30. April 2019

von hansko

Was anfangs nur ein vereinzeltes Phänomen war, gehört inzwischen zum gewohnten Lindener Straßenbild: die ungewollten, orangefarbenen Mieträder stehen Kopf. Diese bevölkern mittlerweile flächendeckend ganz Linden. Sie werden nicht nur als störend empfunden, sondern entwickeln sich auch mehr und mehr zu echten Plagegeistern, da sie z.B. mitten auf dem Gehweg stehen. Die Lindener/innen drücken ihren stummen Protest auf ihre Art aus, indem sie diese einfach kopfüber hinstellen.

Auch die Europa-Wahlplakate gesellen sich hinzu und werden ebenso, da oft ungewollt, auf kreative Art zum Kunstobjekt umfunktioniert wie hier auf dem Foto zu sehen.

Küchengartenplatz

Nichtsdestotrotz fiebert Linden, einst ein klassischer, linker Arbeiterbezirk, dem Wahlkampfauftritt von Sahra Wagenknecht Mitte Mai entgegen. Der hat mittlerweile in Hannover-Linden Tradition. Sollte es etwa ihr letzter Lindener Auftritt sein, da sie nicht mehr für den Fraktionsvorsitz der Linken kandidiert und sich „ziemlich ausgebrannt“ fühlt? Zu ihren bekannten Thesen zählen folgende:

>> „Die Kluft zwischen arm und reich ist heute fast wieder so groß wie damals“

>> »Wir brauchen Druck auch in Deutschland«

>> „Müssen die Stimme der Unzufriedenen sein“

>> GroKo regiert gegen Mehrheitswillen

>> Zwischen Trump und China – rettet die „Planwirtschaft“ Europa?

Written by hansko
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30.04.2019


Kommentare

  1. Einem Zeitungsbericht war zu entnehmen, die Räder seien oft unsicher und würden nicht den Vorschriften entsprechen.
    Viele der Räder wurden in der Stadt kopfüber gestellt, damit sie nicht genutzt würden, trotz der Mängel.

    1. In Hannover gibt es 2 Modelle von dem Anbieter, getestet wurde nur das ohne Schaltung welches wirklich schlechtere Bremsen hat. Das mit 3Gängen hat auch bessere Bremsen. Allerdings haben beide Modelle nur die Vollgummibereifung.

  2. Tja, nicht alle Neuheiten sind Schlauheiten.
    Mich nerven die Dinger auch. Bin gespannt, wann die ersten in der Ihme oder auf irgendwelchen Bäumen oder Dächern landen.
    Aber wir kennen das ja: wer Geschäfte machen will, kann uns alles mögliche aufzwingen. Wir haben ja kein Mitspracherecht. Hauptsache der Zaster fließt…
    Kann mir allerdings gar nicht vorstellen, dass die hier in Linden besonders erfolgreich sind. Hier hat doch fast jeder sein eigenes Fahrrad, oder?
    Wie wärs denn mit einem Pferd an jeder Straßenecke – für den kleinen Ausritt zwischendurch? Auch sehr umweltfreundlich ;-)))

    1. Offensichtlich hat die Anwohnerin die Geschäftsidee nicht verstanden.
      Die Leihräder werden nicht von skrupellosen Geschäftemachern in Linden aufgestellt, um die Lindener Bevölkerung zu ärgern, sondern von Lindener Kunden , die kurzfristig ein Fahrrad brauchten, und sich per Smartphone-App eines ausgeliehen haben. Wenn der Kunde Glück hat, kann er am am nächsten Tag gleich wieder aufs Rad steigen, und es erneut ausleihen. Wenn nicht kann er in seiner App nachschauen, wo das nächste Bike sharing-Rad steht. Und wenn diesees dann nicht teilzerstört, vollgekotzt, oder mit dem Sattel in der Hundescheiße vorgefunden wird, sind alle zufrieden.
      Alle?
      Nein, nicht alle!
      In einem kleinen, von unbeugsamen Butjern gewohnter Stadtteil hört man nicht auf sich allem Neuem zu verschließen.

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