31. Oktober 2019

Von Klaus Öllerer

Mit dem Lindener Markt gibt es bald insgesamt drei Ladestationen [1] für E-Autos in Linden-Limmer.

Die E-Säule am Lindener Markt befindet sich noch in der Montage.

Noch Baustelle am Lindener Markt. Foto: hansko

Erfahrungen mit der E-Ladesäule in Limmer deuten darauf hin, dass die Nachfrage sehr gering ist. Die Plätze standen bisher immer leer, was nicht ausschließt, dass da seltenerweise doch mal ein E-Auto steht und auflädt.

Am Lindener Markt dürfte es jetzt ein bis zwei Parkplätze weniger geben. Das wird den notorischen Parkplatzmangel dort weiter verschärfen. Falschparker werden rigoros bestraft. Siehe >> hier

Es ist schwer vorstellbar, dass in absehbarer Zeit die Anzahl von E-Autos in Linden auch nur nennenswert zunehmen wird. E-Autos sind ein teures Hobby für gutverdienende Überzeugte. Eigentlich sind E-Autos im Preis-Leistungsverhältnis überhaupt nicht konkurrenzfähig. Ja, man kann sagen, dass die Bevölkerung bei dieser Lage auch keine Lust auf E-Autos hat. Es würde sie ärmer machen. Und es ist auch keine technischwirtschaftliche Entwicklung in Aussicht, die das ändern könnte.

Gentrifizierung?
Da E-Autos nur von Gutverdienenden angeschafft werden können – und das oft als Zweitwagen – stellt sich folgende Frage: Wo sollen diese Gutverdienenden herkommen? These: Um auch nur einen nennenswerten Anteil von E-Autos im Stadbezirk zu bekommen, muß vermutlich die Anzahl der Gutverdienden drastisch zunehmen. Und das wirft die Frage nach einer zukünftigen Gentrifizierung auf. Gentrifizierung bedeutet den Austausch von weniger Gutverdienenden durch Besserverdienende, die sich ein E-Auto leisten können.

Was meinen die Leser?

Andere Sichtweisen sind willkommen

Lindener Markt: Hier steht die E-Ladesäule
Gesehen 2013 in Linden-Mitte

Titelfoto: hansko

[1] Andere Ladestationen in Linden-Limmer:

Limmer: Franz-Nause-Str. 3 >> mehr

Linden-Nord: Fröbelstr. 5 >> mehr und Infos von der >> Einweihung

Klaus Öllerer
31.10.2019


Kommentare

  1. Ihr Zitat:
    E-Autos sind ein teures Hobby für gutverdienende Überzeugte. Eigentlich sind E-Autos im Preis-Leistungsverhältnis überhaupt nicht konkurrenzfähig. Ja, man kann sagen, dass die Bevölkerung bei dieser Lage auch keine Lust auf E-Autos hat. Es würde sie ärmer machen. Und es ist auch keine technischwirtschaftliche Entwicklung in Aussicht, die das ändern könnte.

    Da sind Sie aber ein paar Jahre hintendrein: VW hat heute die Preisparität zwischen Golf Diesel und ID3 erklärt. Also Nix mit teuer und nur für wohlhabende Menschen.

    1. Bitte lesen Sie folgende Artikel aufmerksam durch:

      https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/vw-id3-2019-preis-marktstart-fotos/

      https://www.auto-motor-und-sport.de/elektroauto/vw-id3-2019-preis-marktstart-fotos/

      Es wird deutlich, dass die E-Version nicht wirklich wettbewerbsfähig zum Diesel/Benziner ist.

      Hinzu kommt die völlig fehlende Infrastruktur zum Laden, die weit hinter den Möglichkeiten einer normalen Tankstelle bleibt.

      An einem wirklich freien Markt haben diese E-Versionen keine Chancen.

      1. Die fehlende Infrastruktur wird jedes Mal hervorgehoben. Jedes Mal wenn ich in Deutschland unterwegs bin und Laden möchte, finde ich nur freie Ladesäulen vor. Die Ladeinfrastruktur ist im Gegenteil überdimensioniert. Wenn es mehr E-Autos gibt, wird auch hier ausgebaut werden, da geht es um Angebot und Nachfrage.

        Nun, dies hat Herr Diess heute verkündet. Aktuell ist nur die teure Frühbucher Version im Preis bekannt. Selbst in Ihrem verlinkten Artikel steht drinn, dass die Preisparität gegeben sein wird. Man muss auch immer Ausstattungsbereinigt vergleichen.

        Abgesehen davon sind E-Autos im Betrieb deutlich günstiger (Energie, Wartung, Steuern), so dass die Preisparität schon längst gegeben ist.

        Es deutet aber sehr auf rückwärtsgerichtetes Denken Ihrerseits hin wenn Sie die postulieren: Die Preise für E-Autos sind in den letzten Jahren massiv gesunken und tun es immer noch. Da müssen Sie nur ein wenig in die Zukunft schauen um zu erkennen, dass Ihre Aussage BS ist.

        1. Wenn das so ist, dass beim E-Auto immer alles billiger und besser wird, dann, ja dann …

          … dann kann man es ja dem freien Markt überlassen und muß keine Zwangsmassnahmen und Indoktrinierungen dazu machen.

          Wenn dann das E-Auto wirklich günstiger und besser ist, dann würde sogar ich eins kaufen. Sehe ich aber nicht. Das E-Auto ist zu einem Popanz der Weltrettung verkommen. Das erinnert an das Mittelalter: „Wenn das Geld im Kasten klingt – die Seele in den Himmel springt!“
          Da ist es allerdings „besser“ als die lieben Fossilen.

  2. Selten so einen hirnlosen Beitrag gelesen.

    Die Ladesäulen werden geplant. Und dort aufgestellt wo ein ermittelter Bedarf ist.
    Die Kommunalbetriebe müssen ihrer Aufgabe zur Versorgung gerecht werden, und das schließt auch die Stromversorger ein. Die Ladesäulen sind übrigens „Gesetzlich verpflichtend mit Ökostrom zu betreiben“ nach der Fördergesetzgebung. Sonst keine Zuschüsse und Förderung.
    Auch werden Gäste der Stadt dieses Angebot nutzen, ebenfalls ist das dann nur möglich wenn diese Plätze freigehalten werden.

  3. Ich kann mich nicht erinnern, dass in der Art berichtet worden wäre, als drei? Parkplätze für Teilautos in der Nähe des Lindener Marktplatzes abgezweigt wurden.
    Gentrifizierung halte ich für Fakt im Stadtteil, aber ob eine Ladesäule das hergibt, ich glaube nicht.
    Tatsächlich werde ich mir auch kein E-Auto kaufen können, aber deswegen stelle ich mich nicht einer Entwicklung entgegen, die das Überleben der Menscheit sichert.
    Man fragt sich, wer diesen Artikel recherchiert hat, bzw. von wem der gesponsert wurde.

      1. Stichwort „Klimawandel“
        Den Rest einfach mal im Internet recherchieren, bitte.
        Wenn sie von der „wird schon gut gehen“ Fraktion sind: E-Autos sind die Technik der Zukunft. VW baut im großen Stil in China, weil die Deutschen mal wieder der Entwicklung hinterher hängen. Das hätte man auch in Stöcken aufziehen können, dann wären viele Arbeitsplätze erhalten geblieben.
        Sollten ihnen tatsächlich die Ladesäule ein Dorn im Auge sein, ohne Ladesäule keine E-Autos.
        Ich hoffe ich konnte ihre Frage beantworten.

        1. E-Autos: Es wäre nicht das erste Mal, dass E-Autos gegen die Fossilen verlieren. Das hat es ganz am Anfang und danach mehrfach gegeben. Die Akkus sind – leider – nicht konkurrenzfähig gegen die Fossilen.

          Stichwort „Klimawandel“

          Seit 2001 beschäftige ich mich von der wissenschaftlichen Seite her mit dem Thema Klimawandel. Ich bin völlig entsetzt was da für ein Schmu getrieben wird. Die Wahrheit: Es gibt keinen gefährlichen Klimawandel. Es ist ein Nichtproblem wie ein bekannter Nobelpreisträger es in einem Vortrag feststellte. Wir haben heute das beste Klima seit über 700 jahren.

          Gerne erzähle ich mehr und bin bereit mit jedem „offiziellen“ Wissenschaftler darüber zu diskutieren.
          http://www.klimakontroverse.de/besteklima700jahre.html

          http://www.KlimaKontroverse.de

          1. Ich bin jetzt etwas erstaunt, Herr Öllerer.
            Der Artikel suggeriert, es ginge um eine Ladesäule für E-Autos.
            Nun stelle ich fest, dass sie als Einzelperson einen wissenschaftlichen Konsens, u.a. des IPCC mit etwa 170 Wissenschaftlern, die tausende von Studien ausgewertet haben, in Frage stellen.
            Die Auswirkungen des Klimawandels sind bereits weltweit zu sehen, die Umweltzerstörung der Ölindustrie, von denen allein die fünf größten Konzerne 200 Mio. US $ jährlich für Lobbyarbeit investieren, um die Klimaerwärmung und dessen Gefahren zu verschleiern, ist schon lange unübersehbar.

            Welche Qualifikation befähigt sie und den von ihnen nicht namentlich genannten Nobelpreisträger, dies zu tun?

            Ihr Vorgehen ist im journalistischen Sinne höchst unseriös und im Übrigen außerordentlich gefährlich.
            Wenn sie den Klimawandel in Frage stellen wollen, dann wäre es angebracht dies im Titel auch deutlich zu erwähnen.

          2. Der Artikel zur Ladesäule hatte nichts mit Klima zu tun. Wenn das der Fall gewesen wäre, dann hätte es eine Anmerkung gegeben („Arbeitet mit bei KlimaKontroverse.de“) wie in anderen Fällen mehrfach geschehen.

            Vermutlich ist Ihnen nicht bekannt, dass die Klimawissenschaft gespalten ist. Und Ihnen ist auch nicht bekannt, dass es keinen gefährlichen Klimawandel gibt. Weder nehmen die Extremereignisse zu, noch haben wir einen beschleunigten Temperaturanstieg. Der Temperaturanstieg ist völlig normal mit zwei ähnlichen Erwärmungsperioden im letzten jahrhundert: 1910-1947 (0,57 Grd) und 1976 bis 2005 (0,54 Grad). Davor, dazwischen und danach gab/gibt es Stagnation. Auch der Meeresspiegelanstieg beschleunigt sich nicht, sondern ist so wie vor ca. 100 Jahren. Und es scheint Ihnen nicht bekannt zu sein, dass die Erwärmung fast Ausschließlich durch natürliche Faktoren erklärbar ist. Kann ich alles belegen. Wissenschaft ist keine Mehrheitsentscheidung, wie Einstein schon mal feststellte, als er mit vielen Unterschriften gegen seine Relativitätstheorie konfontiert wurde.

            Das was heute beim Klima öffentlich passiert ist mit dem sogenannten Waldsterben vergleichbar. Da war auch nichts dran. Das war rein politisch. Da wurde Wissenschaft misbraucht.
            Im Übrigen ist mein klimakritisches Engagement allgemein bekannt.

            Gerne liefere ich Belege für meine Sichtweise.
            Der von mir genannte Nobelpreisträger ist übrigens der Physiknobelpreisträger Ivar Giaever. Er hält den Klimawandel für ein Nichtproblem.

          3. Herr Öllerer, Ivar Giaever ist Physiker, damit fehlt ihm bereits die fachliche Qualifikation, um den IPCC zu widerlegen.
            Sie selbst haben sich nicht dazu geäußert, worin ihre Qualifaktion besteht. Offenbar sind sie aber Gründungsmitglied von EIKE, einem e.V. der weder etwas mit Wissenschaft, noch mit Klimaforschung zu tun hat, dafür aber deutliche Nähe zur AfD.
            Das die Ölindustrie mehrere hundert Millionen US $ für Lobbyismus und damit die Verbreitung von Lügen über den Klimawandel ausgibt, ist bekannt.
            Vom Präsident von EIKE, Thuss gibt es Verbindungen zu einem amerikanischen Unternehmen, dass 2008 600.000$ von Exxon erhielt.
            (Links am Ende des Kommentars)

            Die Klimaforschung ist mit Sicherheit nicht gespalten. Es gibt einen 97% Konsens zum anthropogenen Klimawandel. Siehe hier die Anfrage der AfD an die Bundesregierung zum Thema.

            Damit ist es für mich keine Frage, welche Aussagen ich für seriös halte, und welche lediglich das Interesse von gigantischen Unternehmen widergeben.

            Um es noch einfacher zu sagen: wenn ich meine Kombitherme warten lassen möchte, frage ich einen Heizungsfachbetrieb und nicht den Bäcker an der Ecke. Sonst fliegt mir das Ding nämlich um die Ohren.

            Für die Mitleser:
            https://www.forbes.com/sites/niallmccarthy/2019/03/25/oil-and-gas-giants-spend-millions-lobbying-to-block-climate-change-policies-infographic/

            „Eike-Präsident Thuss ist zugleich Gründer von CFACT Europe, Ableger des amerikanischen „Committee for a constructive tomorrow“, das 2008 mit fast 600.000 Dollar zu den größten Spendenempfängern des Ölkonzerns ExxonMobil gehörte.“
            https://bit.ly/2Wn3rUa

  4. Herr Öllerer, warum schreiben sie hier vom „Falschparker“ und in anderen Fällen wo Leute auch nicht so Parken wie sie dürfen vom „Notparker“?
    Falsch ist Falsch, keiner von beiden ist besser als der andere, denn er/sie nimmt die Behinderung anderer billigend in kauf!
    Leider lässt die Stadt Hannover viel zu wenig abschleppen, denn wenn sie es täte oder die Kosten dafür deutlich höher wären, würden die Leute es nicht mehr so oft tun oder sich ggf. einen Stellplatz anmieten. oder gleich ganz auf das Auto verzichten!

    1. Den Begriff „Falschparker“ habe ich in diesem Zusammenhang verwendet, weil der Platz vor der Ladesäule jederzeit gebraucht werden kann und daher unbedingt frei bleiben muß – außer für ein kurzes halten ohne wegzugehen.

      Notparken wende ich dann an, wenn der Platz nicht unbedingt weiter benötigt wird und auch kein besonderes Risiko durch die Benutzung besteht. Dann ist Nortparken zwar nicht juristisch, aber zumindest moralisch einwandfrei.

  5. Was die Frage betrifft, woher die neuen E-Fahrzeuge kommen sollen: Die Stadtverwaltung will 50 neue E-Autos anschaffen, und direkt neben dem Stellplatz ist das Lindener Rathaus und Bürgeramt.

    https://e-government.hannover-stadt.de/lhhsimwebre.nsf/DS/0282-2019

    Macht etwa 20.000 € pro Neuwagen. In Niedersachsen kommt als Hersteller eigentlich nur Volkswagen infrage, aber der bietet bislang nur „ConceptCars“ (soll man das als Studienautos übersetzen?) der Serie ID.3:

    https://www.volkswagen.de/de/modelle-und-konfigurator/id3.html

    So richtig kaufbereit oder gar durchgetestet sieht das aber noch nicht aus; vielleicht will die Stadt ja Versuchskaninchen spielen.
    Desweiteren sind über 6 Millionen Euro zum Ausbau der Ladeinfrastruktur bewilligt, Fördermittel vom Bund. Unnötig zu sagen, dass die Gelder über ÖPP an private Unternehmen fließen statt in den Aufbau einer kommunalen Infrastruktur, die tatsächlich von den Bürgern besessen und kontrolliert wird. Wer weiß, was da wieder an den Nebentischen besprochen wird und wer da seine Pöstchen und Nebeneinkünfte sichert. Das kommt ja alles nicht an die Öffentlichkeit. Neun Millionen Euro.

    Was den Aspekt der Gentrifizierung angeht, mag ich es im Diskurs nicht sehr, wenn polarisierende Schlagworte in den Raum geworfen werden, für die Position genommen werden soll. Dabei werden auch oft Strohmann-Argumente verwendet, gegen die man kämpft wie Don Quichote gegen die Windmühlen. Dafür möchte ich mich nicht aufreiben.

    Und selbstverständlich gibt es Gentrifizierung. Das ist, wie Städte wachsen, seit es welche gibt.

    1. VW hat schon länger E-Autos im Programm, allerdings waren sie teurer und hatten weniger Reichweite. Den E-up gibt es nun mit größerer Batterie und 260 km Reichweite (WLTP, also relativ genau) bereits für 21500 €, abzüglich Hersteller E-Prämie (min. 2350 €) und 2000 € E-Prämie vom Staat. Also ca. 17000 €. Mit sinnvoller Ausstattung (Sitzheizung usw) noch unter 20000€. Auch den E-Golf mit ähnlich großer Batterie und 230 km nach WLTP gibt es für ca 23-25000 €. Mit ner ähnlichen Ausstattung kostet ein Benziner auch nicht weniger.

  6. Mit der aktuellen Akkutechnik wird das nix mit Massenmotorisierung per Strom.
    Ich hoffe übrigens sehe, dass der Ladesäulenstrom aus regenerativen Quellen stammt; andernfalls wäre das Ganze kompletter Unsinn.
    Gentrifizierung: Ja, sicher, das läuft doch schon längst in Linden. Speziell in Linden-Mitte werden sich gut genug verdienende GrünenwählerUnterstrichSternchenInnen finden, die so ein Akkugefährt anschaffen werden.

    1. „Ich hoffe übrigens sehe, dass der Ladesäulenstrom aus regenerativen Quellen stammt; andernfalls wäre das Ganze kompletter Unsinn.“
      Genau! So wie der Strom für die öffentlichen Verkehrsmittel selbstverständlich nicht aus dem „Stromsee“, sondern nur aus erneuerbaren Energien stammt.

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