27. Februar 2020

Bürger trifft Bauer in Linden„, lautet das Motto hier im Stadtbezirk. Zuerst bei Ständen am Lindener Markt und nun auch im Freizeithein Linden konnten Anwohner mit den Bauern reden. Und es war hochinteressant.

Bauern sind teilweise in der Öffentlichkeit zu einer kritisierten Gruppe geworden. Motto: „Bauern zerstören die Natur„. So ein Eindruck mag gefühlt bei vielen Städtern entstanden sein. Doch liefern Bauern uns die Lebensmittel ohne die wir nicht existieren könnten. Und dafür ist eine Kulturlandschaft notwendig – sonst funktioniert das nicht. Egal, ob Bio oder konventionell. Und das war schon immer so.

Den Bauern steht zunehmend das Wasser bis zum Halse. Neue auf EU-Vorschriften basierende Auflagen führen in den Ruin. Insbesondere das Agrarpaket des Bundes bringt das Fass zum Überlaufen. Das war kurz gefasst die Stimmung, die die Landwirte mit Argumenten den Zuhörern näher brachten.

In einer Präsentation stellte Landwirt Volker Hahn, Vorsitzender Landvolk Hannover, die Situation dar.

Im Mittelpunkt des Abends standen die Werte von Nitraten im Trinkwasser. Besonders kritisiert werden die Messungen. Oft sind es einzelne Brunnen deren Werte stellvertretend für ein großes Gebiet genommen werden und nicht als repräsentativ gelten können – so die Kritik. Die anwesenden Landwirte hatten eine große Bereitschaft über alle kritischen Themen frei zu reden. Es entspannten sich teilweise auch etwas kontroverse Diskussionen.

Zum Thema Nitrate kann hier beim Landvolk mehr gelesen werden:

„Rote Gebiete bleiben für Bauern rotes Tuch“ >> mehr
Kritik an den Roten Gebieten wächst >> mehr
Kulisse für „Rote Gebiete“ nicht nachvollziehbar >> mehr
Rote Gebiete: Landvolk Niedersachsen bereitet Klagen vor >> mehr

Im Folgenden einige Folien aus der Präsentation vom Landwirt Volker Hahn.

Bauernhof des Vortragenden Volker Hahn
Zufriedene Schweine

Als Städter kann man sich das Leben auf einem Bauernhof nur schwer vorstellen. Daher hier ein Video über den Schweinehalter Borgmann (Quelle Internet):

Viel mehr Videos von und über Bauern gibt es hier: >> landvolk.net

Titelbild: Lisa Johannes (Pressesprecherin), Björn Estorf (Landwirt), Volker Hahn (Vorsitzender Landvolk)

Kontakt: >> info@landvolk-hannover.de , >> landvolk-hannover.de

Andere Sichtweisen sind willkommen.

Klaus Öllerer
27.02.202



Kommentare

  1. Mein Kumpel in Berlin (noch viel schlechteres Wasser als in H.-Nord) hat eine neue Trinkwasserreinigungsanlage für 1.000 €. Letzter Filter: Aktivkohle, danach noch eine Kartusche mit Mineralstoffen wieder rein.

    Geschmacklich macht das aufbereitete Wasser echt einen Unterschied, zB im Tee, aber ob die ganzen Nitrate, Medikamentenabbauprodukte, Antibiotika tatsächlich gefiltert werden, ist nicht so ganz klar.

    Und selbst wenn, wäre diese Grundversorgungssituation unhaltbar. Zumutbar aber eigentlich auch.

    PS: Warum kaufen und schleppen Deutschtürken oft das minderwertige Wasser aus der „Heimat“? — Weil da noch kein Schweinefleischfresser reingepinkelt hat.

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