24. Dezember 2020

Die Stadt erstellt derzeit eine Liste von Gebieten auf denen zu Silvester nicht geböllert werden darf. Mit anderen Worten: auf den übrigen Flächen darf geböllert werden – unter Einhaltung der geltenden Lockdown-Vorschriften. Aktuell existiert nur eine erste Vorschlagsliste.

Das Böllerverbot gilt demnach in Linden-Limmer für folgende Orte:

Alle Spielplätze in Linden
Ihme- und Leineufer
Limmerstraße
Lindener Berg: Stadtteilfriedhof, Grünfläche Mühle
Von-Alten-Garten
Küchengartenplatz
Stärkestraße: Spielplatz, Grünfläche
Velvetplatz

Von der Stadt wird genaueres erst nächste Woche zu erfahren sein.

Quelle: >> HAZ (Abonnenten)

23.12.2020/24.12.; 18:43

Vorherige Meldung v. 18.12.2020

Gericht: Böllerverbot gekippt

Pressemeldung
Niedersächsisches Ministerium für Soziales,
Gesundheit und Gleichstellung

OVG Lüneburg setzt das Verbot für den Verkauf, das Mitführen und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und anderen pyrotechnischen Gegenständen in Niedersachsen außer Vollzug

Die Niedersächsische Landesregierung nimmt zur Kenntnis, dass nach dem Beschluss des Oberverwaltungsgerichtes Lüneburg der Verkauf, das Mitführen und das Abbrennen von Feuerwerkskörpern und anderen pyrotechnischen Gegenständen nicht mehr untersagt ist. Damit werden die entsprechenden Bestimmungen der Niedersächsischen Corona-Verordnung bis auf weiteres nicht mehr angewandt.

Allerdings ist darauf hinzuweisen, dass der Bundesrat ebenfalls heute einer Änderung der Ersten Verordnung zum Sprengstoffgesetz zugestimmt hat, durch die eine Abgabe von Feuerwerk F2 („klassisches Silvesterfeuerwerk und Böller“) an den Verbraucher dieses Jahr nicht zulässig ist.

Darüber hinaus wird geprüft, ob durch eine Neufassung des § 10a der Niedersächsischen Corona-Verordnung unter Berücksichtigung der Begründung des Oberverwaltungsgericht Lüneburg rechtssichere Verbote erreicht werden können.

Niedersächsisches Ministerium für Soziales,
Gesundheit und Gleichstellung


Siehe auch >> NDR.de

18.12.2020; 15:26

vorherige Meldung v. 14.12.2020

Nds.: Jedes Feuerwerk überall verboten ab 16.12.2020 – und mehr

Die ab Mittwoch (16.12.2020) geltende Verordnung der nds. Landesregierung ist eindeutig:

Es gilt ein Totalverbot für das Zünden und Mitführen von Feuerwerkskörpern innerhalb der Landesgrenzen Niedersachsens.

Auch das Zünden im eigenen Garten ist in jedem Falle verboten, wurde auf der Pressekonferenz am heutigen Nachmittag erklärt.

Begründung: keine.

Die Naheliegende Frage, was das mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie zu tun hätte, wurde leider nicht gestellt.

Die Verordnung der Landesregierung im Folgenden:

§ 10 a Feuerwerkskörper und pyrotechnische Gegenstände

(1) Der Verkauf und die Abgabe von Feuerwerkskörpern und anderen pyrotechnischen Gegenständen sind unzulässig. Satz 1 gilt nicht für pyrotechnische Gegenstände, die als Leuchtzeichen in der Schifffahrt oder im Flugverkehr zugelassen sind oder der Wahrnehmung staatlicher Aufgaben dienen.

(2) Das Mitführen und Abbrennen von Feuerwerkskörpern und anderen pyrotechnischen Gegenständen ist untersagt. Satz 1 gilt nicht für die Nutzung pyrotechnischer Gegenstände als Leuchtzeichen in der Schifffahrt oder im Flugverkehr oder bei der Wahrnehmung staatlicher Aufgaben.

(3) Das Veranstalten von Feuerwerk für die Öffentlichkeit ist verboten.

… Fortsetzung folgt

14.12.2020; 14:48

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vorherige Veröffentlichung am 14.12.2020

Silvester: Feuerwerk soll total verboten werden – und die Grundrechte?

Am Dienstag beschließt die niedersächsische Landesregierung das Verbot jeder Anwendung von Feuerwerkskörpern zu Sylvester. So wird es aktuell in der HAZ angekündigt [1].
Damit wäre das Feuerwerksverbot weitreichender, als es der Beschluß zum Lockdown vorgesehen hatte [1].

Ein Verbot des Böllerns an jeder Stelle Niedersachsens wirft die Frage aller Fragen auf:

Was hat das mit der Corona-Pandemie zu tun? Wie kann man sich durch Böllern mit Corona infizieren, wenn keine oder kaum andere Menschen in der Nähe sind?

Rechtsanwälte stehen vermutlich schon in den Startlöchern.

Seit vielen Jahren gibt es das Bestreben das Silvesterfeuerwerk zunehmend einzuschränken. Bisher behielt der „Spaß an der Freud“ [3] die Oberhand und es gab nur wenige Einschränkungen [4]. Könnte sich das evtl. zukünftig ändern?

Die Feuerwerkswirtschaft befürchtet die Insolvenz des gesamten Wirtschaftszweiges [2].

Quellen

Der Beschluss zum Lockdown bzgl. Feuerwerk v. 13.12.2020

[1] 4. Am Silvestertag und Neujahrstag wird bundesweit ein An- und Versammlungsverbot umgesetzt. Darüber hinaus gilt ein Feuerwerksverbot auf durch die Kommunen zu definierenden publikumsträchtigen Plätzen. Der Verkauf von Pyrotechnik vor Silvester wird in diesem Jahr generell verboten und vom Zünden von Silvesterfeuerwerk generell dringend abgeraten, auch vor dem Hintergrund der hohen Verletzungsgefahr und der bereits enormen Belastung des Gesundheitssystems.
>> Beschlüsse zum Lockdown ab 16.12.2020

[2] Keine Böller zu Silvester: Niedersachsen will Feuerwerk komplett verbieten
>> HAZ (Abonnenten)

[3] „Spaß an der Freud“ ist ein kölscher Spruch, der liebenswert und tief emotional ein Bedürfnis ausdrückt und in Köln meistens recht überzeugend wirkt, nach eigener Erfahrung des Autors.

[4] Böllerfreie Zonen?
>> hallolindenlimmer.de/?s=b%C3%B6ller

Klaus Öllerer
14.12.2020/15.12.2020; 07:21

Kommentare

  1. Was soll der Blödsinn? Wenn die Leute nicht an einem bestimmten Platz böllern dürfen, ziehen sie ein paar Meter weiter in die nächste Straße.
    Sind die Menschen wirklich so bekloppt, dass sie nicht wenigstens dieses Jahr mal auf die dämliche Knallerei verzichten können? Es geht um eine Stunde teuren Lärm machen, wodurch auch noch die Luft verpestet, die Straßen vermüllt und vor allem alte Leute, Kinder und Haustiere gequält werden.
    Man kann sich kaum was sinnloseres vorstellen.
    Mein allgemeiner Wunsch fürs neue Jahr: Dass die Menschen öfter mal ihr Hirn benutzen.

    Eine Schande, dass die Stadt sich unter diesen Umständen nicht traut, mal ein Totalverbot auszusprechen. Da würde doch keiner dran sterben…

  2. Um nochmal auf das Verbot zurück zu kommen, die Argumentation finde ich an den Haaren herbeigezogen. ,Man verbietet das Böllern um die Krankenhäuser und das Personal zu entlasten, ok macht Sinn. Aber warum nur das Böllern? Ein Verbot von diversen riskanten Sportarten, Fahrradfahren und auch Autofahren ohne triftigen Grund entlastet meiner Meinung nach die Krankenhäuser mehr.
    Ebenso sagt mir mein Gefühl, dieser Lockdown ist eine Farce, es sind wesentlich mehr Menschen unterwegs wie im Frühjahrslockdown. Nun denn.

      1. Man sollte mal Corona außer acht lassen. Es passieren ueberall Unfaelle das stimmt,aber das Boellern schadet auch der Umwelt. Wohnungsbrände und viele Tiere,die vor Angst sterben.,es kostet viel Geld fuer einwenig Spaß,außerdem wird sehr oft auch unsachgemäß damit umgegangen!!Es gibt viele andere Moeglichkeiten das alte Jahr zu verabschieden!!!!!!!!!!

  3. Huhu, also ich frag mich, wer hier gefragt ist, mit dem Panikmachmodus runterzufahren. Oder mit der Unterstellungslust? Der Zusammenhang zwischen dem Böllerverbot und der Coronainfektionseindämmung ist, dass neben der Vermeidung von Menschenansammlungen erreicht werden soll, dass keine Verletzten aufgrund von Silvesterunfällen in Krankenhäuser eingeliefert werden. Durch die Intensivbetreuung, die die Coronapatienten brauchen , die auf Intensivstation landen, werden Pflegekräfte von anderen Stationen dahin umverteilt. Es besteht vielerorts ein Engpass an Pflegekräften. Wurde im Vorfeld der Entscheidung auch so kommuniziert. Freiheit wird eingeschränkt ja aber aus aktuell nachvollziehbaren Gründen. Und nicht im Zusammenhang mit früheren Beschränkungen, die umweltpolitisch motiviert waren. Dass es die Hersteller hart trifft und die Verkäufer finde ich trotzdem sehr hart für die Betroffenen. Auch dass Menschen, die daran Freude haben, darauf dieses Jahr verzichten müssen und die das verantwortlich gut gehandhabt hätten ist schade.

    1. Liebe Bettina,
      die Landesregierung ist weit über die Festlegungen im zentralen Papier von Bundesregierung und Ländern hinausgegangen. Dort war ein generelles Verbot nicht vorgesehen, sondern abhängig von Ort und Ansammlungen.

      Was ich hier im Artikel kritisiere ist die Masslosigkeit des Böllerverbotes.
      Was hat es mit Corona zu tun innerhalb der Landesgrenzen an jedem Ort die Mitnahme von Feuerwerkskörpern und das Böllern zu verbieten? Völlig unabhängig von Menschenansammlungen und der Einsamkeit der Lage.
      Ausdrücklich wurde in der Pressekonferenz das Böllern auf Nachfrage im eigenen Garten verboten – unabhängig von Lage und Personen.
      Und das hat auch nichts mit der Auslastung von Intensivstationen zu tun.
      Oder habe ich etwas übersehen?

      1. So ist das halt wenn Entscheidungen nicht mehr im Parlament gefällt werden.
        Die Länderchefs gebärden sich mittlerweile wie Fürsten.

        Und dann soll nochmal einer sagen die Demokratie hat keinen schaden genommen.

  4. Die Grünen wollten ja schon vor Jahren das Sylvester-Feuerwerk verbieten. Ein weiteres Indiz dafür, daß ein Grippevirus dafür instrumentalisiert wird, die Menschen massiv umzuerziehen.

    1. Das ist doch ein völlig normaler Vorgang. Geschieht jährlich mit mehr oder weniger allen Viren. So ist das Leben eben schon immer gewesen. Was soll diese Hysterie?

    2. Wenn Sie diese Meldung beunruhigend finden, sollten Sie sich darauf einstellen, den Rest Ihres Lebens zuhause zu bleiben. Es liegt in der Natur der Dinge, daß der Corna-Virus jedes Jahr mutiert, das macht seine Schwester Influenca ebenso. Mein Tip: genießen Sie das Leben und hören Sie auf mit dem Panikmodus. Angst tötet mehr als alle Viren der Welt zusammen.

  5. Ja, zum Jahreswechsel ist da mal echter Journalismus gefragt. Ich werde mir eine Maske anziehen und eine Kamera mitnehmen, und keine Pulle Bier mitnehmen/trinken, weil ich sonst sofort einen Platzverweis kriegte. – Jahrzehnteereignis allemal! Hui!

  6. Wenn diesmal keine besoffenen Schwachköppe versuchen sollten, Andere mit Sprengmitteln zu bewerfen, soll es mir recht sein. In den letzten Jahren wurde es in der Silversternacht zunehmend gefährlich an Orten wie der Limmerstraße.

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