10. Juli 2019

Pressemeldung

Polizei: Unbekannte brechen Schließfächer in zwei Bankfilialen auf

Hannover (ots) – Bislang unbekannte Täter haben sich seit dem 05.07.2019 in zwei Filialen der Sparkasse Hannover Zugang zu mehreren Schließfächern verschafft und diese aufgebrochen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Kunde des Geldinstitutes hatte den Diebstahl aus seinem Schließfach bemerkt und daraufhin die Polizei und die Filialleitung alarmiert.

Erste Ermittlungen zufolge haben die unbekannten Täter offenbar über einen nicht bekannten Zeitraum die Daten von Kunden der Sparkasse ausgespäht. Diese haben sie ab dem 05.07.2019 genutzt, um Zugang in den Raum der Bankschließfächer in den Filialen an der Limmerstraße und am Ferdinand-Walbrecht-Straße zu erlangen und dort mehrere Schießfächer aufgebrochen.

Nach Überprüfung der Sparkasse könnten derzeit 51 Schließfächer betroffen sein – 13 Kunden haben bereits einen Aufbruch bestätigt.

Zur Höhe des entstandenen Schadens können aktuell keine Angaben gemacht werden.

Die Sparkasse hat umgehend reagiert und mögliche betroffenen Kunden informiert sowie den Bereich der Bankschließfächer in den beiden Filialen gesperrt. Die Ermittlungen dauern an. /pu, schie Polizeidirektion Hannover

Kommentare

  1. Den Tag über heute stand eine Traube Menschen vor der Filiale Limmerstraße. Die Polizei ließ die Leute einzeln und nacheinander rein, damit sie ihre Schließfächer überprüften. Komischerweise waren es so gut wie alle Türken – auch nach ein paar Stunden noch, als ich wiederkam.

    Das bedeutet:
    1. Die einzelnen Schließfächer sind nicht per Schlüssel gesichert, sondern per Zugangscode.
    2. Die Zugangscodes bestimmter sozialer Gruppen sind ausgespäht worden und die zugehörigen Schließfächer gezielt angegriffen worden.
    3. Die gehackten Zugangscodes müssen irgendwo zentral gespeichert worden sein (warum auch immer), etwa in einem sozialen Netzwerk oder in einer Vereinsdatenbank.

    Tja, jetzt müsste man mal die kostenpflichtigen HAZ-Artikel dazu lesen.

  2. Heftig! Was in den Schließfächern alles drin gewesen sein könnte – bis hin zu kompletten Altersversorgungen, Prostituierten-Videos, abgetrennte Daumen in Formaldehyd-Plastikbeuteln vakuumiert! – Aber der Einbruch war leicht möglich, da die Einlasssicherung schwach ist und es im „Tresorraum“ keine Kameras gibt. Da hofft man für die Geschädigten nur, dass alle gestohlenen Wertsachen dokumentiert und versichert waren.

    Ich selbst hatte ebenfalls einmal erwogen, in der Sparkassenfiliale Limmerstraße ein Schließfach zu eröffnen, habe mich aber für komplett andere, auch krisensichere Lösungen entschieden. Über solche Sachen sollte man sich gut Gedanken machen, aber man kann schlecht darüber reden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.