18. Juli 2019

Pressemeldung

Polizei: Gemeinsame Presseinformation der Staatsanwaltschaft Hannover und der Polizeidirektion Hannover Kriminalpolizei gelingt Schlag gegen Drogenring – neun Verdächtige festgenommen

  Hannover (ots) – Bei einer großangelegten Durchsuchungsaktion in sechs Wohnobjekten im Stadtgebiet hat die Polizei Hannover am Mittwoch (17.07.2019) neun Männer festgenommen, gegen die seit geraumer Zeit wegen gewerbs- und bandenmäßigen Handels mit Kokain und Marihuana ermittelt wurde. Zudem beschlagnahmten die Beamten rund 50 Kilogramm Marihuana, diverse abgepackte Verkaufseinheiten Kokain, etwa 40.000 Euro Bargeld und weitere Beweismittel.

   Bereits seit mehreren Monaten ermittelt die Zentrale Kriminalinspektion der Polizei Hannover gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Hannover gegen eine aus dem Westbalkan stammende Tätergruppierung, die überwiegend in den Bereichen Georgengarten, Leibniz-Universität (Nordstadt), des Steintors (Mitte) und Linden-Nord strukturiert und in einem Schichtsystem organisiert mit Betäubungsmitteln gehandelt hat. Über drei rund um die Uhr erreichbare Telefonnummern konnten die Kunden Drogen ordern und bekamen diese kurze Zeit später von den Verdächtigen ausgehändigt.

Durchschnittlich verkauften die Dealer auf diese Weise täglich 120 Einheiten Kokain zu jeweils 20 Euro.

   Im Rahmen der verdeckten Ermittlungen konnten die Polizeibeamten umfassende Beweise gegen die Täter sammeln, sodass Haftrichter bereits gegen sechs der festgenommenen Beschuldigten Untersuchungshaftbefehle erließen. Drei weitere Beschuldigte sollen am heutigen Donnerstag vor den Haftrichter treten. /isc, has

Polizeidirektion Hannover

18.07.2019


Kommentare

  1. – „aus dem Westbalkan“

    Das sind Albaner, und zwar die richtig fiese Mafia, wo man das Frösteln kriegt. In Linden-Nord verkaufen sie „en gros“ Gras an die Schwarzafrikaner (da kommt das Gras ausnahmsweise nicht aus Jamaica!), haben beim „en detail“-Verkauf auch von Koks hier aber keinen Fuß fassen können. Zudem unterhalten sie im Stadtteil Lokalitäten und Institutionen, die entweder öffentlich durch wiederholte Gewalttaten auffallen oder gleichzeitig und widersprüchlich einerseits extrem unauffällig wirken, andererseits mit überreichem Protz nach Geldwäsche und kriminellen Verabredungen riechen. Insgesamt sind sie hier aber kaum sichtbar, und die Bevölkerung ahnt kaum etwas von den Zusammenhängen, zumal sie die Augen nicht aufmacht oder nicht genug herumkommt.

    1. Naja, die Wirtschaftsliberalen beten uns doch immer vor, wenn es einen Markt für etwas gibt, wird sich jemand finden, der ihn bedient….im Falle von Kokain auch noch mit exorbitanten Margen.
      Da sieht man mal wieder, dass es eben doch nicht so einfach ist; von wegen „freie“ Wirtschaft.

      Ich denke ja, unsere Gesellschaft braucht keine Aufputschmittel, sondern Entschleunigung und Zufriedenheit mit dem, was man hat.

      1. Mich selbst würde ich als Wirtschaftsliberalen bezeichnen. Aus meiner Sicht haben wir unseren gesamten Wohlstand, der in den letzten tausend Jahren aufgebaut wurde, im Wesentlichen dem freien Wirtschaften zu verdanken – dem Kapitalismus.
        Da ich mal Kommunist war und inzwischen weiß was für einen gefährlichen und undemokratischen Unsinn Karl Marx auf sehr vielen Seiten geschrieben hat, bin ich froh, dass es so gekommen ist.

        Andererseits braucht auch der freie Markt Regeln, die eingehalten werden müssen. Dazu gehören auch Drogenverbote zum Schutze der Menschen und auch Umweltschutz, Menschenrechte, etc., etc..

        Es gibt übrigens keine Demokratie ohne Kapitalismus. Alle Versuche einer Demokratie ohne Kapitalismus sind in der Regel brutal gescheitert.

        1. Genau – die Regeln sind es, die den Markt eben nicht frei im Wortsinne sein lassen, und das ist gut so.
          Man stelle sich vor, alles wäre unreguliert:
          Dann wäre wohl der Verkauf von Kinderpornos das Beste, denn es gibt eine Nachfrage und die Gewinne sind bestimmt super…nur, falls es schon Zuviele gibt, die den Kokainmarkt bedienen.
          Für die Humorlosen: Das sind überspitzte Beispiele, um das Prinzip klar zu machen.

          1. Ja, sehe ich auch so. Ein unregulierter Markt gefällt der Mafia. Die setzen sich dann durch. Deswegen sehe ich auch die Demokratie, den Rechtsstaat als die andere Seite der Medaille, die bei mir Kapitalismus heißt.

      2. Was den Einsatz volkswirtschaftlichen Instrumentariums angeht, muss festgestellt werden, dass die neoliberalen EU- und Bundesregierungen alles unternommen haben, um die Rahmenbedingungen für einen extralegalen, unkontrollierten Schwarzmarkt zu schaffen:

        – Unsinnige Kriminalisierung auch weicher Drogen. Dann MUSS es ja einen Schwarzmarkt geben
        – Im Zuge der NATO-Osterweiterung Kosovo-Krieg (erster Angriffskrieg Deutschlands nach WK II, Regierung: Rot-Grün) und Ruin der Balkanstaaten
        – „Privatisierung“ der staatlichen und gemeinnützigen Infrastrukturen (na, wer hat wohl den Zuschlag bekommen?)
        – Auch dadurch Verarmung der Bevölkerung, gleichzeitig riesiger Cannabis-Anbau und Drogenumschlagplatz (Albanien)
        – Im Zuge des EU-Imperialismus kam die Schengen-Freizügigkeit für Albaner, sie kriegen aber keine Sozialleistungen hier, haben kaum Sprachkenntnisse, sind (normalerweise) bitterarm und haben im Heimatland reichlich Drogen

        Das bedeutet, dass in der freien Marktwirtschaft der Markt über die politischen Rahmenbedingungen wohlwissend so reguliert wird, dass ein Schwarzmarkt entstehen MUSS. Das ist politisches Kalkül, Stupid! (Und Ihr wählt so was!)

        Richtig weitsichtige Wirtschaftspolitik ist das, und so was von human! Ach ja, und es ist multikulti.

        1. Ja – warum immer wieder bettelarme Länder in die EU aufgenommen werden, kann ich mir auch nicht anders herleiten, als dass in dieser Richtung Interessen bestehen.
          Und sei es nur die Erpressbarkeit als rechtlose ArbeiterInnen für Drecksarbeit.

          1. Für Utopien oder „So ist es richtig!“-Modelle bin ich schon grundsätzlich schlecht zu haben, und dann fehlt mir noch der theoretische Unterbau in VWL. Ach ja, und direkt nach mir kommt die Sintflut, so oder so.

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