18. August 2019

Enthüllung des Mahnmahls zur Zwangsarbeit bei den Sichel-Werken in Limmer am 14. August 2019

Das besonders gestaltete Mahnmal und eine ausführliche Erinnerungstafel sollen an die 573 Frauen und Männer erinnern, die als Zwangsarbeiter oder als Kriegsgefangene bei den Sichel-Werken von 1939 bis 1945 in Limmer arbeiten mussten. Zu ihnen gehörte auch der SPD-Politiker Dr. Kurt Schumacher.

Das Mahnmal mit einer professionell gestalteten Erinnerungstafel entstand auf Initiative des Vereins „Gegen das Vergessen ./. NS-Zwangsarbeit e.V.“ und des Betriebsrates, es wurde von der Belegschaft der Henkel AG & Co. KGaA gestiftet (die Sichelwerke in Limmer wurden 1962  vom Unternehmensverbund der Henkel AG & Co. KGaA mit Sitz in Düsseldorf übernommen). Es wurde am 14.08.2019 eingeweiht in Anwesenheit der stv. Präsidentin der Region Hannover – Petra Rudszuck, des Vorstandes des Vereins „Gegen das Vergessen ./. NS–Zwangsarbeit e.V.“ , der Werksleitung und Betriebsrat und Belegschaft der Henkel Sichel-Werke GmbH sowie zahlreichen Gästen aus Gewerkschaften, aus dem Arbeitskreis – Mahnmal für das Frauen-KZ Conti-Limmer, SPD-OB-Kandidat Marc Hansmann, Bezirksbürgermeister Rainer Grube viele andere aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft.

Das Mahnmal zeigt zwei Poller zum Festmachen von Schiffen, um die sich eine Kette schlingt. Sie symbolisiert die zu schwerer körperliche Arbeit gezwungenen Arbeiter beim Entladen zentnerschwerer Säcke von den Kanalschiffen in das Werk. Manche haben das aufgrund von Mangelernährung und Entkräftung nicht überlebt.

Das Mahnmal zeigt zwei Poller zum Festmachen von Schiffen

Die Besonderheit dieses Mahnmals zeichnet sich dadurch aus, dass es dem Verein „Gegen das Vergessen ./.NS-Zwangsarbeit e.V.“ als Initiator zum zweiten Mal in Hannover gelungen ist, ein Mahnmal auf dem Gelände eines noch heute tätigen Traditionsunternehmens gestiftet zu bekommen. Vielleicht ein Vorbild für andere?

Fotos und Zusammenstellung des Textes: Ernst Barkhoff

18.09.2019


Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.