12. November 2020

Pressemeldung

Polizei: Corona-Großkontrolle: „Es geht uns nicht um Bußgelder, sondern um den Infektionsschutz“ (Polizeipräsident der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe)

Hannover (ots) – Anlässlich eines regionsweiten Großeinsatzes von Sicherheitskräften wurden am Mittwoch, 11.11.2020, schwerpunktmäßig Fahrgäste des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz hingewiesen und aufgeklärt. Beteiligt waren neben der Landes- und Bundespolizei aus Hannover auch Mitarbeiter und Sicherheitskräfte der Deutschen Bahn, der Üstra und von Regiobus.

Der Aktionstag begann um 10:00 Uhr mit einem medienwirksamen Startschuss der Beteiligten: Michael Schuol (Bundespolizei Hannover), Dr. Volker Klöppner und Denise Hain (Üstra), Elke Maria von Zadel (Regiobus) und dem Polizeipräsidenten der Polizeidirektion Hannover, Volker Kluwe, am Ernst-August-Platz am Hauptbahnhof Hannover.

„Wir haben in der Region Hannover wieder erhöhte Infektionszahlen. Gerade im ÖPNV kommen Menschen auf engstem Raum zusammen. Unterschreitungen von Abständen lassen sich hier nicht immer vermeiden“, erklärt Hannovers Polizeipräsident Volker Kluwe. „Es geht nicht um Bußgelder – sondern um den Infektionsschutz“, sagt er. Bei der ersten Großkontrolle im September 2020 hätten sich nicht alle Fahrgäste in Bahnen, Bussen und an den Haltestellen an die Maskentragepflicht im ÖPNV gehalten, es seien etwa 5000 Verstöße festgestellt worden. Zum Schutz aller Reisenden sollte mit dieser zweiten Kontrollaktion nochmals auf die geltenden Hygienebestimmungen hingewiesen werden.

Bis 18:00 Uhr kontrollierten die Beteiligten in der gesamten Region Hannover und stießen dabei auf eine deutlich positive Resonanz in der Bevölkerung. Trotzdem ist offenbar nicht allen Menschen klar, dass sie überall dort, wo sich der Abstand von 1,50 Meter nicht einhalten lässt, eine Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) zu tragen ist. Zusätzlich gilt die Maskenpflicht nicht nur in den Fahrzeugen des ÖPNV, sondern auch an den Haltestellen, auf Bahnsteigen sowie in Wartezonen. In den Fußgängerzonen der Innenstädte ist es aufgrund der ebenfalls geltenden Maskenpflicht nicht erlaubt, diese zum Essen, Trinken oder Rauchen abzunehmen.

Dieses war einigen kontrollierten Passanten so nicht bewusst. Die Unsicherheiten in der Bevölkerung über die Orte, an denen die Maskentragepflicht gilt, sollen durch eine neue Verordnung der Region Hannover ab dem 16.11.2020 ausgeräumt werden, was die Polizei ausdrücklich begrüßt.

In der Fußgängerzone in Wunstorf trug um 10:15 Uhr ein Mann ohne Mund-Nasen-Bedeckung ein Schild mit der Aufschrift: „Ich bin gesund im Sinne des IfSG“. Er zeigte der Polizei auf Verlangen ein Attest vor, dass ihn von der Maskentragepflicht befreien sollte. Offenbar war dieses aber selbst geschrieben.

Der Mann erhielt einen Platzverweis und eine Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Kräfte der Polizeiinspektion Besondere Dienste nahmen gegen 14:50 Uhr die örtliche Trinkerszene am Hauptbahnhof Hannover ins Visier und stellten eine Vielzahl von Personen fest, die sich nicht an das Abstandsgebot hielten. Sie wurden auf die Verstöße angesprochen. Letztendlich war die Erteilung von zwölf Platzverweisen notwendig.

Bei der U-Bahn-Station Steintor wurde gegen 16:40 Uhr ein Mann kontrolliert, die keine MNB trug. Von dieser Person ausgehend wurde durch die Polizei Marihuana-Geruch wahrgenommen. Bei einer anschließenden Durchsuchung der Person wurde Betäubungsmittel aufgefunden und beschlagnahmt.

Im Stadtgebiet sowie im Umland der Region Hannover führten Beamte der Landespolizei insgesamt 1030 Ansprachen durch und stellten 204 Ordnungswidrigkeiten fest. Die große Mehrheit der Menschen kam der Maskenpflicht nach und begrüßte die intensiven Kontrollen. Die angesprochenen Personen ohne Mund-Nase-Bedeckung oder mit falsch getragener Maske zeigten sich größtenteils einsichtig. Durch die Gespräche wurde deutlich, dass die Beschilderung in einigen Bereichen unzureichend ist. /nzj, nash

Polizeidirektion Hannover

Titelbild: Symbolbild Limmerstraße

12.11.2020

Kommentare

  1. – „In der Fußgängerzone in Wunstorf trug um 10:15 Uhr ein Mann ohne Mund-Nasen-Bedeckung ein Schild mit der Aufschrift: „Ich bin gesund im Sinne des IfSG“. Er zeigte der Polizei auf Verlangen ein Attest vor, dass ihn von der Maskentragepflicht befreien sollte. Offenbar war dieses aber selbst geschrieben.“

    Von mir kriegt der Typ eine zweite Unterschrift. Wenn er gesund wirkt und nicht wild in der Gegend rumniest, dann ist er diesbezüglich in Ordnung. Wo sind wir denn??!

    Ich hatte heute erstmalig eine maskenlose Frau im Supermarkt, die deswegen auch gerade heftig angegangen wurde, als ich hinzukam. Jemand verteidigte sie, später bedankte sie sich dafür, so dass der Angreifer ablassen musste, und ich war nur hinzugekommen und stimmte zu: Angriff „nicht berechtigt“.

    Das kann man natürlich auch noch weiter aufdröseln, aber am Ende wird sich definitiv herausstellen: Der ganze Corona-Quatsch ist „nicht berechtigt“, übrigens schon aus rein gesetzlicher und rechtsstaatlicher Sicht. Und die Frau hatte auch schon einen komischen Körper und damit vermutlich tatsächlich schon wichtigere Gebrechen als Corona-Maske.

    So sieht der Mist aber aus: Man wird verknackt für NICHTS. Weswegen auch immer, aber es kann nicht gesund sein.

    1. – „Von mir kriegt der Typ eine zweite Unterschrift. Wenn er gesund wirkt und nicht wild in der Gegend rumniest, dann ist er diesbezüglich in Ordnung.“

      … und, wenn er weiß, was er tut, und das ist ja sogar MEHR als offensichtlich der Fall. Mein Plädoyer: Kein Bußgeld und nix, sondern mehr davon und überall! Bitte!

    2. Geh ins Krankenhaus und hilf dort aus anstatt auf dem Sofa zu liegen und Blódsinn zu schreiben. Meinst du die liegen dort weil es so schön ist? Die Weisheit mit dem Löffel gefressen?Alle blöd nur Leute wie du nicht. Na denne arme Welt.

      1. Was für ein Sofa denn? Ich hab hier einen Sessel! Und soll ich mal anfangen, meine eigenen Krankenhaus-Stories zu erzählen, da schlackern dir aber die Ohren!

        1. Ne bitte nicht und erspare uns einfach deinen Schachsinn!
          Corona kann schon übertragen werden ohne das man Symptome zeigt und darum geht es bei der Maskenpflicht!
          Wer meint keine Maske tragen zu müssen da Er/Sie/Es ja so super ist der darf sich gerne damit anstecken lassen und sich so lange in Quarantäne begeben bis ihn ein Amtsarzt nicht mehr als Ansteckend genesen schreibt. Danach dürfen diese dann auch gerne ohne Maske durch die Gegend laufen und sich Wöchentlich auf noch vorhandene Antikörper überprüfen lassen. Natürlich alles auf ihre eigenen Kosten!

          Und ja es gibt leider wirklich Leute die keine Maske tragen können. Wobei auch das nicht stimmt, denn es gibt Masken mit entsprechender Luftzufuhr und Abluftfilterung. Aber ist das Verhältnismäßig? Und wer soll da für die kosten aufkommen?
          Etwa Sie Anwohner!?

      2. Deutschlandweit liegen etwa 3000 Menschen wegen oder mit Corona auf der intensiv…
        Im Vergleich zu den infektionszahlen ist dies verschwindend gering.

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