23. September 2020
© Manfred Wassmann
Veranstaltet von der Initiative „Lebensraum Linden“ begab sich der Lindener Autor Günter Müller zum 23. mal auf seinen Literarischen Rundgang. Aufgrund der Corona-Pandemie und der landesweiten Vorsorgebestimmungen ergab sich eine kleine Gruppe von 8 Personen, die am 19. September vom Genossenschafts-Bäckerei-Café „LindenBackt“ auf der Limmerstraße aus Orte einer Lindener Kindheit besuchte. Lebendige Gespräche über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Stadtteils und der Teilnehmer begleiteten den Rundgang und machten ihn wieder einzigartig. Die Veranstaltung wurde vom Kulturbüro der Landeshauptstadt Hannover unterstützt.
Schon im Café, das als Bäckerei ehemals Müllers Eltern gehörte, gab es den ersten Erinnerungsaustausch zwischen dem Autor und einer Teilnehmerin. Auf dem Weg zur damaligen Henniges- (heute Eichendorff-) Schule,.an denen der Autor aus seinem Buch „Unvollständige Rückkehr an vergangene Orte“ las, wurde die Zeit des Nationalsozialismus in Linden debattiert.
Weiterhin ging es in den Lesungen um die die Schule, das Fußballspielen auf Höfen, Straßen und im Verein, das Träumen von einer fremden Frau und fernen Ländern, von Filmvorstellungen im Apollo-Kino der 1950er Jahre und einen Mann, der kein Vater war.

Auszüge des Rundgangs finden sich als digitale „Tour“ auf www.lebensraum-linden.de

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