4. Dezember 2021

Pressemeldung

Stadtteilforum Linden-Süd öffnet 2. Türchen des Hybriden Adventskalenders Linden-Süd, ehrt Ehrenamtliche und startet Kampagne für ein Stadteilzentrum

Bei Punsch, Keksen und Live-Musik der Marshmallows öffnete das Stadtteilforum Linden-Süd das zweite Türchen des Hybriden Adventskalenders. Engagierte Menschen des Stadtteils starteten ihre Kampagne für ein Stadtteilzentrum Linden-Süd. Im Rahmen der stadtweiten Aktion „Dank-Grundrauschen“ wurden die anwesenden Ehrenamtlichen geehrte und aktuelle Informationen ausgetauscht.

Gestern Abend „tagte“ das Stadtteilforum Linden-Süd im Hof des Treffpunkts Allerweg. Geplant war, im Rahmen des Hybriden Adventskalenders mit einem kleinen Weihnachtsmarkt das zweite Türchen zu öffnen. Die Pandemieentwicklung verhinderte das leider jedoch. Das Interesse an dem Treffen war wie immer sehr hoch und es fand somit in begrenztem Rahmen und unter strenger Beachtung der Hygienevorgaben statt.

Im Rahmen der Aktion „Dank-Grundrauschen“ wurden die anwesenden Ehrenamtlichen geehrt: Ohne das langejährige und unermüdliche freiwillige Engagement für Menschen jeglichen Alters zum Beispiel in den Kirchengemeinden, im Treffpunkt Allerweg, im cafè allerlei, im Deisterkiez e. V., dem Fels e. V. und auch dem Stadtteilforum-Linden-Süd würden im Stadtteil viele wichtige Angebote und Strukturen fehlen, die Integration, sozialen Zusammenhalt und Kompetenzentwicklung maßgeblich beeinflussen.

In engem Zusammenhang mit dem großen freiwilligen Engagement steht die Forderung der Menschen nach einem Stadtteilzentrum. Seit über zehn Jahren werden Ressourcen eingesetzt, ohne bislang zu einem Ergebnis gekommen zu sein. Dabei sind sich alle einige: Der Bedarf im Stadtteil ist hoch, die Sozialdaten sprechen für sich, die Träger und Freiwilligen sind vor Ort, das Vorderhaus des Treffpunkts Allerweg ist baulich und konzeptionell stark „überarbeitungsbedürftig“. Doch nichts passiert. Somit gehörte zu den Highlights des gestrigen Abends der Start der Kampagne „Stadtteilzentrum Linden-Süd JETZT!“. Die Sprecherinnen des STF betonten, dass „jahreslanges bürgerschaftliches Engagement vergebens wäre und sich die Enttäuschung der Menschen sehr nachhaltig auswirken würde auf die Selbsthilferessourcen im Stadtteil sowie auf ihr Vertrauen in Unterstützung und Wertschätzung durch Politik und Verwaltung, wenn keine Bewegung in die Sache käme. Ein wichtiger Schritt sei dafür die Aufnahme der Finanzierung in den städtischen Haushalt 2023/24. Die Menschen des Stadtteils verstehen nicht, dass die Notwendigkeit anerkannt wird, aber niemand Verantwortung übernimmt und das vorhandene Engagement aufgreift, um gemeinsam den positiven Weg des Stadtteils zu gestalten. Sehr gern bringen wir unsere (freiwilligen) Ressourcen in eine Planung ein, ungern entwerfen wir ein Szenario für einen Stadtteil ohne Engagement.“

Bettina Groh und Marit Kukat, Ehrenamtliche Sprecherinnen

04.12.2021

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