29. April 2019

Pressemeldung
Hochbahnsteige Limmerstraße:
Ausmessaktion für Bürgerbeteiligung

Mit einer außergewöhnlichen Aktion machte am Samstagmittag die Gruppe „Hochbahnsteige: Schlimmer geht´s nimmer auf der Limmer“ auf den drohenden Platzmangel für alle VerkehrsteilnehmerInnen durch den geplanten Bau der Hochbahnsteige (abgekürzt „HBS“) an den Standorten Küchengarten und Offensteinstraße (Edeka/Sparkasse) in der Limmerstraße in Linden-Nord aufmerksam.

„Verkehrsalptraum“
Das Publikum staunte nicht schlecht: Mit Zollstock wurde – flankiert von Transparenten – die Limmerstraße öffentlichkeitswirksam ausgemessen. „Ausgerechnet an den engsten Stellen der Limmerstraße sollen zwei der Hochbahnsteige gebaut werden. Wir befürchten ein erhöhtes Aggressionspotenzial und neue Unfallgefahren. Verschärft wird die Situation noch durch den 700er –Bus, der nach dem Willen der Region weiterhin hier fahren soll. Nicht nur, dass für deren Barrierefreiheit zusätzlich entsprechende Busborde geplant sind – es wurde auch beschlossen, dass die Taktfrequenz des Busses noch erhöht wird, sobald die Wasserstadt Limmer fertiggestellt ist. Ein Verkehrsalptraum!“, erklärte Bettina E., eine Sprecherin der Gruppe.

Barrierefreiheit unstrittig
Die Barrierefreiheit der Linie 10 soll jedoch keinesfalls in Frage gestellt werden. „Barrierefreiheit bedeutet hier, dass ausnahmslos alle Menschen problemlos in die Straßenbahn gelangen können – egal, ob mit oder ohne Rollstuhl, Rollator, Kinderwagen oder Krücken. Die jetzigen Treppen an den Ein- und Ausstiegen stellen für viele ein Hindernis oder eine massive Erschwernis dar“, stellte Mitstreiterin Ute S. klar. Allerdings sei der künftige Hochbahnsteig Offensteinstraße nicht vollständig barrierefrei, da hier nur an einer Seite eine Rampe installiert wird. Am anderen Ende ist aufgrund des Platzmangels lediglich eine Treppe geplant. Außerdem nütze es nichts, wenn alle zwar die Bahn nutzen könnten, sich aber links und rechts der Bahnsteige nicht mehr sicher fühlen könnten.

Derzeit sei auch noch unklar, ob der Platz links und rechts der HBS für den Einsatz von Rettungsfahrzeugen ausreichen würde. Vertreter/innen von Feuerwehr und THW werden sich hierzu in Bezug auf die geplante Haltestelle Offensteinstraße in der nächsten Bezirksratssitzung am 08. Mai um 18.00 Uhr im Freizeitheim Linden äußern. Außerdem werden dort unter anderem auch die Verkehrsverbände ADFC und VCD sowie ein/e Behindertenvertreter/in aus Linden-Nord gehört.

Alternativen zur jetzigen Planung wie die Verlegung der beiden HBS an breitere Standorte oder eine Untertunnelung seien bislang von der Region abgelehnt (letzteres sogar ohne Prüfung der Machbarkeit) worden, ohne die Belange der Stadtteilbevölkerung zu berücksichtigen. Es habe zwar zwei „Runde Tische“ zum Thema gegeben, an der jedoch nur wenige Interessengruppen beteiligt gewesen seien.

Anwaltsplanung
„Wir hingegen wollen ein echtes Bürgerbeteiligungsverfahren mit Anwaltsplanung durchsetzen. Hier erarbeiten Verkehrs-/StadtplanerInnen zusammen mit den BürgerInnen Lösungen und vertreten sie in den Entscheidungsgremien der Stadt/Region Hannover. Mit diesem Beteiligungsinstrument hat beispielsweise die ´Bürgerinitiative Wasserstadt Limmer´ vieles erreicht. Klar, das ist sehr ambitioniert und es erfordert viel Engagement und Durchhaltevermögen, aber wir sind davon überzeugt, dass dieses Verfahren die einzige Chance bietet, wirklich Einfluss zu nehmen. Voraussetzung dafür ist natürlich, dass möglichst viele Stadtteilbewohner/innen mitmachen. Oft hören wir, dass es dafür schon zu spät sei. Das sehen wir nicht so, denn das alles Entscheidende – das Planfeststellungsverfahren – beginnt erst Ende 2020″, betonte Bettina E.

Gruppe „Hochbahnsteige: Schlimmer geht´s nimmer auf der Limmer“

Fotonachweis: hbs-schlimmer@gmx.de

29.04.2019


Kommentare

  1. Es ist außerordentlich erfreulich, dass die Organisatoren des Protestes eine gute barrierefreie Lösung zu suchen. Dass der geplante Hochbahnsteig vor Edeka das im jetzigen Planungsstand nicht bietet, weil er nur an einem Ende eine Rampe, am anderen Ende aber eine Treppe haben soll, entspricht nicht dem Anspruch guter Barrierefreiheit. Eine Verlängerung der jetzigen Fußgängerzone Limmerstraße bietet die Möglichkeit, alle Hochbahnsteige an beiden Enden mit Rampen auszustatten. Diese Option muss genutzt werden!

    1. „Eine Verlängerung der jetzigen Fußgängerzone Limmerstraße” in Richtung Westen leitet den Verkehr von der Wunstorfer Straße, vom Kötnerholzweg und der Fössestraße zum Stadtteil wohin?… Welche Ausweichrouten bzw. Querverbindungen soll es dann durch das Quartier geben? Antworten dazu bitte.
      Oder baut am besten eine Mauer rund um Linden-Nord und führt wieder Pferde-Straßenbahnen ein. 🙂 Übergabe der Fahrgäste von der modernen Stadtbahn erfolgt auf der Leinertbrücke – im Ernst, das gab es vor 140 Jahren so ähnlich auch am Döhrener Turm Richtung Hildesheim. Das kann alles wiederkommen…

  2. Der Tunnel ist keine Lösung für die Limmerstraße, deshalb gab es da auch nichts zu prüfen durch die Region.
    Ein Tunnel würde niemals mit drei Haltestellen gebaut werden. Selbst eingefleischte Tunnel-Befürworter, von denen sich hier ja welche zu Wort melden, vermeiden es, darauf hinzuweisen, dass der Bau eines Tunnels unter der Limmerstraße bedeutet, dass eine Haltestelle von bisher drei Haltestellen wegfallen würde.
    Warum erfolgt dieser Hinweis nicht von denjenigen, die einen Tunnel unter der Limmerstraße wünschen?
    Es geht den Tunnelbefürwortern nicht darum, Platz zu schaffen für Fuß- und Radverkehr, oder die Situation der ÖPNV-Fahrgäste zu verbessern. Vielmehr sind die Befürworter der Tunnellösung bei denjenigen zu suchen, die vor rund 20 Jahren verhindern wollten, dass die Limmerstraße zur Fußgängerzone wird, weil sie dort weiter Auto gefahren wären.
    Und genau diese Diskussion würde erneut heraufbeschworen, wenn ernsthaft der Tunnel als Option geprüft würde. So wie beim gesamten U-Bahnbau geht es auch hier den Tunnel-Befürwortern darum, Platz zu schaffen für mehr Autoverkehr. Bloß dass das heute nicht mehr ganz so offenherzig bekannt wird, wie früher.
    Wer wirklich mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer auf der Limmerstraße will, der muss sich dafür einsetzen, dass die Limmerstraße auf ganzer Länge Fußgängerzone wird! Der Durchgangs-Autoverkehr muss nicht durch den eng bebauten Stadtteil Linden-Nord geleitet werden, sondern der kann großräumig umgeleitet werden!

    1. „So wie beim gesamten U-Bahnbau geht es auch hier den Tunnel-Befürwortern darum, Platz zu schaffen für mehr Autoverkehr. ” Die alte Leier wieder. Kein Tunnel in Hannover hat mehr Platz für Autoverkehr geschaffen, im Gegenteil, im Großen und Ganzen wurden aus den ehemals durchmischten Straßen reine Fußgängerzonen (Lister Meile, Georgstraße) oder der Straßenquerschnitt wurde verschmälert (Engelbosteler Damm, Karmarschstraße). Dort, wo sich heute Straßenzüge ohne Straßenbahn darstellen (Hildesheimer Straße, Marienstraße), kann zumindest im Untergrund die U-Bahn beschleunigt fahren (meistens 50 km/h) und braucht sich weder um Ampeln noch um Staus zu scheren. Die Fußgängerzone Limmerstraße ist genau wie die Lister Meile ein prädestiniertes Beispiel zur Erschaffung einer echten Fußgängerzone mit beschleunigter Bahn. Bei baugleichen Rohbauten wie auf der B-Süd ist es auch möglich, kostengünstige drei Stationen zu errichten, sofern das gewünscht ist.
      Die Region prüft den Tunnel nicht, weil sie schlicht und einfach keinen Bock dazu hat, geschweige denn vernünftige Argumente oder fähiges Personal. Man lehnt einfach vorher ab und stellt sich keiner großen Aufgabe mehr. Es war 2000 ein großer Fehler, diesem Konstrukt den ÖPNV der Landeshauptstadt zu überlassen. Seitdem kommt nur noch Wurschtelei zum Zuge, unter der Linden nun zu leiden hat.

      1. „Es geht den Tunnelbefürwortern nicht darum, Platz zu schaffen für Fuß- und Radverkehr, oder die Situation der ÖPNV-Fahrgäste zu verbessern” – doch, genau darum geht es: ein Tunnel unter der Limmerstraße kann a) endlich eine echte Fußgängerzone schaffen, in der auch eine Radweg-Magistrale Richtung Ahlem etabliert werden kann, während der MIV vorwiegend draußen bleibt (die Busse dann natürlich auch) und die Außengastronomie sich ausbreiten könnte (wenn es denn halbwegs attraktive gäbe entlang dieser Strecke), während die störenden Schienen endlich wegkämen, b) werden durch Mittelbahnsteig-Stationen in einfacher Tiefenlage auch einfache Zugänge mit Aufzügen in der Mittelachse geschaffen, die ebenfalls mit Lichtschächten wie bei der Kopernikusstraße Tageslich reinholen können, c) ist eine Tunnelstrecke per se eine „Verbesserung der Situation der ÖPNV-Fahrgäste” – geradlinige Strecke, schnelle Beschleunigung, keine MIV- oder Radfahrer-Behinderung.
        „So wie beim gesamten U-Bahnbau geht es auch hier den Tunnel-Befürwortern darum, Platz zu schaffen für mehr Autoverkehr” ist hirnrissiger Stuss – als wenn dann die Limmerstraße zu einer vierspurigen Autostraße verkommen würde. Das ist fast nirgendwo der Fall gewesen und trifft als polemisches Scheinargument ad nauseam wiederholt (wodurch es nicht wahrer oder besser wird) ganz besonders auf die Limmerstraße nun wirklich kaum zu.

      1. „Henry” ist nur eine der zahlreichen Accounts von Georg Weil, mit dem er wie gewohnt seit Jahren Foren mit den ewig gleichen Scheinargumenten flutet. Erkennungsmerkmal: Tunnelphobie und Autohass. Es wird sogar gar kein Hirnschmalz mehr darauf verwendet, zumindest die Beiträge der diversen Sockenpuppen etwas zu verschleiern. Ernst nimmt das ohenhin keiner mehr (wie gesagt, die vielen polemischen Behauptungen – meist ohne fundierte Sachkenntnis oder vorhandene Belege hingepfeffert – werden nicht besser oder wahrer durch dauernde Wiederholung) und der ruinierte Ruf ist durch stetiges Querulantentum schon bis in die diversen hannoverschen ÖPNV-Etagen hineingekrochen. Jeder blamiert sich halt, so gut er kann.

          1. Seid ihr Denunzianten bekloppt? Was ihr betreibt, sind Ehrverletzungen, und das in öffentlicher Form. Das ist strafbar, und es ist möglich, deswegen Anzeige zu erstatten und auch die Täter zu ermitteln.

        1. „Jules” ist die Weilsche Sockenpuppe, die mittlerweile im Verkehrsforum Niedersachsen fast nur noch mit sich selber redet, in der Hoffnung, die Dutzend anderen Mitleser würden das alles für bare Münze nehmen. Ein einsames „Speakers Corner”, um gegen Autos zu wettern und deren Verdrängung zu proklamieren oder zum Abfeiern von „10/17”.

  3. Möglicherweise wäre ein Hochbahnsteig mit einem Gleistrog in der Limmerstraße passender.
    Dieser kann im Gegensatz zu einem Mittel-Hochbahnsteig auf ganzer Länge betreten werden.
    In anderen Städten wurde durchaus so gebaut, in der Limmerstraße würde das so aussehen:
    https://youtu.be/zUKcEub7Knk

    Aber am besten, auch mit einem Blick auf die hinter Linden-Nord liegenden Stadtteile, wäre ein Tunnel um auch den „Fernverkehr“ der Bahnen durch die Limmerstraße zu bekommen. In der Lister Meile wurde genauso verfahren und nur dadurch wurden später auch weitere Erschließungen wie Misburg oder Altwarmbüchen erst möglich.
    Ein preiswerter Tunnel in einfacher Tieflage ohne Verteilerebenen und mit Mittelbahnsteigen (Nur ein Fahrstuhl und wenige Treppen nötig) könnte in der Limmerstraße so aussehen:
    https://youtu.be/RLFFb0KzAsk

    1. Für einen Gleistrog ist kein Platz auf der Limmerstraße. Es gibt Beispiele für Gleistrog-Haltestellen in Stuttgart. Dort sind aber die Seitenräume sehr viel breiter als auf der Limmerstraße. Alleine die Überlegung, dass eine Gleistroghaltestelle genügend Platz bieten muss, um Omnibus-, Rettungswagen und Stadtbahn-Begegnungsverkehr zu ermöglichen, reicht aus, um sich vor Augen zu führen, dass dann kein Platz mehr ist hinter dem Haltestellenbord langzugehen, wie es in deiner Video-Konstruktion vorgetäuscht wird.

      1. „Für einen Gleistrog ist kein Platz auf der Limmerstraße” ist falsch. Ein Trogbahnsteig wurde in eine Straße in Frankfurt mit einem Querschnitt von 19,8 Metern gebaut, die alle Seitenanlagen inklusive Radwege beinhaltet. Die Station „Musterschule” wurde dabei abgesenkt gebaut, die Seitenanlagen leich erhöht. Auch der Trog bietet genügend Platz für Rettungsfahrzeuge. Die Limmerstraße ist im Schnitt 19,2 Meter breit, also unwesentlich schmaler. Es geht alles, wenn man nur will.
        Einfach vorher informieren, bevor man etwas Falsches behauptet:
        http://www.rettet-die-u5.de/Projekte/U5/L%C3%B6sungsans%C3%A4tze/Pl%C3%A4ne/Musterschule
        http://www.rettet-die-u5.de/w/static/plan_musterschule.pdf

  4. Wenn die Linie 10 in 15 Jahren kapazitiv am Ende ist oder weiter in Richtung Westen erweitert werden soll, wird man sich wieder mit Alternativen zu den Betonklötzen beschäftigen müssen. Da im Innenstadtbereich sowie im bestehenden A-Tunnel nur Hochflurfahrzeuge erlaubt sind, kommt man um eine Untertunnelung langfristig nicht herum, warum solange damit warten und sinnlos Geld für eine städtebaulich unverträgliche Zwischenlösung verschwenden?
    Zudem dürfen die Riesenbahnen nur mit Tempo 25 an den Gemüsekisten und gastronomischen Außeneinrichtungen vorbei schleichen. Zu Lasten der Fahrgäste, die weiter westlich einsteigen und auch mal etwas schneller ins Zentrum kommen wollen. Ich meine, hier wird eine Nostalgielösung auf Pferdebahn-Niveau zementiert.

    1. Das sehe ich ganz genauso: Der Tunnel wird sowieso zwingend notwendig, und dann muss man ihn jetzt bauen.

      Außerdem ist die Verkehrssituation auf der Limmerstraße schon jetzt reichlich unbefriedigend. Selbst als Fußgänger mit einem dicken Rucksack kommt man da teilweise schlecht durch, und neulich habe sogar ich als erfahrener Radfahrer mich in den Schienen langgemacht. Und mit den Hochbahnklötzen wird das noch viel schlimmer. Man kann sich das ja vorher nicht vorstellen; man will’s ja nicht glauben.

      Was wir da bräuchten, wären Bürgersteigverbreiterungen, die Schienen weg, gut markierte Fahrradwege, und dann nur noch Busse, Lieferverkehr und Einsatzfahrzeuge (die sich dort ja alle nicht vermeiden lassen). Wie gesagt, der Tunnel muss sowieso irgendwann gebaut werden.

      1. Es gibt in Hannover genug Platz, den ÖPNV oberirdisch abzuwickeln. Dazu ist es notwendig den MIV einzuschränken. Schon eine moderate Reduktion des ÖPNV schafft Platz für sehr viel ÖPNV. Denn die Flächen-Inanspruchnahme beträgt bei Bus und Bahn nur ein Hundertstel im Vergleich zum Auto. Zum Glück wächst die Einsicht und die Akzeptanz, autoreduzierende Maßnahmen durchzuführen. Interessanterweise argumentieren sogar diejenigen die U-Bahntunnel bauen wollen mittlerweile damit, dass so dem Autoverkehr das „Wasser abgegraben“ werdn könne. Nur wozu sollte denn ein Tunnel nutzen, wenn keine Autos mehr den oberirdischen ÖPNV blockieren? Dann ist es doch besser, gleich den ÖPNV oberirdisch barrierefrei auszubauen, und im gegenzug den Autoverkehr zu reduzieren.

        1. Reduktion des Autoverkehrs ist aber nicht die Thematik einer Fußgängerzone Limmerstraße, merkste selber, ne? Das ist wieder Dein Automatismus, sobald das Wort „Tunnel” auf dem Plan kommt. Da wird reflexartig und seit Jahren derselbe Sermon gefahren.

        2. Auf der Limmerstraße (Fußgängerzone) gibt es keinen Autoverkehr, da gibt es nur einen Bus, Radfahrer und die Bahn, die für diese Straße eine Nummer zu groß ist, sonst würde sie nicht jetzt schon fast die Gemüsekisten und Stühle der Außengastronomie umfahren. Irgendwann sind Straßen nunmal zu schmal für die Riesenbahnen von heute. Die Kaiserzeit mit ihren 2m breiten Pferbahnen ist vorbei!

    2. Tja, und mit der Niederflurstraßenbahn hätten wir überhaupt keine Hochbahnsteige gebraucht, wie man in fast jeder deutschen Stadt, in der noch Straßenbahnen fahren, sehen kann. Für Mobilitätseingeschränkte stellen sie kein Problem dar, wie dort ebenfalls täglich zu sehen ist. Wer hat doch gleich die Niederflurstraßenbahn verhindert? (kleine Hilfe: es waren nicht nur Politiker!)

      1. Das stimmt nicht, denn es gibt keine Niederflurstraßenbahn die ohne ca. 20cm Bahnsteig auskommt oder umständlich mit Klapprampen Arbeiten muss, die die Fahrzeit und das Warten an den Halteställen noch länger macht.
        Und ja, es waren doch die Politiker, nur eben die der Region und nicht die aus Linden!

      2. Mit der Niederflurbahn hätte man nicht die zahlreichen Umleitungen durch den Tunnel über Waterloo und Kröpcke fahren können, wenn die Strecke der Linie 10 oberirdisch mal wieder blockiert ist. Wie so oft.
        Wo bleibt der D-Tunnel?

      3. Wenn Mobilitätseingeschränkte die hohen Stufen der Niederflurstraßenbahnen würden benutzen können, dann bräuchten wir keine Hochbahnsteige. Wer Arthrose in den Knien hat kommt nur noch in den alten Silberpfeil, die neuen Grünen bleiben kranken, und alten Menschen ohne Hochbahnsteig leider verwehrt. Wie wäre es denn mal damit Betroffene zu fragen? Nur so ’ne Idee.
        Und wenn wir schon Erkundigungen einziehen, dann doch vielleicht auch mal fragen, was ein Kilometer Tunnel kostet. Und vielleicht auch mal in den Archiven nachfragen, wie lange so ein Tunnelbau dauert, und wieviel Lärm und Dreck dabei entsteht.
        Ich fürchte, dass die rüstigen Radfahrer von heute bei Fertigstellung der Tunnel vor allem auf den Fahrstuhl an die Oberfläche angewiesen sein werden.

        1. Ach Gottchen, Lärm und Dreck bei Bauarbeiten. Mimimi.
          Und das alberne Kostenargument kommt auch wieder. Was sind dagegen schon lange Züge, kurze Fahrzeiten und massive Fahrgastzuwächse einer modernen U-Bahn? Von weniger Störungen des Fahrplans und optimalem Umstieg ganz zu schweigen. Alles unwichtig – schon klar. Weil das Konzept auf den anderen Linien sehr erfolgreich neue Fahrgäste generiert, muss es auf der Linie 10 bestimmt ein Nachteil sein. Pfff….
          Vielleicht sollten die Gegner eines guten ÖPNV einfach mal still sein.

        2. Wasch mich, aber mach mich nicht naß. Ein 1,3km langerTunnel in einfacher -1-Lage dürfte nicht mehr als 70 Mio kosten und böte 93m lange Bahnsteige, so dass man mindestens 3-Wagenzüge (ab Zimmermannstraße) in den A-Tunnelschicken könnte und langfristig sogar eine Option für 4-Wagenzüge hätte. da leider eine S-Bahn entlang der Güterumgehungsbahn verkehrlich wenig effektiv wäre, wegen der Hochlage zudem sehr teuer und wegen der Bundeszuständigkeit auf unabsehbare Zeit nicht zu realisieren wäre, muss man leider für die Anbindung weiterer Wohngebiete im Westen auf eine Stadtbahn zurückgreifen. Selbst mit einem 5-Minutentakt wäre das System Linie 10 mit 2-Wagenzügen in 10 Jahren am Ende. Ich sehe ein Bahnsystem immer in der solidarischen Pflicht, für alle Fahrgäste entlang der Strecke
          attraktiv zu sein, daher gleicher Ausbaustandard entlang der Strecke. Da schon 45m lange Kurzbahnsteige für 2-Wagenzüge städtebaulich bedenklich sind und längere auf der Limmerstraße ohnehin unmöglich wären und nur für max 15 Jahre ausreichend Kapazität lieferten, wäre es folgerichtig, jetzt zu handeln.

  5. Warum wird am Küchengarten nicht der Entwurf umgesetzt, einen Hochbahnsteig für maximal Zweiwagenzüge – längere können auf der Strecke der 10 eh nicht eingesetzt werden – in die Kurve zu setzen, wo jetzt der nutzlos gewordene Hügel ist?! Die Konstrutionszeichnungen dazu gibt´s schon lange.

    1. Weil die Region noch immer auf eine Spange durch die Blumenauer Straße zum Schwarzen Bären schielt. Das war auch Grundidee im Pamphlet „Let’s Go West” von VCD und BiU. Allerdings wird das dann (sofern die Bahnen in den A-Tunnel gelangen) eine „Scheelhaase-Lösung”, die Region und Infra lange bärbeißig im Vorfeld von „10/17” abgeschmettert haben. So oder so: für die gesamte D-Linie hat die Region nur noch Wurschtelei parat, aber keine intelligenten Lösungen.

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