzehnten ausgeben, um den ganzen Schrott irgendwie zu erhalten?! Und das Ganze nur, weil sich Leute Wohnungen im IZ gekauft haben – da sag ich vielen Dank!

      Anmerkung: Die drei Mille für die Durchwegung und die zig Millionen nur für die Fassade im EG und ersten Stock sind ja nur ein winziger Anfang.

      1. Ich sage vielen Dank 😉 dass ich ich zum drölfzigsten Male schreiben muss, dass das IZ eine private WEG ist und dort für den Unterhalt und Reperaturen keine Steuergelder hineingeflossen sind und auch nicht werden!

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