27. Februar 2021

Seit dem ersten Januar haben sich die Reinigungsgebühren vieler Anlieger enorm erhöht. Dagegen gibt es seit einiger Zeit Protest. Klagen wurden eingereicht.

Derzeit finden viele Haushalte in Linden-Nord einen Brief der CDU Linden-Limmer in ihren Briefkästen. Dort wird zu Protestschreiben an den Bezirksrat und den Rat der Stadt Hannover aufgerufen. Ein Vordruck wird mitgeliefert. Im Folgenden der Wortlaut:

Sehr geehrte Mieterin, sehr geehrter Mieter,

wahrscheinlich haben Sie in den letzten Tagen die Presseberichterstattung über die neue Straßenreinigungsgebührenordnung des Zweckverbandes aha in Hannover verfolgt. Die Kosten steigen teilweise um bis zu weit über 70 Prozent – das bedeutet einige 100 Euro mehr pro Jahr.

Von der exorbitanten Gebührenerhöhung sind neben den Hauseigentümerinnen und Hauseigentümern auch Sie als Mieterin und Mieter betroffen! Denn Sie werden die Mehrkosten im kommenden Jahr 2022 über die Nebenkostenaerechnung mittragen müssen und dann ihr
„blaues Wunder“ erleben.

Die Ursache für diese Erhöhung? Die neue Gebührenordnung beinhaltet für diverse Straßen – unter anderem auch Ihre – geänderte Reinigungsklassen mit erhöhten Reinigungsintervallen.

Die abstruse Begründung von aha für die Erhöhung der Reinigungsintervalle ist, dass es in der Limmerstraße „Iimmert“. Aus diesem Grund sind – wie auch in Ihrem Fall – alle Seitenstraßen
der Limmerstraße – vom Kötnerholzweg bis zum Küchengarten – von dieser Maßnahme mitbetroffen. Diese nicht nachvollziehbare Vorgehensweise gibt es nur im Bezirk Linden-Nord, sonst im gesamten Stadtgebiet in dieser Form nicht.

Jetzt gemeinsam dagegen vorgehen

Dass der Rat der Stadt Hannover von aha im Vorfeld der Entscheidung über die Gebührenerhöhung offensichtlich getäuscht wurde, ist besonders scharf zu kritisieren. Das Unternehmen hat der Politik die wahren Ausmaße der Änderung und ihre Konsequenzen für die Bürgerinnen und Bürger weitgehend verschwiegen.

Ohne diese Täuschung hätte es aber keinen zustimmenden Beschluss gegeben!

Rückgängig machen kann diesen Vorgang nur der Rat mit Unterstützung des Bezirksrats Linden-Limmer. Um den Druck auf die Politik zu erhöhen, damit sie in der leidigen Angelegenheit aktiv wird, haben wir ein Protestschreiben beigefügt. Wir bitten Sie, uns dieses Schreiben mit
dem Freiumschlag zurückzusenden. Gerne können Sie auch Ihre Position zur Frage notieren, ob höhere Reinigungsintervalle überhaupt nötig sind.

Schicken Sie das Protestschreiben bitte unterschrieben an den CDU-Ortsverband Linden-Limmer zurück. Wir werden sie sammeln und an die zuständigen Stellen mit einer klaren Protestnote weiterleiten.

Rücksendungen bitte per E-Mail an:

info@cdu-linden-limmer.de

oder per Fax an: 0511 3978760

oder per Post an:

CDU Linden Limmer e/o CDU Kreisverband Hannover Stadt
Walderseestraße 21
30177 Hannover

Mit freundlichen Grüßen,
Jakob Wiedekind
Vorsitzender der CDU Linden-Limmer

Michael Klenke
Bezirksratsherr im Stadtbezirksrat Linden-Limmer

Das beiliegende Protestschreiben:

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Siehe auch:

25.02.2021

Kommentare

  1. Reine Abzocke so wie kein winterdienst in den Nebenstraßen gemacht wurde , so wird so gut wie nie die strasse gereinigt .
    Die Moderne Abzockmasche viel Geld bezahlen für 0% leistung !!!! Es wurden auch ein paar mal kein Müll abgeholt bekommen wir jetzt Geld zurück ??

    1. Hier bei uns, Von-Alten-Allee/Posthornstraße, die gleiche „Masche“.
      3x wöchentliche Reinigung und erhöhter Bedarf Winterdienst in Rechnung gestellt. Aber bei genauerem Hinsehen sind das unwahre Rechnungsstellungen. Reinigung findet nicht in den berechneten Intervallen statt, Winterdienst nur ganz sporadisch. Flaschen-, Papier- und Kleidercontainer locken „Ferkel“ aus allen Richtungen an, der Anwohner soll bezahlen. Gerechtigkeit sieht anders aus. Übrigens, im Beiblatt zum Gebührenbescheid steht bei Reinigungsintervallen „in der Regel“. Ich soll regelmäßig für etwas zahlen, was mal so mal so gehandhabt wird? Verwaltung gegen Bürger – die Gewerkschaft regiert. Armer Oberbürgermeister und arme Bezirksräte, sie tuen mir schon lange Leid.

    1. Ich bin grundsätzlich für gute Arbeitsbedingungen. Im öff. Dienst ist der Organisierungsgrad ungleich höher und daher geht da mehr für die Arbeitenden.
      Was GARNICHT geht: Anwohner für die Exzesse der Sauftouristen zahlen zu lassen!
      Erst lässt die Stadt uns mit dem Problem alleine und jetzt sollen wir auch noch für die Spacken zahlen. Unglaublich.

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