4. September 2020

Hinweis: Die erste Meldung mit Grundinformationen gibt es hier unten auf der Seite.
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Erster Gerichtsprozess

von Tom Scharf

Der erste von ca. 24 Gerichtsprozessen war heute um 10 Uhr im Amtsgericht Hannover.

Natürlich hackt einer Krähe der anderen kein Auge aus,und so wurde ich bereits mit dem Satz von der Richterin begrüßt: „Herr Scharf, ich sehe Sie jeden Morgen am HBF und ich kann mit den Texten (Rio Reiser & co. (!) ) nichts anfangen. Deswegen gefällt mir das auch nicht.“

Soviel zu -meiner Ansicht nach- Unvoreingenommenheit des Gerichts.

Dann wurden die Zeugen aufgerufen, und das Beweismaterial, also die Videokamera, die den Angriff der DB-Securty festhielt, wurde abends wohl gelöscht, und die Fotos, die von der Verletzung stammten und die die Polizei gemacht hatte nachdem ich die Leute anzeigte, waren nicht in der Akte und niemand wusste, wo die waren.

Ein Schelm, der Böses dabei denkt…

Kann eigentlich nur noch darüber lachen.

Am Ende kam jedenfalls heraus, dass ICH 600,- Euro Strafe zahlen muss, und wenn ich erneut in Berufung gehe, folgt dann eine Haftstrafe.(O-Ton der Richterin). Sie sagte, ohne Beweise glaube sie mir nicht, und dass die nun verschwunden seien, sei nicht ihr Problem.

Sollte ich auch nur noch einmal im Bereich HBF oder Umgebung spielen, werde ich also eingeknastet.

Soviel zur deutschen Justiz.

Habe für heute erstmal die Nase gestrichen voll, wünsche Euch einen stressfreien Tag, und wundere mich über gar nichts mehr.

Jedenfalls werde ich die Petition mitnehmen, wenn ich zur Bürgersprechstunde beim OB gehe, und vielleicht wird dann mal ein Augenmerk auf diejenigen gerichtet, die täglich Menschen drangsalieren, und ihren job dazu mißbrauchen, politisch mißliebige Menschen derart zu behandeln.

Tom Scharf

Meldung v. 24.07.2020

Petition: Protest – Änderung der Straßenmusikordnung von Thomas Scharf

Thomas Scharf hat diese Petition an den Rat der Landeshauptstadt Hannover gestartet. Seine Straßenmusik ist auch oft auf der Limmerstraße zu hören.

Petition

Hiermit bitte ich, die derzeit geltende Straßenmusikerverordnung für Hannover zu ändern und gerechter zu gestalten.
Die derzeitigen Regeln verbieten ein Spielen vor 12 Uhr, und sämtliche Plätze sind draußen, also nicht überdacht, was bei Regen ein Spielen mit Holzinstrumenten und auch für Hundebesitzer unmöglich macht.
Das Spielen ist in Linden komplett verboten worden.
Im gesamten Bereich des Hauptbahnhofes ebenso.
Die meisten Plätze befinden sich dort, wo entweder gerade Baumaßnahmen laufen, kaum jemand vorbeigeht, oder liegen zu dicht beieinander, weil man sich gegenseitig akustisch stört, und fast alle befinden sich im Bereich Kröpke und der List.
Doch das Hauptproblem ist einfach das Wetter. …

Weiterlesen und unterschreiben >> change.org

>> Facebook.com von Tom Scharf

Siehe auch >> Sein Protest ist die Gitarre – das ist Hannovers Straßenmusiker-Rebell (Abonnenten Neue Presse)

24.07.2020


Kommentare

  1. Thomas Scharf habe ich gestern auf der Limmerstraße entlanggehen gesehen, wie er laute Selbstgespräche führte und schreiend vor sich hinschimpfte über das Verbot, Musik zu machen. Ich denke, er sollte seine Auseinandersetzungen mit der Justiz sein lassen. Viele Leute mit psychischen Problemen projizieren ihre Konflikte auf Andere, aber das führt zu nichts.

  2. Naja, das Spielverbot vor 12 Uhr mittags ist für Musiker nicht so schlimm – da schlafen die meisten Nord-Lindener ja noch. Aber daß den Kunstschaffenden keine überdachten Örtlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, ist natürlich die Höhe. Ich will noch weitergehen und fordere außerdem Heizstrahler an kühlen Tagen. Voll ungerecht!

  3. Hey Tom, Deine Klampfe ist doch sowieso zu leise im Straßenlärm! Dann nimm doch einfach einen dicken Vestärker und spiele nachts auf der Dornröschenbrücke! Und bring ein paar irre Trommler mit Migrationshintergrund ran, dann kannze die Cops gleich noch wegen Rassismus mit drankriegen.

    Dein leises „Knocking on Heaven’s Door“ kannze da aber knicken, weil damit nachts die Leute reihenweise wegpennen. Mache laute, harte, schnelle Beats stattdessen. Und, Kleiner, vergiss das Münzgeld in der Gitarrentasche; sieh einfach zu, dass der Apotheker around ist.

  4. Lärm macht krank.
    Ein Recht auf Lärm gibt es nicht – wohl aber ein Recht auf Ruhe!
    >Das Spielen ist in Linden komplett verboten worden.
    …daran hält sich aber leider keiner und soweit ich es beurteilen kann, kontrolliert die Polizei auch nicht.
    Auf der Dornröschenbrücke, auf der Wiesen daneben und am Leineufer ist täglich bis tief in die Nacht und manchmal bis zum Morgen Musik – Schlagzeuger, Trommler, Bassverstärker – hier „stören sich akustisch jeden Abend viele „ein Brei aus verschiedenen Quellen – für die Anwohner ist dies unerträglich.

    1. Ich poste hier schon seit Jahren öfter mal was unter dem Namen Anwohnerin.
      Aber dieser Post ist nicht von mir.
      Wäre nett, wenn du, die du diesen Kommentar geschrieben hat, einen anderen Namen verwenden könntest.
      Ich stimme dir zwar zu, aber ich möchte nicht jedesmal dazu schreiben, dass ich es nicht war.
      Lieben Dank !!!

    2. Danke fürs Ändern!!!
      Sollte auch kein meckern sein. Nur für den Fall, dass wir mal ganz verschiedener Meinung sind. Aber was den Lärm angeht, sind wir uns ja sowas von einig.
      Das geht hier alles nicht so weiter.
      Von mir aus kann jeder sein Ding machen, aber nicht auf Kosten meiner Gesundheit und der Gesundheit der vielen hundert Anwohner, die hier regelmäßig um den Schlaf gebracht werden. Die Freiheit des einen hört da auf, wo die Freiheit des anderen anfängt. Und auf meiner Freiheit nachts Ruhe zu haben bestehe ich, weil es kein Luxus, sondern eine Selbstverständlichkeit und eine Notwendigkeit ist.
      Die Stadt ist in der Pflicht, das mal grundsätzlich in den Griff zu bekommen, bewegt sich aber nicht wirklich.
      Die Proteste müssen einfach lauter werden. Es sind genug Betroffene da.

      1. — „Die Proteste müssen einfach lauter werden.“

        Das ist der falsche Weg. Hast Du nicht meinen Beitrag gelesen, wo meine Emailadresse drinsteht?

      2. natürlich, hab ich gern geändert – mir war das nicht klar, dass es ein „fester“ Benutzername ist – ich dachte, jeder Anwohner schreibt unter „Anwohner“ und Anwohnerinnen unter „Anwohnerin“

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