4. Mai 2021

Titelbild: Ein Restaurant in Linden, das an seiner Weiterexistenz arbeitet, wie zu erfahren war.
————————-

Es gibt wohl kaum Betriebe aus dem Bereich von Gastronomie und Hotellerie, die nicht um ihre Extistenz kämpfen müssen. Einige hier im näheren Umfeld haben schon aufgegeben.
Ein Viertel der gesamten Betriebe stehen vor der Aufgabe heißt es beim Branchenverband DEHOGA.

Mit der Kampagne „Leere Kochtöpfe“ machte DEHOGA die Politik und die Öffentlichkeit auf die dramatische Situation aufmerksam.

In einer Videobotschaft wendete sich Guido Zöllick, Präsident des DEHOGA-Bundesverbandes an alle DEHOGA-Mitglieder

Guido Zöllick, Präsident des DEHOGA-Bundesverbandes, am 16.04.2021

Die Landeshauptstadt Hannover reagierte mit einer Pressemeldung und stellte Hilfe in Aussicht.

Landeshauptstadt Hannover – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

„Die Töpfe der Gastronomie und Hotellerie sind leer, die Branche braucht eine Perspektive“ – Landeshauptstadt unterstützt DEHOGA-Kampagne

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) macht mit seiner Aktion „Leere Töpfe“ auf die dramatische Lage seiner Branche aufmerksam. Die Landeshauptstadt Hannover unterstützt die Forderungen: Oberbürgermeister Belit Onay und Sabine Tegtmeyer-Dette, Erste Stadträtin und Wirtschafts- und Umweltdezernentin, haben deshalb von Jörg Lange, Erster Vorsitzender des DEHOGA-Kreisverbands Region Hannover, heute (3. Mai) symbolisch einen leeren Topf entgegengenommen und eine Öffnungsperspektive für Hotel- und Gaststättengewerbe gefordert.

Die Koch- und Geldtöpfe der Gastronomie und Hotellerie sind leer, das Wasser steht den Betroffenen bis zum Hals. Die Branche benötigt dringend eine Perspektive für eine Normalisierung des Geschäfts. Das ist trotz aller erforderlichen Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie möglich. Die Hotels und Restaurants haben bereits im Vorjahr bewiesen, was mit guten Hygienekonzepten machbar ist. Deshalb unterstützen wir diese Aktion des DEHOGA ausdrücklich. Bund und Land müssen schnellstens den Weg dafür ebnen“, betonte Oberbürgermeister Onay.

Wirtschaftsdezernentin Tegtmeyer-Dette ergänzte: „Insbesondere in der Außengastronomie ließen sich rasch pandemiegerechte Angebote schaffen. Viele Menschen warten nur darauf, bei den steigenden Temperaturen draußen zu essen und zu trinken. Das würde der Branche einen kleinen ersten Schub geben. Auch die Hotellerie und andere Branchen wie etwa der Veranstaltungs-und Kulturbereich müssen zeitnah einen ersten Schritt aus der Krise machen können. Das geht nur mit vorsichtigen, der Pandemie angemessenen Öffnungskonzepten.

Jörg Lange vom DEHOGA unterstrich: „Durch das enge Zusammenwirken bei der Erarbeitung der Modelle, die uns schrittweise aus der Pandemie führen können, fühlen wir uns gut unterstützt durch das Rathaus. Wir wünschen uns, dass unser Oberbürgermeister mit den gemeinsamen Forderungen starkes Gehör in der Landes- und Bundespolitik findet, damit wir mit einer raschen Perspektive in die Öffnung gehen können.“ Einzelheiten zur DEHOGA-Aktion bietet das Internet unter: >> dehoga-niedersachsen.de (Suchbegriff „Leere Töpfe“).

Landeshauptstadt Hannover

Wie machen es andere Länder?
Das es auch anders geht zeigt das Beispiel Schweden.
>> Corona: Schweden erfolgreicher als Deutschland – die Fakten

Keine Lockdowns: öffentliche Gaststätte in Südschweden im April 2021

öl/03.05.2021; 21:02
Corona, Lockdown

Kommentare

    1. Das sehe ich auch so. Der Bericht wirkt authentisch und wahrheitsbemüht.
      Lediglich die Einordnung der Zahlen (Fälle, Tote, Intensivbetten) war gewohnt einseitig zu ungunsten Schwedens.

      Aus eigener Erfahrung dort kann ich die Darstellungen des Lebens dort bestätigen.

      1. Nun ja, 13 000 Tote bei knapp über 10 Millionen Einwohner gegen 83 591 bei über 83 Millionen Einwohner auf einer kleineren Fläche lassen Schweden nun mal schlechter aussehen.

        In Schweden teilen sie 23 Menschen einen km², in Deutschland sind es 232 Menschen pro km². Im Verhältnis zum Platz und zur Einwohnerzahl, sind also schon mehr Menschen gestorben. Die Schweden selbst halten die Zahl auch für zu hoch und hätten sich mehr Schutz gewünscht. Aber bei den gezeigten Familien konnte man gut sehen, wie ernst sie die Krankheit nehmen und freiwillig alles versuchen die Infektionsübertragung zu minimieren. Diese Freiwilligkeit vermisse ich hier bei einigen. Wenn jeder bereit wäre, so wie die Schweden im Beitrag auf andere Rücksicht zu nehmen, hätten wir vielleicht auch ohne „aufgezwungene“ Maßnahmen niedrige Sterbefälle.

        1. In Schweden leben 8,5 von 1 Millionen Einwohner in Städten.
          Ansonsten bitte den Artikel lesen.

          Zitat: „No-Covid wie Deutschland oder Mit-Covid wie Schweden?

          Beide Länder hatten bis zur Herbstwelle 2020 ein halbes Jahr Zeit ihre unterschiedlichen Wege bei Corona zu optimieren.

          Bei Schweden ist heraus gekommen, dass die Risikogruppen seitdem besser geschützt werden. Vorherige Fehler wurden korrigiert, was der oberste Coronabeauftragte Tegnell auch einräumte.

          Bei Deutschland ist herausgekommen, dass der Weg des No-Covid verstärkt eingeschlagen wurde durch zusätzliche und verschärfte Lockdowns bis heute.

          Die jeweiligen Todeszahlen seit Beginn der Herbstwelle zeigen, dass der Schwedische Weg ein ähnliches Ergebnis hat – ohne Lockdowns und ohne die riesigen Kollateralschäden wie in Deutschland.“ Zitatende

  1. Die Mehrzahl der Außer-Haus-Esser bevorzugen lieber ein preiswertes gefülltes Fladenbrot „auf die Hand“ oder andere Kleinigkeiten. Bei den Anbieter solcher Speisen ist jedenfalls keine große Not zu sehen. Nur die Anbieter, die hauptsächlich Tellergerichte anbieten und etwas hochpreisigere Getränke dazu reicht das To-Go-Angebot nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken. Aber vielleicht hat das Angebot bzw. die Nachfrage danach auch vor Corona nur gerade so gereicht um über die Runden zu kommen… Vor dem Lindenblatt gab es an gleicher Stelle schon „Wiener Wald“, „Plateau“, „Hatz“ und „Mittendrin“, alle haben irgendwann aufgegeben.

  2. Das ist das „Lindenblatt“, das da offenbar noch Wiedereröffnungspläne hat. Mir sollte es recht sein, denn ich habe dort schon gut gegessen (letzten Sommer draußen, war sehr schön) und würde mit oder ohne Corona sowohl die Außen- als auch die Innengastronomie gerne nutzen.

    Ich würde auch gerne wieder zum Spanier gehen oder zum Portugiesen (in Linden-Süd besonders). Drei Gänge mindestens und danach noch einen 43er und ein nettes Trinkgeld, und wie ein König glücklich und zufrieden nach Hause abtorkeln. – Mann, was war das damals schön!

    Warum geht das denn nicht mehr? Ich habe überhaupt keine Angst vor Corona.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.